Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den aktuellen theoretischen und empirischen Stand bezüglich des Verlaufs von Belohnungsfunktionen im Rahmen von Vergütungskontrakten zu analysieren. Dabei wird insbesondere darauf eingegangen, wie sich Caps und Floors sowie lineare, konvexe und konkave Anreizsysteme auf die Risikobereitschaft von Mitarbeitern auswirken.
Die Arbeit besteht aus vier Kapiteln. Im ersten Kapitel werden die Themeneinführung und die Zielsetzung der Arbeit aufgezeigt. Im Rahmen der Grundlagen, wird ein Überblick über grundlegende Thematiken gegeben, die für diese Arbeit von Relevanz sind. Anschließend werden die theoretischen und empirischen Ergebnisse der Analyse vorgestellt. Die Arbeit wird mit einem Fazit und einem Ausblick abgerundet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Anreizsysteme als Lösung der Prinzipal Agenten Theorie
2.2. Belohnungsfunktion als Teil von Vergütungskontrakten
3. Analyse der Begrenzung von Belohnungsfunktion und deren Verlauf
3.1. Methodische Vorgehensweise
3.2. Ergebnisse der Analyse
3.2.1. Begrenzung einer Belohnungsfunktion durch Caps und Floors
3.2.2. Verlauf einer Belohnungsfunktion - linear, konvex und konkav
3.3. Kritische Würdigung
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen theoretischen und empirischen Stand bezüglich des Verlaufs von Belohnungsfunktionen im Rahmen von Vergütungskontrakten zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Risikobereitschaft von Mitarbeitern zu untersuchen.
- Analyse der Prinzipal-Agenten-Theorie und daraus resultierender Anreizsysteme
- Untersuchung der Wirkung von Vergütungsbegrenzungen (Caps und Floors)
- Einfluss linearer, konvexer und konkaver Belohnungsfunktionen auf das Risikoverhalten
- Kritische Würdigung empirischer Ergebnisse aus der Fachliteratur
- Diskussion über potenzielle Nebeneffekte von Vergütungskontrakten
Auszug aus dem Buch
3.1. Methodische Vorgehensweise
„Eine Überprüfung früherer, relevanter Literatur ist ein wesentliches Merkmal eines jeden wissenschaftlichen Projekts.“ Dieser Satz fasst die Grundlage für jede wissenschaftliche Arbeit nach Watson und Webster zusammen. Aufgrund der empfohlenen Vorgehensweise von Watson und Webster, wurde eine mehrstufige Analyse durchgeführt. Dafür wurde als erstes die akademische Literatur durchsucht und anschließend ausgewertet. Um Aktualität zu gewährleisten, wurden hauptsächlich wissenschaftliche Arbeiten der letzten 10 Jahre berücksichtigt. Watson und Webster empfehlen eine rückwärtslaufende Suche durchzuführen, dies wurde hier auch berücksichtigt. Hierbei wird die Zitation, der anfangs erarbeiteten wissenschaftlichen Arbeiten, auf potenzielle Relevanz für die Ausarbeitung der vorliegenden Arbeit untersucht. Im Anschluss wurden die Ergebnisse analysiert und unwesentliche Literatur ausgeschlossen. Dabei wurden jeweils mindestens Abstrakt, Einleitung, Methode, Diskussion beziehungsweise Fazit gelesen. Tabelle 1 und Tabelle 2 zeigen die Ergebnisse der Recherche.
In der systematischen Literaturrecherche wurden primär folgende Datenbanken durchsucht: EBSCO Host – Business Source Complete, ECONBiz und der Universitätskatalog der Universität Bayreuth. Diese wurden gewählt, da sie eine hohe Reichweite haben. Dabei wurden verschiedenen Schlagwörter in diese Datenbanken eingegeben und Filtermöglichkeiten genutzt. Eine weitere Datenbank, die sekundär benutzt wurde, ist Google Scholar. Um die Recherche zu vertiefen, wurden Synonymdatenbanken genutzt, wie beispielsweise Woxikon. Tabelle 1 zeigt die acht wissenschaftlichen Arbeiten, die zur Analyse von Caps und Floors verwendet werden. Dabei werden Titel, Autor und Kernaussage aufgelistet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenstellung durch den Kontext der Finanzkrise und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Grundlagen: Es werden die theoretischen Fundamente, insbesondere die Prinzipal-Agenten-Theorie und die Funktion von Belohnungssystemen in Vergütungsverträgen, erläutert.
3. Analyse der Begrenzung von Belohnungsfunktion und deren Verlauf: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche und präsentiert sowie diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich der Wirkung von Caps, Floors und verschiedenen Funktionsverläufen auf die Risikobereitschaft.
4. Fazit und Ausblick: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und Ansätze für zukünftige Forschung, etwa im Kontext von Krisensituationen, aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Belohnungsfunktion, Vergütungskontrakte, Prinzipal-Agenten-Theorie, Risikobereitschaft, Anreizsysteme, Caps, Floors, Finanzkrise, Unternehmensführung, Leistungsanreize, Vergütung, Risikomanagement, Unterinvestition, Bonusregelungen, Kontraktgestaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und empirischen Untersuchung, wie verschiedene Gestaltungsformen von Belohnungsfunktionen innerhalb von Vergütungsverträgen die Risikobereitschaft von Mitarbeitern, insbesondere im Finanzsektor, beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Gestaltung von Anreizsystemen, die Wirkungsweise von Obergrenzen (Caps) und Untergrenzen (Floors) bei Boni sowie der Einfluss linearer, konvexer und konkaver Belohnungsstrukturen auf das Verhalten von Akteuren.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit analysiert, wie Vergütungsbegrenzungen und verschiedene Verläufe von Belohnungsfunktionen die Risikobereitschaft von Mitarbeitern beeinflussen und ob diese steuernd auf das unternehmerische Handeln wirken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, bei der einschlägige Datenbanken durchsucht und die Ergebnisse auf Basis aktueller wissenschaftlicher Arbeiten (meist aus den letzten 10 Jahren) qualitativ bewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Erläuterung, die detaillierte Analyse der Auswirkungen von Caps, Floors und Funktionsverläufen auf Basis existierender Studien sowie eine kritische Würdigung der Literatur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Belohnungsfunktion, Vergütungskontrakte, Prinzipal-Agenten-Theorie, Risikobereitschaft, Anreizsysteme, Caps, Floors und Leistungsanreize.
Welche Auswirkung haben Caps auf die Risikobereitschaft von Bankmitarbeitern?
Die Mehrheit der analysierten Arbeiten kommt zu dem Ergebnis, dass die Einführung von Caps (Bonusobergrenzen) tendenziell zu einer reduzierten Risikobereitschaft führt, jedoch zum Teil unerwünschte Nebeneffekte wie Unterinvestitionen auslösen kann.
Gibt es einen Konsens über den optimalen Verlauf einer Belohnungsfunktion?
Nein, es gibt keinen allgemeinen Konsens. Die optimale Struktur hängt stark vom Unternehmen und der individuellen Risikoneigung der Mitarbeiter ab; während einige Studien lineare Strukturen bevorzugen, argumentieren andere für konkave oder konvexe Anreizverträge je nach spezifischer Zielsetzung.
- Citation du texte
- Ralph Neubauer (Auteur), 2021, Theoretische und empirische Befunde zum Verlauf der Belohnungsfunktion im Rahmen von Vergütungskontrakten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060131