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Absicherung von Altersarmut bei Akademikerinnen. Zusammenhang von Bildungswegen und Karrierewegen

Titel: Absicherung von Altersarmut bei Akademikerinnen. Zusammenhang von Bildungswegen und Karrierewegen

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, Erklärungsmuster für das Zusammenspiel von Bildungs- und daraus resultierenden Karrierewegen sowie deren Ursprüngen ausfindig zu machen.

Der Zugang zu Bildungschancen wird gern und häufig mit der Möglichkeit zu mehr Lebenschancen gleichgesetzt. Begriffe wie "Bildungsgleichheit" aber auch "Bildungsinflation" entfachen eine Vielzahl von Debatten, welchen Stellenwert schulische und universitäre Bildung in unserer Gesellschaft einnehmen. Dabei fällt es besonders schwer, die unzähligen Faktoren, welche den Zusammenhang zwischen Bildung und Lebenschancen beeinflussen, auseinanderzuhalten und richtig zu beurteilen. Als Folge spalten sich oft die Meinungen, ob und in welchem Ausmaß Weiterbildungsmöglichkeiten Karrierechancen beeinflussen: Von "Lohnt sich ein Studium noch?" über "Studium- und dann?" bis hin zu "Akademiker verdienen 67 Prozent mehr".

Die Meinungsschere zum Thema "Studium und Karriere" könnten kaum diverser ausfallen. Expertenmeinungen berufen sich dabei häufig auf quantitative Studien, welche - je nach Studienschwerpunkt - Interpretationsspielraum zulassen. Fest steht, dass ein langer Bildungsweg durchaus mit mehr Karriereperspektiven korrelieren kann – wenn man das künftige Gehalt über das gesamte Arbeitsleben hinweg betrachtet. Ausschlaggebend für mehr Karrierechancen ist aber nicht nur das Studium an sich, sondern auch das Studienfach und die Kompetenzen, die man im Studium erwirbt. Schließlich spielen auch Praktika, Werkstudentenjobs und Karriere-Kontakte eine übergeordnete Rolle.

Die Pluralisierung von Bildungswegen und Weiterbildungsmöglichkeiten erschwert es Sozialforschern, allgemeingültige Aussagen über den Zusammenhang von Bildungswegen und mehr Lebenschancen zu treffen. Es lohnt sich daher, die Vielzahl von Schlussfolgerungen aus quantitativen Studien durch eine qualitative Sichtweise zu ergänzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen zur Forschung

2.1 Forschungsfragen

2.2 Sampling

2.3 Probandengruppen

2.4 Interviewdurchführung

3. Datenauswertung

3.1 Grafisches Kausalmodell

3.2 Kategoriesystem

3.2 Übersicht

3.3 Interessen und Ideale

3.3.1 Interessen

3.3.2 Studium

3.3.2 Arbeit

3.4 Sozioökonomischer Hintergrund

3.4.1 Familie

3.4.2 Status

3.4.3 Besitz

3.5 Sozialstrukturelle Bedingungen

3.5.1 Gender

3.5.2 Staat

3.5.2 Sozialstruktur

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive Empfinden von Akademikerinnen bezüglich ihrer Absicherung gegen Altersarmut im Kontext ihres Bildungsweges und sozioökonomischer Einflussfaktoren. Ziel ist es, Erklärungsmuster für das Zusammenspiel von Bildungs- und Karrierewegen sowie deren Ursprüngen durch eine qualitative Analyse zu identifizieren.

  • Qualitative Untersuchung des Zusammenhangs von Bildung und sozialer Absicherung.
  • Analyse von Einflussfaktoren wie sozioökonomischer Hintergrund und Gender.
  • Erforschung individueller Interessen und Ideale in Bezug auf die Karriereplanung.
  • Einsatz der Grounded Theory zur Kategorisierung und Auswertung von Interviewdaten.
  • Kritische Reflexion struktureller Bedingungen wie Arbeitsmarkt und gesellschaftlicher Rollenbilder.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Interessen

Interview 1 sowie Interview 3 beinhalten jeweils drei Codes, welche einen potenziellen Einfluss der eigenen Interessen auf die Absicherung vor Armut deuten lassen. So sagt Probandin 1, dass diese „eher so der kreative Typ [sei,] der halt gerne schreibt“, weshalb diese vor ihrem BWL-Studium „auch am Anfang Theaterwissenschaften studiert“ habe (vgl. BWL-Studentin 2019, S. 4). Ihr Studium aus Leidenschaft habe diese allerdings leider aufgegeben: Aus Sorge vor Armut. Mit einem Abschluss in Theaterwissenschaften könne sie schließlich ihre „Zukunft direkt vergessen“ und habe sich daher „für BWL dann im Endeffekt entschlossen“ (ebd., S. 1) Es zeigt sich jedoch, dass die Probandin ihr Talent ebenso für förderlich einschätze, da es für ihren aktuellen Werkstudentinnen-Job wichtiger sei als der Studieninhalt des Lernfaches: „Content schreiben, das war halt immer so auch das was ich gut kann: Schreiben! und dann hab ich mich dort beworben für dieses Schreiben und das ist eigentlich auch nicht unbedingt zusammenhängend mit meinem Studium“ (ebd., S. 4). Anhand von Probandin 1 zeigt sich, dass Talente eine wichtige Rolle bei der Ausübung von Tätigkeiten spielen können, auch wenn diese nicht innerhalb des Studiums vertieft werden. Ähnlich interessant sind die Codes bei Probandin 3. Diese schildert ihre positive Lebenseinstellung, was sie für die Absicherung vor Altersarmut optimistisch stimme: So erklärt sie zwei Mal ihre Lernfreudigkeit für neue Dinge (vgl. Jura-Studentin 2019, S. 2, S. 6), was sie einfach zuversichtlich für ihr Leben stimme (vgl. ebd., S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Debatte um Bildungschancen und Karrierechancen und formuliert das Ziel, qualitative Erklärungsmuster für Bildungs- und Karrierewege zu finden.

2. Grundlagen zur Forschung: Dieses Kapitel beschreibt den methodischen Rahmen des Praxiskurses, die Forschungsfragen, das Sampling der Probandinnen sowie die Durchführung der qualitativen Interviews.

3. Datenauswertung: Hier wird der Prozess der Kategorisierung nach der Grounded Theory erläutert, inklusive der Kausalmodelle und der Analyseergebnisse zu Interessen, Hintergrund und strukturellen Bedingungen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Hypothesen vor dem Hintergrund der qualitativen Daten und schlägt weiterführende Forschungsansätze vor.

Schlüsselwörter

Qualitative Sozialforschung, Altersarmut, Bildungsweg, Akademikerinnen, Grounded Theory, Karrierewege, Sozioökonomischer Hintergrund, Gender, soziale Absicherung, Interviewanalyse, Arbeitsmarkt, Interessen, Lebensstandard, Berufschancen, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das subjektive Gefühl von Akademikerinnen, wie sie sich durch ihren Bildungsweg gegen Altersarmut abgesichert fühlen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen den Zusammenhang zwischen Bildungsabschlüssen, sozioökonomischem Hintergrund, individuellen Interessen und strukturellen Bedingungen wie Gender und Arbeitsmarkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Erklärungsmuster für das Zusammenspiel von Bildungs- und Karrierewegen zu finden und zu klären, inwiefern Akademikerinnen ihre finanzielle Absicherung im Alter einschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Sozialforschung angewendet, basierend auf dem Prinzip der Grounded Theory nach Mayring, mit teil-standardisierten Einzelinterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die erhobenen Interviews in Kategorien wie Interessen und Ideale, sozioökonomischer Hintergrund und sozialstrukturelle Bedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen qualitative Sozialforschung, Altersarmut, Bildungsbiografien, soziale Absicherung und geschlechtsspezifische Benachteiligung.

Welche Rolle spielt der sozioökonomische Hintergrund bei den Probandinnen?

Der Hintergrund, wie beispielsweise das Elternhaus oder die wirtschaftliche Situation, dient als wesentliche Variable, die das Vertrauen in die eigene finanzielle Zukunft maßgeblich beeinflusst.

Wie wirkt sich das Geschlecht (Gender) auf das Absicherungsempfinden aus?

Die Probandinnen berichten von einer wahrgenommenen Doppelbelastung und der Angst vor beruflicher Benachteiligung aufgrund potenzieller familiärer Rollenbilder.

Warum wird das Studium als Instrument gegen Altersarmut bewertet?

Das Studium wird von den Probandinnen primär als notwendiges Werkzeug gesehen, um den Arbeitsmarktanforderungen zu genügen und sich gegen das Risiko der Arbeitslosigkeit abzusichern.

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Details

Titel
Absicherung von Altersarmut bei Akademikerinnen. Zusammenhang von Bildungswegen und Karrierewegen
Hochschule
Universität Potsdam  (Lehrstuhl für qualitative Sozialforschung)
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1041943
ISBN (eBook)
9783346479396
ISBN (Buch)
9783346479402
Sprache
Deutsch
Schlagworte
absicherung altersarmut akademikerinnen zusammenhang bildungswegen karrierewegen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Absicherung von Altersarmut bei Akademikerinnen. Zusammenhang von Bildungswegen und Karrierewegen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041943
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Leseprobe aus  16  Seiten
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