"Helmut Halm" und "Klaus Buch" - Kontrastfiguren? Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd"


Akademische Arbeit, 2021

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2. Vorstellung der männlichen Hauptfiguren
2.1 Helmut Halm
2.2 KlausBuch

3. Vergleich
3.1 Kontraste
3.2 Fluchtversuche

4. Novellencharakter

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Die äußersten Gegensätze berühren sich.“ - Jean de La Bruyère

Ob Mephisto und Faust, Tonio Kröger und Hans Hansen, Leo Naphta und Lodovico Settembrini, Harry Haller und Hermine, Mahlke und Pilenz oder Karl und Franz Moor - genau von solchen Antagonisten lebt die Literatur. Alle genannten Paarungen haben die Gemeinsamkeit, gegensätzlich zu sein. Mit Helmut Halm und Klaus Buch hat Martin Walser in seiner Novelle Ein fliehendes Pferd ein weiteres vermeintliches Gegensatzpaar geschaffen. Walsers Werk bezeichnet Reich-Ranicki als „sein reifstes, sein schönstes und [sein] bestes Buch [...] seine bescheidenste und überzeugendste epische Arbeit“ (1979: S.165ff.). Walser pointiert in seiner Novelle die gesellschaftliche Kleinbürgerlichkeit, welche die Psyche und Einstellungen der Figuren, insbesondere der männlichen Protagonisten, beeinflusst (vgl. Struck 1988: S.7). Beide Charaktere spiegeln die typisch deutschen Verhältnisse in den 1970er Jahren wider (vgl. ebd.). Sie befinden sich nach modernem Verständnis in einer „midlife crisis“, die auf unterschiedlichste Weise durchlebt wird. Sie sind im Konflikt - sowohl miteinander als auch mit sich selbst. Als Lösung für ihre Probleme errichten die Hauptfiguren eine Scheinproduktion ihres Lebens, doch gerade das treibt sie ins Unglück - die Gesellschaft trägt einen erheblichen Teil dazu bei (vgl. Zimmermann 1988: S. 121).

Helmut Halm und Klaus Buch werden in Kritiken häufig als „Repräsentanten gegensätzlicher Lebensprinzipien [und] modischer Trends“ (vgl. ebd.). dargestellt. Aber bereits der französische Schriftsteller Bruyère erkannte, dass auch die äußersten Gegensätze Gemeinsamkeiten aufweisen. Aufgrunddessen beschäftige ich mich in der vorliegenden Arbeit mit der Frage, inwieweit Walsers männliche Protagonisten wirklich als Kontrastfiguren identifiziert werden können. Hierfür werden diese zunächst charakterisiert. Durch eine Gegenüberstellung der Protagonisten wird überprüft, ob sich die männlichen Hauptfiguren in ihrer Lebensweise unterscheiden. Anhand verschiedener Aspekte wie deren Beziehungen, ihrer Sexualität und ihrem Umgang mit Problemen soll dies veranschaulicht werden. Im Zuge dessen gilt es, die unterschiedlichen Fluchtversuche beider Figuren zu analysieren. Im Rahmen dieser Analyse treten mögliche Parallelen in den Vordergund, durch die die Gegensätzlichkeit der Protagonisten in Frage gestellt werden kann. Schlussendlich wird das Werk auf seinen Novellencharakter untersucht. Hierbei liegt der Fokus auf Symbolen und Motiven, welche die Charakteristik der Figuren und ihr Verhältnis zueinander unterstreichen.

2. Vorstellung der männlichen Hauptfiguren

2.1 Helmut Halm

Helmut Halm erscheint als introvertierte Person, die jegliche Vertrautheit mit anderen Menschen meidet und sich diesen gegenüber distanziert verhält (vgl. Struck 1988: S.9). Nur durch den Antrieb seiner Frau Sabine tritt Helmut in die Öffentlichkeit und verbringt Zeit in Gesellschaft (vgl. Zimmermann 1988: S.105). Sabines Willen fügt er sich jedoch nur, um den Schein eines Soziallebens zu wahren, vor dem er sich insgeheim zutiefst ekelt (Lehmann 1980: S.285). Sobald Helmut sich im öffentlichen Raum befindet, packt ihn das Verlangen, nicht erkannt zu werden, und er verhält sich unnahbar (vgl. ebd.): „Inkognito war seine Lieblingsvorstellung“ (Walser 2014: S.13). Mit diesem Verhalten versucht er sein Innerstes, vor allem seine Ängste, zu verbergen (Zimmermann 1998: S.106). Jene Maske wahrt der Intellektuelle auch im beruflichen Alltag: „[In der Schule] produziert Halm einen gesellschaftlichen Schein, gibt sich kritisch angepaßt und demokratisch“ (Lehmann 1980: S.284). Die einzige Person, der er gestattet, näher zu sich durchzudringen, ist seine Frau: „Sabine war die Stelle, an der er verletzbar war“ (Walser 2014: S.47). Dennoch ist auch diese Beziehung von Angespanntheit und Distanz geprägt (vgl. Zimmermann 1988: S. 107). Während Helmut den Zustand des Alleinseins und der Introvertiertheit präferiert, möchte Sabine an der Welt und der Gesellschaft teilnehmen (vgl. ebd.). Die Lebensart des Paares repräsentiert das typische Kleinbürgertum, das stets auf Routine und Sicherheit achtet (vgl. Struck 1988: S.32). Fühlt Helmut sich wegen seiner Kleinbürgerlichkeit beleidigt, reagiert er „mit Übererfüllung der Kleinbürgerrolle“ (ebd. S.39). Insgesamt kann Helmut als Person charakterisiert werden, die feste Meinungen zu ihrer Vergangenheit, Zukunft, ihrem Beruf und der Gesellschaft hat (vgl. Waine 1980: S. 114). Diese sind aber überwiegend negativ, was kennzeichnend für seinen Hang zur Schwermut ist (vgl. ebd.). Alles in allem präferiert Helmut ein völlig nach Innen gekehrtes Leben, das als Schutz und Abwehr vor den Gefahren der Außenwelt dient (vgl. Schultz 2016: S.19). Auf diesem Wege kann er seine Unsicherheit hinter seiner Fassade verstecken und so der Urteilsbildung anderer entfliehen (vgl. ebd. S.2).

2.2KlausBuch

Klaus Buch ist ein ehemaliger Schulkollege und Kommilitone von Helmut Halm (vgl. Lehmann 1980: S. 289). Er scheint junggeblieben und achtet auf einen gesunden Lebensstil (vgl. ebd.). Seine Frau Helene, die um einigesjünger ist, präsentiert er wie eine „Trophäe“ an seiner Seite (vgl. ebd.). Dennoch sucht er immer wieder nach Bestätigung ihrer Liebe (vgl. Lehmann 1980: S. 289). Aus Angst, sie zu verlieren, unterdrückt er Helene und hält sie in Abhängigkeit (vgl. ebd. S.290). Obwohl Klaus sich nach außen bemüht, selbstbewusst zu wirken, erscheinen diese Bestätigungssuche, sein verfälschtes Lachen und seine Scheu vor Hunden wie eine Überkompensation seiner Unsicherheiten (vgl. ebd.). Er hat das gleiche Problem wie Helmut, auch Klaus verfügt aufgrund seiner Schwächen und Unsicherheiten über ein geringes Selbstbewusstsein (vgl. Schultz 2016: S.3). Um dies zu überspielen, stürzt er sich mit vollem Elan ins Leben (vgl. ebd. S.2): „Komplexe scheint er mit Forschheit und Verweisen auf seine Fähigkeiten zu kompensieren“ (Struck 1988: S. 32). Seine Erfolglosigkeit im Beruf gleicht er dadurch aus, dass er „Arbeit als Quelle der Selbstverwirklichung [negiert]“ (ebd.). Stattdessen definiert er sich über sexuellen Erfolg, setzt auf Ausstrahlung und betont seine eigene Leistungsfähigkeit (vgl. ebd.). Helmuts kleinbürgerliches Leben boykottiert Klaus, weil er dieses mit Stagnation verbindet (vgl. Struck 1988: S.32). Klaus verachtet Kleinbürgerlichkeit, was Helmut provokant demonstriert wird: „Der schicksalslose Kleinbürger [...]. Ein spießig verwittertes Harnsäurekonzentrat“ (Walser 2014: S. 31). Das Leben versteht Klaus als Wettkampf, in dem es immerzu um Erfolge geht (vgl. Struck S.40ff.). Gewinnen kann erjedoch nur, wenn er andere kleinmacht und deren Schwächen hervorhebt (vgl. ebd.). Sein Ziel liegt vor allem darin, sich anderen gegenüber zu beweisen (vgl. ebd.).

3. Vergleich

3.1 Kontraste

„Während Halm den Boden unter den Füßen zu verlieren glaubt, steht Buch fest auf dieser Erde. [...] Halm [erweist sich] als Experte im Vorbeischauen, [während] Klaus dem Dasein frontal und offensiv [begegnet]“ (Reich-Ranicki 1979: S.169).

Reich-Ranicki kennzeichnet die Protagonisten durch diesen Ausspruch als absolute Antagonisten. Ihre Gegensätzlichkeit wird dem Leser besonders an ihren unterschiedlichen Einstellungen zum Leben demonstriert. Hier gehen die Protagonisten in völlig entgegengesetzte Richtungen: Helmut Halm fühlt sich dem Tod und Vergangenem nahe, „Abgestorbenheit“ und „Vernichtetheit“ ziehen ihn an (vgl. Walser 2014: S.24). Klaus Buch hingegen sieht seinen Sinn darin, das Leben in vollen Zügen auszuschöpfen, ein Ende kann er sich nicht vorstellen (vgl. Zimmermann 1988: S. 290). Dieses Streben nach Nutzen und Leistung zeigt sich auch in Klaus‘ Umgang mit Sexualität: „Es gilt, sich durch permanente Höchstform sexueller Potenz als der Lebenstüchtige zu erweisen“ (ebd.). Buch sticht durch seinen „prolligen“ Umgang mit Körperlichkeit hervor und thematisiert sie vordergründig (vgl. ebd. S.284). Helmut hingegen verhält sich bei diesem Thema eher passiv (vgl. Waine 1980: S. 114). Er unterdrückt seine Geschlechtlichkeit und entzieht sich dieser weitestgehend, vor allem aus Furcht, dem Druck der Sexkonsumgesellschaft nicht gerecht zu werden (vgl. Lehmann 1980: S. 287). Durch das Auftreten von Klaus, der „Leistungsnorm in Person“, wird Helmuts innere Unsicherheit in Bezug auf seine Männlichkeit verstärkt (vgl. Struck 1988: S.22). Gezwungenermaßen setzt er sich mit seinem Komplex auseinander und bestätigt dadurch seine Wettbewerbsunfähigkeit hinsichtlich sexuellerLeistung (vgl. ebd. S.21). Anhand des konträren Verhaltens derMänner, beim Auftauchen des fliehenden Pferdes, kann dies verdeutlicht werden (vgl. Walser 2014: S.60-64):

„Indem Klaus, im Gegensatz zu allen anderen Männern, sein Leben aufs Spiel setzt, um das Pferd wieder einzuholen, beweist er seine Männlichkeit und hebt indirekt die Minderwertigkeit aller anderen Männer hervor. Bezeichnenderweise verweigert Helmut seinem siegreichen Kontrahenten die Ehrung“ (Waine 1980: S.115).

Auch am unterschiedlichen Umgang mit der gemeinsamen Vergangenheit lassen sich Helmut und Klaus als Kontrastfiguren identifizieren (vgl. Zimmermann 1988: S.108). Während Helmut leugnet, sich an seine Vergangenheit zu erinnern und diese bewusst verdrängt, rekapituliert Klaus ununterbrochen die gemeinsamen Momente (vgl. ebd.). Klaus denkt freudig an die gemeinsame Zeit zurück, Helmut aber wertet die Vergangenheit ab und ekelt sich vor dieser (vgl. Struck 1988: S.19). Die Tatsache, dass Klaus sich so detailliert erinnert, löst bei Helmut Angst aus. Charakteristisch ist für Klaus, dass dieser durch die Degradierung Helmuts Bestätigung der eigenen Person erlangt (vgl. ebd. S. 19 f.).

Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass Klaus genau die Dinge in sich vereint, die Helmut Halm fehlen (vgl. Reich-Ranicki 1979: S. 169). Demnach verkörpert dieser das Gegenteil von Helmut Halms „Mangel an Vitalität, [...] Selbstbewußtsein [und] Sach- kompetenz“ (Zimmermann 1988: S.106). Helmut wird durch den Kontakt mit dem Ehepaar Buch mit seinem eigenen Übel konfrontiert (vgl. ebd.). Klaus‘ junges Erscheinungsbild verstärkt bei Helmut seinen Alterskomplex (vgl. ebd.). Des Weiteren erinnert Klaus ihn an seine Lehrtätigkeit, mit der Helmut negative Assoziationen verbindet, was seine Unsicherheit vertieft (vgl. ebd.). Er deckt durch das Rekapitulieren gemeinsamer Zeit Charakterzüge von Helmut auf, die er unter keinen Umständen selbst von sich preisgeben würde (vgl. ebd.).

Daneben macht Klaus durch seine Redefreudigkeit deutlich, wie grundverschieden das Urlaubsverhalten derbeidenPaare ist (vgl. Zimmermann 1988: S.108): „Hel undKlaus segeln viel. Sabine und Helmut liegen lieber faul am Wasser, dann sitzen sie herum“ (Walser 2014: S.19). Das Verhalten im Urlaub ähnelt dem alltäglichen Lebensstil der Paare: Das Ehepaar Halm neigt zu ,,Eß- und Trinklust“, raucht und verfällt gerne in einen alltäglichen Trott (vgl. Zimmermann 1988: S.284). Die Buchs aber zeigen sich fit, aktiv und positionieren sich als strikteNichtraucher, die Alkohol meiden (vgl. ebd. S.289).

3.2 Fluchtversuche

„Was ich bräuchte ist ein Mensch wie du [...] Helmut wenn du mitkommst auf die Bahamas, sind wir beide gerettet. [...] Du musst gerettet werden. Du brauchst mich Helmut, das spür ich. [...] Wir sollten, bevor wir fünfzig sind, noch einmal vom Stapel laufen.“ (Walser 2014: S.74).

An Klaus‘ Plan, Helmut mit auf die Bahamas zu nehmen, wird deutlich, dass die so unterschiedlich erscheinenden Figuren doch eine Gemeinsamkeit aufweisen (vgl. Reich- Ranicki 1979: S.170). Nicht nur Helmut muss gerettet werden, sondern auch Klaus. Ihre Parallele besteht darin, dass beide eine Fassade errichtet haben, die nach und nach brüchig wird (vgl. ebd.). Jeder von ihnen flüchtet, weil sie für die Herausforderungen des Lebens zu schwach sind und dem Leistungsdruck der Zeit nicht gerecht werden können (vgl. Fetz 1997: S.120). Im Folgenden sollen die unterschiedlichen Fluchtwege der beiden Charaktere aufgezeigt und analysiert werden.

Bereits der Titel der Novelle verweist auf das Fluchtmotiv, das sich durch die gesamte Novelle zieht (vgl. Lehmann 1980: S.292). Dieses Fluchtmotiv ist essentiell, um die männlichen Figuren zu verstehen. Bei Helmut Halm erscheint das Motiv der Flucht zunächst im beruflichen Kontext seiner Tätigkeit als Lehrer. Dort ist er bekannt unter dem Spitznamen „Bodenspecht“, der dadurch entstanden ist, dass er durch seinen Blick auf den Boden vor Schülerblicken flüchtet. Derjährliche Urlaub mit seiner Frau dient der Flucht vor dem Arbeitsalltag (vgl. Zimmermann 1988: S.106). Im Urlaub flüchtet er von der Außenwelt in die Innenwelt (vgl. ebd.): „[Dort] probierte er Gesichter und Benehmensweisen aus, die ihm geeignet zu sein schienen, seine wirkliche Person in Sicherheit zu bringen vor den Augen der Welt“ (Walser 2014: S.14). Einzig und allein durch Introversion fühlt er sich nicht mehr angreifbar (vgl. Waine 1980: S.118). Der Gesellschaft und dem öffentlichen Leben entflieht er durch Rückzug in seine Inkognitorolle (vgl. Struck 1988: S.27). Er entwickelt eine krankhafte Angst davor, durchschaut zu werden, weshalb er immer wieder die Flucht ergreift: „Einfach weg, weg, weg - aus panischer Angst vor dem Erkanntwerden [...], der Zerstörung der Lebenslüge oder wenigstens der Enttarnung gewohnter Täuschungen“ (Lehmann 1980: S. 285). Auffällig ist, dass Helmut insbesondere in Innenräume flüchtet, beispielsweise in die vergitterte Ferienwohnung, in welcher er sich isolieren kann (vgl. Struck 1988: S.27). Die Gitter assoziiert Helmut nicht mit dem Zustand des Gefangenseins, sondern mit schutzbietender Befreiung von gesellschaftlichen Erwartungen (vgl. Nagy Szilveszter: S. 448). Außerdem stellen Bücher einen Zufluchtsort für Helmut dar, denn dort kann er in seiner Schwermut versinken und seine Gedanken frei entfalten (vgl. ebd.). Besonders mit der Melancholie der Tagebücher Kierkegaards kann er sich identifizieren:

„Er wendet sich, im Gefühl aus Angst, Ekel und Leere, den Tagebüchern Kierkegaards zu, der um ästhetischen Schein oder ethisches Sein gerungen, die existentielle Schwermut als Zeichen religiösen Mangels erklärt hat“ (Weber 1980: S. 286).

Helmuts Bestehen in der Welt ist nur möglich durch Tarnung und Wegrennen (vgl. Lehmann 1980: S. 285).

Die Begegnung im Urlaub mit dem Ehepaar Buch stört Helmuts Sicherheit, die er im Privaten, besonders im Urlaub, verspürt (vgl. Zimmermann 1988: S.106). Klaus Buchs Aufgabe in der Novelle ist es, den nach innen gerichteten Strom Helmuts nach außen zu verlagern und Helmuts Schutzfassade herunterzureißen (vgl. Lehmann 1980: S.289). Aus Angst, dass man ihn durchschauen könnte, reagiert Helmut auf Klaus‘ Redseligkeit mit dem typischen Fluchtwunsch und möchte den Kontakt zu ihm meiden (vgl. Walser 2014: S.28). Seine Heraufbeschwörung und Vergegenwärtigung der gemeinsamen Vergangenheit lösen Helmuts Drang zur Flucht in besonderem Maße aus, da dieser fürchtet, Klaus könne seine Maske entlarven (vgl. ebd.). Helmuts innerer Emigration liegt das „Bewusstwerden des Alterns“ und die Angst, „von der Umwelt erkannt oder gar dressiert zu werden“, zugrunde, ebenso wie die Angst, lächerlich zu erscheinen (ebd.). Klaus Buch löst genau diese Ängste in Helmut aus, durch ihn fühlt er sich angegriffen und dominiert (vgl. Struck 1988: S. 28).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
"Helmut Halm" und "Klaus Buch" - Kontrastfiguren? Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd"
Hochschule
Universität Trier
Note
1,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1040311
ISBN (eBook)
9783346459169
ISBN (Buch)
9783346459176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Walser, Ein fliehendes Pferd Klaus Buch, Helmut Halm Kontrastfiguren
Arbeit zitieren
Donja Zamani (Autor:in), 2021, "Helmut Halm" und "Klaus Buch" - Kontrastfiguren? Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040311

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