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Digitale Medien in der rettungsdienstlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung

Titel: Digitale Medien in der rettungsdienstlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung

Bachelorarbeit , 2020 , 58 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Alena Neubauer-Brennecke (Autor:in)

Gesundheitswissenschaften - Gesundheitspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit hat die Strukturen und Gegebenheiten des nichtärztlichen betrieblichen Rettungsdienstes mit dem Ziel analysiert, die Voraussetzungen für die Implementation neuer digitaler Bildungsmedien erkennen und beschreiben zu können. Ziel ist es, folgende Frage zu beantworten: Welche Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich bezüglich der Einführung neuer digitaler Bildungsmedien im betrieblichen Rettungsdienst?

Zur Einführung in die Thematik werden in Kapitel 2 zunächst einige grundlegende Begriffe aus der Medienpädagogik erläutert. Es werden dabei die Grundlagen der Medienbildung beschrieben, die Bedeutung von Medienkompetenz und medienpädagogischer Kompetenz dargelegt sowie auf die Besonderheiten digitaler Bildung eingegangen. Im dritten Kapitel werden die rettungsdienstlichen Strukturen beschrieben, indem zunächst der historische Verlauf der Personalstrukturen erklärt wird. Außerdem werden die Gegebenheiten und Rahmenbedingungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Rettungsdienst aufgezeigt. Anschließend erfolgt ein Überblick über die Möglichkeiten zur Professionalisierung und Akademisierung der Ausbildenden im Rettungsdienst.

Das vierte Kapitel dient der Vorstellung der bereits vorhandenen digitalen Medien im Rahmen des Arbeitsprozesses, der Ausbildung und der betrieblichen Bildung. Die kritische Betrachtung digitaler Medien in der rettungsdienstlichen Bildung erfolgt in Kapitel 5. Hierbei werden die Fragen beantwortet, welche Anforderungen an die Medienkompetenz der Mitarbeiter*innen gestellt werden müssen und welche Herausforderungen sich der mediendidaktischen und medienerzieherischen Kompetenz der Lehrenden im Rettungsdienst stellen. Weiterhin erfolgt ein Überblick über die einzelnen Möglichkeiten, neue digitale Medien einzuführen. Dabei werden verschiedene Konzepte vorgestellt und beispielhafte Implementationen beschrieben. Darauffolgend werden die Hindernisse und Grenzen aufgezeigt, die sich der Einführung digitaler Bildungsmedien im betrieblichen Rettungsdienst entgegenstellen, bevor die Arbeit mit dem Fazit und einem Ausblick schließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zentrale Begriffe der Medienpädagogik

2.1 Medienbildung

2.2 Medienkompetenz

2.3 Medienpädagogische Kompetenz

2.4 Digitale Bildung

3 Rettungsdienstliche Strukturen in Deutschland

3.1 Entwicklung der Strukturen des nicht-ärztlichen Personals nach 1945

3.2 Aus-, Fort- und Weiterbildung

3.3 Professionalisierung und Akademisierung der Lehrkräfte

4 Digitale Medien im Rettungsdienst

4.1 Digitale Medien im Arbeitsprozess

4.2 Digitale Medien in der Berufsausbildung

4.3 Digitale Medien in der betrieblichen Bildung

5 Kritische Betrachtung digitaler Medien in der betrieblichen Bildung des Rettungsdienstes

5.1. Medienkompetenz der Mitarbeiter*innen

5.2 Herausforderungen an medienpädagogische Kompetenzen des betrieblichen Lehrpersonals

5.3 Möglichkeiten zur Implementierung digitaler Medien

5.4 Hindernisse und Grenzen digitaler Bildung

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen bei der Einführung neuer digitaler Bildungsmedien im betrieblichen Rettungsdienst, um angesichts zunehmender Digitalisierungsprozesse und veränderter Anforderungen an das Rettungsdienstpersonal fundierte Empfehlungen für die betriebliche Bildung zu entwickeln.

  • Strukturanalyse des rettungsdienstlichen Bildungssystems in Deutschland
  • Bedeutung von Medienkompetenz und digitaler Bildung im Rettungsdienst
  • Herausforderungen für das betriebliche Lehrpersonal beim Einsatz digitaler Medien
  • Evaluierung praktischer Implementierungskonzepte wie Blended Learning und Mobile Learning
  • Diskussion von Barrieren und datenschutzrechtlichen Aspekten bei digitalen Lernarrangements

Auszug aus dem Buch

4.1 Digitale Medien im Arbeitsprozess

Die Medizintechnik auf den Rettungsmitteln hat sich über die Jahre vom mechanischen Beatmungsgerät über einfache computergestützte EKG- und erste Kontrollgeräte bis hin zu hochmodernen Rettungs-Tablets entwickelt, die dem Personal bei Therapieentscheidungen helfen und telemedizinisch die Daten schon vor dem Eintreffen in der Klinik analysieren und die Qualität der Versorgung von Patient*innen überwachen (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2017). Die zur Überwachung und Diagnostik eingesetzten und zu großen Teilen digital gesteuerten Medizinprodukte unterliegen gesetzlichen Auflagen, die durch das Medizinproduktegesetz (MPG) und die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) definiert werden. Medizinprodukte sind nach §3 Abs. (1) MPG alle Instrumente, Apparate, Software und Vorrichtungen, die zu Diagnose und Therapiezwecken am menschlichen Körper eingesetzt werden. Die MPBetreibV regelt hingegen die Durchführung und Befristung sicherheitstechnischer Kontrollen und bestimmt, dass bei Neubeschaffung oder Änderung die Medizinprodukte der Einweisung durch die Hersteller*innen oder beauftragter Personen nach dem MPG bedürfen. Dies sind MPG-Beauftragte, wie sie in Kapitel 3.2 beschrieben wurden.

Auch die rettungsdienstliche Dokumentation erfolgt zunehmend digital. Die erforderlichen Geräte werden dazu im Rettungseinsatz mitgeführt und ermöglichen sowohl die Erleichterung der Arbeitsprozesse als auch die Qualitätssicherung (vgl. Lohs, Wnent & Jakisch. 2018, S. 393). Es sind regional sehr unterschiedliche Methoden der digitalen Einsatzdokumentation etabliert. Zum einen existieren Lösungen mit digitalem Papier, welches in Verbindung mit einem speziellen elektronischen Stift zum Einsatz kommt, zum anderen werden Einsatzprotokolle mithilfe eines mobilen Druckers ausgedruckt, nachdem die notwendigen Daten zuvor in einen Tablet-PC eingepflegt wurden. Den beiden papiergebundenen Varianten stellen sich einerseits die reine digitale Dokumentation entgegen, die mittels Notebooks, Tablet-PCs oder Personal Digital Assistents (PDA) entweder per Tastatur oder per Finger-, Stift- beziehungsweise Sprachbedienung durchgeführt wird. Andererseits existieren wie eingangs erwähnt auch hochmoderne Lösungen, die neben der Dokumentation auch die synchrone Kommunikation zwischen den Rettungsmitteln, den koordinierenden Einsatzleitstellen und den aufnehmenden Kliniken realisieren und so zu einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung beitragen (vgl. Mentler, 2015, S. 15; a.a.O., S. 22 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung digitaler Medien in der Gesellschaft und ihre wachsende Rolle für die Bildungsarbeit im Rettungsdienst bei gleichzeitiger Herausforderung durch spezifische Arbeitsbedingungen.

2 Zentrale Begriffe der Medienpädagogik: Dieses Kapitel definiert und theoretisiert grundlegende Konzepte wie Medienbildung, Medienkompetenz und medienpädagogische Kompetenz als notwendiges Fundament für den pädagogischen Diskurs.

3 Rettungsdienstliche Strukturen in Deutschland: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung des Rettungsdienstes sowie der Ausbildungsstrukturen und thematisiert die steigenden Anforderungen an das Personal und dessen Professionalisierung.

4 Digitale Medien im Rettungsdienst: Hier werden bereits existierende digitale Technologien in den Bereichen Arbeitsprozess, schulische Ausbildung und betriebliche Weiterbildung im Rettungsdienst vorgestellt.

5 Kritische Betrachtung digitaler Medien in der betrieblichen Bildung des Rettungsdienstes: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Herausforderungen für Mitarbeiter und Lehrpersonal, erörtert Implementierungsmöglichkeiten und beleuchtet Barrieren sowie Grenzen digitaler Bildungsangebote.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer geplanten Implementierung digitaler Bildungsmedien unter Berücksichtigung individueller Kompetenzen und rechtlicher Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Digitale Medien, Rettungsdienst, Medienkompetenz, Betriebliche Bildung, E-Learning, Blended Learning, Notfallsanitäter, Medienpädagogik, Digitalisierung, Kompetenzentwicklung, Rettungsassistent, Medizintechnik, Fortbildung, Simulation, Wissensmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration digitaler Medien in die betriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Rettungsdienst und analysiert dabei die damit verbundenen Voraussetzungen und Hürden.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft medienpädagogische Theorien mit rettungsdienstlichen Ausbildungsstrukturen, technischen Möglichkeiten der Digitalisierung und den Anforderungen an die Kompetenzentwicklung von Personal und Ausbildern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen bei der Einführung neuer digitaler Bildungsmedien im betrieblichen Rettungsdienst bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Da in diesem spezifischen Bereich bisher kaum direkte Forschung existiert, basiert die Arbeit auf einer systematischen Literaturrecherche und dem vergleichenden Transfer von Erkenntnissen aus angrenzenden Bereichen wie der digitalen Bildung und pflegerischen Berufen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Darstellung der rettungsdienstlichen Strukturen, eine Vorstellung aktueller digitaler Anwendungen im Rettungsdienst sowie eine kritische Analyse der Implementierungschancen und -hindernisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der digitalen Bildung und Medienkompetenz vor allem rettungsspezifische Themen wie Notfallsanitäter, Simulationsmethoden sowie Blended-Learning-Konzepte.

Welche Rolle spielt das Blended Learning für den Rettungsdienst?

Das Blended Learning wird als besonders geeignetes Integrationskonzept identifiziert, da es Präsenzphasen zur praxisnahen Anwendung mit digitalen Lernphasen verbindet und somit den zeitlich-organisatorischen Anforderungen des Rettungsdienstes entgegenkommt.

Warum ist die Medienkompetenz des Lehrpersonals so entscheidend?

Die Arbeit betont, dass Lehrkräfte im Rettungsdienst über eine übergeordnete medienpädagogische Kompetenz verfügen müssen, um den Wandel vom Wissensvermittler zum Moderator selbstgesteuerter Lernprozesse zu bewältigen und die Lernumgebungen didaktisch sinnvoll zu gestalten.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitale Medien in der rettungsdienstlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Bildungstheorie und Medienpädagogik)
Note
1,6
Autor
Alena Neubauer-Brennecke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
58
Katalognummer
V1041203
ISBN (eBook)
9783346461278
ISBN (Buch)
9783346461285
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienpädagogig digitale Medien Fort- und Weiterbildung medienpädagogische Kompetenz digitale Kompeten Gesundheitsberufe Rettungsdienst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alena Neubauer-Brennecke (Autor:in), 2020, Digitale Medien in der rettungsdienstlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041203
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  58  Seiten
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