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Geschlechterspezifische Gewalt und Femizid

Titel: Geschlechterspezifische Gewalt und Femizid

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2021 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Michaelis, LL.M., LL.M. (Autor:in)

Jura - Strafrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen zwei Fragestellungen beantwortet werden. Im ersten Teil wird die geschlechtsspezifische Gewalt erläutert und gezeigt, welchen Einfluss sie auf die geschlechtsspezifische Sozialisation hat. Im zweiten Teil wird die Thematik der geschlechtsbezogenen Tötung von Frauen behandelt und dazu Stellung genommen, ob das deutsche Strafrecht bereits ausreichend Schutz bietet, oder ob eine explizite Regelung des „Frauenmordes“ erforderlich ist

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

THEMA 1: GESCHLECHTERSPEZIFISCHE GEWALT

FRAGESTELLUNG:

LÖSUNG:

I. Begriffsbestimmungen

1. Gewalt

2. Geschlechtsspezifische Gewalt

3. Sozialisation

4. geschlechtsspezifische Sozialisation

5. Heteronormativität / binäres Geschlechtsmodell

II. Unterscheidung der erfahrenen Gewalt

1. Gewalt gegen Jungen / Männer

a) in der Familie

b) in der Schule / Peergroup / beim Sport

c) in der Kirche

2. Gewalt gegen Mädchen / Frauen

a) in der Familie

b) im sozialen Nahbereich

3. Gewalt gegen divers

III. Einfluss auf die geschlechtsspezifische Sozialisation

THEMA 2: FEMIZID

FRAGESTELLUNG:

LÖSUNG:

I. Hintergrund

1. Allgemein

2. Ländervergleich

a) United Kingdom

b) Italien

c) Spanien

d) Frankreich

e) Deutschland

f) weltweit

3. Instrumente zur Bekämpfung von Frauenmorden

4. Das Urteil des BGH vom 29.10.2008 – 2 StR 349/08

a) Rechtsprechung bis zum Urteil

b) Nach dem BGH-Urteil

c) der Beschluss des BGH vom 07.05.2019 – 1 StR 150/19

aa) zum Sachverhalt

bb) Ansicht des LG München I

cc) Ansicht BGH vom 07.05.2019 – 1 StR 150/19

dd) Ansicht Grünewald

II. vertretene Ansichten

1. Ansicht Steinl

2. Ansicht Wolff

3. Ansicht Winkelmeier-Becker

4. Ansicht Fechner

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene geschlechtsspezifischer Gewalt und Femizid unter Berücksichtigung soziologischer und juristischer Aspekte. Das primäre Ziel ist es, die bestehende Rechtslage in Deutschland kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob die Einführung eines eigenständigen Straftatbestands „Femizid“ erforderlich ist oder ob das geltende Strafrecht bei konsequenter Anwendung bereits ausreicht.

  • Grundlagen der geschlechtsspezifischen Sozialisation und Gewaltbegriffe.
  • Differenzierte Analyse erfahrener Gewalt gegen Jungen, Männer, Frauen und diverse Personen.
  • Internationaler Vergleich der Bekämpfung von Frauenmorden.
  • Rechtliche Aufarbeitung prominenter BGH-Entscheidungen zur Tötung von Intimpartnern.
  • Kritische Diskussion verschiedener Ansichten zur Notwendigkeit eines neuen Straftatbestands.

Auszug aus dem Buch

1. Gewalt

Holst stellt zutreffend fest, dass es keine einfache klare Definition von Gewalt gibt, denn je nach Gewaltbegriff werden unterschiedliche Phänomene beleuchtet. Überdies lassen sich auch in zahlreichen Literaturquellen mitunter (partiell) widersprüchliche Definitionen finden. Ein weitgehender Konsens des allgemeinen Gewaltbegriffs lässt sich jedoch in den beiden Ausprägungsformen der „vis absoluta“ (der absoluten Gewalt) und der „vis compulsiva“ (der zwingenden Gewalt) fassen.

Die vis absoluta umschreibt dabei die willensausschließende (und nicht bloß die willensbeugende) Gewalt, so dass ihre Anwendung die Willensbildung (also die Willensent-schließung oder die Willensbetätigung) bei dem Opfer unmöglich macht. Dagegen ist die vis compulsiva die willensbeugende Gewalt, also jene, die den Willensentschluss zwar beeinflusst, aber nicht gänzlich ausschließt.

Zusammenfassung der Kapitel

THEMA 1: GESCHLECHTERSPEZIFISCHE GEWALT: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gewalt, Sozialisation und Heteronormativität und untersucht, wie geschlechtsspezifische Gewalt in verschiedenen sozialen Kontexten und Gruppen erfahren wird.

THEMA 2: FEMIZID: Das zweite Kapitel analysiert die Problematik des Femizids im nationalen und internationalen Vergleich, beleuchtet die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und diskutiert die Debatte um die Notwendigkeit eines neuen Straftatbestands.

Schlüsselwörter

Geschlechtsspezifische Gewalt, Femizid, Sozialisation, Intimpartnergewalt, Strafrecht, BGH, Mordmerkmale, niedrige Beweggründe, Frauenmord, Deutschland, Menschenrechte, Istanbul-Konvention, vis absoluta, vis compulsiva, Geschlechterordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit und untersucht speziell die Tötung von Frauen (Femizid) im Kontext des deutschen Strafrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die geschlechtsspezifische Sozialisation, die Unterscheidung erfahrener Gewalt nach verschiedenen Opfergruppen sowie die rechtliche Einordnung von Gewaltverbrechen gegen (Ex-)Partner.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit zielt darauf ab zu klären, ob die bestehenden Regelungen im deutschen Strafrecht für die Bestrafung von Frauenmorden ausreichen oder ob eine neue gesetzliche Regelung („Femizid“) notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche und soziologische Analyse, die Literaturquellen, internationale Vergleiche und eine detaillierte Auswertung von BGH-Rechtsprechung kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsbestimmungen, Sozialisation) und die praktische Analyse, bestehend aus einem Ländervergleich, der Untersuchung von Schutzinstrumenten und der Diskussion konkreter Gerichtsurteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem geschlechtsspezifische Gewalt, Femizid, niedrige Beweggründe, Intimpartnergewalt und die Diskussion um gesetzgeberische Reformbedarfe.

Warum wird die „vis absoluta“ von der „vis compulsiva“ unterschieden?

Die Unterscheidung ist für die strafrechtliche Einordnung essenziell, da die vis absoluta den Willen ausschließt, während die vis compulsiva den Willensentschluss lediglich beeinflusst.

Wie bewertet der Autor die Notwendigkeit eines eigenen Femizid-Straftatbestands?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das geltende Strafrecht im Grunde ausreicht, sofern die bestehenden Gesetze konsequenter und effektiver angewendet werden, anstatt einen neuen Straftatbestand einzuführen.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechterspezifische Gewalt und Femizid
Note
1,0
Autor
Oliver Michaelis, LL.M., LL.M. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
34
Katalognummer
V1041072
ISBN (eBook)
9783346462138
ISBN (Buch)
9783346462145
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Femizid Geschlechtsspezifische Gewalt Gewalt divers binär Sozialisation Heteronormativität binäres Geschlechtsmodell Gewalt gegen Jungen Gewalt gegen Männer Gewalt gegen Mädchen Gewalt gegen Frauen Gewalt gegen divers Frauenmord Frauenmorde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Michaelis, LL.M., LL.M. (Autor:in), 2021, Geschlechterspezifische Gewalt und Femizid, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041072
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Leseprobe aus  34  Seiten
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