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Chronifizierungsprozesse bei Rückenschmerzen

Título: Chronifizierungsprozesse bei Rückenschmerzen

Trabajo Escrito , 2001 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dominik Eckardt (Autor)

Trabajo social
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Einführend kann Schmerz als „komplexe Sinneswahrnehmung unterschiedlicher Qualität“ definiert werden, welche in der Regel durch die „Störung des Wohlbefindens als lebenswichtiges Symptom von Bedeutung ist und in chronischer Form einen eigenen Krankheitswert erlangt“.1 Nach Jänig ist Schmerz ein Phänomen, „das eine aktive Antwort des Organismus auf periphere Reize ist, und aus vier Komponenten besteht: Erstens einer sensorisch-diskriminativen, zweitens einer kognitiven, drittens einer affektiven und viertens einer autonomen bzw. somatomotorischen Komponente“. Demnach ist Schmerz das Ergebnis der Interaktion des peripheren mit verschiedenen Instanzen des zentralen Nervensystems.
Als Nozizeption werden die physiologischen Vorgänge verstanden (Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung der noxischen Reize), als Schmerzerfahrung wird das psychophysiologische Phänomen verstanden (emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Momente). Berichtet ein Mensch von seinen Schmerzen, so meint er seine Schmerzwahrnehmung, seine Schmerzerfahrung und sein Schmerzerleben – damit kommt zum Ausdruck, dass die gesamte Person durch die Schmerzen beeinträchtigt wird.2
[...]
1 Pschyrembel (1994): 1380.
2 vgl. Ruoß (1998): 15.

Extracto


Gliederung

I. Einleitung

II. Terminologische Klärung

1. Schmerz

2. Akuter vs. chronischer Schmerz

3. Chronischer Schmerz

III. Psychologische Aspekte des chronischen Schmerzes, der Schmerzverarbeitung und der Chronifizierung von Schmerzen

1. Das operante Modell

2. Diathese-Stress-Modell

3. Psychodynamische Erklärungsprinzipien

4. Weitere Erklärungsprinzipien

5. Psychosoziale Befunde

IV. Chronische Rückenschmerzen

1. Allgemeines

2. Rückenschmerz ohne Pathologie

3. Prävention chronischer Rückenschmerzen

4. Risikofaktoren für chronische Rückenschmerzen

V. Psychologische Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen (Rücken)Schmerzen

1. Entspannungsverfahren

2. Operante Schmerztherapie

3. Biofeedback

4. Kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ansatz

VI. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen, die der Chronifizierung von Schmerzprozessen zugrunde liegen, mit einem besonderen Fokus auf chronische Rückenschmerzen. Ziel ist es, die Grenzen des rein somatisch-pathologischen Erklärungsmodells aufzuzeigen und die Bedeutung psychologischer Therapieansätze für eine ganzheitliche Schmerzbehandlung zu beleuchten.

  • Phänomenologie und Differenzierung zwischen akutem und chronischem Schmerz
  • Psychologische Erklärungsmodelle (operant, Diathese-Stress, psychodynamisch)
  • Multifaktorielle Ursachen und Risikofaktoren chronischer Rückenschmerzen
  • Psychologische Interventionen: Entspannungsverfahren, operative Schmerztherapie, Biofeedback und kognitive Verhaltenstherapie

Auszug aus dem Buch

1. Schmerz

Einführend kann Schmerz als „komplexe Sinneswahrnehmung unterschiedlicher Qualität“ definiert werden, welche in der Regel durch die „Störung des Wohlbefindens als lebenswichtiges Symptom von Bedeutung ist und in chronischer Form einen eigenen Krankheitswert erlangt“.1 Nach Jänig ist Schmerz ein Phänomen, „das eine aktive Antwort des Organismus auf periphere Reize ist, und aus vier Komponenten besteht: Erstens einer sensorisch-diskriminativen, zweitens einer kognitiven, drittens einer affektiven und viertens einer autonomen bzw. somatomotorischen Komponente“. Demnach ist Schmerz das Ergebnis der Interaktion des peripheren mit verschiedenen Instanzen des zentralen Nervensystems.

Als Nozizeption werden die physiologischen Vorgänge verstanden (Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung der noxischen Reize), als Schmerzerfahrung wird das psychophysiologische Phänomen verstanden (emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Momente). Berichtet ein Mensch von seinen Schmerzen, so meint er seine Schmerzwahrnehmung, seine Schmerzerfahrung und sein Schmerzerleben – damit kommt zum Ausdruck, dass die gesamte Person durch die Schmerzen beeinträchtigt wird.2

Die Schmerzdefinition der IASP (International Association for the Study of Pain) definiert maßgeblich Schmerz als „ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“3 Dementsprechend fallen die meisten Definitionen ähnlich aus – wie zum Beispiel die von Engel. Der beschreibt Schmerz als „eine grundlegende unangenehme Empfindung, die dem Körper zugeschrieben wird und dem Leiden entspricht, das durch die psychische Wahrnehmung einer realen, drohenden oder phantasierten Verletzung hervorgerufen wird.“4 In beiden Definitionen wird auf die Kausalkette der Gewebeschädigung und die Schmerzreaktion verwiesen, womit Schmerz nicht eine reine Reizempfindung ist. Zu der Nozizeption kommt auch ein persönlich gefärbter, emotional und kognitiv bewerteter Aspekt kommt.5

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, Chronifizierungsprozesse bei Schmerzen und insbesondere Rückenschmerzen unter Berücksichtigung psychologischer Behandlungsmöglichkeiten zu untersuchen.

II. Terminologische Klärung: Dieses Kapitel definiert den Schmerzbegriff, unterscheidet zwischen akutem und chronischem Schmerz und klärt die medizinisch-psychologischen Grundlagen.

III. Psychologische Aspekte des chronischen Schmerzes, der Schmerzverarbeitung und der Chronifizierung von Schmerzen: Das Kapitel erläutert verschiedene theoretische Modelle, darunter das operante Modell und das Diathese-Stress-Modell, um die Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzzustände zu erklären.

IV. Chronische Rückenschmerzen: Es wird der Paradigmenwechsel vom rein pathologischen zum multifaktoriellen Modell vollzogen und diskutiert, warum Patienten ohne anatomische Befunde chronische Rückenschmerzen entwickeln.

V. Psychologische Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen (Rücken)Schmerzen: Der Abschnitt stellt verschiedene therapeutische Verfahren wie Entspannungstechniken, Biofeedback und kognitive Verhaltenstherapie vor, die auf die Veränderung der Schmerzverarbeitung abzielen.

VI. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die Heilung chronischer Schmerzsyndrome primär durch die aktive Veränderung des Patientenverhaltens und der kognitiven Einstellungen erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

Chronischer Schmerz, Rückenschmerzen, Chronifizierung, Nozizeption, Psychosomatik, Operantes Modell, Diathese-Stress-Modell, Schmerztherapie, Entspannungsverfahren, Biofeedback, Kognitive Verhaltenstherapie, Schmerzverarbeitung, Multimodale Therapie, Rehabilitation, Schmerzverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt das Phänomen der Chronifizierung von Schmerzen mit einem speziellen Fokus auf chronische Rückenschmerzen und die Bedeutung psychologischer Faktoren bei deren Entstehung und Behandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Schmerz, psychologische Erklärungsmodelle, den Paradigmenwechsel bei Rückenschmerzen und verschiedene psychologische Therapieansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die psychologischen Hintergründe chronischer Schmerzsyndrome aufzuzeigen und darzulegen, wie eine psychotherapeutische Begleitung zur Linderung oder Bewältigung beitragen kann.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf verhaltensmedizinische und psychologische Konzepte wie das operante Konditionierungsmodell, das Diathese-Stress-Modell und psychodynamische Erklärungsansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die psychischen Komponenten der Schmerzverarbeitung, die Risikofaktoren für chronische Rückenschmerzen und stellt konkrete Behandlungsmethoden wie Entspannungstraining und Biofeedback vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schmerzchronifizierung, Psychosomatik, Schmerzverarbeitung, kognitive Verhaltenstherapie und multimodale Schmerztherapie charakterisiert.

Was versteht man unter dem "algogenen Psychosyndrom"?

Dies beschreibt ein Krankheitsbild bei Schmerzpatienten, das durch soziale Isolation, psychische Beeinträchtigungen wie Depressionen und Katastrophisieren sowie eine starke Körperzentrierung gekennzeichnet ist.

Warum ist das "patho-anatomische Modell" bei chronischen Rückenschmerzen oft unzureichend?

Da in ca. 90% der Fälle keine spezifische anatomische Läsion (wie ein Bandscheibenvorfall) die Schmerzen erklärt, reicht ein rein physisches Erklärungsmodell nicht aus, um die Chronifizierung zu verstehen.

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Detalles

Título
Chronifizierungsprozesse bei Rückenschmerzen
Universidad
Erfurt University of Applied Sciences
Calificación
1,3
Autor
Dominik Eckardt (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
26
No. de catálogo
V106091
ISBN (Ebook)
9783640043705
ISBN (Libro)
9783640750016
Idioma
Alemán
Etiqueta
Chronifizierungsprozesse Rückenschmerzen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Eckardt (Autor), 2001, Chronifizierungsprozesse bei Rückenschmerzen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106091
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