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Die menschlichen Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Warum wir nie wirklich wissen können, was passiert.

Titel: Die menschlichen Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Warum wir nie wirklich wissen können, was passiert.

Essay , 2021 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Bähnke (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

David Hume stellt in seinem Buch „Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand“ (1869) die Gültigkeit der Verbindung zwischen der menschlichen Verknüpfung von Ursache und der Wirkung in Frage. Dabei kommt er zur Konklusion, dass zwischen der Ursache und Wirkung keine gesetzliche Verbindung besteht und es nicht möglich ist, eine deduktive Gültigkeit für diese zu finden.

Die Frage, mit der sich dieser Essay also im Folgenden beschäftigen wird, hängt mit den daraus entstehenden Folgen zusammen. Wenn nämlich dieser Schluss nicht gültig ist, so ist es nicht möglich in einer Folge von A auf B eine Verknüpfung zu erkennen und das Geschehen oder die Folge einer Handlung vorwegzunehmen und zu antizipieren. Können wir also wirklich nie wissen, was passiert?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Warum wir nie wirklich wissen können was passiert

2. Kausalitätskritik

3. Das Induktionsproblem

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Skeptik David Humes in Bezug auf die menschliche Erkenntnisfähigkeit, insbesondere hinsichtlich kausaler Verknüpfungen und der Gültigkeit induktiver Schlüsse, um die Frage zu klären, inwiefern gesichertes Wissen über zukünftige Ereignisse möglich ist.

  • Kritik an der deduktiven Begründbarkeit von Ursache-Wirkungs-Beziehungen
  • Die Rolle der Erfahrung und Gewohnheit in der menschlichen Erkenntnis
  • Analyse des Induktionsproblems und dessen Konsequenzen für die Wissenschaft
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen erkenntnistheoretischen Positionen nach Hume

Auszug aus dem Buch

Das Induktionsproblem

Nun belässt Hume es aber nicht bei seiner Eingrenzung, sondern weitet seine Kritik in den Bereich der Schlüsse aus. Dabei geht es um die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass man mit seiner eigenen Erfahrung auf die Zukunft schließt. Würde hier also aus Einzelerfahrungen einen Schluss auf allgemeine Gesetzmäßigkeit ziehen, womit mittels dieser Frage das Verfahren der Induktion von Bacon (1620) kritisiert und in Frage stellt.

Die Induktion selbst wird oft vom Menschen unbewusst verwendet und vorausgesetzt. Schon immer verknüpft dieser seine vorherigen Erfahrungen miteinander und schließt mithilfe von Beobachtetem auf Unbeobachtetes. Das Brot was ich jetzt esse wird genauso nahrhaft sein wie das Brot, welches ich gestern aß. Das nächste Feuer wird ebenso heiß sein, wie das vorherige, dass ich entzündet habe (vgl. Hume, S.22). Genannt wird diese Verknüpfung enumerative Induktion. Bei dieser wird die Eigenschaft eines Objektes oder einer Handlung von etwas Beobachtetem auf etwas Unbeobachtetes übertragen. Diese kann auch induktiv gültig sein, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Konklusion falsch ist, wenn die Prämisse wahr ist.

Die entscheidende Frage ist nun aber nicht, ob diese induktiv gültig sein kann, sondern ob diese sich auch rechtfertigen lässt. Besonders Hume vertritt dabei die ganz klare Meinung, wie er in seinem Buch beschreibt. Sein Hauptproblem formuliert er:

„Was frühere Erfahrung anlangt, so kann man einräumen, dass sie unmittelbare und gewisse Auskunft, genau über die Gegenstände und den Zeitpunkt, den sie umfasste, gibt; weshalb soll aber diese Erfahrung auf unsere Dinge ausgedehnt werden, die so viel, wie wir wissen, jenen nur in äußeren Erscheinungen gleichen?“ (Hume, S.27)

Zusammenfassung der Kapitel

Warum wir nie wirklich wissen können was passiert: Einleitung in die erkenntnistheoretischen Zweifel David Humes an der notwendigen Verbindung zwischen Ursache und Wirkung.

Kausalitätskritik: Untersuchung der Argumente Humes, warum kausale Verknüpfungen nicht a priori, sondern ausschließlich durch menschliche Erfahrung und Gewohnheit entstehen.

Das Induktionsproblem: Diskussion der Problematik, ob aus vergangenen Erfahrungen logisch zwingende Schlüsse auf die Zukunft gezogen werden können und welche wissenschaftstheoretischen Debatten daraus resultierten.

Schlüsselwörter

David Hume, Erkenntnistheorie, Kausalität, Induktionsproblem, Erfahrung, Gewohnheit, Skeptizismus, Ursache und Wirkung, Philosophie, Wissen, Empirismus, Rationalismus, Schlussfolgerung, Naturgesetze, Wissenschaftstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der erkenntnistheoretischen Skepsis von David Hume gegenüber der menschlichen Fähigkeit, kausale Zusammenhänge und induktive Schlussfolgerungen als absolut gesichertes Wissen zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Kausalitätskritik, das Induktionsproblem sowie die Analyse der Rolle von Erfahrung und Gewohnheit in der menschlichen Erkenntnisbildung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob der Mensch auf Basis seiner Erfahrungen tatsächlich wissen kann, was in der Zukunft geschehen wird, oder ob unsere Vorhersagen lediglich auf Gewohnheit basieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Essayarbeit, die eine literarische Analyse zentraler Werke von David Hume (A Treatise of Human Nature, Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand) vornimmt und diese mit späteren wissenschaftstheoretischen Positionen in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Humes Argumentation gegen die a priori Erkennbarkeit von Kausalität sowie die Problematik der induktiven Verallgemeinerung und schließt mit einem Überblick über die Rezeptionsgeschichte der Induktionsproblematik ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind David Hume, Kausalität, Induktionsproblem, Erkenntnistheorie, Empirismus, Skepsis und Erfahrung.

In welcher Beziehung steht die "Macht der Gewohnheit" zu Humes Argumentation?

Hume nutzt den Begriff der "Macht der Gewohnheit", um zu erklären, dass unser Glaube an die Konstanz von Naturgesetzen nicht auf einer logischen Deduktion beruht, sondern auf einer unbewussten psychologischen Erwartung, die durch wiederholte Wahrnehmungen geprägt ist.

Wie reagiert die moderne Wissenschaftstheorie laut der Arbeit auf das Induktionsproblem?

Die Arbeit führt aus, dass es hierzu keine einheitliche Lösung gibt; Denker wie Karl Popper halten die Induktion für wissenschaftlich unnötig, während andere Positionen pragmatische oder instinktive Rechtfertigungen für den induktiven Schluss anführen.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die menschlichen Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Warum wir nie wirklich wissen können, was passiert.
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Was sind Naturgesetze?
Note
1,0
Autor
Maximilian Bähnke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
8
Katalognummer
V1042921
ISBN (eBook)
9783346465597
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hume Induktionsproblem Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Bähnke (Autor:in), 2021, Die menschlichen Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Warum wir nie wirklich wissen können, was passiert., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042921
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Leseprobe aus  8  Seiten
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