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Das Konstrukt der neuen Frau in Christa Brücks "Schicksale hinter Schreibmaschinen"

Título: Das Konstrukt der neuen Frau in Christa Brücks "Schicksale hinter Schreibmaschinen"

Trabajo Escrito , 2020 , 24 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Der Erste Weltkrieg forderte viele Todesopfer und veränderte das Leben der Menschen in Deutschland grundlegend. Ein neuer Typus Frau bildetet sich gesellschaftlich hervor: die neue Frau. Diese war berufstätig, selbstständig, trug einen Bubikopf und hatte eine Zigarette im Mund. Zumindest ist dies die Information, die der Forschung durch die damalige Literatur überliefert wird. Kritiker behaupten jedoch, dass die Literatur zu dieser Zeitspanne der einzige Ort sei, an dem diese neue Frau existiert. Die Historikerin Atina Grossmann macht deutlich, dass es sich bei der neuen Frau nicht nur um eine mediale Konstruktion handelt, sondern um einen Teil der Frauen in der Weimarer Republik, die sich neu in die Gesellschaft integrieren wollten. Im Zuge dieser Veränderung entstand das Werk „Schicksale hinter Schreibmaschinen“, das von Christa Anita Brück im Jahr 1930 geschrieben wurde. Es kann hierbei jedoch nicht festgelegt werden, ob das Buch durch die Gesellschaft beeinflusst wurde, oder ob es die Intention hatte die Gesellschaft zu verändern. Die Protagonistin in Brücks Werk ist die Stenotypistin Frau Brückner. Sie versucht ein besseres Leben für sich aufzubauen, indem sie ehrgeizig daran arbeitet eine sogenannte Lebensanstellung zu erhalten. Ihre Bestrebungen werden von der männlich dominierten Arbeitswelt belächelt und sie bekommt nicht die Vergütung, die ihren Leistungen und ihren Fähigkeiten entsprechen.

Innerhalb der vorliegenden Abhandlung soll die Fragestellung beantwortet werden, inwieweit man die Protagonistin in „Schicksale hinter Schreibmaschinen“ als neue Frau bezeichnen kann. Um dieser Fragestellung gerecht zu werden, muss zunächst die neue Frau definiert werden. Des Weiteren sollte berücksichtigt werden, dass es sich bei dem Roman um einen fiktiven Text handelt und er rezeptionsästhetisch von der erzählerischen Vermittlung abhängig ist. Es ist ein narratives Konstrukt und keine Dokumentation. Aus diesem Grund ist es unabdinglich eine Basis für dieses Konstrukt zu schaffen. In der vorliegenden Abhandlung ist diese Basis das Werk von Wolf Schmid, der die wichtigsten perspektivischen Modellierungen erläutert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Einordnung in den historischen Kontext

Das Konstrukt der neuen Frau

Erzählperspektiven und Erschließung des narrativen Konstrukts

Die Erzählperspektive im Roman „Schicksale hinter Schreibmaschinen“

Analyse der Frauenfiguren

Analyse der neuen Frau im Roman

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Werk „Schicksale hinter Schreibmaschinen“ von Christa Anita Brück aus dem Jahr 1930, um die Protagonistin Frau Brückner im Hinblick auf das gesellschaftliche Konstrukt der „neuen Frau“ in der Weimarer Republik zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Romanfigur als Repräsentantin dieses neuen Frauentypus gelten kann und welche narrativen Strukturen diese Einordnung stützen oder hinterfragen.

  • Historischer Kontext der Frauenrolle in der Weimarer Republik
  • Konstrukt der neuen Frau und ihre verschiedenen Ausprägungen
  • Narratologische Untersuchung mittels des Modells von Wolf Schmid
  • Analyse der Frauenfiguren und deren Handlungsspielräume
  • Problematisierung des gesellschaftlichen Umgangs mit weiblicher Erwerbstätigkeit

Auszug aus dem Buch

Die Erzählperspektive im Roman „Schicksale hinter Schreibmaschinen“

Die Autorin Christa Brück erscheint nicht in ihrem Roman. Es ist jedoch auffällig, dass es Ähnlichkeiten zwischen Frau Brückner und der Autorin gibt. Beispielsweise gibt es die Analogie zwischen dem Namen der Protagonistin, Frau Brückner, und der Autorin, Christa Brück. Jedoch sind autobiographische Interpretationen teilweise schwierig zu legitimieren.

Der Roman ist hauptsächlich von der personellen Perspektive der Protagonistin geprägt. Obwohl die Geschehnisse durch die Augen von Frau Brückner dargelegt werden, muss berücksichtigt werden, dass die Geschehnisse von der Verfasserin des Romans ausgewählt wurden. Die Gedankenwelt von Frau Brückner wird hervorgehoben. Die wörtliche Rede dient hierbei als eine weitere Kerninformationsquelle. Zu Beginn prophezeit die Figur „Urschl“ der Protagonistin, dass ihr Leben in der Berufswelt voller Leid geprägt sein würde und dass der einzige Weg aus dieser Misere eine Heirat sei. Diese Vorahnung als auktorialen Erzählstil zu interpretieren, erscheint jedoch als zu weit gegriffen. Die Kollegin Urschl warnt sie vor ihrem Schicksal und rät ihr inständig zu heiraten. Frau Brückner versucht sie zu beruhigen und die Situation zu entschärfen. Dass Frau Brückner diese Situation unterschätzt liegt an den unterschiedlichen Erfahrungen der Frauen. Durch ihre Erlebnisse weiß Urschl, dass eine Krankheit ihren Job kosten kann. Frau Brückner reagiert am Ende des Buches ähnlich auf ihre eigene Krankheit und ist panisch, aus Angst um ihre Anstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des historischen Kontextes der neuen Frau und der Fragestellung der Arbeit unter Einbeziehung der narratologischen Basis nach Wolf Schmid.

Einordnung in den historischen Kontext: Darstellung der schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage für Frauen in der Weimarer Republik nach dem Ersten Weltkrieg.

Das Konstrukt der neuen Frau: Definition der Merkmale der neuen Frau, wie berufliche Selbstständigkeit und Emanzipation, sowie deren Wahrnehmung in der Gesellschaft der 1920er Jahre.

Erzählperspektiven und Erschließung des narrativen Konstrukts: Theoretische Einführung in die narratologischen Modelle zur Perspektivanalyse, insbesondere nach Wolf Schmid.

Die Erzählperspektive im Roman „Schicksale hinter Schreibmaschinen“: Untersuchung der personellen Erzählweise im Roman und der erzählerischen Vermittlung der Protagonistin.

Analyse der Frauenfiguren: Detaillierte Betrachtung der Protagonistin sowie ihrer Kolleginnen im Hinblick auf Arbeitsbedingungen und fehlende Solidarität.

Analyse der neuen Frau im Roman: Zusammenfassende Bewertung von Frau Brückner als neue Frau unter Berücksichtigung ihrer Ziele, ihrer Moralvorstellungen und ihres Scheiterns.

Fazit: Resümee der Analyse unter Bestätigung der Romanfigur als Beispiel für das Scheitern der neuen Frau an den gesellschaftlichen Strukturen der 1920er Jahre.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, neue Frau, Christa Anita Brück, Schicksale hinter Schreibmaschinen, Narratologie, Wolf Schmid, Erwerbstätigkeit, Frauenbewegung, Rollenbild, Geschlechterrollen, Arbeitswelt, Emanzipation, Literaturanalyse, personelle Perspektive, soziale Ungleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Romanwerk von Christa Brück und untersucht, inwieweit die Protagonistin Frau Brückner die Merkmale des gesellschaftlichen Konstrukts der „neuen Frau“ in der Weimarer Republik erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Frau in der Erwerbsarbeit, die gesellschaftlichen Erwartungen jener Zeit, die fehlende Solidarität unter Frauen sowie die erzähltheoretische Aufarbeitung des Romans.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Romanheldin als „neue Frau“ bezeichnet werden kann, sowie die Untersuchung der narrativen Mittel, die diesen Text konstituieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methodik der Erzählperspektiven nach Wolf Schmid angewandt, um den Text strukturiert anhand der perzeptiven, ideologischen und sprachlichen Perspektive zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der erzählerischen Perspektiven im Roman und eine inhaltliche Untersuchung der Frauenfiguren im Kontext ihrer Arbeitswelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen: neue Frau, Weimarer Republik, Erwerbstätigkeit, Geschlechterrollen, Narratologie und soziale Diskriminierung.

Wie bewertet die Arbeit das Scheitern der Protagonistin am Ende des Romans?

Das Scheitern wird nicht als Ausschlusskriterium für das Konstrukt der neuen Frau gesehen, sondern als realistische Darstellung der gesellschaftlichen Hindernisse und der fehlenden Akzeptanz für emanzipierte Frauen in den 1920er Jahren.

Welche Bedeutung hat das Verhalten der Kolleginnen im Roman?

Das oft unkollegiale oder feindselige Verhalten der Kolleginnen dient im Roman als Darstellung einer feindlichen Umwelt, die durch internalisierten Sexismus und den harten Konkurrenzkampf um begrenzte Arbeitsplätze geprägt ist.

Inwiefern beeinflusst der historische Kontext die Erzählung?

Die historische Situation von Inflation und Arbeitsmarktnot nach dem Ersten Weltkrieg bildet den Rahmen, der die Protagonistin in ihrer Suche nach einer Lebensanstellung maßgeblich einschränkt und ihre Abhängigkeiten definiert.

Warum ist das narratologische Modell von Wolf Schmid für diese Untersuchung zentral?

Es ermöglicht eine differenzierte Analyse, wie die Autorin die Sichtweise der Protagonistin nutzt, um Themen wie Ungerechtigkeit und berufliche Diskriminierung für den Leser nachvollziehbar zu machen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Konstrukt der neuen Frau in Christa Brücks "Schicksale hinter Schreibmaschinen"
Universidad
University of Heidelberg
Curso
Literatur von Frauen in der Weimarer Republik
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
24
No. de catálogo
V1060813
ISBN (Ebook)
9783346473172
ISBN (Libro)
9783346473189
Idioma
Alemán
Etiqueta
Neue Frau Schicksäle hinter Schreibmaschinen Weimarer Republik Erzählperspektiven Wolf Schmid
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Das Konstrukt der neuen Frau in Christa Brücks "Schicksale hinter Schreibmaschinen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060813
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