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Der Odenwald wird besiedelt. Historische Untersuchungen zu fränkischer Landnahme, Kolonisation der Waldmarken, Waldhufendörfern und Villikation Beerfelden

Título: Der Odenwald wird besiedelt. Historische Untersuchungen zu fränkischer Landnahme, Kolonisation der Waldmarken, Waldhufendörfern und Villikation Beerfelden

Libro Especializado , 2021 , 133 Páginas

Autor:in: Gert Heinz Kumpf (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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Die historische Untersuchung legt die frühe Besiedlungsgeschichte des Odenwaldes von den Anfängen bis zum Hochmittelalter dar. Nach der fränkischen Landnahme entstehen Gaue und Grafschaften. Aber der Odenwald gehört, wie alle deutschen Mittelgebirge, nicht zum Altsiedelland. Erst im 8. Jahrhundert wird er in Waldmarken eingeteilt und dann planmäßig besiedelt. Die Kolonisation der Wälder erfolgt durch Mönche großer Benediktinerklöster. Sie gründen Villikationen im Gebirge und legen von dort aus Waldhufensiedlungen an. Exemplarisch werden drei Waldhufendörfer und eine Villikation untersucht.

Erste Besiedlungsspuren im Rhein-Main-Gebiet hinterlassen bandkeramische Bauern und Kelten. Die germanischen Kimbern ziehen am Odenwald vorbei; erst die Römer gehen in den Wald und bauen einen Grenzwall mitten im Gebirge. Alemannen stürmen den Limes, meiden sonst aber den Odenwald. Die Landnahme der Franken beginnt dann die Verhältnisse grundlegend zu ändern. Sie besiedeln den Raum um das Gebirge, legen Gaue und Grafschaften an.

Die Zunahme der Bevölkerung im Altsiedelland und die Gründung großer Benediktinerklöster schaffen die Voraussetzungen für eine Kolonisation des Mittelgebirges. Die Klöster Lorsch, Amorbach und Fulda werden unter königlichen Schutz gestellt, hervorragend mit Waldbesitz im Odenwald ausgestattet und können so das Kolonisationsprojekt in Angriff nehmen. Es entstehen Villikationen, von denen aus mindestens 132 neuartige Waldhufensiedlungen angelegt werden.

Exemplarisch werden Gemarkung und Struktur dreier Waldhufendörfer untersucht: die erste Gründung Zotzenbach im Vorderen Odenwald, Airlenbach im Buntsandstein-Odenwald und Boxbrunn im Amorbacher Raum.

Dann folgt die Analyse einer Villikation: Beerfelden. Ihre geographische Lage, ihr Siedlungsraum und ihre konstituierenden Bestandteile werden erarbeitet: Fronhof, Kirchengut, Feldflur, Allmende und Feudallasten. Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf die Besitz- und Sozialstruktur Beerfeldens im Jahr 1691.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Einführung

2 Erste Besiedlungsspuren im Rhein-Main-Gebiet

2.1 Bandkeramische Bauern der Jungsteinzeit

2.2 Von der Bronzezeit zu den Kelten

2.3 Wanderungen der Kimbern am Odenwald entlang

2.4 Die Römer besetzen das Dekumatland

2.5 Alemannische Siedlungen vor und nach dem Limesfall

3 Die Landnahme der Franken im Odenwaldraum

3.1 Fränkische Besiedlung ab 496 n. Chr.

3.2 Fränkische Gaue und Gaugrafen

3.3 Fränkische Königshöfe und Martinskirchen

3.4 Einrichtung der Waldmarken im Odenwald

3.5 Waldmark Heppenheim und Mark Michelstadt

4 Die Kolonisation des Odenwaldes

4.1 Siedlungsträger der Kolonisation und mittelalterliche Rodungsperioden

4.2 Benediktinischer Geist, Siedler und Wirtschaftskraft

4.3 Klosterorganisation, Villikation, Hufenbemessung für Waldhufendörfer

4.4 Kloster Lorsch im Vorderen und Mittleren Odenwald

4.5 Kloster Amorbach im Hinteren Odenwald

4.6 Kloster Fulda und andere Herren im nördlichen Odenwald

4.7 Siedlungsträger im Neckartal-Odenwald

5 Beispiele für Waldhufendörfer

5.1 Ältestes Waldhufendorf: Zotzenbach

5.2 Waldhufendorf im Buntsandstein: Airlenbach

5.3 Plansiedlung im Amorbacher Raum: Boxbrunn

6 Beispiel einer Villikation: Beerfelden

6.1 Geographische Lage und Namensdeutung

6.2 Siedlungsraum der Villikation

6.3 Hauptort der Villikation

6.3.1 Wo war der Fronhof Beerfeldens?

6.3.2 Martinskirche und Pastorei

6.3.3 Blockgewannflur und Huben

6.3.4 Allmende und Bannweide

6.3.5 Leibeigenschaft, Zehnter und Fronakkord

6.3.6 Ortsfestigkeit über die Jahrhunderte

6.4 Beerfelden in der frühen Neuzeit

6.4.1 Einwohnerentwicklung und Tuchmacherei

6.4.2 Besitz- und Sozialstruktur 1691

Zielsetzung & Themen

Diese historische Untersuchung beleuchtet die Besiedlungsgeschichte des Odenwaldes von den frühesten Anfängen bis zum Hochmittelalter. Sie analysiert die planmäßige Binnenkolonisation, die maßgeblich durch große Benediktinerklöster initiiert wurde, und prüft anhand lokaler Beispiele, wie sich Siedlungsformen wie Waldhufendörfer und Villikationen entwickelten und verfestigten.

  • Fränkische Landnahme und Entstehung der Waldmarken
  • Kolonisationsprojekte der Klöster Lorsch, Amorbach und Fulda
  • Strukturanalyse von Waldhufendörfern im Odenwald
  • Fallstudie der Villikation Beerfelden: Wirtschaft und Sozialstruktur
  • Geographische Forschungsmethoden in der historischen Siedlungsgeographie

Auszug aus dem Buch

3.2 Fränkische Gaue und Gaugrafen

Bei oder gleich nach der Landnahme teilten die Franken das neu gewonnene Land in Gaue ein.

Das Wort „Gau“ (lateinisch pagus) ist die Bezeichnung einer Landschaft und reicht mit den Belegen in die merowingische Zeit zurück. Da es in der Völkerwanderungszeit des 3. bis 5. Jahrhunderts für die Germanen keine festen Wohnplätze gab, sind aus dieser Zeit auch keine Gaue anzunehmen. Gau ist also kein germanischer Verwaltungsbegriff. „Hierbei dürfte es sich um eine Fehldeutung der historischen Forschung des 18. und 19. Jahrhunderts handeln.“

Die Herkunft (Etymologie) des Wortes zu klären ist schwierig. „Gau“ ist mittelhochdeutsch gou, göu, geu, althochdeutsch gewi, gouwi überliefert. Das mittelhochdeutsche Adjektiv göuwisch ‚bäuerisch‘ verweist ebenso wie die heute üblichen Landschaftsnamen Gau, z.B. Ochsenfurter Gau im Fränkischen oder umgelautet Gäu, z.B. Strohgäu im Schwäbischen auf die intensiv landwirtschaftlich genutzten Muschelkalkböden Südwestdeutschlands.

Aber der alte Gau-Name der Merowinger bezieht sich auf alle Landschaften und bedarf daher einer genaueren Herkunftsanalyse.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Einführung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Besiedlungsgeschichte des Odenwaldes von den Anfängen bis zur Binnenkolonisation.

2 Erste Besiedlungsspuren im Rhein-Main-Gebiet: Dieses Kapitel behandelt die frühen Spuren von Steinzeitbauern, Kelten, Kimbern und Römern im Odenwaldraum.

3 Die Landnahme der Franken im Odenwaldraum: Hier wird der Beginn der fränkischen Herrschaft, die Entstehung der Gaue und die Einrichtung der Waldmarken detailliert untersucht.

4 Die Kolonisation des Odenwaldes: Dieses Kapitel analysiert die planmäßige Erschließung durch Klöster sowie die Entwicklung unterschiedlicher Siedlungsformen und Wirtschaftsstrukturen.

5 Beispiele für Waldhufendörfer: Anhand von Zotzenbach, Airlenbach und Boxbrunn werden die typischen Merkmale und die Entwicklung von Waldhufendörfern veranschaulicht.

6 Beispiel einer Villikation: Beerfelden: Eine tiefgehende Analyse von Beerfelden, die von der Siedlungsgeschichte bis hin zur Sozialstruktur und Wirtschaftsform des Ortes reicht.

Schlüsselwörter

Odenwald, Fränkische Landnahme, Binnenkolonisation, Waldhufendorf, Villikation, Kloster Lorsch, Kloster Amorbach, Waldmark, Siedlungsgeographie, Beerfelden, Mittelalter, Grundherrschaft, Feudalismus, Agrargeographie, Ortsnamenforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Besiedlungsgeschichte des Odenwaldes von der fränkischen Landnahme bis zum Hochmittelalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Rolle der Klöster als Siedlungsträger, die Organisation der Waldmarken sowie die spezifischen Siedlungsformen wie Waldhufendörfer und Villikationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die planmäßige Binnenkolonisation und die daraus resultierende Struktur des Odenwaldes durch historische und geographische Analysen verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert historische Quellenanalyse (z. B. Lorscher Codex) mit siedlungsgeographischen Methoden wie Karteninterpretation und Ortsnamenforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Landnahme der Franken, die Rolle der Reichsklöster, die unterschiedlichen Siedlungsformen und bietet detaillierte Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Odenwald, Binnenkolonisation, Waldhufendorf, Villikation, Kloster Lorsch, Kloster Amorbach, Landnahme und Grundherrschaft.

Warum wird Beerfelden als Beispiel für eine Villikation herangezogen?

Beerfelden ist ein bedeutender Hauptort der Oberzent und zeigt exemplarisch die Struktur einer mittelalterlichen Villikation, inklusive Fronhof, Martinskirche und der späteren Entwicklung zur Tuchmacherstadt.

Welche Rolle spielten die Klöster Lorsch und Amorbach?

Diese Klöster waren die Hauptträger der Kolonisation, da sie königliche Waldmarken erhielten und systematisch Rodungen und Siedlungsgründungen veranlassten.

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Detalles

Título
Der Odenwald wird besiedelt. Historische Untersuchungen zu fränkischer Landnahme, Kolonisation der Waldmarken, Waldhufendörfern und Villikation Beerfelden
Autor
Gert Heinz Kumpf (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
133
No. de catálogo
V1043520
ISBN (Ebook)
9783346474889
ISBN (Libro)
9783346474896
Idioma
Alemán
Etiqueta
Odenwald Geschichte des Odenwalds Historische Untersuchungen im Odenwald Besiedlung des Odenwalds Kolonisation des Odenwalds Fränkische Landnahme Kolonisation der Waldmarken Waldhufendörfer Villikation Beerfelden Kloster Lorsch Kloster Amorbach Kloster Fulda Kloster Mosbach Waldhufendörfer im Odenwald Zotzenbach Airlenbach Boxbrunn Fronhof Beerfelden Martinskirche Beerfelden Frühmittelalterliche Binnenkolonisation
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Citar trabajo
Gert Heinz Kumpf (Autor), 2021, Der Odenwald wird besiedelt. Historische Untersuchungen zu fränkischer Landnahme, Kolonisation der Waldmarken, Waldhufendörfern und Villikation Beerfelden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043520
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