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Medienlehre, Kommunikationspolitik - Skript mit Rezensionen zur Basisliteratur (Diplom- / Magisterprüfung)

Titel: Medienlehre, Kommunikationspolitik - Skript mit Rezensionen zur Basisliteratur (Diplom- / Magisterprüfung)

Skript , 2001 , 52 Seiten

Autor:in: Reinhard Röde (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Michael Charlton fasst die drei grundsätzlichen Paradigmen von Rezeptionsforschung zusammen und geht auf ihre theoretischen Grundlagen ein. Am ausführlichsten tut er dies bei der handlungstheoretischen Rezeptionsforschung.

§ Die kausalnomologische Wirkungsforschung geht aus vom S-R-Modell und vom passiv rezipierenden Zuschauer.
§ Die kognitionswissenschaftliche Verstehensforschung baut auf dem Paradigma des Konstruktivismus auf: (Medien-) Wirklichkeit wird individuell konstruiert.
§ Die handlungstheoretische Rezeptionsforschung betrachtet Medienrezeption in ständiger und beidseitiger Interaktion mit der Alltagspraxis des Rezipienten.

Der interdisziplinäre Aspekt aus dem Titel kommt nur am Rande vor: in der Forderung am Schluss, die Wissenschaften sollten doch ihre Ergebnisse gegenseitig nutzen und in der Feststellung, die drei Forschungsrichtungen existierten zwar in wechselseitiger
Unabhängigkeit, könnten sich aber auch gegenseitig gut ergänzen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Medienlehre

1. Kausalnomologische Medienwirkungsforschung

2. Kognitionswissenschaftliche Textverstehensforschung

3. Handlungstheoretische Rezeptionsforschung

Kommunikationspolitik

1. Der Grundversorgungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der dualen Rundfunkordnung

2. Einführung (Medien- und Kommunikationspolitik der BR Deutschland)

3. Funktionen der Presse im System der BRD

4. Medien als vierte Gewalt - Zur Verantwortung der Massenmedien

5. Rundfunkbegriff / Rundfunkrecht

6. Anmerkungen zur Rundfunkpolitik

7. Bedeutung und Gegenstand der Medienpolitik

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer systematischen Aufarbeitung der zentralen wissenschaftlichen Paradigmen der Medienlehre sowie der medienpolitischen Strukturen in Deutschland, um den Wandel der Medienlandschaft und deren gesellschaftliche Verantwortung zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Theoretische Grundlagen und Paradigmen der Rezeptionsforschung
  • Ökonomische Strukturen und Strategien von Medienunternehmen
  • Die Rolle der Medien als "vierte Gewalt" im demokratischen System
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und ordnungspolitische Vorgaben für den Rundfunk
  • Herausforderungen durch Digitalisierung und neue Online-Angebote

Auszug aus dem Buch

1. Kausalnomologische Medienwirkungsforschung

Die Medienwirkungsforschung versucht nachzuweisen, dass zwischen der Beobachtung eines oder mehrerer vergleichbarer Medienereignisse und dem nachfolgenden Verhalten des Zuschauers eine kausale Beziehung besteht. Fokus der Forschung ist die Beeinflussbarkeit solcher Verhaltensweisen, die von allgemeinem gesellschaftlichem Interesse sind (Wahlverhalten, Kaufverhalten, durchgedrehte Killer-Jugendliche etc).

Metaanalysen von Wirkungsstudien zeigen, dass die nachweisbaren Medieneffekte enttäuschend gering sind. Das Modell des passiven, indoktrinierbaren Zsuchauers ist durch eine handlungstheoreische Konzeption zu ergänzen (s.u.); zumindest sind, wie es der rezipientenorientierte Ansatz (z.B. Sturm 1982) verfolgt, Persönlichkeitsmerkmale und Lebensbedingungen des Rezipienten als Kovariate zu berücksichtigen. Kritisiert wird auch, dass eine Vermischung zwischen physikalistsicher (= nach den Methoden der Physik ausgerichteter) und intentionalistischer (= die Absicht des Handelnden in den Mittelpunkt stellender) Betrachtungsweise und Terminologie stattfindet (z.B. „Der Medienreiz x ist Ursache für die Aggressionsbereitschaft y“.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kausalnomologische Medienwirkungsforschung: Dieses Kapitel erläutert den klassischen Ansatz, Medienwirkung als direkte Kausalbeziehung zwischen Reiz und Verhalten zu verstehen, und diskutiert dessen methodische Grenzen.

2. Kognitionswissenschaftliche Textverstehensforschung: Hier wird der Fokus auf konstruktive Prozesse gelegt, bei denen Medieninhalte durch die Interaktion von Reizen und kognitiven Schemata individuell verarbeitet werden.

3. Handlungstheoretische Rezeptionsforschung: Dieses Kapitel beschreibt Mediennutzung als aktiven, in den Alltag eingebetteten Prozess, bei dem Rezipienten ihre Lebenswelt und Medieninhalte transaktional verknüpfen.

4. Der Grundversorgungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der dualen Rundfunkordnung: Analyse des verfassungsrechtlichen Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Garant für demokratische Vielfalt.

5. Einführung (Medien- und Kommunikationspolitik der BR Deutschland): Überblick über die politischen Entscheidungsprozesse und die Rolle von Interessengruppen in der Medienpolitik.

6. Funktionen der Presse im System der BRD: Untersuchung der soziopolitischen Aufgaben von Printmedien und deren Stellenwert im demokratischen Gefüge.

7. Medien als vierte Gewalt - Zur Verantwortung der Massenmedien: Erörterung der kritischen Kontrollfunktion von Medien gegenüber der staatlichen Macht.

8. Rundfunkbegriff / Rundfunkrecht: Darstellung der dogmatischen Definition von Rundfunk und der rechtlichen Entwicklung des dualen Systems.

9. Anmerkungen zur Rundfunkpolitik: Kritische Reflexion der dualen Rundfunkstruktur und der Problematik der Finanzierung und Regulierung.

10. Bedeutung und Gegenstand der Medienpolitik: Zusammenfassung der Zielsetzungen und Spannungsfelder innerhalb der Medienpolitik in Deutschland.

Schlüsselwörter

Rezeptionsforschung, Medienwirkung, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Medienpolitik, Pressefreiheit, duales System, konstruktive Mediennutzung, Medienökonomie, journalistische Verantwortung, digitale Medien, Kommunikationspolitik, Medienkonzentration, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse der Medienlehre und Kommunikationspolitik in Deutschland, wobei sowohl theoretische Paradigmen als auch praktische Strukturen beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Wirkungs- und Verstehensforschung, die ökonomischen Rahmenbedingungen von Medienunternehmen, rechtliche Aspekte der Rundfunkordnung sowie die politische Rolle der Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mediensystem, Politik, Wirtschaft und individuellem Rezeptionsverhalten im deutschen Kontext zu vermitteln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Literaturanalyse bestehender medienwissenschaftlicher Theorien, empirischer Studien (wie Mediennutzungsanalysen) und die Auswertung medienrechtlicher Grundsatzurteile des Bundesverfassungsgerichts.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Basis, eine ökonomische Analyse des Medienmarktes sowie eine vertiefende Betrachtung der medienpolitischen Strukturen, insbesondere des Rundfunkrechts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rezeptionsforschung, Medienwirkung, Rundfunkfreiheit, duales System und die Rolle der Medien als demokratische vierte Gewalt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk so umstritten?

Sie ist deshalb umstritten, weil die Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen über Gebühren und Werbung bei gleichzeitiger Regulierungsdichte für Private zu Zielkonflikten führt, die oft als „dualer Rundfunkunfall“ bezeichnet werden.

Welchen Einfluss haben Internet und neue Medien auf die traditionelle Medienpolitik?

Die Digitalisierung führt zu einer Konvergenz der Medien, wodurch klassische Abgrenzungen (wie zwischen Presse und Rundfunk) in der Praxis verschwimmen und die herkömmliche Regulierung vor neue Herausforderungen stellen.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienlehre, Kommunikationspolitik - Skript mit Rezensionen zur Basisliteratur (Diplom- / Magisterprüfung)
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Kommunikationswissenschaften)
Veranstaltung
Vorbereitung zur mündlichen Prüfung
Autor
Reinhard Röde (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
52
Katalognummer
V1042
ISBN (eBook)
9783638106429
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienlehre Kommunikationspolitik Skript Rezensionen Basisliteratur Magisterprüfung) Vorbereitung Prüfung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Reinhard Röde (Autor:in), 2001, Medienlehre, Kommunikationspolitik - Skript mit Rezensionen zur Basisliteratur (Diplom- / Magisterprüfung), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042
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Leseprobe aus  52  Seiten
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