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Preisbildung im Oligopol

Title: Preisbildung im Oligopol

Term Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas Wück (Author)

Economics - Micro-economics
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Summary Excerpt Details

Zum Auftakt der Luftfahrtschau in Paris lieferten sich die großen Konkurrenten Boeing und Airbus einen heftigen Schlagabtausch. Es ging dabei um Milliardenaufträge, die sich beide Anbieter auf der größten Fachmesse der Welt sichern wollten. Ein Grund für den harten Wettbewerb sind wohl die Auswirkungen der Anschlägen des 11.September, die sich in dieser Branche immer noch negativ in den Geschäftszahlen bemerkbar machen. Es wurden sogar Vorwürfe gegen Airbus seitens Boing erhoben, mit unfairen Mitteln um die Vormachtstellung auf dem Weltmarkt zu kämpfen. Airbus Chef Noël Forgeard wies diese jedoch empört zurück.1
Es weht ein rauer Wind zwischen den beiden Flugzeugbauern. Die Financial Times Deutschland schreibt sogar von einem drohenden Preiskrieg. Sollte die Krise und somit die tiefen Einschnitte der Airlines weiter andauern, wird das Risiko eines ruinösen Preiskampfes seitens der Flugzeughersteller immer größer. Boing Chef Mulally hat bereits Airbus unmissverständlich dazu aufgefordert, die Kapazitäten der aktuellen Marktlage anzupassen.2
Was sich hier abzeichnet, ist ein harter Wettbewerbskampf zweier Duopolisten. Diese Sonderform des Oligopols war im Dezember 1996 nach der Fusion von Boeing und McDonnell Douglas entstanden, nachdem nur noch Airbus als einziger ernstzunehmender Konkurrent auf diesem Markt zurück geblieben war.3
[...]
1 http://www.3sat.de/nano/astuecke/20352/index.html (download 29.11.2002 23:00)
2 http://www.ftd.de/ub/in/1025599503177.html (download 30.11.2002 10:00)
3: http://www.diw.de/deutsch/publikationen/wochenberichte/jahrgang97/ (Bericht Nummer 37) (download 30.11.2002 10:30)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Marktformen und Produktpreisbildung

1.1 Produktpreisbildung

1.2 Die Marktformen und das Marktverhalten

1.2.1 Beschaffenheit des Marktes

1.2.2 Verhaltensweisen der Marktteilnehmer

2. Das Oligopol

2.1 Entstehung und Marktsituation

2.1.1 Entstehung und Vorkommen

2.1.2 Marktsituation

2.2 Gewinnmaximierung im Oligopol – Der Reaktionskoeffizient

2.3 Verhaltensweisen im Oligopol

2.3.1 Kooperatives Verhalten

2.3.2 Behinderungs- und Verdrängungsstrategien

3. Möglichkeiten der Preisbildung im Oligopol

3.1 Preisbildung durch Mengenwettbewerb im Cournot Modell

3.1.1 Modellannahmen

3.1.2 Bildung des Gleichgewichtpreis im Cournot Modell

3.1.2.1 Cournotsche Zweidrittel-Lösung (Dyopol)

3.1.2.1 Lösung für i=1,2 ... n Anbieter

3.1.3 Beispiel einer Preisbildung durch Mengenwettbewerb

3.2 Preisbildung durch Preiswettbewerb im Bertrand Modell

3.2.1 Modellannahmen

3.2.2 Bildung des Gleichgewichtpreis im Bertrand Modell

3.2.1 Beispiel einer Preisbildung durch Preiswettbewerb

3.3 Vergleich und Wohlfahrtstheoretisch Betrachtung

3.3.1 Vergleich der beiden Modelle

3.3.2 Wohlfahrtstheoretische Betrachtung

3.3.3 Modell von Keps und Scheinkman

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen der Preisbildung in oligopolistischen Märkten unter Berücksichtigung der strategischen Interdependenz der Anbieter. Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für Marktverhalten zu schärfen und die Funktionsweise von Preis- und Mengenstrategien anhand klassischer ökonomischer Modelle zu analysieren.

  • Grundlagen der Marktformen und des Marktverhaltens
  • Gewinnmaximierungsstrategien unter Berücksichtigung von Reaktionskoeffizienten
  • Detaillierte Analyse des Cournot-Modells (Mengenwettbewerb)
  • Detaillierte Analyse des Bertrand-Modells (Preiswettbewerb)
  • Vergleichende wohlfahrtstheoretische Bewertung und moderne Kombinationsmodelle

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1 Cournotsche Zweidrittel-Lösung (Dyopol)

Um einen Gleichgewichtspreis zu finden, muss zuerst bekannt sein welche gewinnmaximale Menge ein Dyopolist anbietet bei gegeben unterschiedlichen Angebotsmengen seines Konkurrenten. Wäre Anbieter A alleine auf dem Markt, so würde seine Gewinnmaximale Menge bei kostenloser Produktion bei der Hälfte der Sättigungsmenge (1/2a) liegen. Durch die Annahme der kostenlosen Produktion stimmen Erlös- und Gewinnmaximum überein. Der Grenzerlös ist folglich null. wobei die Grenzerlöskurve die Abszisse bei der halben Sättigungsmenge schneidet. Da aber noch ein zweiter Anbieter auf dem Markt agiert, muss dessen Angebotsmenge von der gesamten Sättigungsmenge abgezogen werden, um die gewinnmaximale Menge zu erhalten. Somit ergeben sich folgende Reaktionsfunktionen für den Anbieter A bzw. B:

X_A = 1/2(a - X_B) (1)

X_B = 1/2(a - X_A) (2)

Mit Hilfe der Gleichung (1) bzw. (2) lassen sich die gewinnmaximalen Mengen des A bzw. B bei alternativ gegebenen Mengen von B bzw. A bestimmten. Diese Reaktionsfunktion stellt demnach die Gewinnmaximierungsbedingungen 1. Ordnung dar. Somit lässt sich eine Gleichgewichtslösung durch Einsetzen der Gleichung (1) in (2) bzw. von (2) in (1) ermitteln:

X_A = 1/2{a - 1/2(a - X_A)} (3)

X_A = 1/2a - 1/4a + 1/4X_A

3/4X_A = 1/4a

X_A = 1/3a bzw. für B: X_B = 1/3a (4)

In dieser sogenannten Cournotschen Zweidrittel-Lösung bietet jeder der beiden Anbieter ein Drittel (4) der Sättigungsmenge auf dem Markt an.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Wettbewerbssituation zwischen Boeing und Airbus und führt in die Fragestellung der Preisbildung in oligopolistischen Märkten ein.

1. Marktformen und Produktpreisbildung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Grundlagen der Produktpreisbildung sowie die Einordnung verschiedener Marktformen nach Stackelberg.

2. Das Oligopol: Das Kapitel behandelt die Entstehung und spezifische Marktsituation des Oligopols sowie die verschiedenen Verhaltensweisen, wie Kooperation oder Verdrängungsstrategien.

3. Möglichkeiten der Preisbildung im Oligopol: Hier werden die theoretischen Modelle zur Preisbildung detailliert dargestellt und analysiert.

Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendung der Modelle in der Praxis am Beispiel der Flugzeugbauindustrie.

Schlüsselwörter

Oligopol, Preisbildung, Mengenwettbewerb, Preiswettbewerb, Cournot-Modell, Bertrand-Modell, Gewinnmaximierung, Marktform, Dyopol, Reaktionskoeffizient, Marktstrategie, Wettbewerb, Nash-Gleichgewicht, Produktdifferenzierung, Wohlfahrtstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Prozesse der Preisbildung in einem Oligopol, insbesondere unter der Bedingung strategischer Interdependenzen zwischen den Anbietern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Preisbildung durch Mengenwettbewerb, den Preiswettbewerb sowie den Vergleich dieser Strategien hinsichtlich ihrer ökonomischen Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Anwendung ökonomischer Modelle (Cournot und Bertrand) zu verstehen, wie Preise in einem Markt mit wenigen großen Anbietern zustande kommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretisch-analytische Methode angewandt, die auf mikroökonomischen Modellen und deren mathematischer Herleitung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Mengenwettbewerb nach Cournot und dem Preiswettbewerb nach Bertrand, inklusive deren Annahmen, Gleichgewichtsberechnungen und Schwachstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Oligopol, Cournot-Modell, Bertrand-Modell, Preisbildung, Gewinnmaximierung und strategisches Marktverhalten charakterisiert.

Wie verhält sich das Cournot-Modell im Vergleich zum Bertrand-Modell?

Während beim Cournot-Modell die Menge der Aktionsparameter ist, setzt das Bertrand-Modell auf den Preis, was bei homogenen Gütern zu einem intensiveren Preiskampf bis auf Grenzkostenniveau führt.

Was ist die Kernbotschaft des Modells von Keps und Scheinkman?

Dieses Modell vereint Preis- und Mengenwettbewerb, indem es in einer ersten Stufe Kapazitätsentscheidungen und in einer zweiten Stufe einen Preiswettbewerb vorsieht, um die Realität besser abzubilden.

Welche Rolle spielt die Produktdifferenzierung im Flugzeugbau-Beispiel?

Die Produktdifferenzierung entzieht den Unternehmen den direkten ruinösen Preiswettbewerb, da sie durch die Besetzung verschiedener Marktsegmente (z.B. Kapazität vs. Geschwindigkeit) quasi-monopolistische Positionen einnehmen können.

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Details

Title
Preisbildung im Oligopol
College
University of Cooperative Education Berlin  (FB Industrie)
Grade
1,7
Author
Andreas Wück (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V10531
ISBN (eBook)
9783638169264
ISBN (Book)
9783640667789
Language
German
Tags
Preisbildung Oligopol Mengenwettbewerb Preiswettbewerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Wück (Author), 2002, Preisbildung im Oligopol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10531
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