Griechenland, Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr.


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
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GRIECHENLAND

Mitte des 5.Jahrhunderts vor Christus

¾ POLIS ( Stadt )

- Es gab in Griechenland zwischen 250 und 750 Poleis zu dieser Zeit, die jedoch nicht mit unseren heutigen Städten vergleichbar sind

- Jede Polis besaß eine andere Verfassung die sich unterschiedlich im Laufe der Zeit entwickelt hatte

- Jede Polis war in der Lage, sich materiell selber zu versorgen und sich im Kriegsfall zu verteidigen

- Poleis schlossen sich häufig im Krieg zusammen ( während der Perserkriege zu einem Gesamt-Griechischen-Bund, während des Peloponnesischen-Krieges zu zwei griech. Bündnissen )

¾ SOZIALSTRUKTUR ( am Beispiel von Athen )

- Fläche: ca. 2600km2; Einwohner: ca. 250.000

- Gliederung der Einwohner:

- Politen: Zwischen 30.000 und 50.000 Männer, die im Kriegsfall als Soldaten eingesetzt wurden; für sie galt das Bürgerrecht

- Familienangehörige der Politen: 70.000 - 90.000 Frauen und Kinder Politen und deren Angehörige bildeten die Bürgerschicht Athens

- Metöken: ca.30.000 Personen, die in Athen lebten jedoch keine Rechte besaßen, aber trotzdem frei waren

- Sklaven: Zwischen 80.000 und 120.000, ohne Rechte, nur ihrem Herrn unterworfen

- Nur Männer zählten im Staat, Frauen wurden immer benachteiligt und durften auch nicht in die Politik eingreifen

- Aufgabe der Frau war die Pflege des Hauses und die Erziehung der Kinder

- Jeder Bürger hatte das Recht, sowohl bei politischen als auch bei kulturellen Anlässen seine Meinung ( mit Einschränkungen ) frei zu äußern

¾ STAATSFORM (am Beispiel von Athen )

- Vorreiter der Demokratie waren Solon, Kleisthenes und Ephialtes, die durch verschiedene Reformen Athen auf den Weg der Demokratie brachten

- Vollendung der athenischen Demokratie durch Perikles:

- Rat der 500: wurden ausgelost, legten der Volksversammlung die Tagesordnung vor

-Volksversammlung: - benötigten mind. 6000 Bürger um beschlussfähig zu sein

- befasste sich hauptsächlich mit vier Punkten:

Götterverehrung, Beamtenkontrolle, Versorgungslage, außerordentliche Verbrechen

- Volksgericht: - es gab10 Gerichtshöfe

- erhielten Tagegeld

- freiwillige Bürger entschieden über Schuldfragen und konnten

- Einspruch gegen Entscheidungen der Volksversammlung einlegen

- Scherbengericht: - Bürger entschieden darüber, welcher Bürger Athen für 10 Jahre verlassen muss.

- Beamten: - es gab ungefähr 700 Beamte, die Tagesgelder erhielten

- wurden für ein Jahr ausgelost, danach mussten sie Rechenschaft für ihre Arbeit ablegen.

- wichtige Ämter wie Wasserversorgung wurden durch Wahl ermittelt

- Strategen ( einflussreiche Persönlichkeiten ) durften wiedergewählt werden, übernahmen häufig die Führung im Staat

- Von der Demokratie waren Frauen, Kinder, Metöken und Sklaven ausgeschlossen

- Gute Redner wie Perikles konnten eine Art Führerrolle übernehmen wodurch die Demokratie öfters in eine Art Oligarchie umgewandelt wurde

- Durch Losverfahren bestand das Risiko, dass öfters auch inkompetente Bürger wichtige Positionen einnahmen

- Staatsform führte zu einer Art Überlegenheitsgefühl der Athener was sie dann durch Kriege versuchten zu demonstrieren

¾ SKLAVEN

- Es gab Mitte des 5.Jahrhunderts zwischen 80.000 und 120.000 Sklaven in Athen

- Wurden als Kapitalanlagen und Mietobjekte angesehen

- Unterlag der absoluten Gewalt des Herrschers, konnte jedoch Schutz im Tempel suchen ( aber nur bei grausamster Behandlung )

- Sklaven waren zu dieser Zeit hauptsächlich Kriegsgefangene und deren Kinder

- Sie wurden häufig bei der Minenarbeit oder als Haussklaven eingesetzt, manchmal auch als Staats- oder Tempelsklave

- Weibliche Sklaven wurden häufig als Prostituierte verwendet und zur Unterhaltung vermietet

- Sklavinnen unterstanden normalerweise der Obhut der Frau

¾ WIRTSCHAFT/FINANZWESEN ( am Beispiel von Athen )

- Grundlage für die gute Wirtschaftssituation insbesondere der, der Athener, wird von vielen Experten mit dem großen Anteil an Sklaven in Verbindung gebracht

- 75% der Athener waren Bauern oder besaßen Land, wo zum Großteil Oliven, Obst und Wein angebaut wurde

- Athen war führend im Handwerksbereich, insbesondere durch die Metöken

- Der Staat selber griff nur seltenst in das Wirtschaftsgeschehen ein

- Währung: Drachme bzw. Obole (6 Obl.= 1 Dr.), 6000 Dr. = 60 Minen (437g Silber) = 1 Talent (26,2kg Silber)

- Finanzverwaltung entstand durch die Demokratisierung Athens:

- Einnahmen: Zoll, Erträge der Silberminen, Export, Beiträge der Seebundsmitglieder Vermögenssteuer, Steuern von den Metöken

- Ausgaben: Beamtenbesoldung, Tagesgelder, öffentl. Bauten, Militär

¾ RELIGION

- Polytheismus: - Die 12 wichtigsten Götter lebten auf dem Olymp

- Die Griechen glaubten, dass die Götter über das Schicksal der Menschen entschieden

- Irdischer Wohnsitz der Götter waren die Tempel

- Man veranstaltete sowohl Prozessionen, Zeremonien und Rituale zu Ehren der Götter als auch sportliche ( panhellenische ) Wettkämpfe (Olympia)

- Die Griechen glaubten an ein Weiterleben der Seele nach dem Tod in der Unterwelt

- Die Toten wurden vor der Stadt begraben und wenn die Beerdigungsprozession nicht vollzogen wurde ging die Seele für immer verloren

- Orakel: - Ort, an dem man die Götter um Rat bitten konnte

- Orakel war maßgebend für polit. Entscheidungen und eine Art Schiedsgericht bei Konflikten zwischen den griech. Staaten

- Im Orakel saßen entweder in Trance versetzte Priesterinnen ( Delphi) oder die Priester deuteten die Antwort aus Eingeweiden von Tieren bzw. deren Verhalten oder man deutete die Antwort aus dem Klingeln eines Kessels

¾ KUNST/WISSENSCHAFT/PHILOSOPHIE

- Die griech. Kunst wandte sich eher dem irdischen Leben zu

- Die bedeutendsten Bauten waren religiöse Einrichtungen (z.B. Parthenon)

- Philosophen begannen, die Welt mit den Mitteln des Verstandes zu erklären was jedoch teilweise gegen die Religion verstieß, weshalb dies auch verboten wurde

- Wichtige Philosophen: - Sokrates: Gründer der abendländischen Ethik, Tod wegen “Ketzerei“

- Platon: Idealist, forderte Staat in dem Philosophen als Staatslenker tätig waren

- Aristoteles: Materialist, systematisierte das Wissen seiner Zeit

- Epikur: Recht und Pflicht für das Beste, Form von Kalvinismus

- Sepeka: Mensch muss sich in die Lage versetzen können, alles zu ertragen

Quellennachweis: MS Encarta

Geschichte und Geschehen, Teil I. Oberstufe Ausgabe A

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Details

Titel
Griechenland, Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V105472
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ein Beispiel für ein Hand-Out
Schlagworte
Griechenland, Mitte, Jahrhunderts
Arbeit zitieren
Benjamin Huhnd (Autor), 2001, Griechenland, Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105472

Kommentare

  • Gast am 10.2.2006

    Super.

    Toll ausgearbeitet!

  • C S am 24.8.2010

    Perkekt

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Titel: Griechenland, Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr.


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