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Der Grundsatz der Bestenauslese bei Auswahlentscheidungen zur Besetzung von höherwertigen Dienstposten und bei Beförderungen

Title: Der Grundsatz der Bestenauslese bei Auswahlentscheidungen zur Besetzung von höherwertigen Dienstposten und bei Beförderungen

Seminar Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: 15 Punkte

Autor:in: Tobias Bräutigam (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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Der Beitrag behandelt den Grundsatz der Bestenauslese bei Auswahlentscheidungen zur Besetzung höherwertigen Dienstposten und bei Beförderungen. Ausgehend vom Amtsbegriff werden verschiedene Möglichkeiten erörtert, wie Auswahlentscheidungen in der öffentlichen Verwaltung getroffen werden können und wie dies idealiter geschehen sollte.
Der Autor promoviert zum rechtsvergleichenden Verwaltungsrecht und unterrichtet Europarecht an der Universität Helsinki.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

A) GRUNDBEGRIFFE DES GRUNDSATZES DER BESTENAUSLESE UND DAS AUSWAHLVERFAHREN

I. DEFINITIONEN

1. Beförderung

2. Beförderung und höherwertiger Dienstposten

3. Bestenauslese

II. DARSTELLUNG DES VERFAHRENS

1. Wie passiert der Auswahlvorgang in der Regel?

2. Beschränkungen

B) GRÜNDE UND FUNKTIONEN DER BESTENAUSLESE

I. ÖFFENTLICHES INTERESSE

II. INTERESSE DES BEAMTEN

III. MOTIVATION UND FÜHRUNG

IV. AUSWAHL- UND RECHTFERTIGUNGSFUNKTION

C) PROBLEME BEI VERWIRKLICHUNG DES GRUNDSATZES DER BESTENAUSLESE

I. PROBLEME DER BEWERTUNG: WER SIND DIE BESTEN ?

1. Probleme der Beurteilung finden sich in der Beförderungsentscheidung wieder

2. Wer ist wirklich der Beste für eine bestimmte Stelle ? Probleme der Entwicklung eines geeigneten Profils

II. PROBLEM DER ZUR VERFÜGUNG STEHENDEN STELLEN

III. PROBLEME DER KORRELATION MIT ANDEREN ZIELEN/ INTERESSEN BEI AUSWAHLENTSCHEIDUNGEN

1. Anciennitätsprinzip

2. Berücksichtigung besonderer Gruppen: Schwerbehinderte und Frauen

IV. KOSTEN EINER ENTSCHEIDUNG

1. Demotivation

2. Konkurrentenklagen und Arbeitsklima

3. Erhöhter Aufwand durch transparentes Verfahren

D) FAZIT

Zielsetzung & Themen

Das Referat untersucht den Grundsatz der Bestenauslese bei Beförderungsentscheidungen in der öffentlichen Verwaltung, analysiert den rechtlichen Rahmen und diskutiert die praktischen Herausforderungen sowie Lösungsansätze.

  • Grundbegriffe und Definitionen (Bestenauslese, Beförderung)
  • Verfahrensablauf bei Auswahlentscheidungen
  • Funktionen und Motive der Bestenauslese
  • Herausforderungen bei der Bewertung und Stellenvergabe
  • Umgang mit Konkurrentenklagen und Demotivation

Auszug aus dem Buch

1. Wie passiert der Auswahlvorgang in der Regel?

In der öffentlichen Verwaltung werden die Beförderungsdienstposten in der Regel innerhalb der Behörde ausgeschrieben. Dies folgt aus § 4 II BLV, ist aber nicht zwingend. Wenn der Beförderungsdienstposten nicht ausgeschrieben wird, müssen all diejenigen informiert werden, die für die bestimmte Stelle in Frage kommen.

Nach der Ausschreibung und dem Eingang der Bewerbungen muss der Dienstherr die Auswahl aller zur Verfügung stehenden Informationen sicher stellen. Verwendet werden kann der für die persönliche und fachliche Einschätzung der Bewerber bedeutsame Inhalt der Personalakten. Primär wird auf die dienstlichen Beurteilungen zurückgegriffen, die in aller Regel dreijährig für eine Laufbahn erfolgen und hinsichtlich des Verfahrens ein höchstmögliches Maß an Objektivität sichern sollen. Die dienstlichen Beurteilungen müssen hinreichend aktuell sein, sollen sie als Grundlage für die Beförderungsentscheidung dienen. Die Verwaltung kann sowohl Richtlinien hinsichtlich der Durchführung der dienstlichen Beurteilung, als auch zum Beförderungsverfahren erlassen.

Der Dienstherr kann zum Zweck der Konkretisierung des Prinzips der Bestenauslese die Besetzung eines Beförderungsdienstpostens vom Erfüllen eines bestimmten Anforderungsprofils abhängig machen, soweit dies nicht bereits anderweitig vorgegeben ist. Dabei ist die Verwaltung grundsätzlich frei in der Entscheidung, welche Kriterien sie verwendet. Grenzen finden sich nur hinsichtlich der Sachgemäßheit eines bestimmten Kriteriums – die gerichtliche Kontrolle entspricht den Maßstäben, die für Beurteilungsspielräume entwickelt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Führt in das Thema des Grundsatzes der Bestenauslese ein und skizziert die Fragestellung sowie den Aufbau des Referats.

A) GRUNDBEGRIFFE DES GRUNDSATZES DER BESTENAUSLESE UND DAS AUSWAHLVERFAHREN: Definiert zentrale Begriffe wie Beförderung und Bestenauslese und erläutert den formalen Ablauf des Auswahlverfahrens.

B) GRÜNDE UND FUNKTIONEN DER BESTENAUSLESE: Untersucht die Bedeutung des Leistungsprinzips für das öffentliche Interesse, die Motivation der Beamten sowie die Auswahl- und Rechtfertigungsfunktion.

C) PROBLEME BEI VERWIRKLICHUNG DES GRUNDSATZES DER BESTENAUSLESE: Analysiert praktische Hürden wie Beurteilungsfehler, die Entwicklung von Anforderungsprofilen, Konkurrentenklagen und den Umgang mit Zielkonflikten.

D) FAZIT: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Rolle der Rechtsprechung sowie die Zukunftsaussichten des Auswahlverfahrens.

Schlüsselwörter

Bestenauslese, Beförderung, Leistungsgrundsatz, öffentliche Verwaltung, Beamtenrecht, Auswahlverfahren, Dienstposten, Beurteilung, Anforderungsprofil, Hilfskriterien, Konkurrentenklage, Leistungsgesellschaft, Personalentwicklung, Rechtsprechung, Verwaltungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem verfassungsrechtlich verankerten Grundsatz der Bestenauslese bei der Besetzung von höherwertigen Dienstposten und Beförderungen in der öffentlichen Verwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Bestenauslese, der Ablauf von Auswahlverfahren, die Funktionen des Leistungsprinzips sowie die damit verbundenen praktischen und rechtlichen Probleme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu beleuchten, wie die Bestenauslese in der Praxis funktioniert, welche Rolle die Rechtsprechung spielt und inwieweit die damit verbundenen Probleme lösbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtlich und verwaltungswissenschaftlich orientierte Analyse, die auf Kommentaren, Fachbeiträgen und einschlägiger Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Begriffsdefinitionen, den Ablauf von Auswahlverfahren, die Gründe für das Leistungsprinzip und die Herausforderungen bei dessen Anwendung, wie z.B. Konkurrentenklagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bestenauslese, Leistungsgrundsatz, Beamtenrecht, Anforderungsprofil und das Auswahlverfahren in der Verwaltung.

Warum ist die Bestenauslese im öffentlichen Dienst so schwierig umzusetzen?

Schwierigkeiten entstehen vor allem durch Beurteilungsfehler, mangelnde Differenzierung bei den Noten und das Fehlen von ausreichend Beförderungsstellen, was oft zu Konkurrentenklagen führt.

Welche Rolle spielt die Rechtsprechung bei Beförderungen?

Die Rechtsprechung hat einen strengen "Bewerbungsverfahrensanspruch" entwickelt, der für ein gerechtes, transparentes Verfahren sorgt und die Verwaltung zur Dokumentation ihrer Auswahlerwägungen verpflichtet.

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Details

Title
Der Grundsatz der Bestenauslese bei Auswahlentscheidungen zur Besetzung von höherwertigen Dienstposten und bei Beförderungen
College
German University of Administrative Sciences Speyer  (Öffentliches Recht)
Course
Seminar Personalentwicklung in der öffentlichen Verwaltung
Grade
15 Punkte
Author
Tobias Bräutigam (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V10566
ISBN (eBook)
9783638169516
ISBN (Book)
9783638641487
Language
German
Tags
Bestenauslese Verwaltung Leistungsprinzip
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Bräutigam (Author), 2002, Der Grundsatz der Bestenauslese bei Auswahlentscheidungen zur Besetzung von höherwertigen Dienstposten und bei Beförderungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10566
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