Diese Einsendeaufgabe aus dem Fachmodul Trainingslehre im Studiengang Sportökonomie enthält eine Trainingsplanung für eine 45-jährige männliche Zielperson. Der Fokus der Trainingsplanung liegt auf dem Ausdauertraining. Die Zielperson hat eine Körpergewichtsreduktion, die Senkung des Körperfettanteils, die Senkung des Ruhepulses und Stressabbau als Motive für das Training angegeben. Zunächst werden die allgemeinen und biometrischen Daten der fiktiven Zielperson dargestellt, gefolgt von einer Leistungsdiagnostik anhand des Hollmann-Venrath-Tests. Anhand von Normwerttabellen wird somit der aktuelle Gesundheits- und Leistungsstatus der Zielperson bewertet.
Im Anschluss wird eine konkrete Zielsetzung für die Zielperson festgelegt, die die bereits genannten Trainingsmotive konkretisiert. Es folgt zunächst eine Grobplanung des Mesozyklus, die durch verschiedene Parameter wie Dauer, Intensität, Trainingsmethodik usw. charakterisiert wird. In der Detailplanung werden für jede Trainingswoche des Mesozyklus die einzelnen Parameter konkret dargestellt und begründet. Die letzte Aufgabe der vorliegenden Arbeit umfasst eine Literaturrecherche, die insgesamt zwei wissenschaftliche Studien analysiert, die die Effekte des Ausdauertrainings bei arterieller Hypertonie thematisieren.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE
3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begründung zum Mesozyklus
3.3.1 Begründung zum angestrebten wöchentlichen Belastungsumfang
3.3.2 Begründung zu den ausgewählten Trainingsmethoden und -bereichen
3.3.3 Begründung zur Belastungsprogression
3.3.4 Begründung der ausgewählten Ausdauergeräte bzw. Bewegungsformen
4 LITERATURRECHERCHE
4.1 Effekte des Ausdauertrainings bei arterieller Hypertonie
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Erstellung eines strukturierten Trainingsplans für einen 45-jährigen Probanden, um durch gezieltes Ausdauertraining eine Gewichtsreduktion, eine Blutdrucksenkung sowie eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der Leistungsfähigkeit zu erreichen.
- Durchführung einer systematischen Leistungsdiagnostik mittels Hollmann-Venrath-Test.
- Konzeption eines 6-wöchigen Mesozyklus zur Steigerung der Grundlagenausdauer (GA1).
- Wissenschaftliche Fundierung der Trainingsmethoden (extensive vs. variable Dauermethode).
- Analyse der Auswirkungen von Ausdauertraining auf die arterielle Hypertonie anhand aktueller Studien.
- Optimierung der Belastungsprogression und Auswahl geeigneter Ausdauergeräte.
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Begründung zu den ausgewählten Trainingsmethoden und -bereichen
Die Zielperson hat zwar schon leichtes Ausdauertraining gemacht, hierbei kann man aber nicht von Grundlagenausdauertraining sprechen (Hf von 45-50%, 1x/Woche). Dementsprechend muss gerade im ersten Mesozyklus die Trainingsplanung auf die GA1 fokussiert werden, um darauf aufbauend das Training in den nächsten Mesozyklen fortzuführen. Die extensive Dauermethode ist die geeignete Methode, um die Grundlagenausdauer effektiv zu trainieren. Hierbei soll die allgemeine, aerobe Ausdauerfähigkeit verbessert werden (Hollmann und Strüder 2009). Energie wird bei der extensiven Dauermethode aus der Verbrennung von Fett und Kohlenhydraten gewonnen, was im Sinne der Zielsetzung für die Zielperson ist: die Senkung von Körpergewicht sowie Körperfettanteil.
Außerdem wird durch GA1-Training die Kapillarisierung der Muskulatur, also die Blutversorgung der einzelnen Muskeln, gefördert und somit auch die Sauerstoffversorgung im Organismus verbessert (Weineck 2010). Weiterer Vorteil der extensiven Dauermethode ist, dass sich die Kreatinphosphatspeicher durch kontinuierliches Training schneller füllen und somit eine schnellere Erholung zwischen einzelnen Belastungen gewährleisten (McMahon und Jenkins 2002). Des Weiteren ökonomisiert sich die Herz-Kreislaufarbeit durch Ausdauertraining in der extensiven Dauermethode, was dem gewünschten Stressabbau der Zielperson entgegenkommt (Bernett und Gossner 1991).
Um darüber hinausgehend auf das GA2-Training vorzubereiten, wird die variable Dauermethode in verschiedenen Intensitäten verwendet. Mit einem Wechsel zwischen extensiver und intensiver Dauermethode wird die Intensität gezielt verändert, um die Zielperson andere Belastungsstufen zu gewöhnen. Außerdem bringt auch die variable Dauermethode diverse Anpassungseffekte mit sich, relevant für die Zielperson ist hier vor allem die Erweiterung der anaeroben und aeroben Kapazität sowie die Anhebung der individuellen anaeroben Schwelle (Simon 2016, S. 161). Diese Anpassungen sind essentiell für die weiterführende Trainingsplanung der Zielperson.
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSE: Erfassung der biometrischen Daten, des Gesundheitszustands und Durchführung der Leistungsdiagnostik zur Bestimmung des aktuellen Fitnessniveaus.
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE: Definition konkreter Ziele wie Gewichtsreduktion, Senkung des Ruhepulses und Blutdruckoptimierung innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens.
3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS: Erstellung eines detaillierten 6-Wochen-Trainingsplans inklusive Begründung der Methoden, Belastungsstufen und der Geräteauswahl.
4 LITERATURRECHERCHE: Wissenschaftliche Untersuchung der Effekte von Ausdauertraining auf Patienten mit arterieller Hypertonie basierend auf Meta-Analysen und klinischen Studien.
Schlüsselwörter
Ausdauertraining, Leistungsdiagnostik, Fettstoffwechseltraining, Herzfrequenz, Blutdruck, Arterielle Hypertonie, Trainingsplanung, Mesozyklus, Extensive Dauermethode, Variable Dauermethode, Belastungsprogression, Gewichtsreduktion, Grundlagenausdauer, Gesundheitssport, Hollmann-Venrath-Test.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um eine Trainingsplanung für einen 45-jährigen Busfahrer mit dem Ziel, durch Ausdauertraining gesundheitliche Parameter wie Körpergewicht und Blutdruck nachhaltig zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit umfasst die sportmedizinische Leistungsdiagnostik, die strukturierte Trainingsmethodik im Ausdauerbereich und die evidenzbasierte Recherche zu den Auswirkungen von Training auf den Blutdruck.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist die Senkung des Körpergewichts, die Normalisierung des Ruhepulses sowie die Senkung des Blutdrucks durch einen individuell angepassten 6-wöchigen Trainingsplan.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Leistungsdiagnostik verwendet?
Als submaximale Testmethode wird der Hollmann-Venrath-Test eingesetzt, um den aktuellen Leistungszustand der Zielperson ohne Überlastung präzise zu ermitteln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose, die Zielsetzung, die detaillierte Trainingsplanung für einen Mesozyklus inklusive Begründung der Progressionsschritte sowie eine Literaturrecherche zu gesundheitlichen Trainingseffekten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Ausdauertraining, Grundlagenausdauer (GA1), arterielle Hypertonie, extensive Dauermethode und Belastungsprogression.
Warum wurde das Laufband als primäres Trainingsgerät ausgewählt?
Das Laufband ermöglicht eine Ganzkörperbeanspruchung, die aufgrund der sitzenden beruflichen Tätigkeit des Probanden als Ausgleich optimal ist und eine hohe Effektivität bei der Fettverbrennung bietet.
Wie trägt das REKOM-Training zum Erfolg des Plans bei?
Das REKOM-Training (Regenerationstraining) sorgt durch ein Belastungsverhältnis von 2:1 dafür, dass die Regenerationsfähigkeit des Körpers gefördert wird, wodurch der Proband in den intensiven Einheiten belastbarer bleibt.
Welche Bedeutung haben die IPN-Normwerte in diesem Zusammenhang?
Die IPN-Normwerte dienen als wissenschaftliche Referenz, um das Testergebnis des Probanden (Watt/kg-Wert) vergleichbar einzuordnen und den Trainingsfortschritt objektiv zu bewerten.
- Arbeit zitieren
- Jannis Schwierz (Autor:in), 2019, Trainingsplanung Ausdauertraining. Leistungsdiagnostik, Zielsetzung und Mesozyklus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060094