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Die Berichterstattung zu Migration- und Fluchtbewegungen. Das Flüchtlingslager 'Moria' in den deutschen Medien

Titel: Die Berichterstattung zu Migration- und Fluchtbewegungen. Das Flüchtlingslager 'Moria' in den deutschen Medien

Hausarbeit , 2020 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Antonia Rappert (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Beziehungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit der Berichterstattung zu Migrations- und Fluchtbewegungen am Beispiel von Artikeln der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (FAZ) über das Flüchlingslager 'Moria' auseinander. Ziel ist es, die Frage zu beantworten, inwiefern in der Berichterstattung der FAZ zu Moria seit Entstehung des Lagers 2013 eine Versicherheitlichung von Migration und Fluchtbewegungen zu beobachten ist.

Diese Fragestellung ist vor dem Hintergrund der Theorie der Versicherheitlichung gesellschaftlich relevant, da die diskursive Zuschreibung von Sicherheitsrisiken eine Legitimation außergewöhnlicher politischer Handlungen nach sich ziehen kann und damit das gesellschaftliche Klima für oder gegen bestimmte politische Handlungen maßgeblich prägt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Versicherheitlichung

2.1 Begriffsgeschichte und Theorie

2.2 Die Versicherheitlichung von Flucht und Migration

2.3 Die drei Arten der politischen Imagination des Fremden nach Heidrun Friese

3 Hintergrund zu Moria

4 Diskursanalyse

4.1 Methodologische Überlegungen: Erläuterung des Vorgehens und der Stichprobe

4.2 Analyse

4.2.1 Quantitative Analyse

4.2.2 Qualitative Betrachtung der als „Bedrohung“ codierten Artikel

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Diskursanalyse der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), inwieweit eine Versicherheitlichung von Migration und Fluchtbewegungen in Bezug auf das Flüchtlingslager Moria seit dessen Entstehung im Jahr 2013 stattgefunden hat. Ziel ist es, die diskursive Konstruktion der Lagerbewohner:innen zu entschlüsseln und zu prüfen, ob und wie diese als Sicherheitsrisiko oder Bedrohung imaginiert werden.

  • Theorie der Versicherheitlichung und des Sprechakts
  • Typologie der politischen Imagination des Fremden (Opfer, Bedrohung, Held)
  • Historischer Kontext und Entwicklung des Lagers Moria
  • Diskursive Analyse der Berichterstattung der FAZ
  • Untersuchung geschlechterspezifischer und altersbedingter Zuschreibungen

Auszug aus dem Buch

Die drei Arten der politischen Imagination des Fremden nach Heidrun Friese

Neben den Legaldefinitionen mobiler Menschen entstehen im Diskurs einer Gesellschaft verschiedene Imaginationen der fremden Personen, die neu in ein Land kommen. Heidrun Friese unterscheidet in dem Diskurs um Flucht und Migration zwischen der Betrachtung der Menschen als Opfer, als Bedrohung und als Helden. Später sollen anhand ebenjener Typologie die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Artikel zu Moria geordnet werden. Dazu werden an dieser Stelle die einzelnen Bilder zunächst ausführlicher herausgearbeitet. Zur Konstruktion als Bedrohung und Opfer schreibt Friese:

„Auf der einen Seite zeigen die Bilder den Flüchtling als Aggressor, als Invasor, als Parasiten am Volkskörper. Auf der anderen werden Flüchtende zu unschuldigen Opfern grausamer Umstände, zu Opfern von Krieg und Gewalt, die nichts anderes suchen, als das schiere Leben in Sicherheit zu bringen und dafür erschreckende Risiken auf sich zu nehmen bereit sind, ja nehmen müssen. Der Fremde, der angsteinflößende, bedrohliche Feind wird auf diese Weise neutralisiert, er wird zu einem passiven, hilfsbedürftigen Objekt, zu einem Schutzbefohlenen, der sich für gewährte Zuflucht und Asyl dankbar erweisen muss“ (Friese 2017: 47).

Die Rolle des:der Held:in imaginiert eine flüchtende oder migrierende Person als Menschen, dem „Mobilität verwehrt wird und die sich das Recht dazu [nimmt, seinen] autonomen Willen“ selbst zu verwirklichen (Friese 2017: 68).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob in der FAZ-Berichterstattung zu Moria eine Versicherheitlichung von Flucht und Migration zu beobachten ist.

2 Versicherheitlichung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Versicherheitlichungstheorie und die Typologie der Imagination des Fremden nach Heidrun Friese dargelegt.

3 Hintergrund zu Moria: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung und die prekäre historische Entwicklung des Lagers Moria seit 2013.

4 Diskursanalyse: Der Hauptteil erläutert das methodische Vorgehen und präsentiert sowohl eine quantitative Auswertung als auch eine qualitative Analyse der Berichterstattung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Versicherheitlichung als gradueller Prozess zu werten ist, bei dem das Opfer-Narrativ überwiegt.

Schlüsselwörter

Versicherheitlichung, Moria, Diskursanalyse, Flucht, Migration, Frankfurter Allgemeine Zeitung, politische Imagination, Sicherheitsrisiko, Lager, Grenzpolitik, Mediale Berichterstattung, Othering, Opfer, Bedrohung, Held

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die mediale Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Flüchtlingslager Moria im Hinblick auf Versicherheitlichungs-Diskurse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung von Sicherheit in der Migrationsdebatte, die Typologie der Fremd-Imagination und die konkrete Auswirkung der EU-Migrationspolitik auf das Lager Moria.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und inwiefern in der FAZ-Berichterstattung seit 2013 eine Versicherheitlichung von Migration und Flucht feststellbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine poststrukturalistische Diskursanalyse an, ergänzt durch eine quantitative Codierung von Zeitungsartikeln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, den historischen Hintergrund des Lagers sowie die empirische Analyse der Artikel anhand der Kategorien Opfer, Bedrohung, Held und Neutral.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Versicherheitlichung, Moria, Diskursanalyse, Flucht, Migration, Mediale Berichterstattung und politische Imagination.

Warum wurde ausgerechnet das Lager Moria als Untersuchungsgegenstand gewählt?

Moria dient als geeignetes Beispiel, da es als Manifestation der EU-Grenzpolitik gilt und seit 2013 existiert, was eine längere Beobachtung von Diskursverschiebungen ermöglicht.

Welche Rolle spielt das Geschlecht in der Wahrnehmung der Geflüchteten laut der Analyse?

Die Analyse stützt die These, dass Männer tendenziell eher als Bedrohung oder Helden imaginiert werden, während Frauen und Kinder primär die Rolle des Opfers zugeschrieben wird.

Welches Ergebnis erzielt die Analyse hinsichtlich der Versicherheitlichung?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Versicherheitlichung ein gradueller Prozess ist und das Narrativ der Geflüchteten als „Opfer der Umstände“ in der FAZ statistisch häufiger vorkommt als das Narrativ der „Bedrohung“.

Welchen Einfluss hatte das Jahr 2020 auf die Berichterstattung?

Im Jahr 2020 erreichte die Berichterstattung aufgrund der Überbelegung, der Corona-Pandemie und der verheerenden Brände einen signifikanten Aufmerksamkeits-Peak, der über 66 % der gesamten untersuchten Berichterstattung ausmacht.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Berichterstattung zu Migration- und Fluchtbewegungen. Das Flüchtlingslager 'Moria' in den deutschen Medien
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Politik und Gesellschaft)
Note
1,0
Autor
Antonia Rappert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
31
Katalognummer
V1040488
ISBN (eBook)
9783346469335
ISBN (Buch)
9783346469342
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Flucht Diskursanalyse Versicherheitlichung Internationale Beziehungen Geflüchtete Flüchtlinge Framing
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antonia Rappert (Autor:in), 2020, Die Berichterstattung zu Migration- und Fluchtbewegungen. Das Flüchtlingslager 'Moria' in den deutschen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040488
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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