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Listanwendungen und Selbstverständnis des Odysseus

Titel: Listanwendungen und Selbstverständnis des Odysseus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Henri Otis (Autor:in)

Philosophie - Philosophie außerhalb der abendländischen Tradition
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie und warum Odysseus in den gegebenen Situationen zu einer bestimmten List greift und inwiefern er damit sein Selbstbild definiert. Zunächst beginnt diese Arbeit damit, den Begriff der List zu erläutern, um in einem weiteren Schritt das Konzept der List für das Selbstverständnis des Odysseus in den gegebenen Beispielen näher zu entfalten.

Die antiken griechischen Mythen stecken voller Listgeschichten. Immer wieder spielt die List eine Rolle dabei, das Gegenüber zu täuschen und die eigenen Ziele zu verwirklichen, wenn unterschiedliche Wesen mit unterschiedlichen Interessen aufeinanderprallen. Besonders ein Charakter sticht dabei durch seinen übermäßigen Gebrauch von Listen heraus - der „listenreiche Odysseus“, der als Held der Ilias und besonders der Odyssee in die Literaturgeschichte einging. Kein anderes Attribut wie das des Listenreichtums ist so sehr mit der Figur des Odysseus verbunden, der dadurch seit weit mehr als 2000 Jahren sein Publikum begeistert. Dabei hat sich die Forschung auch vermehrt mit der Psychologie des Odysseus beschäftigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die List

a) Die List im deutschen Sprachgebrauch

b) Listbegriffe in der Odyssee

c) Eingrenzung des Listverständnisses

3. Odysseus und Palamedes

a) Die List und Überlistung des Odysseus

aa) Interpretation

b) Die hinterlistige Rache an Palamedes

bb) Interpretation

4. Die Überlistung des Zyklopen Polyphem

a) Die Weinschenkung

aa) Interpretation

b) Odysseus als Niemand

bb) Interpretation

c) List und Hybris

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle der List im Selbstverständnis des Odysseus. Dabei wird analysiert, inwiefern die Anwendung von List nicht lediglich als funktionales Mittel zum Zweck dient, sondern als wesentlicher Bestandteil seiner Identitätsbildung und seines narzisstischen Strebens nach Ruhm fungiert.

  • Analyse des Begriffs der List in Sprache und Mythologie
  • Psychologische Dimension des Listenreichtums bei Odysseus
  • Exemplarische Untersuchung der Auseinandersetzung mit Palamedes
  • Analyse der Überlistung des Zyklopen Polyphem
  • Zusammenhang zwischen Listgebrauch, Hybris und Selbstbild

Auszug aus dem Buch

Die Überlistung des Zyklopen Polyphem

Eine der berühmtesten Listgeschichten, die in verschiedenen ähnlichen Versionen auch in zahlreichen anderen abendländischen Erzählungen vorkommt, ist die odysseische Überlistung und Blendung des einäugigen Riesen Polyphem, der ähnlich wie Palamedes ein wortwörtlich „Vielgerühmter“ ist. In dieser Geschichte manifestiert sich ein Aufeinanderprallen von sich diametral entgegengesetzten Opponenten; auf der einen Seite die durch Odysseus verkörperte zivilisierte Lebensform vs. den durch den Zyklopen Polyphem verkörperten archaischen, nicht gesellschaftlichen Naturzustand, der über die List des Odysseus zu triumphieren droht.

Nachdem Odysseus alle Gefährten verloren und Obhut bei dem Phäakenkönig Alkinoos gefunden hatte, erzählte er u. a. von dem Polyphem-Abenteuer. Mit einem Schiff, einem Ziegenschlauch voll Wein, den er als Tribut von dem Apollon-Priester Maron bei den Kikonen im Gegenzug dafür, bei der Plünderung der Kikonenstadt sein Haus und seine Familie verschont zu haben, erhalten hatte (in modernerer Sprache würde sich unweigerlich der Begriff der Schutzgelderpressung aufdrängen), und zwölf seiner besten Gefährten, machte sich Odysseus auf, die Zyklopeninsel zu erkundigen, wo die gesetzlosen, kulturlosen Zyklopen, die keinen Ackerbau betrieben, lebten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der List bei Odysseus und Darstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich seines Selbstbildes.

2. Die List: Untersuchung des Begriffs der List im Sprachgebrauch, in den homerischen Begriffen sowie eine fachliche Eingrenzung für die Hausarbeit.

3. Odysseus und Palamedes: Analyse der Konfrontation zwischen Odysseus und Palamedes unter Berücksichtigung von Gegenlisten und der darauffolgenden Rache.

4. Die Überlistung des Zyklopen Polyphem: Untersuchung der berühmten Polyphem-Episode hinsichtlich der Weinschenkung, der Identitätsmaske „Niemand“ und des abschließenden Hybris-Moments.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, in der die List als konstitutives Element für den Ruhm und das Selbstverständnis des Odysseus hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Odysseus, List, Palamedes, Polyphem, Selbstverständnis, Narzissmus, Identität, Täuschung, Hinterlist, Hybris, griechische Mythologie, Odyssee, psychologische Analyse, Gastfreundschaft, Philoxenia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der List in den griechischen Mythen, insbesondere am Beispiel des Odysseus, und wie diese sein Selbstbild formt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von List, der psychologische Aspekt des „listenreichen“ Charakters sowie die ethischen Implikationen seiner Handlungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll gezeigt werden, dass List für Odysseus nicht nur ein Werkzeug zur Zielerreichung ist, sondern einen eminenten Bestandteil seines Selbstverständnisses darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche und literaturpsychologische Analyse ausgewählter Mythen sowie die Interpretation relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zwei zentrale Fallbeispiele: die Konfrontation mit Palamedes und die Überlistung des Polyphem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind List, Odysseus, Selbstverständnis, Narzissmus, Hybris und Identität.

Wie bewertet die Arbeit die Rache an Palamedes?

Die Arbeit sieht darin eine Kombination aus Kränkung und Neid, die Odysseus zur Hinterlist treibt, um sein gekränktes Ego zu schützen.

Warum spielt das „Niemand“-Motiv bei Polyphem eine so große Rolle?

Es illustriert die Fähigkeit des Odysseus zur Selbstverleugnung und strategischen Täuschung, um in einer lebensbedrohlichen Situation die Oberhand zu gewinnen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Listanwendungen und Selbstverständnis des Odysseus
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Autor
Henri Otis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1043621
ISBN (eBook)
9783346466419
ISBN (Buch)
9783346466426
Sprache
Deutsch
Schlagworte
listanwendungen selbstverständnis odysseus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henri Otis (Autor:in), 2021, Listanwendungen und Selbstverständnis des Odysseus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043621
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Leseprobe aus  17  Seiten
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