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Schulische Sozialisation in der Jugendphase

Titre: Schulische Sozialisation in der Jugendphase

Dossier / Travail , 2021 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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In der Arbeit geht es um die Frage, welche Aspekte, außer der Vermittlung des schulischen Fachwissens und der Positionsverteilung und -anerkennung, die Schule und ihre Mitglieder den Heranwachsenden übertragen. Welche persönlichen Funktionen werden seitens der schulischen Institution und der SchülerInnen vermittelt?

Mit dem Beginn des 6. Lebensjahrs ist man in Deutschland verpflichtet die Institution Schule zu besuchen. Kinder und Jugendliche verbringen dort viele Stunden ihres Lebens und die LehrerInnen begleiten diese auf ihrem Weg. In dieser Zeit lernen die Heranwachsenden nicht nur schulische Konzepte, wie Mathematik, Deutsch und Englisch, sie lernen auch andere wichtige Lebensbereiche kennen, welche auch nach der Schulpflicht prägend wirken können. Dazu gehört zum Beispiel die Erkennung der Position des gegenüberstehenden Subjekts und die damit einhergehende Selbsteinstufung. So spricht Talcott Parsons von der Funktion der Selektion, d.h. unter anderem die Erwartungen der Rollen klarzustellen und damit umgehen zu können, aber auch die Vielfalt der Rollen erkennen zu können.

Die Schule ist neben dem Elternhaus eine wichtige Instanz, in der Kinder und Jugendliche permanent in Kontakt zu anderen Mitschülern und Lehrkräften stehen. So entstehen zwischenmenschliche Beziehungen, welche durch die Gespräche mit anderen Subjekten gefördert werden. Demzufolge sollte für eine sozialfähige Identität des Kindes bzw. des Heranwachsenden Interaktionen zu anderen Mitmenschen bestehen. Hierzu schreibt Lütjen, dass der Mensch „nur im Verhältnis des Menschen zum Menschen bzw. nur in der dialogischen Beziehung existent“ sein kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFLICHKEITEN UND DEFINITIONEN

2.1 JUGEND(-PHASE)

2.2 IDENTITÄT

2.3 SUBJEKTENTWICKLUNG

2.4 SCHULISCHE SOZIALISATION

3. SCHULE ALS INSTITUTION

3.1 PEERGROUPS

4. DIE SICHT VON ERIK H. ERIKSON

5. DIE SICHT VON ERVING GOFFMAN

6. STUDIEN ZUM EINFLUSS DER PEERGROUP

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Funktion der Institution Schule und der Gleichaltrigengruppen (Peergroups) im Prozess der Identitätsentwicklung Jugendlicher. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, welche persönlichen Funktionen die Schule neben der Wissensvermittlung für ihre Mitglieder übernimmt und wie die Wechselwirkung zwischen institutionellen Vorgaben und den sozialen Beziehungen zu Gleichaltrigen die Persönlichkeitsbildung beeinflusst.

  • Grundlagen der Begriffe Jugendphase, Identität und soziale Sozialisation
  • Die Rolle der Schule als Institution im Sozialisationsprozess
  • Identitätstheoretische Perspektiven nach Erik H. Erikson und Erving Goffman
  • Bedeutung von Peergroups für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Empirische Befunde zum Einfluss von Freundschaften und Gleichaltrigen

Auszug aus dem Buch

4. Die Sicht von Erik H. Erikson

Erik Homburger Erikson (1902-1994) was ein Psychoanalytiker und Psychotherapeut. Einer seiner Themen war die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Als eine erweiterte Ansichtsmöglichkeit zu Sigmund Freud, von dem die Theorien und Einsichten ursprünglich stammen, sieht Erikson die menschliche Entwicklung und seine Identitätsbildung als einen Prozess an. Nach Erikson verläuft die Entwicklung der Persönlichkeit in einem epigenetischem Prozess, der besagt, „daß alles was wächst, einen Grundplan hat, [...] um ein funktionierendes Ganzes zu bilden“ (vgl. Erikson, 1988, S. 87). Für ihn fängt die Bildung der Identität da an, „wo die Brauchbarkeit der Identifikation endet“ (vgl. Erikson, 1994, S. 140). Hiermit meint er, dass man eher dazu tendiert, sich in seiner Kindheitsphase mit den vorgezeigten Rollen zu identifizieren und diese auch zu akzeptieren. Zugleich findet in dieser Zeitspanne die Identifikation mit verschiedenen Idolen und Vorbildern statt, die für die Identitätsfindung keine direkte Rolle spielen, aber zu den Grundbausteinen der späteren Adoleszenz gehören.

Einerseits ist das Individuum von seinen Vorerfahrungen geprägt und andererseits beeinflussen diese Erfahrungen das, was zukünftig noch geschehen wird (vgl. Erikson, 1988, S. 18-36). Er verweigert auch, dass die Identitätsbildung sich nur auf die Jugendphase beschränkt und schreibt, dass dies „eine lebenslange Entwicklung [ist], die für das Individuum und seine Gesellschaft weitgehend unbewußt“ verläuft (vgl. Erikson, 1994, S. 141). Er ist der Meinung das Identität eine korrelative Beziehung ist, „ein dauerndes inneres Sich-Selbst-Gleichsein [aber zugleich auch] ein dauerndes Teilhaben an bestimmten gruppenspezifischen Charakterzügen“ (vgl. ebd., 1994, S. 124).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Schule als primäre Sozialisationsinstanz ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach der Rolle von Schule und Gleichaltrigen für die Identitätsentwicklung.

2. BEGRIFFLICHKEITEN UND DEFINITIONEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Adoleszenz, Identität, Subjektentwicklung und Sozialisation, um eine theoretische Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. SCHULE ALS INSTITUTION: Hier wird die Schule als anthropologische Institution betrachtet, die den Heranwachsenden über das Fachwissen hinaus bei der Entwicklung ihrer sozialen Identität begleitet.

4. DIE SICHT VON ERIK H. ERIKSON: Dieses Kapitel beleuchtet Eriksons Identitätstheorie, insbesondere das Konzept des „psychosozialen Moratoriums“ und die Bedeutung der Bewältigung von Krisen im Jugendalter.

5. DIE SICHT VON ERVING GOFFMAN: Goffmans interaktionstheoretischer Ansatz wird dargestellt, um zu verdeutlichen, wie Identität durch ständige soziale Bewertung und Zuschreibung in Interaktionen mit anderen geformt wird.

6. STUDIEN ZUM EINFLUSS DER PEERGROUP: Basierend auf Shell-Jugendstudien wird aufgezeigt, wie hoch die Bedeutung von Gleichaltrigen und Freundschaften für die Selbstwerdung und die Abgrenzung von Erwachsenen ist.

7. FAZIT: Das Fazit führt die theoretischen Ansätze und empirischen Ergebnisse zusammen, um die anfängliche Forschungsfrage nach der Funktion von Schule und Peergroups für die Identität abschließend zu beantworten.

Schlüsselwörter

Identität, Adoleszenz, Schule, Sozialisation, Peergroups, Persönlichkeitsentwicklung, Erik H. Erikson, Erving Goffman, Jugendphase, Interaktion, Subjektentwicklung, soziale Identität, Peer-Kultur, Adoleszenzprozess, Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Einfluss, den die Institution Schule sowie Peer-Gruppen auf die Identitätsbildung von Jugendlichen während der Adoleszenz ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung von Identität und Sozialisation, der Analyse der Schule als Sozialisationsraum sowie der Bedeutung sozialer Beziehungen zu Gleichaltrigen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, welche persönlichen Funktionen die Schule über die bloße Wissensvermittlung hinaus für Jugendliche hat und wie der Prozess der Identitätsfindung durch die Schule und das soziale Umfeld geprägt wird.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden eingenommen?

Die Autorin nutzt die Identitätstheorien von Erik H. Erikson und Erving Goffman, um zwei unterschiedliche, aber ergänzende Sichtweisen auf die Persönlichkeitsentwicklung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung, eine Untersuchung der Institution Schule und der Peergroups sowie eine ausführliche Darstellung der Theorien von Erikson und Goffman, abgerundet durch relevante empirische Studien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Adoleszenz, psychosoziales Moratorium, Stigmatisierung, Sozialisation, Peer-Beziehungen und die Entwicklung des individuellen Selbstbildes.

Inwiefern beeinflussen Peergroups die schulische Identitätsbildung nach dieser Arbeit?

Laut der Arbeit dienen Peergroups als notwendiger Schutzraum, in dem Jugendliche ihre Identität erproben und validieren können, oftmals unabhängig von oder in Abgrenzung zu den Anforderungen der Schule und des Elternhauses.

Welche Bedeutung kommt der „sozialen Identität“ im schulischen Kontext zu?

Die soziale Identität, etwa durch Geschlecht oder soziale Herkunft, prägt laut Goffman maßgeblich die Interaktionen in der Schule, wobei Jugendliche im Umgang mit Gleichaltrigen stärker ihre individuelle Einzigartigkeit innerhalb dieser Gruppenstruktur betonen.

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Résumé des informations

Titre
Schulische Sozialisation in der Jugendphase
Université
University of Marburg
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
19
N° de catalogue
V1040608
ISBN (ebook)
9783346460219
ISBN (Livre)
9783346460226
Langue
allemand
mots-clé
schulische sozialisation jugendphase
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Schulische Sozialisation in der Jugendphase, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040608
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Extrait de  19  pages
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