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Vor-Reformation

Title: Vor-Reformation

Pre-University Paper , 2001 , 14 Pages

Autor:in: Claude Sturzenegger (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In der folgenden Arbeit geht es mir weniger darum, Wissen zu vermitteln oder Überzeugungen breitzuschlagen, als vielmehr einen eigenen Prozess auszulösen. So laufe ich bewusst in die Gefahr, die Arbeit nie richtig zu Ende zu bringen, was ja auf der einen Seite erwünscht sei, auf der anderen jedoch als recht hoffnungslos erscheint. So will ich versuchen, dem Phänomen "Reformation" auf die Spur zu kommen.
Ich komme also nicht umhin, dem "Vorfeld" der Reformation größere Beachtung zu schenken als dem zündenden Funken selbst. Ich mich auf die nördlichen Breitengrade beschränken. Einige wichtige Aspekte werden ganz weggelassen, so der Humanismus, wo mir eine Kurzfassung schwerfiele, und auch die Renaissance.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1.1 ZITAT

1.2 „ICH“

1.3 VORWORT III

AUSGEHENDES MITTELALTER (14./15.JAHRHUNDERT)

1.4 GEISTIGES LEBEN

1.5 CHRISTENTUM

1.6 ZUSAMMENFASSUNG

15.JAHRHUNDERT

1.7 GEWERBE UND HANDEL

1.8 DAS STAATLICHE GEFÜGE

1.9 ZUSAMMENFASSUNG

LUTHER

1.10 KINDHEIT BIS „JUNGER ERWACHSENER“

1.11 DIE 95THESEN

CALVIN

1.12 JUGEND CALVINS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das historische Umfeld und die strukturellen Entwicklungen zu untersuchen, die der Reformation im deutschsprachigen Raum vorausgingen, wobei der Fokus auf den gesellschaftlichen und geistigen Wandlungsprozessen des 14. und 15. Jahrhunderts liegt.

  • Analyse des geistigen Klimas und der Rolle des Christentums im ausgehenden Mittelalter.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und staatlichen Umbrüche im 15. Jahrhundert.
  • Darstellung der Entwicklung des individuellen Bewusstseins (das „Ich“) in Verbindung mit gesellschaftlichen Veränderungen.
  • Biografische Skizzen zu prägenden Persönlichkeiten wie Martin Luther und Johannes Calvin.
  • Reflektion über die Machtverhältnisse zwischen Kirche, Staat und den aufkommenden städtischen Mittelschichten.

Auszug aus dem Buch

1.4 Geistiges Leben

„Von Hungersnöten, Epidemien und Kriegen gepeinigt, in das Chaos von romfernen und sich gegenseitig verfluchenden Päpsten gestürzt, forschten die Menschen nach okkulten Kräften, aus denen das unerklärliche Elend der Menschheit zu erklären sei; es musste, wie sie allenthalben glaubten, magische Kräfte geben, mit deren Hilfe das Geschehen zu beherrschen und irgendein mystischer Ausweg aus der Welt der harten Tatsachen zu finden sei. So führte die Vernunft ein höchst prekäres Dasein in einer Umwelt, worin die Unvernunft herrschte, wo Zahlenmystik, Weissagung, Omen, Traumdeutung, Astrologie, Wunderheilungen, göttliche und teuflische Eingebung, Alchimie und die okkulten Kräfte der Tier-, Pflanzen- und Mineralwelt Gefühl und Denken regierten“ (Durant 1959, 241).

Der Mystizismus bestimmte zum grossen Teil das Denken und Handeln des damaligen Menschen. Hexen- und Dämonenglaube wie auch Heiligenkult begegnen durch alle Stände hindurch. Selbst Könige machten Schlachtzüge (und auch intimere Ereignisse) von Horoskopen abhängig und Astrologen waren an den Höfen ebenso beliebt wie angesehene Berater. Von der Kirche wurde dieser (Aber-)glaube zwar bekämpft, dessen Wirkung aber in keinster Weise bezweifelt (Maleus maleficarum), in den Ablasshändeln beispielsweise sogar „ausgenutzt“.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Der Autor legt die theoretische Basis durch die Auseinandersetzung mit geschichtlichen Kausalitäten und der Entwicklung eines individuellen Selbstverständnisses als notwendige Voraussetzung für den historischen Wandel.

AUSGEHENDES MITTELALTER (14./15.JAHRHUNDERT): Dieses Kapitel beleuchtet das von Mystizismus und kirchlicher Krise geprägte geistige Leben sowie die damalige Rolle des Christentums als beherrschendes Kultursystem.

15.JAHRHUNDERT: Hier werden die wirtschaftlichen Entwicklungen durch den Aufstieg von Privatmonopolen und die Verschiebung der Machtverhältnisse innerhalb des staatlichen Gefüges thematisiert.

LUTHER: Die Biografie Martin Luthers wird anhand seiner frühen Jahre und der Auslösung der Reformation durch die 95 Thesen skizziert, wobei seine Bedeutung für die Verbreitung des Wortes hervorgehoben wird.

CALVIN: Dieses Kapitel zeichnet den frühen Lebensweg Johannes Calvins nach, insbesondere seine Ausbildung in den Bereichen Theologie und Jurisprudenz.

Schlüsselwörter

Reformation, Mittelalter, Christentum, Kirche, Wirtschaftswandel, Geistiges Leben, Luther, Calvin, Scholastik, Vernunft, Individualisierung, Privatmacht, Papsttum, Gesellschaftsordnung, Buchdruck.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geistigen Rahmenbedingungen, die den Boden für die Reformation im deutschsprachigen Europa bereiteten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, die Rolle der Kirche, der Aufstieg der städtischen Wirtschaft und der Wandel des individuellen Weltbildes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Ursprüngen der Reformation auf die Spur zu kommen, indem das "Vorfeld" und die systemischen Veränderungen tiefergehend betrachtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen historischen und analytischen Ansatz, der durch Literaturarbeit und die Interpretation zeitgenössischer Quellen und Zitate geprägt ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das geistige Klima, der wirtschaftliche Aufstieg durch Handelsmonopole, der Autoritätsverlust des feudalen Adels und die Lebenswege von Luther und Calvin erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Reformation, Individualisierung, Säkularisierung, kirchliche Autorität und wirtschaftlicher Strukturwandel charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "Ich" in der Geschichte?

Der Autor sieht in der Entwicklung des "Ich" eine treibende Kraft, die den Menschen aus der mittelalterlichen kollektiven Bindung löste und somit neue gesellschaftliche Dynamiken ermöglichte.

Warum spielt die wirtschaftliche Nordwanderung eine Rolle?

Die wirtschaftliche Verschiebung nach Norden machte die Region unabhängiger von Italien, was laut Autor eine notwendige Voraussetzung für den politischen Schutz der Reformation durch deutsche Fürsten war.

Welche Bedeutung kommt dem Buchdruck zu?

Die Buchdruckerkunst wird als entscheidender Faktor für die Verbreitung neuer Ideen und als Medium für die Reformation hervorgehoben, da sie den Zugang zu Wissen für breitere Schichten ermöglichte.

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Details

Title
Vor-Reformation
Author
Claude Sturzenegger (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V105664
ISBN (eBook)
9783640039500
Language
German
Tags
Luther Calvin Zwingli tolk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claude Sturzenegger (Author), 2001, Vor-Reformation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105664
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