Diese Hausarbeit setzt sich mit dem Thema des Justizvollzuges auseinander.
Die Spezialisierung bezieht sich auf den Konsum folgender Drogen: Heroin, Kokain, Opiate und Amphetaminen. In dieser Hausarbeit soll wissenschaftlich erarbeitet werden, wie die soziale Arbeit präventiv gegen den Drogenkonsum im Strafvollzug handelt. Um dem Leser den Einstieg zu erleichtern, werden Wörter erläutert, die sich in diesem Fall ausschließlich auf die soziale Arbeit beziehen sollen.
Die Drogenpolitik in Deutschland wird ausführlich beschrieben, da sich diese Arbeit einzig auf die Bundesrepublik Deutschland bezieht. Wie die soziale Arbeit im geschlossenen Vollzug arbeitet ist ebenfalls ein Punkt, der im Hauptteil beschrieben wird. Zudem stellt sich die Frage, was sich im Strafvollzug ändern sollte, um die Drogenmissbrauche zu verringern bzw. zu verhindern. Kann die soziale Arbeit so präventiv handeln, dass kein Insasse mehr abhängig ist?
Inhaltsverzeichnis
3.EINFÜHRUNG
4.DEFINITION
4.1. SOZIALE ARBEIT
4.2. SUCHT UND DROGENABHÄNGIGKEIT
4.3. JUSTIZVOLLZUGSANSTALT
5. DROGENPOLITIK
6. SOZIALE ARBEIT IM STRAFVOLLZUG
7.FALLBEISPIELE
7.1 WIE ENTSTEHT SUCHT?
7.2 DROGENENTZUG
7.3 MAßNAHMEN ZUR SCHADENSREDUZIERUNG
8.METHODE
8.1 THERAPIE STATT STRAFVOLLZUG
8.2 REHABILITATIONSMAßNAHMEN
8.3.SUBSTITUTIONSTHERAPIE
9. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich, inwieweit die Soziale Arbeit präventiv gegen den Drogenkonsum in Justizvollzugsanstalten agieren kann und mit welchen Herausforderungen sie dabei konfrontiert ist. Im Fokus steht dabei die Analyse der aktuellen Drogenpolitik, notwendiger Rehabilitationsmaßnahmen und der Rolle des Strafvollzugs bei der Resozialisierung.
- Drogenpolitik und Suchtprävention in Deutschland
- Aufgaben und Grenzen der Sozialen Arbeit im geschlossenen Vollzug
- Methoden der Schadensreduzierung und Substitutionstherapie
- Resozialisierungsprozesse und Herausforderungen nach der Haftentlassung
- Einflussfaktoren auf die Entstehung und den Entzug von Drogensucht
Auszug aus dem Buch
8.1 Therapie statt Strafvollzug
„(1) Ist jemand wegen einer Straftat zu einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren verurteilt worden und ergibt sich aus den Urteilsgründen oder steht sonst fest, dass er die Tat auf Grund einer Betäubungsmittelabhängigkeit begangen hat, so kann die Vollstreckungsbehörde mit Zustimmung des Gerichts des ersten Rechtszuges die Vollstreckung der Strafe, eines Strafrestes oder der Maßregel der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt für längstens zwei Jahre zurückstellen, wenn der Verurteilte sich wegen seiner Abhängigkeit in einer seiner Rehabilitation dienenden Behandlung befindet oder zusagt, sich einer solchen zu unterziehen, und deren Beginn gewährleistet ist. Als Behandlung gilt auch der Aufenthalt in einer staatlich anerkannten Einrichtung, die dazu dient, die Abhängigkeit zu beheben oder einer erneuten Abhängigkeit entgegenzuwirken.“
Durch das deutsche Strafrecht kann dem drogenabhängigen je nach Schuld und Suchtstadium eine Therapie als Alternative zum Gefängnis angeboten werden. Geht es bei der Anklage um Eigenkonsumdelikte ohne Drittschädigung mit geringen Mengen von Betäubungsmitteln, ist es möglich, dass sich das Gericht auch noch nach der Anklageerhebung für eine Therapie entscheidet.
Zusammenfassung der Kapitel
3.EINFÜHRUNG: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und definiert die Forschungsfrage bezüglich der präventiven Möglichkeiten der Sozialen Arbeit im Justizvollzug.
4.DEFINITION: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Soziale Arbeit, Sucht, Drogenabhängigkeit und die Struktur einer Justizvollzugsanstalt geklärt.
5. DROGENPOLITIK: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der deutschen Drogenpolitik und beschreibt die vier Säulen der modernen Suchtpolitik.
6. SOZIALE ARBEIT IM STRAFVOLLZUG: Es werden die Herausforderungen der Resozialisierung sowie die Unterstützungsfaktoren durch Sozialarbeiter innerhalb und außerhalb des Vollzugs thematisiert.
7.FALLBEISPIELE: Dieser Abschnitt erläutert die Entstehung von Sucht, den Prozess des Drogenentzugs und verschiedene Maßnahmen zur Schadensreduzierung.
8.METHODE: Die Methoden der Drogenhilfe, wie Selbsthilfegruppen und Drogenberatung, werden vorgestellt, ergänzt durch spezifische Ansätze wie Therapie statt Strafvollzug und Substitutionstherapie.
9. FAZIT: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage kritisch und reflektiert die strukturellen Defizite sowie den notwendigen Veränderungsbedarf in Politik und Justiz.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Strafvollzug, Drogenkonsum, Sucht, Drogenpolitik, Resozialisierung, Suchtprävention, Schadensreduzierung, Substitutionstherapie, Therapie statt Strafe, Justizvollzugsanstalt, Entzug, Haftentlassung, Betäubungsmittelgesetz, Drogenhilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit im Justizvollzug und deren Möglichkeiten, präventiv gegen Drogenkonsum bei Inhaftierten zu wirken.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die Drogenpolitik in Deutschland, die praktische Arbeit der Sozialhilfe im Gefängnis, Suchtursachen, Entzugsmethoden und Maßnahmen zur Resozialisierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit kann die soziale Arbeit präventiv gegen den Drogenkonsum in der Justizvollzugsanstalt handeln?“
Welche wissenschaftlichen Methoden werden beschrieben?
Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturrecherche und erläutert verschiedene Interventionsmethoden wie Therapie statt Strafvollzug, Substitutionstherapie und Beratungsangebote.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil analysiert theoretische Definitionen, die historische Drogenpolitik, die praktische Arbeit mit Straffälligen sowie konkrete Ansätze wie Schadensminderung und Substitutionsprogramme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Strafvollzug, Suchtprävention, Resozialisierung, Drogenpolitik und Substitutionstherapie.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Prävention?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Soziale Arbeit aktuell nur eingeschränkt präventiv handeln kann, da strukturelle Probleme wie Personalmangel, Bürokratie und mangelnde politische Unterstützung die Arbeit behindern.
Warum ist die Substitutionstherapie laut der Arbeit von Bedeutung?
Die Substitutionstherapie hilft, den gesundheitlichen Zustand zu stabilisieren, reduziert die HIV-Gefahr durch saubere Utensilien und mindert die Rückfallquote sowie die Kriminalität im Vollzug.
Welche Rolle spielt die Zeit im Gefängnis für die Resozialisierung?
Die Zeit ist oft belastend; der Zeitmangel der Sozialarbeiter führt dazu, dass Häftlinge sich allein gelassen fühlen, was ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis und damit die Resozialisierung erschwert.
Was schlägt die Autorin als Verbesserung für die Zeit nach der Haft vor?
Es sollten mehr Wohnungen für entlassene Häftlinge zur Verfügung stehen, um den Einstieg in ein drogenfreies Leben und die Teilnahme an Entzugsprogrammen zu erleichtern.
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- Celina Kronenberg (Autor), 2020, Die Justizvollzugsanstalt und der Strafvollzug. Sucht, Drogenabhängigkeit und soziale Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042008