Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Grundlagen und Allgemeines

Gelegenheitsspielräume der Krise. Wie die AfD die Corona-Pandemie mithilfe von populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil nutzt

Titel: Gelegenheitsspielräume der Krise. Wie die AfD die Corona-Pandemie mithilfe von populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil nutzt

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Neuer (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, wie sich die Wirkmächtigkeit des Populismus im Zuge der Corona-Krise verändert. Um die Reaktion der AfD auf die Corona-Krise zu analysieren, bedient sich diese Arbeit zunächst der Sekundärforschung und greift auf Forschungstexte zum Thema Populismus zurück. Darauf aufbauend widmet sich diese Arbeit der empirischen Analyse von Reden und anderen medialen Darstellungsformen der AfD.

Um mit einer theoretischen Einordnung des Themas zu beginnen werden zunächst die typischen Verhaltensweisen und Strategien von Populisten skizziert. Darauf aufbauend wird die allgemeine Strategie und Rolle der AfD vorgestellt und weiterhin durch eine Analyse des Parteiprogramms hinsichtlich Erwähnungen von Gesundheitskrisen detaillierter beleuchtet. Darauf folgt die empirische Auswertung, beginnend mit der Entwicklung der Umfragewerte der AfD im Verlauf der Krise, gefolgt von der Analyse von Reden der AfD mit Pandemie-Bezug, sowie einer Skizzierung einer graduellen Veränderung seit Februar 2020. Weiterhin werden anderer Aspekte der Selbstinszenierung analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretische Einordnung

Skizzierung der typischen politischen Verhaltensweisen und Strategien von Populisten

Rolle und allgemeine Strategie der AfD in Deutschland

Analyse des Parteiprogramms der AfD hinsichtlich Erwähnungen von Gesundheitskrisen

Empirische Auswertung

Entwicklung der Umfragewerte der AfD im Verlauf der Krise

Reaktionen und strategische Ansätze der AfD in der Corona-Krise am Beispiel ausgewählter Reden des Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland im Bundestag

Analyse anderer Aspekte der Selbstinszenierung am Beispiel des Verhaltens der AfD im deutschen Bundestag

Schluss

Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die rhetorische und inhaltliche Reaktion der Alternative für Deutschland (AfD) auf die Corona-Pandemie, um die Wirkmächtigkeit populistischer Krisenbewältigungsstrategien zu analysieren und deren Auswirkungen auf das politische Profil sowie die Beliebtheitswerte der Partei aufzuzeigen.

  • Populistische Verhaltensweisen und Strategien
  • Die Rolle der AfD im deutschen Parteiensystem
  • Parteiprogrammatische Positionierung zu Gesundheitskrisen
  • Empirische Untersuchung der Umfrageentwicklung
  • Analyse parlamentarischer Reden und öffentlicher Selbstinszenierung

Auszug aus dem Buch

Skizzierung der typischen politischen Verhaltensweisen und Strategien von Populisten

Der Populismus wird als „dünne Ideologie“ (Priester 2019, S. 12) bezeichnet, da er über keine elaborierte Ideologie oder Doktrin verfügt. Er gibt also keine politische Gesinnung vor, und kann daher an jeder Stelle im politischen Spektrum vorkommen. Was den Populismus aber ausmacht ist sein Weltbild und bestimmte Kernelemente:

(1) Der Bezug auf das Eigene: Der Populismus betrachtet die „kleinen Leute“ als vermeintlichen homogenen Standard von Normen und Moral (Priester, 2019) und behauptet, das „Volk“ habe eine natürliche Kenntnis darüber, was Politik zu leisten hat und verfüge über ein intuitives Wissen, wozu Politiker keinen Zugang haben (Richter, 2017). Außerdem bietet der Populismus eine positive Abgrenzung durch Schaffung eines Zugehörigkeitsgefühls basierend auf Nation und Kultur, und eine negative Abgrenzung durch die Schaffung von Feindbildern und den Bezug auf vermeintlich nicht-zugehörige Gruppen. Somit konstruiert der Populismus das Eigene und das Fremde (Priester, 2019).

(2) Der Anti-Elitismus: Der Populismus betrachtet die Establishments in Politik, Wirtschaft und Medien als „Verräter des Volks“ und benennt eine Spaltung zwischen dem „Volk“ und „denen da oben“. Demnach äußert er auch Skepsis gegenüber der repräsentativen Demokratie, und zeigt vor allem Widerstand gegenüber hegemonalen kulturellen Diskursen (Priester, 2019).

(3) Der Umgang mit der Geschichte: Der Populismus bezieht sich auf eine unspezifische, ideale Vergangenheit, das sogenannte „heartland“, um so die aktuellen kulturell-politischen Verhältnisse zu kritisieren und als Niedergang zu charakterisieren. So legitimiert er die Notwendigkeit, moderne Entwicklungen aufzuhalten (Priester, 2019).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Corona-Krise als politisches Handlungsfeld für die AfD ein und formuliert das Forschungsziel, die Veränderung der populistischen Wirkmächtigkeit während der Pandemie zu untersuchen.

Theoretische Einordnung: Dieses Kapitel definiert Populismus als Ideologie und analysiert die Strategien der AfD, inklusive ihrer programmatischen Haltung zu Gesundheitskrisen vor der Pandemie.

Empirische Auswertung: Der Hauptteil analysiert die Entwicklung der Umfragewerte, die rhetorische Strategie der AfD-Führung anhand von Bundestagsreden sowie das provokative Verhalten der Fraktion im Bundestag.

Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und prognostiziert, dass die AfD populistische Mittel in Krisenzeiten erfolgreich zur Mobilisierung einsetzen kann.

Anhang: Der Anhang bietet ein umfassendes Literaturverzeichnis der verwendeten Quellen und Belege.

Schlüsselwörter

AfD, Populismus, Corona-Krise, Politik, Bundestag, Strategie, Rhetorik, Krisenmanagement, Umfragewerte, Selbstinszenierung, Identitätspolitik, Pandemie, Rechtspopulismus, Parteiprogramm, Protestbewegungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert, wie die AfD die Corona-Pandemie nutzte, um ihre populistischen Strategien und ihre mediale sowie politische Positionierung an die neue Krisensituation anzupassen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Definition von Populismus, die strategische Rolle der AfD, ihr Umgang mit Gesundheitskrisen in der Programmatik sowie die empirische Analyse ihrer Kommunikation während der Pandemie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkmächtigkeit populistischer Krisenbewältigung zu verstehen und zu evaluieren, wie die AfD gesellschaftliche Unsicherheiten in politisches Kapital umzuwandeln versucht.

Welche methodischen Ansätze werden gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung des Populismus-Begriffs sowie einer empirischen Analyse von Umfragedaten, parlamentarischen Reden und medialen Darstellungsformen der AfD.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Umfrageentwicklung, eine inhaltliche Auswertung der Reden Alexander Gaulands und eine Analyse der Inszenierung durch AfD-Abgeordnete im Bundestag.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Neben dem zentralen Begriff Populismus prägen Konzepte wie Identitätspolitik, Krisenrhetorik, Anti-Elitismus und politische Selbstinszenierung die gesamte Untersuchung.

Wie positionierte sich die AfD zu Beginn der Pandemie gegenüber der Regierung?

Interessanterweise zeigte die AfD zu Beginn eine Phase der Orientierungslosigkeit und unterstützte teilweise die Maßnahmen der Bundesregierung, bevor sie schrittweise zu einer stärkeren Konfrontationsstrategie überging.

Welche Rolle spielt die „Selbstinszenierung“ der AfD im Bundestag?

Die Selbstinszenierung dient dazu, durch provokative Aktionen – etwa den bewussten Verstoß gegen Maskenpflichten – mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich gleichzeitig als Stimme gegen das „Establishment“ zu stilisieren.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gelegenheitsspielräume der Krise. Wie die AfD die Corona-Pandemie mithilfe von populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil nutzt
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Autor
Melanie Neuer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1041397
ISBN (eBook)
9783346460622
ISBN (Buch)
9783346460639
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AFD Corona Coronakrise Populismus Rechtspopulismus Deutschland Politik Krisenmanagement Alternative für Deutschland Covid-19 Gelegenheitsspielräume Krise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Neuer (Autor:in), 2020, Gelegenheitsspielräume der Krise. Wie die AfD die Corona-Pandemie mithilfe von populistischen Mitteln zu ihrem Vorteil nutzt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041397
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum