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Die mediale Hexenverfolgung in Deutschland in der Frühen Neuzeit. Charakteristik, Funktionen und Analyse von Hexenzeitungen und Flugblättern

Título: Die mediale Hexenverfolgung in Deutschland in der Frühen Neuzeit. Charakteristik, Funktionen und Analyse von Hexenzeitungen und Flugblättern

Trabajo Escrito , 2018 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Im Laufe der hier vorliegenden Arbeit wird zu Tage gefördert, dass zwischen einer gesteigerten Wahrnehmung des Hexereiglaubens und der damit verbundenen Angst vor Hexen und dem medialen Wandel, vor allem durch Druckerzeugnisse, eine erkennbare Korrelation besteht.

Hinsichtlich dessen ist anzumerken, dass der Hexenglaube in der breiten Bevölkerung zunächst kaum verankert war und somit auch nicht als echte Bedrohung empfunden wurde, sondern hauptsächlich in den Köpfen der geistigen Elite existierte. Erst deren Wissen und Ideen bildeten das Fundament für ausgearbeitete Theoriegebilde. Gerade die Entstehung sowie Weiterentwicklung des Druckes ermöglichten es die bereits bestehenden theoretischen Abhandlungen über die Existenzen von Hexen nun unter das Volk zu bringen. Die frühneuzeitlichen Hexereivorstellungen wurden durch den Aufschwung der neuen medialen Kommunikationsformen und die gleichzeitige Verdichtung des Nachrichtenwesens beeinflusst. Die Medienwirkung hatte sich verändert und erreichte ein breiteres Publikum. Mit ihrer Themenwahl und Gestaltung riefen erstmals verbreitete Medien Nachahmer hervor und prägten die öffentliche Meinungsbildung nachhaltig.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Terminologische Hinführung

3. Die mediale Entwicklung als Voraussetzung

4. Die personellen Einflussfaktoren

5. Die rechtlichen Einflussfaktoren

6. Die Charakteristik von Hexenzeitungen

7. Analyse von Flugblättern

7.1 Sprachcharakteristik

7.2 Bildcharakteristik

7.3 Inhaltscharakteristik

8. Die Funktionen von Hexenzeitungen

9. Resümee

10. Literaturverzeichnis

11. Abbildungs- und Quellenverzeichnis

12. Anhang

12.1 Anhang I: Ein erschröcklich geschicht Vom Tewfel

12.2 Anhang II: Erschröckliche und zuvor nie erhörte newe Zeitung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Flugblättern und der Intensivierung der Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Medien den Hexenglauben in der breiten Bevölkerung verankerten, bestehende Ängste systematisierten und die Verfolgungen durch eine sensationsorientierte Berichterstattung aktiv begleiteten oder gar katalysierten.

  • Medialer Wandel und die Rolle des Buchdrucks
  • Strukturelle Merkmale und Rezeption von Hexenzeitungen
  • Die Vermittlerfunktion zwischen gelehrten Diskursen und Volksglauben
  • Die ökonomische Gewinnorientierung der Druckereien und deren Einfluss auf die Inhalte
  • Soziopsychologische Erklärungsmodelle für die Wirksamkeit der Flugblätter

Auszug aus dem Buch

6. Die Charakteristik von Hexenzeitungen

Im Folgenden sollen die spezifischen Eigenschaften von Flugblättern näher beleuchtet werden, wodurch besser nachvollzogen werden kann, inwieweit die illustrierten Einblattdrucke Wirkung entfalten und somit Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung nehmen konnten. Das Flugblatt, die geistige Peitsche des Jahrhunderts, war ein kurzes Massendruckstück mit Abbildungen, wobei die Menschen den Inhalt damals schlechthin als lautere Wahrheit empfanden. Das augenscheinliche Kernelement der Flugblätter war natürlich deren Umfang. In Folge dessen war die Nachricht relativ kurz und komprimiert gehalten, zudem im Zusammenspiel mit Illustrationen generell plakativ gestaltet. Gerade aber aufgrund seiner Konzentration auf Weniges war das Flugblatt geeignet „begrenzte Wahrnehmungen, also Einzelaspekte komplexer Themenbereiche oder Einzelfälle darzustellen und zu erklären.“ Die schwer vorstellbare Thematik der Hexenverfolgungen konnte durch dieses Medium also dem gemeinen Volk verständlich nähergebracht werden. Ein Einblattdruck bestand stets aus Titel, Textteil und Illustration, wobei zwischen Text und Bild stets eine klare Interdependenz vorlag.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Die Einleitung verortet den Hexenglauben in der Frühen Neuzeit und postuliert eine Korrelation zwischen dem medialen Wandel, insbesondere durch den Buchdruck, und der Wahrnehmung der Hexenverfolgung.

2. Terminologische Hinführung: Es werden die verschiedenen Druckformen der Zeit erläutert und die Abgrenzung von Flugblättern gegenüber anderen Druckerzeugnissen vorgenommen.

3. Die mediale Entwicklung als Voraussetzung: Dieses Kapitel beleuchtet die technologischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Druckrevolution in Süddeutschland als Basis für die Verbreitung der Nachrichten.

4. Die personellen Einflussfaktoren: Es wird die Rolle der anonymen Autoren und die ökonomische Notwendigkeit der Sensationsgier der Drucker analysiert.

5. Die rechtlichen Einflussfaktoren: Hier werden die Versuche der kirchlichen und weltlichen Zensur sowie deren praktische Grenzen in der Frühen Neuzeit untersucht.

6. Die Charakteristik von Hexenzeitungen: Die spezifischen Merkmale der Flugblätter, wie Kürze, Illustration und plakative Darstellung, werden als Instrumente zur Meinungsbildung herausgearbeitet.

7. Analyse von Flugblättern: Dieses Kapitel gliedert sich in sprachliche, bildliche und inhaltliche Analysen exemplarischer Flugblätter aus dem Anhang.

8. Die Funktionen von Hexenzeitungen: Es werden die Funktionen der Flugblätter als Vermittler von Diskursen und Mittel zur Rechtfertigung von Verfolgung unter Anwendung psychologischer Theorien diskutiert.

9. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Flugblätter maßgeblich zur Verbreitung der Hexenlehre und zur Profitmaximierung der Druckereien beitrugen.

Schlüsselwörter

Hexenzeitungen, Flugblätter, Frühe Neuzeit, Hexenverfolgung, Buchdruck, Medienwirkung, Massenkommunikation, Bildpublizistik, Sensationspresse, Hexenglaube, soziale Kontrolle, Zensur, Rezeption, Volksglaube, Einblattdrucke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle illustrierter Flugblätter als Kommunikationsmedium in der Frühen Neuzeit und deren Einfluss auf die Hexenverfolgungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der mediale Wandel durch den Buchdruck, die Charakteristika und Funktionen von Flugblättern sowie deren sozioökonomische Hintergründe und Wirkung auf die Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Flugblätter als „Vorform der Sensationspresse“ dazu beitrugen, Hexereivorstellungen zu systematisieren, Angst zu schüren und die Hexenverfolgungen zu katalysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine medienhistorische Einordnung sowie eine qualitative Analyse von Flugblättern (Sprache, Bild, Inhalt) unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen und medienwissenschaftlicher Theorien angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die medientechnischen Voraussetzungen, die personellen und rechtlichen Hintergründe, die spezifischen inhaltlichen Merkmale der Flugblätter sowie deren Funktionen bei der Konstruktion und Rechtfertigung von Hexenverfolgungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hexenzeitungen, Flugblätter, Frühe Neuzeit, Hexenverfolgung, Medienwirkung und Bildpublizistik charakterisiert.

Wie genau beeinflusste der Buchdruck die Hexenverfolgung?

Der Buchdruck ermöglichte die massenhafte und kostengünstige Verbreitung von Berichten über Hexen, wodurch diese Thematik auch für breite, weniger gebildete Bevölkerungsschichten zugänglich und begreifbar gemacht wurde.

Warum blieben die Verfasser der Flugblätter meist anonym?

Die Anonymität diente dazu, die Publikationen inhaltlich und formal gegen Kritik durch die Zensur und das Publikum abzuschirmen, um so Konflikte mit der Obrigkeit zu vermeiden.

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Detalles

Título
Die mediale Hexenverfolgung in Deutschland in der Frühen Neuzeit. Charakteristik, Funktionen und Analyse von Hexenzeitungen und Flugblättern
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
23
No. de catálogo
V1040016
ISBN (Ebook)
9783346460783
ISBN (Libro)
9783346460790
Idioma
Alemán
Etiqueta
hexenverfolgung deutschland frühen neuzeit charakteristik funktionen analyse hexenzeitungen flugblättern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Die mediale Hexenverfolgung in Deutschland in der Frühen Neuzeit. Charakteristik, Funktionen und Analyse von Hexenzeitungen und Flugblättern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040016
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