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Schulstrukturen im Wandel. Der beschleunigte Strukturwandel im Erziehungssystem während Corona

Título: Schulstrukturen im Wandel. Der beschleunigte Strukturwandel im Erziehungssystem während Corona

Trabajo Escrito , 2021 , 26 Páginas , Calificación: 0,7

Autor:in: Alexander Harms (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Diese Hausarbeit handelt von der Schulstruktur im Wandel und dem beschleunigten Strukturwandel im Erziehungssystem während Corona.

Zunächst soll ein theoretisches Grundgerüst konzipiert werden, das systemtheoretisch argumentiert und sich auf die Herausbildung von Strukturen fokussiert, die die Funktionen des jeweiligen Systems bedienen und somit dessen Bestehen als funktional ausdifferenziertes Teilsystem garantieren. Um zu verstehen, weshalb sich erst im jetzigen Zeitraum digitale Infrastrukturen in der breiten Masse des schulischen Alltags integrieren konnte, wird die Schule systemtheoretisch betrachtet und als Organisationssystem herausgearbeitet.

In einem nächsten Schritt soll auf bewährte Schulstrukturen eingegangen und erörtert werden, weshalb sich, trotz allgemeinem Interesse, digitale Strukturen an Schulen noch nicht vollständig etablieren konnten. Dies führte mit Beginn der Coronakrise zu gravierenden Problemlagen hinsichtlich des Bildungsvorhabens. Da, systemtheoretisch gesprochen, externe Probleme interne Lösungen erfordern, wird als nächstes auf die Emergenz neuer Strukturen des Schulsystems eingegangen. Wie durch diese neuen Strukturen die Funktionen des Schulsystems aufrechterhalten werden können und welche Chancen und Gefahren diese in sich bergen, gilt es bei der Bearbeitung dieser Fragen mitzuerfassen. Abschließend sollen alle Kernargumente zusammenfassend dargelegt und die Gesamtarbeit einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Rahmung

2.1 Die Schule als Reproduktionsstruktur des Erziehungssystems

2.2 Schule und die grundlegenden Bedingungen gelingender Vermittlung

3 Blockaden des Ausbaus einer digitalen Infrastruktur an Schulen

3.1 Traditionell bewährte Strukturen des Schulalltags

3.2 Integration digitaler Strukturen in das Schulsystem

4 Strukturelle Auswirkungen der Schulschließungen

5 Fazit und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht systemtheoretisch, warum sich digitale Infrastrukturen an Schulen trotz politischer Ankündigungen vor der Corona-Pandemie nur schleppend etablierten und wie das Erziehungssystem auf den durch die Krise erzwungenen Strukturwandel reagiert.

  • Systemtheoretische Analyse von Schule als autopoietischem Organisationssystem
  • Bedeutung traditioneller Strukturen wie Buchkultur und räumliche Segregation
  • Analyse von Blockaden bei der Implementierung digitaler Lerninfrastrukturen
  • Untersuchung der Auswirkungen der Corona-bedingten Schulschließungen als Katalysator für Strukturwandel

Auszug aus dem Buch

3.1 Traditionell bewährte Strukturen des Schulalltags

Mit der vorhergegangenen Argumentation sollte verdeutlicht werden, wie sich eine Schule in ihrer jeweiligen Umwelt organisiert. Dazu bildet sie Strukturen aus, die ihr Bestehen garantieren und Anschlusskommunikation in Form von Vermittelbarkeit ermöglichen, indem einerseits generalisierte Erwartungen, andererseits spezifische Erwartungen an die Schule und ihre Umwelt gestellt werden. Deshalb bedarf es eines ständigen Aushandlungsprozesses mit den strukturell gekoppelten Systemen, die die Umwelt des Systems darstellen. Die Operation von Entscheidungen, die eine Organisation reproduzieren, führt die Schulsysteme schlussendlich zu ‚Erfindungen‘ darüber, wie gelehrt werden soll (vgl. Fend 2006: 182). Demnach wird „die operative Arbeit in Schulen [überwiegend] von einem mehr oder weniger formalisierten Know-how getragen.“ (ebd.) Dieses Know-how spiegelt sich unter anderem in den verschiedenen Medienformaten wider, die als konstitutiv für die Verwirklichung eines spezifischen Bildungsentwurfs betrachtet werden können (vgl. Böhme 2015: 403). In diesem Kapitel soll hinsichtlich der Forschungsfrage deshalb expliziter auf die dominierenden Strukturen der Schule eingegangen und hinterfragt werden, weshalb sich die digitalen Strukturen bis Anfang des Jahres 2020 noch nicht im breiten Feld etablieren konnten. Dazu soll zunächst auf die Trägheit insbesondere zweier ‚festgefahrener‘ Strukturen hingewiesen werden

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Ausnahmesituation für Schulen ein und skizziert die Problematik des schleppenden digitalen Strukturwandels im deutschen Erziehungssystem.

2 Theoretische Rahmung: Dieses Kapitel legt die systemtheoretischen Grundlagen nach Luhmann dar, um die Schule als autopoietisches Organisationssystem zu charakterisieren, das sich über spezifische Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen reproduziert.

3 Blockaden des Ausbaus einer digitalen Infrastruktur an Schulen: Es wird analysiert, warum traditionelle, auf analoger Buchkultur und räumlicher Präsenz basierende Strukturen den Ausbau digitaler Möglichkeiten bisher verhinderten.

4 Strukturelle Auswirkungen der Schulschließungen: Das Kapitel untersucht die Krise als Katalysator, der Schulen zur rasanten Entwicklung neuer, digital gestützter Strukturen zwang, um die Funktionen von Qualifikation und Sozialisation aufrechtzuerhalten.

5 Fazit und Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, dass der Strukturwandel durch die Pandemie erst durch äußeren Zwang in Fahrt kam, während die langfristige Entwicklung weiterhin kontingent bleibt.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Schule, Erziehungssystem, Digitalisierung, Strukturwandel, Corona-Pandemie, Organisationssystem, Autopoiesis, Schulschließungen, Bildungskonzepte, Sozialisation, Qualifikation, digitale Infrastruktur, Lernprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert aus systemtheoretischer Perspektive, wie sich das deutsche Schulsystem angesichts der Corona-Pandemie verändert hat und warum ein digitaler Strukturwandel zuvor nur zögerlich stattfand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Systemtheorie nach Luhmann, die Rolle der Schule als Organisation, die Bedeutung traditioneller Lernstrukturen sowie die Auswirkungen der Pandemie auf digitale Bildungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, systemtheoretisch zu erklären, weshalb digitale Lernformen vor 2020 kaum implementiert wurden und welche Mechanismen durch die Krise einen Wandel in den Strukturen des Schulsystems erzwangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systemtheoretische Analyse angewandt, die sich maßgeblich auf die Theorien von Niklas Luhmann zur funktionalen Differenzierung und zu Organisationen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Erziehungssystems, die Blockadefaktoren für digitale Infrastrukturen (traditionelle Strukturen) und die durch die Schulschließungen ausgelösten Umstrukturierungsprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Systemtheorie, Schule als autopoietisches System, Digitalisierung, Bildungssektor, Strukturwandel und die Auswirkungen der Corona-Krise.

Warum war der digitale Wandel an Schulen vor der Pandemie so schwerfällig?

Laut der systemtheoretischen Betrachtung haben sich traditionelle analoge Strukturen (wie das Schulgebäude und das Buch als Leitmedium) bewährt, um die Erwartungssicherheit des Systems zu gewährleisten, weshalb neue digitale Verfahren als risikoreich wahrgenommen wurden.

Welche Rolle spielt die räumliche Trennung im Schulsystem?

Die räumliche Segregation der Schülerinnen und Schüler vom Elternhaus ist eine der basalen Strukturen, die dazu dient, Unterricht als systematisch organisierte Erziehung zu reproduzieren und die Schülerinnen und Schüler in einem kontrollierten Raum zu versammeln.

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Detalles

Título
Schulstrukturen im Wandel. Der beschleunigte Strukturwandel im Erziehungssystem während Corona
Universidad
University of Marburg
Calificación
0,7
Autor
Alexander Harms (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
26
No. de catálogo
V1039694
ISBN (Ebook)
9783346446435
ISBN (Libro)
9783346446442
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erziehung Soziologie Niklas Luhmann Systemtheorie Schule Bildung Digitalisierung Struktur Corona Wandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Harms (Autor), 2021, Schulstrukturen im Wandel. Der beschleunigte Strukturwandel im Erziehungssystem während Corona, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1039694
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