Mit der Forschungsfrage, welche Auswirkung der digitale Fortschritt auf den Privatkundenbereich des deutschen Marktes hat, sollen insbesondere die Vorteile und Herausforderungen der Digitalisierung untersucht werden. Da nicht alle Bereiche einer Bank von der Digitalisierung in gleicher Weise berührt sind, liegt der Hauptaspekt dieser Arbeit auf dem Retail-Bereich von Banken sowie dem Online-Banking.
Heutzutage ist das Internet nicht wegzudenken. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2019 nutzten insgesamt 88 % der deutschen Bürger ab 10 Jahren im ersten Quartal des besagten Jahres das Internet. 60 % dieser Nutzer verwendeten das Internet hinsichtlich des Online-Bankings.
Aufgrund der Veränderung des Kundenverhaltens sowie des steigenden Wettbewerbsdruck ist es nicht mehr wegzudenken, Prozesse zu digitalisieren bzw. automatisieren. Diese Digitalisierung nimmt auch im Finanzsektor an Bedeutung zu. Bereits im Jahr 2016 wickelten 60 % der deutschen Bürger ihre Bankgeschäfte online ab. Trotz der Digitalisierung und der bestehenden Möglichkeit, Bankgeschäfte online abzuwickeln, möchten die Kunden die Serviceleistungen vor Ort nicht missen, sofern es um ausführlichere Informationen zu Bankprodukten geht.
Retail-Banken auf der ganzen Welt stehen vor der Herausforderung, ihre Bankprozesse so zu digitalisieren, dass die dahingehenden Bedürfnisse der Kunden befriedigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Ausgangspunkt und Forschungsgegenstand
2.1 Begriff der Digitalisierung
2.1.1 Auswirkungen und Einflüsse der Digitalisierung auf die Gesellschaft
2.1.2 Die heutige und zukünftige Bedeutung der Digitalisierung
2.1.3 Historischer Rückblick auf die Digitalisierung der Finanzindustrie
2.1.4 Herausforderungen der Digitalisierung für die Finanzindustrie
2.2 Retail-Banking
2.3 Online-Banking
2.4 Veränderungen der Kundenbedürfnisse und des Kundenverhaltens
2.5 Omnipräsenz als Wettbewerbsstrategien der Banken
3. Praktische Forschung
3.1 Methodik, Vorbereitung und Durchführung
3.2 Auswertung der empirischen Ergebnisse
3.2.1 Verändertes Kundenverhalten und Kundenbedürfnisse
3.2.2 Digitalisierung
3.2.3 Retail-Banking vs. Online-Banking
3.2.4 Strategie der Omnipräsenz
3.2.5 Zukunftsaussicht
3.3 Abgleich des theoretischen Ausgangspunktes mit den empirischen Ergebnissen
4. Vorstellung der zentralen empirischen Befunde
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des digitalen Fortschritts auf den Privatkundenbereich des deutschen Bankenmarktes. Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen traditionellem Retail-Banking und modernen Online-Banking-Lösungen zu analysieren und zu klären, inwieweit Kundenbedürfnisse durch eine Omnichannel-Strategie langfristig befriedigt werden können.
- Digitalisierung der Finanzwirtschaft und historischer Wandel.
- Veränderungen im Kundenverhalten und bei den Kundenbedürfnissen.
- Vergleich von Retail-Banking und Online-Banking hinsichtlich Effizienz und Kundenbindung.
- Die Rolle der Omnipräsenz als strategisches Instrument für Banken.
- Qualitative Auswertung von Experten- und Kundeninterviews.
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff der Digitalisierung
Die Digitalisierung hat unsere Welt und unseren Alltag in vielerlei Hinsicht verändert. Sie spielt in nahezu allen Lebens- und Arbeitsbereichen eine große Rolle und „bezeichnet im ursprünglichen Sinn das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate.“
Laut Bendel hat der Begriff der Digitalisierung mehrere Bedeutungen. Digitalisierung kann zum einen „die digitale Umwandlung und Darstellung bzw. Durchführung von Information und Kommunikation“ bedeuten, zum anderen „die digitale Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen“, als auch „die digitale Revolution.“
Allgemein in der Gesellschaft ist die Digitalisierung unter dem Begriff „papierloses Büro“ bekannt. Dieser Begriff reflektiert eine „Umstellung auf digitale Unterlagen und [den] Verzicht auf jegliche Form von Papier“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung im Finanzsektor ein und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Theoretischer Ausgangspunkt und Forschungsgegenstand: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zur Digitalisierung, zum Retail- und Online-Banking sowie zu Omnichannel-Strategien erarbeitet.
3. Praktische Forschung: Hier wird die Methodik der qualitativen Interviews erläutert und die Auswertung der erhobenen Daten in spezifischen Kategorien präsentiert.
4. Vorstellung der zentralen empirischen Befunde: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Befragungen zusammen, um die Auswirkungen auf den Bankenmarkt aufzuzeigen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen zukunftsorientierten Ausblick auf die Entwicklung des Bankwesens.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Retail-Banking, Online-Banking, Kundenverhalten, Kundenbedürfnisse, Omnipräsenz, Finanzindustrie, Bankprozesse, Qualitative Forschung, Kundenzufriedenheit, Bankfilialen, Omnichannel-Strategie, Transformation, Datensicherheit, Zukunftsaussichten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit analysiert den Einfluss der Digitalisierung auf das Privatkundengeschäft deutscher Banken und untersucht den Wandel von stationären Bankdienstleistungen hin zu digitalen Angeboten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Digitalisierung der Finanzbranche, die Veränderung des Kundenverhaltens, das Retail- vs. Online-Banking sowie die strategische Bedeutung von Omnipräsenz für Banken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Banken ihre Prozesse und Strategien anpassen müssen, um trotz des digitalen Wandels eine langfristige Kundenbindung sicherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine qualitative Forschungsmethode. Die Autorin bzw. der Autor hat Experten- und Kundeninterviews geführt und diese mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie eine praktische empirische Untersuchung mit Kategorienbildung zur Auswertung der Interviews.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Digitalisierung, Omnipräsenz, Kundenbedürfnisse und den Wandel im Banksektor maßgeblich charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Filiale laut den Befragten?
Während digitale Prozesse bevorzugt werden, bleibt die persönliche Beratung bei komplexen Themen, wie z.B. Baufinanzierungen oder individuellen Investitionen, auch in Zukunft für viele Kunden wichtig.
Wie sehen die Befragten die Zukunft des Online-Bankings?
Die Befragten erwarten eine weitere Technologisierung, etwa durch sprachgesteuerte Dienste oder eine noch stärkere Integration, wobei die Balance zwischen digitaler Effizienz und persönlichem Ansprechpartner zentral bleibt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Online-Banking vs. Retail-Banking. Auswirkungen der digitalen Fortschritte auf den Privatkundenbereich des deutschen Marktes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059901