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Das Nahuatl und das Spanische Mexikos

Der Einfluss indigener Sprachen auf das heutige Spanisch Lateinamerikas in linguistischer und historischer Sicht

Titel: Das Nahuatl und das Spanische Mexikos

Essay , 2009 , 9 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Lukas Szpeth (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die spanische Sprache ist eine der am weitesten verbreiteten Sprachen der Welt. Daher ist sie natürlich nicht einheitlich und es gibt viele Dialekte und Variationen. So lassen sich je-dem spanischsprachigen Land unterschiedliche Sprechweisen zuordnen. Bei diesen Unterscheidungen spielen die einheimischen Sprachen der Länder eine wesentliche Rolle. Im Staat Mexiko spielt das Nahuatl diese wichtige Rolle.

Das Nahuatl ist eine indigene Sprache Mesoamerikas und gehört zur Uto-aztekischen Sprachfamilie, die “fue un de los más grandes grupos de lenguas de la América nativa en la época del contacto con Europa” (zur Zeit des Kontakts mit Europa eine der größten Sprachgruppen des indigenen Amerikas war). Die Sprachfamilie der Uto-Azteken lässt sich dem nördlichen Mittelamerika zuordnen und Nahuatl ist eine der ersten amerikanischen Sprachen, die von den Konquistadoren gehört wurde. Das Nahuatl ist die “Lengua hablada por los pueblos nahuas, impropiamente llamada también azteca o mexicana” (Sprache, die von den Nahua-Völkern gesprochen wird, fälschlicherweise auch Azteke oder Mexikaner genannt). Im folgenden Text versuchen wir herauszufinden, was mit der einheimischen Sprache geschah, als sie mit der spanischen Sprache vermischt wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die historische Situation in Mexiko

3. Geografische Lage

4. Der Einfluss des Nahuatl auf die mexikanische Sprache

4.1 Der Vokalismus

4.2 Der Konsonantismus

4.3 Weitere Merkmale

4.4 Archaismen im mexikanischen Wortschatz

5. Wie ist die aktuelle Lage?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den sprachlichen Einfluss des Nahuatl auf das in Mexiko gesprochene Spanisch unter Berücksichtigung historischer und geografischer Faktoren. Ziel ist es, die Entwicklung der gegenseitigen Beeinflussung der Sprachen nach der spanischen Eroberung bis heute zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der Sprachverhältnisse in Mexiko
  • Geografische Verbreitung des Nahuatl und des Spanischen
  • Linguistische Auswirkungen auf Vokalismus und Konsonantismus
  • Einfluss auf den mexikanischen Wortschatz und Archaismen
  • Aktuelle soziolinguistische Situation der Nahuatl-Sprecher

Auszug aus dem Buch

4. Der Einfluss des Nahuatl auf die mexikanische Sprache

Schon vor der Ankunft der spanischen Konquistadoren war Nahuatl die Handels- und Verwaltungssprache des Aztekenreichs. Die Spanier nannten es die mexikanische Sprache und benutzten es als allgemeine Sprache in der Missionierung, um die Ausbreitung der Sprache zu erleichtern. Die Azteken hatten nur eine rudimentäre Hieroglyphenschrift. Glücklicherweise haben die Spanier die Sprache in lateinischer Schrift niedergeschrieben und so ist heutzutage das Nahuatl gut erforscht. So ist ersichtlich, dass das Nahuatl als Substrat viele Einflüsse auf das mexikanische Spanisch hat. Es enthält einige indigene Wörter, wie „chocolate“ (Schokolade) oder „cojote“ (Kojote). Auch das Suffix '-eco' wird auf den Einfluss des Nahuatl zurückgeführt. Diese finden wir zum Beispiel in dem Wort 'yucateco'. Ob artikulatorische Vokalveränderung aus dem Nahuatl stammen oder anderswo herrühren ist unter Forschen umstritten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die sprachliche Vielfalt des Spanischen und die Rolle des Nahuatl als bedeutende indigene Sprache Mexikos.

2. Die historische Situation in Mexiko: Darstellung der kolonialen Eroberung, des Zusammenpralls der Kulturen und der Entwicklung zur offiziellen spanischen Amtssprache.

3. Geografische Lage: Erläuterung der räumlichen Verbreitung indigener Sprachgebiete in Mittelamerika und deren aztekischem Ursprung.

4. Der Einfluss des Nahuatl auf die mexikanische Sprache: Analyse der linguistischen Spuren des Nahuatl in Phonetik und Wortschatz des mexikanischen Spanisch.

4.1 Der Vokalismus: Beschreibung der Reduktion und qualitativen Veränderung unbetonter Vokale im mexikanischen Spanisch.

4.2 Der Konsonantismus: Untersuchung der Beibehaltung oder Intensivierung von Konsonanten in der letzten Silbe durch den Einfluss des Nahuatl.

4.3 Weitere Merkmale: Behandlung der spezifischen Aussprache des 'g' im mexikanischen Kontext.

4.4 Archaismen im mexikanischen Wortschatz: Aufzeigen von linguistischen Besonderheiten und althergebrachten Wörtern im mexikanischen Spanisch.

5. Wie ist die aktuelle Lage?: Bewertung des heutigen Status des Nahuatl und der demografischen Entwicklung der Sprechergruppen.

6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der sprachlichen Assimilation und der Notwendigkeit weiterer linguistischer Forschung.

Schlüsselwörter

Nahuatl, mexikanisches Spanisch, Konquistadoren, Aztekenreich, Sprachkontakt, Substrat, Indigenismen, Phonetik, Lexikologie, Vokalismus, Konsonantismus, Sprachgeschichte, Sprachwandel, Mexiko, Mesoamerika

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung des Einflusses der indigenen Sprache Nahuatl auf die Entwicklung des modernen mexikanischen Spanisch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die historische Sprachgeschichte nach der Eroberung, die geografische Verteilung der Sprachen sowie spezifische phonetische und lexikalische Besonderheiten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Nahuatl als Substrat die heutige Identität und Struktur des in Mexiko gesprochenen Spanisch geprägt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Der Autor stützt sich auf eine historisch-linguistische Analyse und vergleicht existierende sprachwissenschaftliche Literatur sowie historische Daten über den Sprachkontakt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Unterdrückung und spätere Nutzung des Nahuatl, dessen Einfluss auf Vokal- und Konsonantenstrukturen sowie die Analyse von Archaismen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Nahuatl, mexikanisches Spanisch, Sprachkontakt, Substrat, Indigenismen sowie die historischen und phonetischen Aspekte dieser Entwicklung.

Warum wird das 'g' im mexikanischen Spanisch oft nur schwach ausgesprochen?

Der Autor führt dies darauf zurück, dass der entsprechende Laut im Nahuatl nicht existierte und somit die Aussprachegewohnheiten der indigenen Bevölkerung die spanische Artikulation beeinflussten.

Welche Rolle spielten die "Cédula de Aranjuez" in der Sprachpolitik?

Diese Urkunde von 1770 legte verbindlich fest, dass Spanisch die einzige zulässige gesprochene Sprache sein sollte, was den Versuch einer kulturellen und sprachlichen Homogenisierung darstellte.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Nahuatl und das Spanische Mexikos
Untertitel
Der Einfluss indigener Sprachen auf das heutige Spanisch Lateinamerikas in linguistischer und historischer Sicht
Hochschule
Universität Trier  (Romanistik)
Veranstaltung
Das amerikanische Spanisch: Ein regionaler und historischer Überblick
Note
2,3
Autor
Lukas Szpeth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
9
Katalognummer
V1060058
ISBN (eBook)
9783346535221
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nahuatl Spanisch Mexiko Lateinamerika Sprache Vokalismus Konsonantismus Ureinwohner Substrat Superstrat Sprachgeschichte Archaismus mexikanisch Linguistik lateinamerikanisches Spanisch Sprachvariante Azteken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Szpeth (Autor:in), 2009, Das Nahuatl und das Spanische Mexikos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060058
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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