Spracherwerb und Mehrsprachigkeit. Eine theoretische Untersuchung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

13 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Sprache?
2.1 Mehrsprachigkeit

3. Spracherwerb
3.1 Theorien des Spracherwerbs
3.2 Ablauf des Spracherwerbs
3.2.1 Erstspracherwerb
3.2.2 Zweitspracherwerb

4. Handlungsempfehlungen und.. Ausblick

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen“, so auBerte sich CDU-Politiker Carsten Linnemann im August 2019 in einem Gesprach mit der Rheinischen Post zum Thema Inklusionspolitik (Brocker/Dunst 2019). Diese Aussage loste eine Debatte uber den Sprachstand deutscher Grundschuler aus und die vorschulische Sprachforderung wurde in Presse und Gesellschaft kontrovers diskutiert. Ausgrenzung sei nicht der richtige Weg, so auBerte sich die Kultusministerin Baden-Wurttembergs, Susanne Eisenmann (ebenfalls CDU), als Reaktion, der „Anlass fur Linnemanns AuBerung war der Befund, dass bei Sprachtests in Duisburg mehr [als] 16 Prozent der kunftigen Erstklassler kein Deutsch konnten“. Nicht nur sie, sondern auch viele weitere Akteure in Politik und Bildungswesen, sehen hier einen enormen Handlungsbedarf (Schmoll 2019). In Deutschland gibt es keine einheitlichen Vorschulen, in welchen eine Sprachforderung geleistet werden kann. Mit der andauernden Migrationsbewegung, insbesondere seit dem Jahr 2015 hat sich die Herausforderung noch verstarkt, Kinder, die in ihrer Familie eine andere Sprache als Deutsch sprechen,auf ein der Grundschule angemessenes sprachliches Niveau zu bringen. In der padagogischen Praxis werden insbesondere Erzieherinnen und Erzieher zusehends mit der Aufgabe konfrontiert, zusatzlich zu anderen padagogischen Aufgabenauch noch die Sprachbildung ihrer Schutzlinge zu ubernehmen. Dafur brauchte es eine groBe Anzahl speziell dafur ausgebildete Fachkrafte, die es im allgemeinen Fachkraftemangel im Bildungssektor aber im Moment nicht gibt. Eine Moglichkeit, die zur Bewaltigung dieser Situation nutzbar ware, ist die Bildung oder Weiterbildung der Padagoginnen und Padagogen in Kindertagesstatten, um sie mit zumindest grundlegendem Wissen uber das Thema Sprache, Sprachentwicklung und Sprachforderung zu versorgen. Damit konnte eine Sensibilisierung vorangetrieben werden, von der die zukunftigen Grundschuler sicherlich profitieren konnten.

Die vorliegende Arbeit wird es nicht schaffen, diese groBe Aufgabe zu leistenund die beschriebenen Probleme zu losen, dies uberstiege diesen Rahmen bei weitem. Was hier gezeigt werden kann, ist alleinig der erste Schritt, ein Teil des Fundamentes fur eine erfolgreiche Aufklarung zum Thema Sprachbildung. Der Ursprung jeglicher Sprachbildung ist der Spracherwerb. Dies soll also der Ansatzpunkt dieser Arbeit sein. Sprache ist ein sehr weitlaufiger Begriff, der aus vielen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet werden kann. In dieser Arbeit soll,soweit eine Trennung zu anderen Disziplinen moglich und soweit nicht anders markiert, versucht werden, eine entwicklungspsychologische Perspektive einzunehmen. Dazu soll in Kapitel 2 zunachst geklart werden, was Sprache uberhaupt istund anschlieBend Begriff der Mehrsprachigkeit erortert werden. AnschlieBend wird in Kapitel 3 eine Ubersicht gangiger Spracherwerbstheorien gegeben und versucht, diese auch im Kontext von Mehrsprachigkeit zu sehen. AnschlieBend wird die Sprachentwicklung bei einsprachigen Kindern dem sukzessiven Zweitspracherwerb mehrsprachiger Kinder gegenubergestellt. Im Fazit sollen auf Basis desso erworbenen WissensSchlusse gezogen werden, welche Padagoginnen und Padagogen bei ihren Aufgaben der Sprachforderung mehrsprachiger Kinder unterstutzen konnen.

2. Was ist Sprache?

Sprache ist ein Begriff, der im alltaglichen Leben jedes Menschen sehr haufig vorkommt. Die meisten Menschen verbringen viel Zeit ihres Tages damit, entweder selbst zu sprechen oder anderen beim Sprechen zuzuhoren, oder sich mit einer verschriftlichen Form von Sprache zu beschaftigen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist Sprache ist ein komplexes Phanomen, welches aus vielen verschiedenen Perspektiven analysiert und definiert werden kann. „Es ist nicht einfach, eine Definition von Sprache [sic] vorzunehmen“, so beginnt das Lehrbuch Sprache und Denken von Reinhard Beyer und Rebekka Gerlach (Beyer/Gerlach 2011, S. 11). Im Folgenden soll dennoch eine Annaherung an eine Definition unternommen werden, indem besondere Eigenschaften und Merkmale von Sprache aufgezeigt werden.

Neben dem bereits erwahnten Sprechen oder Reden bezeichnet das Wort Sprache gleichzeitig die „Fahigkeit des Menschen zu sprechen; das Sprechen als Anlage, als Moglichkeit des Menschen sich auszudrucken“, so definiert der Duden einen Teilbereich des Begriffes (Dudenredaktion o.J.). Sprache ist im menschlichen Gehirn verortet und ist so das „Resultat mentaler Aktivitaten [...], und zwar sowohl auf Seiten der Produktion als auch der Rezeption“ (Funke 2015, S. 118). Es handelt sich also um eine Fahigkeit, die in individueller Auspragung im Gehirn eines jeden Menschen verankert ist und sich je nach Lebensumstanden sehr unterschiedlich ausdrucken und entwickeln kann.

Gleichzeitig ist Sprache auch ein „(historisch entstandenes und sich entwickelndes) System von Zeichen und Regeln, das einer Sprachgemeinschaft als Verstandigungsmittel dient“ (Dudenredaktion o. J.). Dies markiert Sprache als ein sozial-kommunikatives Phanomen. Dabei gibt es ganz verschiedene Auspragungen dieser Zeichensysteme, geht es hier nicht nur um verschiedene Sprachen, sondern auch um verschiedene Schriftsysteme, die auch sprachen- und kulturubergreifend sein konnen, und um weitere zur Kommunikation genutzten Zeichensysteme wie dem Morsealphabet oder die Gebardensprache. Zusatzlich ist Sprache durch die Uberlieferung von sprachlichen Zeichen uber Generationen hinweg auch ein wichtiger „Trager von Kultur“ (Funke 2015, S. 118).

Sprache ermoglicht dem Menschen die Beschreibung seiner Umwelt und damit eine im Laufe der Evolution entwickelte Abstraktionsleistung, „mit der die Umwelt in Symbolen dargestellt und kategorisiert werden kann und somit eine sinnvolle Abkopplung der sinnlichen Wahrnehmung von reflektierenden Denkprozessen ermoglicht“ (Funke 2015, S. 118). So kann der Mensch nicht nur uber nicht anwesende Personen oder Gegenstande sprechen (oder nachdenken), sondern auch uber abstrakte Konzepte, die sich allein in einer hoheren Ebene der menschlichen Wirklichkeit befinden und die allein der menschlichen Vorstellungskraft entsprungen sind.

Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit der gesprochenen Sprache, jenem kulturell entstandenen und sich standig weiterentwickelnden Zeichensystem, welches Menschen von Geburt an zur Kommunikation mit ihrer Umwelt nutzen. Gesprochene Sprache lasst sich in mehrere Elemente aufteilen, die zur Analyse der Sprachentwicklung von grower Bedeutung sind, namlich Phonem, Morphem, Syntax und Semantik. Phoneme bezeichnen die kleinsten Lauteinheiten und Klange, „die der menschliche Sprechapparat zu produzieren vermag“ (Schandry 2011, S. 495). Sie werden durch das „Zusammenspiel der Muskeln des Atemapparats mit der Muskulatur des Mundes“ gebildet und haben allein noch keinen Bedeutungsgehalt (ebd.). Phoneme sind nicht mit Buchstaben gleichzusetzen, da manche Phoneme in der Schriftsprache durch mehrere Buchstaben ausgedruckt werden, wie zum Beispiel das „ch“. Morpheme hingegen sind die kleinsten Einheiten von Sprache, die bereits eine Bedeutung transportieren. Sie sind also kurze Phonem-Sequenzen, die in der Schriftsprache etwa geschriebenen Silben entsprechen. Morpheme werden zu Wortern zusammengesetzt. Das Morphem „feu“ kann so zu „Feuer“ oder zu „Efeu“ werden. Der Begriff Syntax bezeichnet die Regeln des Satzbaus, durch welche aus Wortern Satze gebildet werden. Die Semantik schlieBlich befasst sich mit der Bedeutung sprachlicher Zeichen, also der Bedeutungsebene von Wortern und Satzen (vgl. Schandry 2011, S. 495f). Nicht jeder aus Phonemen und Morphemen nach den Regeln der Syntax gebildete Satz tragt eine sich erschlieBende Bedeutung in sich, Rosemary Tracy verdeutlich dies mit dem Beispielsatz „Der blaue Ball war rot“ (Tracy 2007, S. 25). Diese vier Elemente werden unter dem Ubergriff Grammatik zusammengefasst, sie gemeinsam bilden das „Regelwerk einer Sprache“ (Spering/Schmidt 2009, S.115).

Es ist zu bemerken, dass es sich beim Thema Sprache um ein hoch komplexes und geradezu ausuferndes Thema handelt, das aus vielen wissenschaftlichen und philosophischen Perspektiven in viele Bereiche eingeteilt und untersucht werden kann. In dieser Arbeit soll es um die Entwicklung und Entstehung dieses Phanomens im menschlichen Gehirn gehen, und dies nicht nur beschrankt auf ein einziges solches Zeichensystem, sondern gleich mehrere gleichzeitig oder nacheinander. Dafur ist zunachst eine nahere Betrachtung des Themas Mehrsprachigkeit vonnoten.

2.1 Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit zeigt sich in zwei Dimensionen, so Ralf Weskamp in Mehrsprachigkeit. Er unterscheidet zwischen individueller Mehrsprachigkeit, also Personen, die mehrere Sprachen sprechen, und gesellschaftlicher Mehrsprachlichkeit, also Landern und Gesellschaften der Welt, in denen mehrere Sprachen gesprochen werden (vgl. Weskamp 2007, S. 33). Im Folgenden soll es um die individuelle Mehrsprachigkeit gehen.

„Generell gilt Mehrsprachigkeit im Sinne des Agieren-Konnens in unterschiedlichen Sprachen als zu erwerbende Schlusselkompetenz“, so schreiben Joos und Sachse in ihrem Beitrag „Sprachliche Bildung und Forderung in Kindertageseinrichtungen“ im Handbuch Entwicklungs- und Erziehungspsychologie (Joos/Sachse 2019, S. 61). Dabei geht es in Zeiten von Globalisierung, haufiger Reisetatigkeiten und Auslandsaufenthalten auch um eine gewisse Normalitat des Agierens in mehreren Sprachen. Und diese Normalitat kommt nicht von ungefahr: „Demografisch betrachtet befinden sich Einsprachige in der Minderheit“, so Rosemary Tracy in Wie Kinder Sprachen lernen (Tracy 2007, S. 47). Um dies zu verstehen, ist Tracys Definition von Mehrsprachigkeit heranzuziehen: „Ein Mensch kann als mehrsprachig gelten, wenn er oder sie zwei (oder mehr) sprachliche Wissenssysteme so weit erworben hat, dass er/sie mit monolingualen SprecherInnen in beiden Sprachen problemlos kommunizieren kann“ (Tracy 2007, S. 49). Es geht also keinesfalls um einen vollig fehlerfreien Sprachgebrauch einer Sprache, es geht um die alltagstaugliche Kommunikationsfahigkeit. Tracy zahlt zu Mehrsprachigkeit auch regionale Dialekte einer Sprache, die zusatzlich zur Hochsprache beherrscht werden (vgl. Tracy 2007, S. 48). Aber auch im sozusagen „klassischen“ Sinne, namlich im Kontext der Migrationsgesellschaft, ist Mehrsprachigkeit inzwischen sehr weit verbreitet: „Derzeit hat in Deutschland jedes dritte Kind im Altersbereich bis 10 Jahre einen Migrationshintergrund und wachst dabei meist mehrsprachig auf" (Joos/Sachse 2019, S. 61).

Beim Erwerb von Mehrsprachigkeit muss eine Unterscheidung zwischen mehreren Erwerbstypen gemacht werden: der Bilingualitat (auch doppelter oder simultaner Erstspracherwerb genannt), dem fruhen konsekutiven Zweitspracherwerb und dem spaten konsekutiven Zweitspracherwerb (vgl. Weskamp 2007, S. 88ff). Beim doppelten Erstspracherwerb wachst ein Kind mit zwei Sprachen gleichzeitig auf, es hort schon innerhalb seiner ersten beiden Lebensjahre zwei Sprachen, die in seinem Alltag gleichberechtigt vorkommen. (vgl. Spering/Schmidt 2009, S. 129) Beim fruhen Zweitspracherwerb geht es um einen Zweitspracherwerb, der mit Abstand zum Erstspracherwerb beginnt, bei dem also die ersten Strukturen der Erstsprache bereits gefestigt sind bevor eine zweite Sprache dazukommt. Wenn der Zweitspracherwerb im Wesentlichen zwischen dem siebten und neunten Lebensjahr abgeschlossen ist, gemeint ist hier das Erlernen der grammatischen Strukturen, so spricht Weskamp von fruhem konsekutiven Zweitspracherwerb. Dies gilt beispielsweise fur viele Kinder, die im Alter von drei bis funf Jahren zum ersten Mal in einer Kindertagesstatte mit der Sprache Deutsch zu tun bekommen. Alle spateren Lernprozesse gehoren somit zum spaten konsekutiven Zweitspracherwerb. (vgl. Weskamp 2007, S. 53) „Wo genau die Grenze zwischen Erstspracherwerb und Zweitspracherwerb verlauft, wird noch kontrovers diskutiert“, da noch keine wissenschaftliche Untersuchung es hinlanglich festlegen konnte (Tracy 2007, S. 125). Die erwahnten Werte sind also allein zur Orientierung nutzlich.

Bei allen Formen der Mehrsprachigkeit gilt, dass die erlernten Sprachen nicht unbedingt gleich gut beherrscht werden, dies „hangt vom jeweiligen Erwerbskontext, den Lehrvoraussetzungen und den kulturellen und gesellschaftlichen Umstanden ab“ (Spering/Schmidt 2009, S. 129). Entgegen weitlaufiger Vorurteile ist es inzwischen nachgewiesen, dass zweisprachig aufwachsende Kinder monolingualen Kindern keinesfalls unterlegen sind, was ihre sprachliche oder kognitive Entwicklung betrifft. Ihnen fallt sogar haufiger das Lernen einer weiteren Fremdsprache leichter als einsprachigen Kindern (vgl. Spering/Schmidt 2009, S. 130).

3. Spracherwerb

„Der Spracherwerb gehort zweifellos zu den bemerkenswertesten Errungenschaften der fruhen Kindheit“, so schreibt Rosemary Tracy in der Einleitung ihres Werkes Wie Kinder Sprachen lernen (Tracy 2007, S.3). Robust und resistent gegen Storfaktoren sei dieser Prozess, fuhrt sie fort, und beschreibt die Faszination der Wissenschaft daruber, „wie es Kinder uberall auf der Welt schaffen, sich innerhalb weniger Jahre auf ahnliche Weise und sehr systematisch ein so komplexes System wie die menschliche Sprache anzueignen.“ (ebd.) Alle Menschen sind in der Lage, eine Erstsprache zu lernen und konnen auch noch weitere Sprachen lernen, selbst wenn sie Beeintrachtigungen von Gehor oder Artikulationsfahigkeiten vorweisen (vgl. Decke-Cornill/Kuster 2014, S. 21).

Das Phanomen des Spracherwerbs wird erst seit Mitte des Zwanzigsten Jahrhundert wissenschaftlich untersucht und ist somit noch eine recht neue Wissenschaft. Das erklart, warum viele Phanomene bisher wenig erklart und fur die Weiterentwicklung einer globalisierten Gesellschaft wichtige Punkte noch einiger Forschung bedurfen, beispielsweise die genauen Lernprozesse innerhalb einer fruhen Mehrsprachigkeit (vgl. Tracy 2007, S.3).

3.1 Theorien des Spracherwerbs

Fur den Spracherwerb werden im Wesentlichen drei verschiedene Ansatze unterschieden: die behavioristische Theorie, die nativistische Theorie und die kognitiv-konstruktivistische Theorie (vgl. Decke-Cornill/Kuster 2014, S. 21). Bevor in Kapitel 3.2 auf die konkreten Phasen des Spracherwerbs eingegangen wird, soil hier zunachst ein Uberblick uber die gangigen Theorien des Spracherwerbs erfolgen.

Der Behaviorismus entstand Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA. Diese Denkrichtung wurde wesentlich von John B. Watson und B. F. Skinner gepragt und dreht sich um die Tatsache, dass ein Mensch auf Reize (Stimuli) mit Reflexen reagiert (Reflex Response). Bezogen auf den Spracherwerb bedeutet dies, dass Sprachenlernen „ausschlieBlich durch Erfahrungen mit der Umwelt geschieht“ (Decke-Cornill/Kuster 2014, S. 21). Lernen geschieht somit nach dem Trial-and-Error-Prinzip: die Umwelt wird nachgeahmt und durch Erfolg oder Misserfolg dieser Nachahmung geschieht eine Lernverstarkung oder die Verwerfung des Versuchten. Verhaltensweisen, die von der Umwelt als positiv verstarkt werden, werden zu einer Gewohnheit gemacht. Eine positive Reaktion der Umwelt auf nachgeahmte Lautbildung und Sprachhandlungen, beispielsweise Lob, fuhren so zur Aneignung der Sprache der Umwelt (vgl. Decke-Cornill/Kuster 2014, S. 22f).

Zum Thema des Fremd- oder Zweitsprachenerwerbs entwickelten die Behavioristen die sogenannte Kontrastivhypothese. Diese besagt, dass der Vergleich der Erstsprache beim Erlernen der Zweitsprache eine essenzielle Rolle spielt. Gemeinsamkeiten beider Sprachen werden als positiver Transfer ubernommen, Abweichendes hingegen wird als Fehlerquelle angesehen und lost Interferenzen aus. Beim Lehren einer Fremdsprache sollte also der Fokus auf diese Abweichungen gelegt werden, um dies zu vermeiden (vgl. Decke-Cornill/Kuster 2014, S. 23).

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Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Spracherwerb und Mehrsprachigkeit. Eine theoretische Untersuchung
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn  (Soziale Arbeit)
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
13
Katalognummer
V1038916
ISBN (eBook)
9783346453501
ISBN (Buch)
9783346453518
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachförderung, Sprachbildung, frühe Bildung, Erziehungswissenschaften, Sprachwissenschaft, Kindheitspädagogik, Kita, Migration, Pädagogik, Soziale Arbeit
Arbeit zitieren
Jenny Eyer (Autor:in), 2020, Spracherwerb und Mehrsprachigkeit. Eine theoretische Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038916

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