Die Internationalisierung der Wirtschaft führte in den letzten Jahren in bisher weitgehend monopolistisch ausgeprägten Bereichen zu Veränderungen in den Industrieländern. Nach der Telekommunikation ist die Liberalisierung der Energiewirtschaft in den Vordergrund getreten.
Die nachfolgende Arbeit zeigt Möglichkeiten der betroffenen Unternehmen auf, sich diesen veränderten Bedingungen zu stellen.
Dabei wird besonders auf das Outsourcing eingegangen.
Die Ausführungen konzentrieren sich auf den deutschen Energiemarkt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Lage der Energiewirtschaft
2.1 Liberalisierung der Energiemärkte
2.2 Verbändevereinbarungen
3 Anpassungsmöglichkeiten
3.1 Notwendigkeiten der Anpassung
3.2 Möglichkeiten der Anpassung
3.3 Outsourcing als eine Form der Anpassung
3.3.1 Begriffserklärung
3.3.2 Entstehung
3.3.3 Eigenfertigung / -leistung oder Fremdbezug
3.3.4 Vor- und Nachteile von Outsourcing
3.3.4.1 Vorteile von Outsourcing
3.3.4.2 Nachteile von Outsourcing
3.3.5 Anwendungsfelder von Outsourcing
4. SpreeGas – ein Energiedienstleister stellt sich dem Markt
4.1 Erreichung des Unternehmensziels unter sich ändernden Bedingungen
4.2 Outsourcing bei SpreeGas
4.3 Weitere Anpassungsmöglichkeiten
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die strategische Relevanz von Outsourcing als Anpassungsmaßnahme für Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft unter dem Druck der Liberalisierung und eines zunehmend wettbewerbsorientierten Marktumfeldes.
- Grundlagen der Liberalisierung und rechtliche Rahmenbedingungen der Energiemärkte.
- Analyse von Outsourcing als Instrument zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung.
- Diskussion der betriebswirtschaftlichen Vor- und Nachteile der Auslagerung von Unternehmensbereichen.
- Praxisbeispiel der SpreeGas GmbH zur Veranschaulichung erfolgreicher Umstrukturierungsprozesse.
Auszug aus dem Buch
3.3.4.1 Vorteile von Outsourcing
- Erhöhung der Flexibilität
Ein Unternehmen, welches Leistungen extern zukauft, gewinnt an strategischer Flexibilität. Der Zutritt zu einem neuen Markt ist schneller möglich, da keine Infrastruktur aufgebaut und keine Know-how-Barriere überwunden werden muss. Auch der Marktaustritt wird erleichtert: Der Rückzug aus bestimmten Produktsegmenten oder Absatzmärkten ist leichter, da zuvor keine Investitionen, z.B. in Gebäude, Maschinen getätigt wurden.
Durch Reduzierung der Fertigungstiefe bedingte Auslagerung von bisher intern erbrachten Leistungsprozessen ermöglicht die Nutzung von Spezialisierungsvorteilen der Externen. Die damit erreichte geringere Komplexität der Produktionsprozesse führt zur Vereinfachung der Administration von Produktionsplanung und Materialdisposition.
- Optimierung der Kostenstruktur
Outsourcing kann direkt zu geringeren variablen Kosten führen, wenn externe Anbieter aufgrund von Größenvorteilen (Betriebsgröße, Produktionskapazität) rationellere Herstellungsmethoden anwenden, im Ausland mit niedrigeren Lohnstückkosten fertigen, bzw. ihre Fixkosten auf einen breiteren Nutzerstamm verteilen und dadurch ihre Durchschnittskosten senken können.
Fixkostenvorteile entstehen in mittelständischen Betrieben durch Wegfall von Overhead-Funktionen vergleichbarer Großunternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Marktveränderungen durch die Liberalisierung der Energiewirtschaft und die Relevanz des Outsourcings.
2. Lage der Energiewirtschaft: Analyse der Transformation der Strom- und Gasmärkte von Monopolstrukturen hin zu Wettbewerbsmärkten durch rechtliche Rahmenbedingungen.
3 Anpassungsmöglichkeiten: Darlegung strategischer Optionen für Unternehmen, mit besonderem Fokus auf das Outsourcing als Instrument der Prozessoptimierung.
4. SpreeGas – ein Energiedienstleister stellt sich dem Markt: Konkrete Fallstudie zur strategischen Neuausrichtung und praktischen Umsetzung von Outsourcing-Maßnahmen bei einem regionalen Gasversorger.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Resümee zur zukünftigen Notwendigkeit von Kundenbindung und weiteren strukturellen Anpassungen im Energiesektor.
Schlüsselwörter
Outsourcing, Energiewirtschaft, Liberalisierung, Wettbewerb, Kostenoptimierung, Flexibilität, Fremdbezug, SpreeGas, Prozessmanagement, Kundenbindung, strategische Neuausrichtung, Energiedienstleister, Make-or-Buy, Marktanpassung, Strukturveränderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen der Energiewirtschaft durch strategische Anpassungen, insbesondere Outsourcing, auf den Wegfall ihrer Monopolstellung und den zunehmenden Wettbewerbsdruck reagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Liberalisierung der Energiemärkte, die theoretischen Aspekte des Outsourcings sowie die praktische Anwendung dieser Instrumente zur Unternehmenssteuerung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der betroffenen Unternehmen aufzuzeigen, ihre Marktposition unter veränderten, wettbewerbsintensiven Bedingungen durch Anpassungsmaßnahmen zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Instrumentarium des Outsourcings mit einer fallstudienbasierten Analyse eines regionalen Energiedienstleisters.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Notwendigkeit von Anpassungen, die Definition und Entstehung von Outsourcing, dessen Vor- und Nachteile sowie dessen konkrete Umsetzung in einem Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Liberalisierung, Energiewirtschaft, Wettbewerb, Kostenoptimierung und strategische Neuausrichtung.
Welche konkreten Outsourcing-Schritte hat SpreeGas durchgeführt?
SpreeGas lagerte zwischen 1991 und 2001 unter anderem den Anlagenbau, die Wartung von Druckbereichen, die Lagerhaltung sowie Teile der Vermessung und die Wartung von Druckregelanlagen an externe Dienstleister aus.
Welches Fazit zieht der Autor zur Wettbewerbsfähigkeit?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Outsourcing allein nicht ausreicht; langfristiger Erfolg erfordert eine kontinuierliche Kundenorientierung, schlanke Managementstrukturen und die Erschließung neuer, innovativer Geschäftsfelder.
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- Jörg Schulze (Author), 2002, Outsourcing in der Energiewirtschaft. Anpassungsmöglichkeiten an veränderte Marktbedingungen., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10557