Diese ausführliche Unterrichtskonzeption zum Thema Überleitungspflege/Case Management im "LF 4 Methoden zur Gestaltung des Pflegeprozesses anwenden" ermöglicht eine schnelle Übernahme der Inhalte für den eigenen Unterricht und bietet ein sehr gutes Beispiel für alle, die eine eigene Unterrichtskonzeption verfassen sollen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bedingungsanalyse
2.1 Persönlichen Gedanken zum Unterricht
2.2 Analyse der Lernvoraussetzungen
2.3 Analyse der Rahmenbedingungen
3 Erarbeitung der Unterrichtsinhalte
3.1 Stoffsammlung/Sachanalyse
Geschichte des Case Management
Das Konzept Case Management
Begriffsdefinition Case Management
Empirische Erkenntnisse zum Thema Case Management
Ableitungen für die inhaltliche Unterrichtsgestaltung
Empfehlungen aus der Altenpflege-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (AltPflAPrV) und dem sächsische Erprobungslehrplan
3.2 Didaktische Analyse und Reduktion
Didaktische Analyse
Didaktische Reduzierung
4 Kompetenzen und Lernziele
5 Auswahl und Begründung der Methode, Medien und Sozialform
6 Verlaufsplanung der Unterrichtseinheit
7 Reflexion der Planung und weiterführende Gedanken
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine didaktisch fundierte Unterrichtskonzeption zum Thema Überleitungspflege und Case Management zu entwickeln, um Auszubildende in der Altenpflege zu befähigen, Versorgungsübergänge professionell zu gestalten und bei der Bewältigung komplexer Pflegeprozesse beratend zur Seite zu stehen.
- Grundlagen und historische Entwicklung des Case Management
- Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen der Überleitungspflege
- Didaktische Analyse und Reduktion von Inhalten für die Pflegeausbildung
- Einsatz von fallbasierten Lernmethoden zur Förderung der Handlungskompetenz
- Methoden der Reflexion und Erfolgskontrolle im Unterricht
Auszug aus dem Buch
Geschichte des Case Management
Der Ursprung des Case Managements (CM) liegt in den Bemühungen des amerikanischen Landes, eine kontinuierliche und zielgerichtete sozialstaatliche Versorgung von behinderten und pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen. Es sollte eine qualitative und effiziente Versorgung über Einrichtungsgrenzen hinweg ermöglicht werden. Dieser Ansatz breitet sich ab den 80er-Jahren in weiteren Ländern wie den Großbritannien, Österreich und Schweiz aus. Mit zunehmenden Anstieg der chronisch erkrankten, multimorbiden Personen erweckte sich auch in Deutschland eine stärkere Interesse an diesem Konzept (Tiemann & Mohokum, 2020).
Die stetig wachsende Lebenserwartung und dem daraus präsenter werdenden demografischen Wandel erfordert verbundenen mit dem Anstieg an chronischen, morbiden Erkrankungen präventive Maßnahmen zur Entlastung des deutschen Sozialsystems. Bereits jetzt sind 50 Prozent der Bevölkerung über 45 Jahre alt, 20 Prozent älter als 66 Jahre (Statistisches Bundesamt, 2020). Ende der 1990er Jahre erfolgte, resultierend aus dieser Entwicklung, die Implementierung des Case-Management-Konzeptes in den deutschsprachigen Raum. Teile des Case-Management-Ansatzes wurde in einzelnen Passagen im Sozialgesetzbuches verankert (Monzer, 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Überleitungspflege und Case Management in den Kontext des Lernfelds 4 der Pflegeausbildung und skizziert das methodische Vorgehen der Unterrichtskonzeption.
2 Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel analysiert die subjektiven Voraussetzungen der Lehrkraft sowie die Lernvoraussetzungen der Klasse und die institutionellen Rahmenbedingungen an der Schule.
3 Erarbeitung der Unterrichtsinhalte: Hier wird der fachliche Inhalt aufbereitet, eine Sachanalyse durchgeführt und eine didaktische Reduktion nach pflegedidaktischen Modellen vorgenommen.
4 Kompetenzen und Lernziele: Dieses Kapitel definiert die angestrebten Kompetenzen und Lernziele der Unterrichtseinheit basierend auf dem sächsischen Rahmenlehrplan.
5 Auswahl und Begründung der Methode, Medien und Sozialform: Hier erfolgt die Begründung der gewählten Unterrichtsmethoden wie Fallarbeit, Lehrervortrag und Reflexionstools unter Berücksichtigung der Adressaten.
6 Verlaufsplanung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel enthält die konkrete zeitliche und inhaltliche Strukturierung der Unterrichtsstunden in Form einer übersichtlichen Verlaufsplanung.
7 Reflexion der Planung und weiterführende Gedanken: Abschließend reflektiert die Autorin die geplante Unterrichtseinheit kritisch und diskutiert Möglichkeiten der Optimierung.
Schlüsselwörter
Case Management, Überleitungspflege, Altenpflegeausbildung, Didaktische Reduktion, Pflegedidaktik, Pflegeprozess, Entlassungsmanagement, Lernfeld 4, Handlungskompetenz, Fallbeispiel, Berufspädagogik, Versorgungsmanagement, Reflexionsmethoden, Gesundheitswesen, Soziale Sicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt eine Unterrichtskonzeption für das Thema Überleitungspflege und Case Management im Rahmen der Ausbildung zur Pflegefachkraft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die fachliche Fundierung des Case Managements, die didaktische Reduktion für den Unterricht, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung von Handlungskompetenz bei Auszubildenden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Konzeption?
Das Ziel ist es, Auszubildende durch eine praxisnahe Unterrichtsgestaltung zu befähigen, Patienten bei Übergängen in der Versorgung professionell zu unterstützen und zu beraten.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Didaktik verwendet?
Die Arbeit nutzt die pflegedidaktische Heuristik nach Darmann-Finck sowie das didaktische Analysemodell nach Klafki, um Inhalte für die Lernenden zielgerichtet aufzubereiten.
Was wird im Hauptteil der Konzeption behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Bedingungs- und Sachanalyse, die Definition von Lernzielen, die methodische Begründung sowie eine detaillierte Verlaufsplanung für zwei Unterrichtseinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Case Management, Überleitungspflege, Pflegedidaktik, Handlungskompetenz und fallorientiertes Lernen.
Warum wird das Fallbeispiel "Ruth und Günther" verwendet?
Das Fallbeispiel dient als authentischer Ankerpunkt, um die Komplexität der Überleitungspflege praxisnah darzustellen und die Lernenden zur Reflexion anzuregen.
Welche Rolle spielt die Reflexion am Ende des Unterrichts?
Die Reflexion durch Methoden wie die "Koffermethode" dient dazu, das Mitbestimmungsrecht der Lernenden zu stärken und der Lehrkraft wertvolle Rückmeldungen für die weitere Unterrichtsplanung zu geben.
- Arbeit zitieren
- Elisabeth Statnik (Autor:in), 2021, Unterrichtskonzeption Überleitungspflege/Case Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1044972