Veränderung des solidarischen Handelns innerhalb der Gesellschaft Deutschlands durch die Corona-Pandemie 2020


Forschungsarbeit, 2020

30 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methode und Vorgehensweise
2.1. Forschungsdesign
2.2. Kritische Reflexion der Methoden

3. Veranderung der Solidaritat
3.1. Soziodemografische Merkmale der Teilnehmer*innen
3.2. Stimmung und gesellschaftlicher Zusammenhalt
3.3. Veranderung des solidarischen Handelns
3.4. Grenzen der Solidargemeinschaft

4. Diskussion
4.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2. Kritische inhaltliche Reflexion

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Einleitung

Weltweit sind bisher 8.838.500 Menschen an dem COVID-19-Virus erkrankt, wovon 465.909 Menschen verstorben sind (Stand 22.06.2020)1. Im Marz 2020 wurde der Aus- bruch durch die World Health Organization (kurz „WHO“)offiziell zu einer Pandemie er- klart, da das Virus im Laufe der Zeit nahezu alle Lander der Welt erreicht hat. In Deutschland betrug die Zahl der bestatigten Falle am 22.06.2020 insgesamt 190.359, wovon8.885 Menschen verstorben sind2. Das Risiko eines sehr schweren Verlaufs der Erkrankung, auch mit Todesfolge, ist bei Risikogruppen stark erhoht. Zu Risikogruppen gehoren unter anderem altere Menschen uber 50-60 Jahren oder Menschen mit Vorer- krankungen, zum BeispielErkrankungendes Herz-Kreislauf-Systems oder chronischen Lungenerkrankungen. Vor allem bei jungeren und gesunden Menschen ist haufig von einem milderen Krankheitsverlauf auszugehen.3 Es wird von zahlreichen Ausbruchen des Virus in Alters- und Pflegeheimen, Krankenhausern sowie Einrichtungen fur Ge- fluchtete berichtet4.

Da die Entwicklung eines Impfstoffes vermutlich noch einige Zeit in Anspruch nimmt, wird solidarisches Handeln haufig als Schlussel zur gesellschaftlichen Bewaltigung der Corona-Pandemie propagiert. So heiBt es in Zeitungsartikeln und Interviews: „Die Ant­wort auf Corona heiBt Solidaritat"5, „Solidaritat ist heute etwas, worauf wir alle angewie- sen sind"6 oder „Solidaritat ist jetzt existenziell wichtig"7. Die Rede ist hierbei unter anderem davon, sich an entsprechende MaBnahmen, beispielsweise Abstandsregelun- gen oder das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz, zu halten, um eine Ansteckung anderer zu verhindern und damit vor allem jene zu schutzen, welche zur Risikogruppe gehoren. Doch auch von Nachbarschaftshilfe in Form von der Ubernahme alltaglicher Aufgaben,wie zum Beispiel Einkaufen, Postgange oder Gassigehen,fur Nachbarn, die der Risikogruppe angehoren, Gabenzaune fur obdachlose Menschen oder dem Aufruf, auf Warnzeichen des Kindesmissbrauchs oder der hauslichen Gewalt gegenuber Frauen zu achten, wird haufig berichtet. Gleichzeitig komme es durch die Corona-Pan- demie zu vermehrtem Egoismus,beispielsweise in Form von Hamsterkaufen oder dem Missachten der MaBnahmen zur Verringerung der Ansteckung anderer Menschen.

Besondere Spannung entsteht vor allem durch die unterschiedliche Risikoverteilung in- nerhalb der Gesellschaft. Wahrend bei jungeren und gesunden Menschen ein eher mil­der Krankheitsverlauf zu erwarten ist, ist die Sterbewahrscheinlichkeit bei Menschen, die einer Risikogruppe angehoren, stark erhoht. So sind 86% der verstorbenen Menschen uber 70 Jahre alt, obwohl sie mit 18,2% lediglich einen kleinen Teil der infizierten Men- schen ausmachen8.

Solidaritat bedeutet, andere zu unterstutzen und dabei zumutbare eigene Nachteile in Kauf zu nehmen. Zwar kann es auch sein, dass man zusatzlich selbst vom eigenen so- lidarischen Handeln profitiert, allerdings steht der eigene Nutzen im Hintergrund.9 Re­levant ist hier die freiwillige Solidaritat, welche von der sozialstaatlich organisierten Solidaritat abzugrenzen ist, da diese unfreiwillig geschieht. Die freiwillige Solidaritat kann in zwei grundsatzliche Formen gegliedert werden. Zum einen Solidargemeinschaften auf Basis von Ahnlichkeiten und zum anderen jene ohne Ahnlichkeiten.

Bei ersterem konnen Ahnlichkeiten beispielsweise gleiche Interessen, gemeinsame Be- troffenheit oder die gleiche kulturelle Herkunft sein. Die Grundlage dieser Form sind „[...] soziale Bindungsemotionen wie Freundschaft, Liebe, Achtung, Fursorge, personales Verantwortungsgefuhl, soziale Wertschatzung und Zusammengehorigkeitsgefuhl [,..]“10. Solidargemeinschaften dieser Art konnen Familien, Freundschaften, Arbeitskollegien, aber auch Menschen mit gleicher Staatsburgerschaft sein. Innerhalb der Gemeinschaf- ten hat jeder Mensch Anspruch auf Solidaritat.11

Bei Solidargemeinschaften ohne Ahnlichkeit gibt es kein Kollektivgefuhl in diesem Sinne. Es geht hier auch um die Unterstutzung anderer Menschen, jedoch sind hier Empathie, Mitgefuhl oder emotionale Betroffenheit Grundlage solidarischen Handelns.12

Beiden Formen gemein ist das Prinzip der Reziprozitat, also das Vertrauen auf die Wechselseitigkeit. Handelt eine Person solidarisch, so hat sie in der Regel die Erwar- tung, dass sich Vor- und Nachteile auf lange Sicht fair und gerecht innerhalb der Soli- dargemeinschaft verteilen.13

In Bezug auf die freiwillige Solidaritat ist besonders interessant, dass das solidarische Handeln innerhalb Deutschlands unterschiedlich wahrgenommen und beispielsweise durch Medien auch unterschiedlich kommuniziert wird. Ob solidarisches Handeln seit Beginn der Corona-Pandemie zu- oder abgenommen hat, oder sich eventuell gar nicht verandert hat, soll in diesem Forschungsprojekt herausgefunden werden. Von Bedeutung ist hier auch, ob der Fokus in Krisenzeiten mehr auf den kleinsten, engsten Solidargemeinschaften wie der Familie oder dem Freundeskreis liegt und solidarisches Handeln auBerhalb dieser Gemeinschaft eher abnimmt, also die Grenzen des solidari- schen Kreises enger gezogen werden, oder ob die gesamtgesellschaftliche Solidaritat, evtl. auch die Nationen ubergreifend, zunimmt, da beinahe jedes Land von der Corona- Pandemie betroffen ist.Die Forschungsfrage lautet daher:

Verandert sich das solidarische Handeln innerhalb Deutschlands durch die Corona-Pandemie 2020?

Zwar wird durch Medien haufig uber die Zu- oder Abnahme solidarischen Handelns in- nerhalb der deutschen Gesellschaft berichtet und Experten zu dieser Thematik inter- viewt, allerdings gab es zu Beginn dieses Forschungsprojekts keinerlei empirische Erkenntnisse uber die Auswirkung des COVID-19-Virus auf den gesellschaftlichen Zu- sammenhalt, da es aufgrund der weltweit neuen Situation einige Zeit braucht, bis Studien durchgefuhrt und ausgewertet werden.

In diesem Forschungsbericht wird zunachst die Methode und Vorgehensweise des For- schungsprojekts beschrieben, indem auf das gewahlte Forschungsparadigma, die Me­thoden der Datenerhebung und Fallauswahl, sowie auf dieDokumentation und Analyse der Daten eingegangen wird, um anschlieBend die Methode kritisch zu reflektieren. In Kapitel 3 wird zunachst ein Uberblick uber sie soziodemografischen Merkmale der Stu- dienteilnehmer*innen gegeben und anschlieBend die Ergebnisse des Fragebogens vor- gestellt, welche in Kapitel 4 diskutiert werden.

2. Methode und Vorgehensweise

Im Folgenden wird zunachst das der Forschungsfrage entsprechende Forschungsdes- ign vorgestellt und anschlieBend die Methoden und Vorgehensweise kritisch reflektiert.

2.1. Forschungsdesign

Bei der Frage danach, welches Forschungsparadigma am besten fur das Forschungs- projekt geeignet ist, mussen die Vor- und Nachteile zur Beantwortung der Forschungs- frage abgewogen werden. Qualitative Forschung fokussiert die subjektiven Perspektiven der Studienteilnehmer*innen und bezieht wenige, gezielt ausgewahlte Falle ein14. Dies wurde sich insofern fur die Beantwortung der Forschungsfrage eignen, als subjektive Ansichten, Meinungen, Einstellungen etc. bezuglich der Veranderung solidarischen Handelns detailliert analysiert werden konnen. Qualitative Forschung eignet sich vor al- lem dafur, um in einem noch unerforschten Feld zu explorieren mit dem Ziel in der un- tersuchten Situation Neues zu entdecken15.

In der quantitativen Forschung gibt es hingegen eine relativ groBe Anzahl an Fallen, wodurch die Ergebnisse bei Berucksichtigung der Gutekriterien Validitat, Reliabilitat und Objektivitat eine Verallgemeinerung auf die Grundgesamtheit zulassen16. Da in diesem Forschungsprojekt eine deskriptive Beschreibung von Mustern innerhalb der Gesell­schaft vorgenommen werden sollen, bietet sich hier der Ruckgriff auf die quantitative Forschung an. Es soll ein Uberblick uber die Veranderung des solidarischen Handelns einer moglichst groBen Teilgruppe gegeben werden. Zwar ist durch den begrenzten Zeit- und Arbeitsumfang keineFallzahl moglich, welche eine Abbildung der gesamten Gesell­schaft erlaubt, jedoch lassen sich hierdurch Tendenzen innerhalb der Gesellschaft auf- zeigen.

Als Methode zur Datenerhebung bietet sich ein standardisierter Fragebogen an, daman hierbei eine GroBzahl an Daten erhalt, welche sich gut vergleichen lassen. Vorausset- zung fur die Vergleichbarkeit der Antworten der Studienteilnehmer*innen ist jedoch, dass der Fragebogen unter moglichst gleichen Bedingungen ausgefullt wird. Dazu ist es von groBer Bedeutung, dass die Fragen von den Studienteilnehmer*innen moglichst gleich verstanden werden, indemdie Fragen einfach und knapp gestellt werden und keine kom- plizierten Begriffe oder Fachsprache enthalten.17 Da das Verstandnis von Solidaritat in- dividuell ist und daher unterschiedlich ausfallen kann, wurde zu Beginn des Fragebogens eine leicht verstandliche Definition von Solidaritat gegeben und Beispiele fur solidari- sches Handeln aufgefuhrt, damit moglichst alle Studienteilnehmer*innen von der glei- chen Definition ausgehen.

Beachtet werden muss auBerdem das Prinzip der sozialen Erwunschtheit, welches „[...] eine Tendenzvon Befragungsteilnehmern, dem zu entsprechen, was der Interviewer o­der andere beteiligte Personen vermeintlich von einem erwarten“18 beschreibt. Vor allem bei Fragen nach dem solidarischen Handeln der Teilnehmer*innen wurden diese ver- mutlich dazu tendieren, ihr eigenes Verhalten als positiver angeben, als es eigentlich ist, um den geltenden sozialen Normen zu entsprechen. Daher bietet es sich an, nach der Einschatzung des solidarischen Verhaltens im Umfeld der Teilnehmer*innen zu fragen. Zwar ist jene Einschatzung trotzdem gepragt von den individuellen Emotionen und Meinungen, jedoch sind die Antworten als objektiver anzusehen, da die Antworten hier- bei nicht aufgrund der sozialen Erwunschtheit verzerrt werden.

Aufgrund der „Tendenz zur Mitte“, also der Tendenz, Antwortkategorien in der Mitter der Skala auszuwahlen, wurde keine Mittelkategorie angeboten, sodass sich die Studienteil- nehmer*innen zwischen Items in positiver und Items in negativer Richtung entscheiden mussen.19

Da es sich als schwierig erweisen wurde, moglichst vielen potenziellen Studienteilneh- mer*innen den Fragebogen per Post zukommen zu lassen ohne Zugriff auf das Melde- register o.a. zu haben, bietet sich ein Online-Fragebogen an.

Bei der komplexen Zufallsauswahl werden Studienteilnehmer*innen nach Eigenschaften ausgewahlt, sodass die Stichprobe in ihrer Zusammensetzung der Grundgesamtheit ent- spricht, was eine Verallgemeinerung zulassen wurde20. Jedoch sind zu wenige Kennt- nisse uber die Zusammensetzung und Eigenschaften der Grundgesamtheit vorhanden. Bei einer einfachen Zufallsstichprobe werden zufallig Teilnehmer*innen aus der Grund- gesamtheit ausgewahlt21. Da aufgrund des Online-Fragebogens jedoch Menschen aus- geschlossen sind, welche beispielsweise keinen Internet-Zugang besitzen erfolgt die Fallauswahl willkurlich. Das bedeutet, dass es keinen festgelegten Auswahlplan gibt.22 Bei der Auswertung ist dieszu beachten, dadie Stichprobe nicht die Zusammensetzung der Grundgesamtheitdarstellt, sodass die Antworten auch nicht auf die gesamte Gesell­schaft Deutschlands ubertragen werden konnen. Dies ist im Rahmen des Forschungs- projekts nicht moglich.

Weil die Befragten den Online-Fragebogen selbst und nicht unter unserer Anwesenheit ausfullen, kann nicht sichergestellt werden, dass die Antworten der Wahrheit entspre- chen.Mehrfachteilnahmen werden jedoch durch Sperrung der Browser-Session-ID und das Setzen von Cookies durch die Website erschwert.

Zur Datenanalyse wurden die Daten zunachst aufbereitet indem eine Datenmatrix in Excel erstellt wurde. Die Antworten auf Fragen mit offenen Textfeldern wurden kodiert indem sie zunachst in Kategorien zusammengefasst und anschlieBend mit Zahlenwerten versehen wurden.23 Auch diese Daten wurden in die Matrix eingetragen. Zum einenwur- den mittels statistischer Analyse Ergebnisse wie Mittelwerte, Haufigkeiten und auch die Standardabweichung bestimmt. Zum anderen wurden die Ergebnisse zusatzlich nach den Eigenschaften der Studienteilnehmer*innen, also Alter, Geschlecht, hochster Bildungsabschluss und Beruf, differenziert. Dies erlaubt das Entdecken von Auffalligkei- ten innerhalb jener Kategorien.

2.2. Kritische Reflexion der Methoden

Kritisch zu beurteilen ist in Hinblick auf die methodische Vorgehensweise vor allem die willkurliche Auswahl der Stichprobe in Verbindung mit der gewahlten Forschungsfrage, da die Struktur der Stichprobe nicht jener der Gesellschaft entspricht. Dies zeigt sich vor allem an den soziodemografischen Merkmalen der Teilnehmer*innen. So machen Man­ner in Deutschland 49% und Frauen 51% der Gesamtbevolkerung Deutschlands aus (Stand 31.03.2020).In unserem Fall haben allerdings nur 25% Manner die Umfrage aus- gefullt, aber 73% Frauen und je eine Person, welche divers ausgewahlt oder keine An- gabe gemacht hat. Hierdurch ist es nicht moglich, die Forschungsergebnisse auf die Gesellschaft zu ubertragen, es lassen sich lediglich Tendenzen erkennen. Die Gesell- schaftsstruktur in der Forschung abzubilden, ware in diesem Forschungsprojekt auf- grund der zeitlichen Begrenzung nicht moglich. Allerdings hatte man eine klar abgrenzbare Gesamtpopulation in den Blick nehmen konnen, beispielsweise die Schu- ler*innen einer Schule und dementsprechend die Forschungsfrage sowie den Fragebo- gen anpassen konnen. Durch die abgrenzbare Gesamtpopulation ware hier eine einfache Zufallsstichprobe moglich, welche eine Verallgemeinerung besser zulasst als die willkurliche Auswahl. Problematisch ist zudem, dass je nur eine Person divers aus- gewahlt oder keine Angabe gemacht hat. Die Antworten dieser beiden Personen wurden deshalb in der Auswertung und Analyse der Ergebnisse vernachlassigt, da sie wenig aussagekraftig sind.

Zudem ist im Laufe des Forschungsprozesses aufgefallen, dass die Antworten der Teil- nehmer*innen zu der Situation vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie verzerrt sein konnen, da sie auf der Erinnerung der Befragten beruhen und diese durch aktuelle Ge- fuhle, Einstellungen etc. gepragt werden. Nur Fragen zur aktuellen Situation zu stellen, ware jedoch keine Option, da hierdurch Veranderungen durch die Corona-Pandemie nicht sichtbar waren. Angeboten hatte es sich, auf bereits bestehende Forschungser- gebnisse zum solidarischen Handeln zuruckzugreifen und den Fragebogen entspre- chendder Forschungsfrage anzupassen, sodass die Ergebnisse einen Vergleich zu las­sen.

3. Veranderung der Solidaritat

In diesem Kapitel wird zunachst ein Uberblick uber die soziodemografischen Merkmale der Teilnehmer*innen gegeben. AnschlieBend werden die Ergebnisse vorgestellt, um die Forschungsfrage: „Verandert sich das solidarische Handeln innerhalb der Gesellschaft in Deutschland durch die Corona-Pandemie?" zu beantworten. Hierzu bietet sich die Aufteilung in folgende drei Leitfragen an:

1. Wie werden die aktuelle Stimmung und der gesellschaftliche Zusammenhalt wahrgenommen?
2. Hat sich das solidarische Handeln durch die Corona-Pandemie verandert?
3. Wo werden die Grenzen der Solidargemeinschaft gezogen?

3.1. Soziodemografische Merkmale der Teilnehmer*innen

Die Umfrage wurde insgesamt von 125 Personen bearbeitet. Im Folgenden wird die Struktur der Stichprobe anhand der vier demografischen Kategorien Alter, Geschlecht, hochster Bildungsabschluss und Berufstatigkeit.

Das MindestalterzurTeilnahme an der Umfrage ist 18 Jahre. Die Altersangaben wurden

in sechs Altersgruppen unterteilt, zusatz- lich gibt es noch die Kategorie „keine An- gabe“. 14 der Teilnehmer*innen sind im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, 16 im Alter zwischen 25 und 34 Jahren. Der Al- tersgruppe der 35- bis 44-Jahrigen wur­den 19 Befragte zugeordnet. 23 Befragte gaben ein Alter zwischen 45 und 54 Jah­ren an, 29 ein Alter zwischen 55 und 64 Jahre. 10 Befragte sind liber 65 Jahre alt. 4 Teilnehmer*innen haben keine Angabe zu ihrem Alter gemacht. Die jungste be­fragte Person ist 19 Jahre alt, die alteste 78 Jahre alt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Alter, n=125

Quelle: Eigene Umfrage - „Solidarisches Handeln und gesell- schaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie"

91 der Teilnehmer*innen und damit 73% der Befragten sind weiblich. 32 Manner haben an der Umfrage teilgenommen, was einen Anteil von 25% ausmacht. Eine Person hat angegeben, divers zu sein und eine Person hat keine Angabe zu ihrem Geschlecht gemacht, was je- weils einen Anteil von 0,8% darstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Geschlecht, n=125

Quelle: Eigene Umfrage - „Solidarisches Handeln und gesell- schaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie"

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Berufstatigkeit, n=125

Quelle: Eigene Umfrage - „Solidarisches Handeln und gesell- schaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie“

82 Personen und damit mit 66% der groBte Teil der 125 Teilnehmer*innen sind erwerbstatig, wozu auch Auszubil- dende sowie Personen in Eltern- Oder Al- tersteilzeitzahlen. 18 Befragte und damit 14% sind Studierende und 19 Teilneh- mer*innen (15%) gaben an, in Ruhe- stand zu sein. 3 Personen sind arbeitssuchend und wiederum 3 Perso­nen haben keine Angabe zu ihrer Berufs­tatigkeit gemacht. Keiner der Befragten gilt als Schuler*in.

Bei der Frage nach dem bisher hochsten Bildungsabschluss, haben 8 Teilneh- mer*innen angegeben, einen Haupt­schulabschluss zu haben. 27 Teilnehmer*innen haben einen Real­schulabschluss und 45 Befragte die all- gemeine Hochschulreife,

fachgebundene Hochschulreife Oder Fachhochschulreife. Einen Hochschul­abschluss, zu dem Bachelor, Master, Magister, Diplom, Staatsexamen und auch die Promotion zahlen, wurde von 44 Befragten ausgewahlt. Eine Person hat keine Angabe gemacht und die Option „(noch) kein abschluss" wurde von keinem der Befragten ausgewählt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Hochster Bildungsabschluss, n=125

Quelle: Eigene Umfrage - „Solidarisches Handeln und gesell- schaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie*

3.2. Stimmung und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Einschatzung der allgemeinen Stimmung, n=125

Quelle: Eigene Umfrage - „Solidarisches Handeln und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Corona-Pandemie“

Die momentane Stimmung innerhalb Deutschlands wurde von den Studienteilneh- mer*innen mit einem Mittelwert von 44 auf einer Skala von 0 bis 100 als eher mittelmaBig beschrieben. Wie in Abbildung 5 zu sehen ist, stellt der Wert 50 mit 23,2% der abgege- benen Antworten den hochsten Wert dar. Zu beiden Randern hin nehmen die Zahlen recht gleichmaBig ab. Die Werte uber 50 wurden insgesamt jedoch weniger ausgewahlt. So hat keiner der Teilnehmer*innen den positivsten Wert 100 angeben und nur eine Person den Wert 90. Abweichend von der sonst eher gleichmaBigen Verteilung ist mit 16% der Antworten der Wert 30.

Betrachtet man die Antworten der verschiedenen Geschlechter, so fallt zunachst auf, dass die weiblichen Teilnehmer*innen die Stimmung mit einem Mittelwert von 48 deutlich positiver wahrnehmen als die befragten Manner, bei denen der Mittelwert 34 betragt. Auffallig ist zudem auch, dass keine der Frauen einen Wert von 0 angaben, wahrend 15,6% der Manner die Stimmung mit einem Wert von 0 als sehr schlecht beschreiben. Den positivsten Wert aller Antworten von 90 haben 11% der Frauen an, allerdings keiner der Manner.

Zu erwahnen ist zudem, dass die Befragten zwischen 55 und 64 Jahren die Stimmung mit einem Durchschnittswert von 50 am positivsten einschatzen. Mit einem Wert von 33 nehmen jene Befragten die Stimmung am negativsten wahr, die keine Angabe zu ihrem Alter gemacht haben. Darauf folgt die Altersgruppe der 35- bis 44-Jahrigen mit einem Wert von 36. Die anderen Altersgruppen liegen nah am Mittelwert bezogen auf alle Be­fragten.

Die Antwortwerte der verschiedenen Kategorien differenziert nach dem Beruf liegen nah beieinander. AusreiBer ist hier nur der Mittelwert der Befragten, welche arbeitssuchend sind. Dieser liegt mit 33 stark unter dem gesamten Mittelwert von 44.

[...]


1 World Health Organization 2020.

2 Robert Koch Institut 22.06.2020, S.1.

3 Robert Koch Institut 21.08.2020.

4 Robert Koch Institut 22.06.2020, S.1.

5 Nink 2020.

6 Deutschlandfunk Kultur 16.03.2020.

7 Tagesschau 2020.

8 Robert Koch Institut 22.06.2020, S.5ff.

9 Deutscher Ethikrat 2020, S.5.

10 Billmann/Held 2013, S.24.

11 Ebd., S.24.

12 Ebd., S.25.

13 Deutscher Ethikrat 2020, S.5.

14 Flick 2019, S.25.

15 Flick 2019, S.25.

16 Ebd., S.22f.

17 Ebd., S.105ff.

18 Bogner/Landrock 2015, S.2.

19 Bogner/Landrock 2015, S.3.

20 Flick 2019, S.89.

21 Ebd., S.87f.

22 Ebd., S.91f.

23 Ebd., S.155f.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Veränderung des solidarischen Handelns innerhalb der Gesellschaft Deutschlands durch die Corona-Pandemie 2020
Hochschule
Hochschule Darmstadt
Note
1,0
Jahr
2020
Seiten
30
Katalognummer
V1044771
ISBN (eBook)
9783346468567
ISBN (Buch)
9783346468574
Sprache
Deutsch
Schlagworte
veränderung, handelns, gesellschaft, deutschlands, corona-pandemie
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Veränderung des solidarischen Handelns innerhalb der Gesellschaft Deutschlands durch die Corona-Pandemie 2020, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1044771

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