Diese Arbeit vergleicht die Anforderungen und Ansatzmöglichkeiten der wertorientierten Unternehmensführung in kleinen und größeren Unternehmen und überprüft so, ob sich der Ansatz auch für den Einsatz in KMU eignet. Hierzu werden zunächst die Grundlagen und Ansätze der wertorientierten Unternehmensführung betrachtet, wie sie in Großunternehmen zum Einsatz kommt. Es wird auf die grundlegende Funktion der Wertorientierung und Handlungsfelder zur Beeinflussung des Unternehmenswertes eingegangen.
Im anschließenden Kapitel wird die wertorientierte Unternehmensführung vergleichend in Bezug auf KMU betrachtet. Hierzu wird der Unternehmenstyp zunächst von größeren Unternehmen abgegrenzt und dessen Besonderheiten beschrieben. Darauf aufbauend wird die Notwendigkeit eines wertorientierten Ansatzes in KMU herausgearbeitet und die Ansatzmöglichkeiten beschrieben. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Vorgehensweise
2. Ansatz der wertorientierten Unternehmensführung
3. Wertorientierte Unternehmensführung in KMU
3.1. Abgrenzung und Besonderheiten von KMU
3.2. Notwendigkeit der wertorientierten Unternehmensführung
3.3. Ansatzmöglichkeiten der wertorientierten Unternehmensführung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwiefern Ansätze der wertorientierten Unternehmensführung, die primär für Großunternehmen konzipiert wurden, auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) übertragen werden können, und identifiziert notwendige Anpassungen sowie Implementierungsmöglichkeiten.
- Grundlagen und Definitionen der wertorientierten Unternehmensführung
- Strukturelle und strategische Besonderheiten von KMU
- Herausforderungen bei der Anwendung in mittelständischen Strukturen
- Methoden der Unternehmensbewertung und Wertsteuerung in KMU
- Ansätze zur praktischen Implementierung und Zielsysteme
Auszug aus dem Buch
3. Wertorientierte Unternehmensführung in KMU
Obwohl KMUs den Großteil der deutschen Unternehmen darstellen hat sich in der Literatur keine einheitliche Definition herausgebildet.18 Darüber hinaus werden die Begriffe KMU und Mittelstand oft synonym verwendet.19
Die Abgrenzung von KMU zu größeren Unternehmen kann auf Grundlage quantitativer und qualitativer Merkmale erfolgen. Für diese Ausarbeitung wird die Definition von Becker/ Ulrich herangezogen, die quantitative und qualitative Merkmale verbindet. Demzufolge umfassen KMU „Eigentümergeführte Unternehmen ohne Größenrestriktionen, Managergeführte Unternehmen bis zu einer Unternehmensgröße von ca. 3.000 Mitarbeitern und ca. 600 Millionen Euro jährlichem Umsatz.“20
Insbesondere von den qualitativen Merkmalen von KMU lassen sich einige Besonderheiten für den Unternehmenstyp ableiten. Dem Unternehmer kommt bei KMU eine besondere Bedeutung zu. Dieser ist oftmals Eigentümer und für die Unternehmensführung verantwortlich.21 Dies spiegelt sich in einem hohen Engagement, einer überdurchschnittlichen Identifikation, Innovationskraft und erhöhter Risikobereitschaft wieder.22 Der Unternehmer in KMU ist meist in strategische und operative Entscheidungen involviert. Durch diese verkürzten Informationswege entsteht für das Unternehmen eine hohe Flexibilität, die hinsichtlich Entscheidungsfindungen Vorteile gegenüber größeren Unternehmen bringen kann. Gleichzeitig entsteht jedoch ein Zielpluralismus. In diesem Zusammenhang entfällt auch der Prinzipal-Agent-Konflikt und damit der Hauptgrund ein wertorientiertes Vergütungssystem einzuführen.23
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der wertorientierten Unternehmensführung als Mittel zur nachhaltigen Wertsteigerung und skizziert die Notwendigkeit, diese Konzepte an die speziellen Anforderungen von KMU anzupassen.
2. Ansatz der wertorientierten Unternehmensführung: Dieses Kapitel definiert den ganzheitlichen Managementansatz der Wertorientierung, erläutert die Bedeutung von Werttreibern und stellt gängige Bewertungsverfahren sowie Handlungsfelder vor.
3. Wertorientierte Unternehmensführung in KMU: Hier werden die spezifischen Merkmale von KMU von Großunternehmen abgegrenzt und die Herausforderungen sowie Möglichkeiten für eine erfolgreiche Implementierung wertorientierter Steuerungsinstrumente in mittelständischen Betrieben analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine situative Anpassung der Methoden den Einsatz der wertorientierten Unternehmensführung auch für KMU sinnvoll macht und einen Beitrag zur langfristigen Wettbewerbssicherung leistet.
Schlüsselwörter
Wertorientierte Unternehmensführung, KMU, Unternehmenswertsteigerung, Shareholder Value, Werttreiber, Unternehmensbewertung, DCF-Methode, Economic Value Added, Controlling, Strategisches Management, Mittelstand, Eigenkapitalrendite, Finanzstruktur, Kapitalkosten, Unternehmenssteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit von Konzepten der wertorientierten Unternehmensführung, die klassischerweise in Großkonzernen genutzt werden, auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Werttreibern, die spezifischen organisatorischen Bedingungen in KMU und die notwendige Anpassung von Finanzkennzahlen sowie Controllingsystemen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob und wie wertorientierte Führungsinstrumente an die Besonderheiten mittelständischer Unternehmen angepasst werden können, um dort eine nachhaltige Wertsteigerung zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und die Übertragung bekannter Managementmethoden auf den Mittelstand vergleichend bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Wertorientierung, die Analyse der KMU-Strukturen sowie die Diskussion von Implementierungsmöglichkeiten und konkreten Bewertungsansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wertorientierte Unternehmensführung, KMU, Shareholder Value, Werttreiber, DCF-Methode sowie Strategische Unternehmenssteuerung.
Warum sind die klassischen Instrumente der wertorientierten Führung für KMU oft nicht ohne Weiteres nutzbar?
Klassische Methoden sind oft zu komplex und auf die Datenlage von Großkonzernen ausgelegt, während KMU durch geringere Ressourcen und eine andere Eigentümerstruktur geprägt sind, die situative Anpassungen erfordern.
Welche Rolle spielt die Eigentümerstruktur bei der wertorientierten Führung in KMU?
Da in KMU häufig Eigentümer und Manager identisch sind, entfällt der klassische Prinzipal-Agent-Konflikt, was die Notwendigkeit bestimmter Anreizsysteme verändert, aber die Identifikation und das Engagement der Führungsperson in den Vordergrund rückt.
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- Alexander Ley (Author), 2021, Wertorientierte Unternehmensführung in kleinen und größeren Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059851