Das Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Zusammenhänge von Selbstwert, sozialen Vergleichen und Narzissmus in Bezug auf die Nutzung der Online-Dating Plattform Tinder zu analysieren und empirisch zu bewerten.
Die Eingrenzung auf die Plattform Tinder ist bewusst gewählt, da es sich aktuell um die am häufigsten verwendete Dating-Plattform handelt. Um einen Vergleich zu ziehen besteht die Überlegung eine weitere Plattform in das Forschungsvorhaben zu integrieren, auch um mögliche Unterschiede aufzeigen zu können.
Diese Arbeit ist zunächst auf die Literaturanalyse, die Konzeption der empirischen Untersuchung und des methodischen Vorgehens ausgelegt. Forschungsdesiderate werden unter Berücksichtigung der aktuellen Situation der vorherrschenden Corona -
Pandemie und den daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen und -verboten weiter verfolgt. Die Thematik der Partnersuche, aber auch der des sozialen Austauschs ist besonders in der aktuellen Zeit, in der das gesellschaftliche Leben einen Stillstand
erreicht, von hoher Relevanz.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
2.1 Begriffsdefinition Online Dating
2.2 Theoretischer Hintergrund
2.2.1 Theorie des sozialen Vergleichs
2.2.2 Tinder
2.2.3 Selbstwert
2.2.4 Selbstwert und Tinder
2.2.5 Narzissmus als Persönlichkeitsausprägung
2.3 Fragestellung und Zielsetzung
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign und -Durchführung
3.3 Erhebungsinstrumente und -material
3.4 Datenaufbereitung und statistische Verfahren
4 Erwartete Ergebnisse / Anwendung / Umsetzung
4.1 Reflexion des bisherigen Prozesses und Limitationen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Seminararbeit besteht darin, die Zusammenhänge zwischen dem Selbstwertgefühl, sozialen Vergleichen und dem Persönlichkeitsmerkmal Narzissmus im Kontext der Nutzung der Online-Dating-Plattform Tinder wissenschaftlich zu analysieren und empirisch zu bewerten.
- Analyse des Einflusses von Online-Dating auf das Selbstwertgefühl.
- Untersuchung der Rolle des sozialen Vergleichs bei der Nutzung digitaler Dating-Plattformen.
- Exploration narzisstischer Persönlichkeitsmerkmale im Kontext der Selbstdarstellung auf Tinder.
- Konzeption eines quantitativen Forschungsansatzes zur Überprüfung spezifischer Hypothesen.
- Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das digitale Dating-Verhalten.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Theorie des sozialen Vergleichs
Der Mensch hat das Bedürfnis sich mit seiner Umwelt zu vergleichen und seine Fähigkeiten, Leistungen oder Überzeugungen in einen Maßstab zu setzen (Festinger, 1942). In der Theorie des sozialen Vergleichs, beschreibt Festinger (1954) unter welchen Bedingungen andere Personen als Maßstab herangezogen werden und welche Folgen aus diesem Vergleich auftreten können. Die Motivation, die eigenen Fähigkeiten bewerten und einstufen zu können, ergibt sich aus der Notwendigkeit auf Umweltsituationen und andere Personen angemessen reagieren zu können (Raab, Unger, & Unger, 2010).
Nach Festinger (1954) wollen Menschen ihre Leistungen, Werte und Überzeugungen nicht nur bewerten und einem Maßstab zuordnen, sondern auch eine Verbesserung anstreben. Ohne einen Maßstab, an dem sich der Mensch orientieren kann, wäre er mit seiner eigenen Selbstbewertung sehr unsicher. Teilweise reagieren Menschen mit Neid, aber auch mit Freude oder Inspiration auf die Leistungen anderer und fühlen sich motiviert, ihre eigene Leistung zu verbessern. Um diese Informationen über sich selbst zu erhalten, vergleichen sich Menschen mit den Leistungen, Meinungen und Einstellungen anderer (Raab et al., 2010).
Ob die Selbstbewertung positiv oder negativ ausfällt, hängt von den Referenzpunkten der Vergleichsperson ab. Es wird davon ausgegangen, dass für den Vergleich Personen mit ähnlichen Faktoren herangezogen werden, relativ zu einer Bezugsgruppe. „A person does not tend to evaluate his opinions or his abilities by comparison with others who are too divergent from himself” (Festinger, 1954, S.120). Die Unterscheidung zu der relativen Bezugsgruppe ist ausschlaggebend für das Selbstwertgefühl. Dieses entspringt nicht einer relativen Bewertung, sondern entsteht aus dem sozialen Vergleich (Asendorpf, 2015). Daraus kann Zufriedenheit oder Unzufriedenheit entstehen. Stimmt die eigene Leistung mit der von einer Bezugsgruppe überein, so entsteht ein positives Selbstwertgefühl, welches zu Zufriedenheit führt (Festinger, 1954, S.119).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Online-Dating, insbesondere unter Berücksichtigung der Digitalisierung und der Corona-Pandemie, und führt in die zentralen Problemstellungen ein.
2 Stand der Forschung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und liefert einen theoretischen Rahmen zu den Konstrukten Selbstwert, sozialer Vergleich, Narzissmus und der Funktionsweise von Tinder.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird das geplante Untersuchungsdesign einer quantitativen Studie beschrieben, inklusive der Stichprobenplanung, der verwendeten Fragebögen und der vorgesehenen statistischen Auswertungsmethoden.
4 Erwartete Ergebnisse / Anwendung / Umsetzung: Dieses Kapitel erläutert die statistischen Voraussetzungen und Analyseverfahren, die zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen herangezogen werden sollen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend wird das Ziel der Arbeit rekapituliert und die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Online-Dating, Tinder, Selbstwertgefühl, sozialer Vergleich, Narzissmus, Persönlichkeitspsychologie, digitale Selbstdarstellung, Partnersuche, quantitative Forschung, Corona-Pandemie, Swipe-Funktion, soziale Medien, Verhaltensforschung, psychologische Faktoren, Nutzerverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen und Zusammenhänge bei der Nutzung der Dating-Plattform Tinder, insbesondere im Hinblick auf den Selbstwert, soziale Vergleiche und narzisstische Persönlichkeitsmerkmale.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Online-Dating-Verhalten, die Theorie des sozialen Vergleichs, die Messung des Selbstwertgefühls sowie die Ausprägung von Narzissmus als Persönlichkeitsmerkmal.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den genannten Variablen zu identifizieren und Hypothesen aufzustellen, die in einer quantitativen Studie empirisch überprüft werden sollen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und konzipiert ein quantitatives Untersuchungsdesign unter Verwendung standardisierter Fragebögen zur statistischen Auswertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes sowie eine detaillierte methodische Planung der empirischen Erhebung und Datenanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Online-Dating, Tinder, Selbstwertgefühl, sozialer Vergleich und Narzissmus.
Warum spielt die Corona-Pandemie eine Rolle in dieser Untersuchung?
Die Pandemie wird als ein Faktor betrachtet, der die Isolation verstärkt und den Wunsch nach digitalem sozialen Austausch und Online-Dating signifikant erhöht hat.
Wie unterscheidet die Arbeit den "Aufwärtsvergleich" vom "Abwärtsvergleich"?
Abwärtsvergleiche dienen dem Schutz des Selbstwertgefühls, während Aufwärtsvergleiche – der Vergleich mit überlegenen Personen – zu Motivation, aber auch zu Neid und negativem Selbstwert führen können.
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- Anonym (Author), 2021, Zusammenhänge von Selbstwert, sozialen Vergleichen und Narzissmus. Die Online-Dating Plattform Tinder als Beispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038749