Der Einsatz und die Auswirkung von Robotic Process Automation (RPA) in bestehenden Prozesslandschaften


Bachelorarbeit, 2021

48 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation
1.2. Zielsetzung und Methodik der Bachelorarbeit
1.3. Aufbau der Bachelorarbeit
1.4. Aktueller Forschungsstand

2. Was ist Robotic Process Automation?
2.1. Definition von RPA
2.2. Wichtige Begriffe
2.2.1. Robot-Lizenz / RPA-Bot
2.2.2. RPA-Software
2.2.3. RPA-Arten
2.2.3.1. Attended RPA-Bots
2.2.3.2. Unattended RPA-Bots
2.2.4. Artefakt
2.2.5. Happy-path
2.2.6. Exception handling
2.3. Technische Sicht
2.4. Unternehmerische Sicht
2.5. Prozessuale Sicht

3. Anwendungsbeispiele aus der Praxis
3.1. Back Office - Tätigkeiten
3.2. Frontend-Assistenten
3.3. Web-Automatisierung
3.4. Migration

4. Ergebnisauswertung
4.1. Einführung & Entwicklung
4.1.1. Idee, Konzeption und Realisierung
4.1.2. Workshops, Schulungen, Training und Wissenstransfer
4.1.3. Umsetzung und Investition
4.2. Einsatz & Skalierung
4.2.1. Kosten
4.2.2. Einsparungen & Vorteile
4.2.3. Nachteile & Grenzen
4.3. Auswirkungen

5. Schlussteil
5.1. Fazit
5.2. Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ausgangssituation

Auf etwa 21,5 % soll sich der Anteil der über 60-Jährigen in der Weltbevölkerung nach Berechnungen der UN bis 2050 erhöhen. Im Jahre 1950 lag dieser Anteil noch bei 8 %.1

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt zeigt sich ein Mangel an Nachwuchsfachkräften, während sich gleichzeitig immer mehr Menschen in ihren Ruhestand begeben. In Anbetracht des demografischen Wandels gewinnt daher die digitale Transformation zunehmend an Bedeutung. In den letzten Jahren wurde vor allem Digitalisierung betrieben, indem Daten, die vorher in analoger Form vorlagen, in digitale Daten umgewandelt wurden. Bei der digitalen Transformation sollen standardisierte Prozesse, die aktuell noch manuell von Angestellten ausgeführt werden, zukünftig automatisiert erfolgen. Erweiterungen der Bestands-/Altsysteme, die dazu führen, dass Aufgaben automatisiert übernommen werden, erscheinen dabei als sinnvolle Unterstützung und Entlastung. Allerdings kann eine solche Erweiterung aufgrund von nicht mehr vorhandenem Wissen zu den schon eingesetzten Systemen nicht immer vollzogen werden, da beispielsweise die ursprünglichen Entwickler nicht mehr im Unternehmen sind. Alternativ kann die Realisierung eines von Grund auf neuen Programmes in Betracht gezogen werden. Diese Alternative wird jedoch aufgrund von Zeitmangel oder fehlenden Geldes oft wieder verworfen.

An dieser Stelle sollen die Möglichkeiten von „Robotic Process Automation“, kurz RPA, ansetzen. Obwohl sich aus dem Begriff das Wort „Roboter“ herleiten lässt, wird nicht, wie möglicherweise anzunehmen, ein Roboter, den man aus Fertigungen der Autoherstellung kennt, sondern eine Software eingesetzt. Diese Softwareroboter können regelbasierte und repetitive digitale Aufgaben übernehmen. Unter Anwendung weiterer Technologien können die Softwareroboter darüber hinaus sogenannte „Machine-Learning-Fähigkeiten“ besitzen. Dadurch können sie sich selbst in eine Umgebung einarbeiten und ihre Effizienz mit jeder Ausführung eines Prozessdurchlaufes steigern.

Die einfachste Art der RPA-Bots (Bot: Kurzform von Roboter), die Teil einer RPA-Software sind, kann durch die Unternehmen in kurzer Zeit mit Hilfe des Einsatzes von vorkonfigurierten Bausteinen verwendet werden. Diese Bots bedienen entweder Schnittstellen zu bereits bestehenden Programmen oder können darüber hinaus vollständige Bearbeitungsprozesse ersetzen.

1.2. Zielsetzung und Methodik der Bachelorarbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es, herausfinden, welche Einsatzgebiete für RPA sinnvoll sind und welche Auswirkungen der Einsatz in den jeweiligen Arbeitsbereichen hat. Konkret werden hierzu bestehende Prozesslandschaften und Anwendungen aus dem Web, aus der Migration, dem Backoffice und dem Frontoffice behandelt. Es soll auch kritisch hinterfragt werden, wann nicht auf RPA gesetzt werden sollte.

Als Methode wird vorhandene Literatur zu Rate gezogen. Außerdem werden praktische Erfahrungen zu bereits entwickelten RPA-Robotern eingebracht.

1.3. Aufbau der Bachelorarbeit

Die Arbeit ist in fünf Kapitel eingeteilt. Das erste Kapitel stellt die Einleitung mit einer Übersicht zu dem aktuellen Forschungsstand dar. Mit Kapitel 2 soll zunächst „Robotic Process Automation“ definiert werden. Wichtige Begriffe werden erläutert und die jeweiligen Sichtweisen aus Technik und Wirtschaft vertieft. Anschließend werden im dritten Kapitel Anwendungen aus der Praxis beschrieben und im Sinne der Zielsetzung dieser Arbeit analysiert. Im darauffolgenden Kapitel 4 sollen Ergebnisse aus der Analyse und den gängigen Kennzahlen gebildet werden. Abschließend werden die Ergebnisse in einem Fazit zusammengefasst wiedergegeben und ein Ausblick zu dem zukünftigen Einsatz der RPA-Technologie geboten (Kapitel 5).

1.4. Aktueller Forschungsstand

Bei „Robotic Process Automation“ handelt es sich um eine noch recht junge Technologie, die inzwischen global bekannt ist. Ein erster eindeutiger Bezug dazu lässt sich im Jahre 2015 in einer durchgeführten Fallstudie bei dem Unternehmen Telefonica o2 finden.2 Diverse Aufsätze boten im Weiteren Einblicke in die Technologie, zeigten Abgrenzungen zu anderen Technologien und erschlossen mögliche Anwendungsbereiche. Zudem folgten Experteninterviews und weitere Fallstudien anderer Unternehmen.3

Auf die Fallstudien soll im dritten Kapitel Bezug genommen werden.

Viele offene Fragen, die sich bei dem Einsatz von RPA ergeben, sind dem Bereich Human Resources zuzuordnen. Der Wegfall von diversen beruflichen Tätigkeiten und die entsprechende Auswirkung sowie der Umgang zwischen Mensch und Maschine werden kontrovers diskutiert.4

Weiterhin ergeben sich aktuell besonders Fragen aus den Bereichen IT-Security und Compliance: Welche Berechtigungen darf/sollte ein Roboter haben und was soll bei möglichen Fehlern passieren, die einem Roboter unterlaufen? Wer übernimmt die Haftung dafür? Darüber hinaus wird der Bereich Controlling mit den Punkten Messbarkeit, Prüfbarkeit und Dokumentation tangiert. Die genannten Aspekte sollen allerdings nicht Hauptbestandteil dieser Arbeit sein.5

2. Was ist Robotic Process Autom ation?

Bevor sich mit aktuellen technischen und wirtschaftlichen Sichtweisen und Praxisbeispielen beschäftigt werden kann, soll zunächst eine Definition herausgearbeitet werden.

2.1. Definition von RPA

Es handelt sich dabei eher um einen Versuch, eine genaue Definition zu finden, da sich die verschiedenen Quellen zurzeit nicht vollständig einig sind.6 Es lassen sich dennoch Überschneidungen feststellen, sodass sich Kernaussagen herleiten lassen. Die Unterschiede können vor allem dadurch erklärt werden, dass es sich um eine, wie unter Punkt 1.4. beschrieben, noch nicht weit in der Anwendung verbreitete Technologie handelt.

Der Konsens liegt klar in der Tatsache, dass es sich bei RPA nicht um eine physische Maschine, sondern um eine installierbare Software handelt. Diese Software soll insbesondere Arbeitnehmer in ihren Tätigkeiten unterstützen oder diese vollständig übernehmen. Dabei erstreckt sich die Verarbeitung über die komplette zur Verfügung stehende Systemlandschaft. Damit sind sowohl installierte Programme (wie beispielsweise ein Mailprogramm), der Server und seine angelegten Ordner wie auch eine mögliche Anbindung zum Web gemeint. Wenn die RPA-Software eingesetzt wird, werden keine tiefgreifenden Änderungen der bestehenden Systemlandschaft oder der bereits vorhandenen Prozesse benötigt. Vielmehr soll die Software vorliegende Lücken füllen und Schnittstellen innerhalb eines Programmes oder zwischen mehreren Programmen untereinander schaffen. Die Technologie wird auch als „non-invasiv“ bezeichnet, da eine Rückabwicklung jederzeit möglich ist. RPA kann ohne Schwierigkeiten die gegebene Benutzeroberfläche nutzen; so als würde ein Mensch vor dem Computer sitzen und seine Arbeitsschritte durchführen.7

An sich ist RPA ohne eine künstliche Intelligenz ausgestattet und kann daher nur „stumpf“ auf Schaltflächen klicken. Es bestehen zusätzlich Kombinationsmöglichkeiten zu anderen Technologien wie der Texterkennung (englisch: optical character recognition, Abk. OCR). Damit ist es möglich, Dateien, die Texte und Zahlen beinhalten, durch RPA-Bots lesen zu lassen.

Es können beispielsweise Daten aus Rechnungen automatisiert gelesen, erfasst und zur weiteren Verarbeitung genutzt werden.8

Weitere typische RPA-Prozesse werden in der folgenden Abbildung aufgezeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Typische RPA-Prozessschritte9

Der Abbildung kann entnommen werden, dass vielzählige Möglichkeiten zur Automatisierung gegeben sind. Die Kombination und/oder Weiterentwicklung der in der Abbildung beispielhaft genannten RPA-Prozesse und die Neuentwicklung weiterer eigener Prozesse führen zu einem RPA-Programm, welches komplette Geschäftsprozess innerhalb eines Unternehmens abbilden kann.

2.2. Wichtige Begriffe

Wie bereits oben bei der Definition angemerkt, besteht auch bei den sonstigen Begrifflichkeiten aus dem RPA-Bereich noch keine vollständige Einigung. Dennoch kristallisieren sich die im Nachfolgenden näher dargestellten Begriffe heraus. Sie sollen im Weiteren dieser Arbeit entsprechend ausgelegt und verwendet werden.

2.2.1. Robot-Lizenz / RPA-Bot

RPA-Softwarehersteller und -anbieter stellen interessierten Unternehmen RPA-Bots in Form von Lizenzen zur Verfügung. Eine Lizenz oder auch ein RPA-Bot entsprechen in der Regel einer 24/7 nutzbaren Einheit, der Arbeiten zugewiesen werden können. Die Anzahl der Lizenzen entspricht folglich der virtuellen Kapazität.,10,11

2.2.2. RPA-Software

Entwickler können mit Hilfe der Software RPA-Bots konfigurieren und modifizieren.12 Sie stellt somit die Entwicklerumgebung dar. Administratoren können im nächsten Schritt die RPA-Bots aufeinander abstimmen und koordinieren. Außerdem lässt sich ein Report aus der Software entnehmen, der beispielweise aufzeigt, welche Tätigkeiten in welcher Zeit ausgeführt wurden. Dieser Bericht kann am Ende oder bereits während eines laufenden Prozesses regelmäßig exportiert und an die jeweiligen Geschäftsbereiche übermittelt werden.13

2.2.3. RPA-Arten

Im Wesentlichen lassen sich die RPA-Bots in zwei Kategorien unterteilen:

2.2.3.1. Attended RPA-Bots

Eine weitere Bezeichnung dafür lautet „Robotic Desktop Automation“ (RDA).14 Diese Art der RPA-Bots befinden sich lokal auf den Maschinen der Mitarbeiter und können eigenständig entwickelt, konfiguriert und gestartet werden. Dabei sind die Rechner der Mitarbeiter bei dem Start der RPA-Bots nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzbar. Eine zentrale Qualitätssicherung der von den Mitarbeitern entwickelten Bots ist nicht möglich. Genauso ist eine Aktualisierung von außen nicht durchführbar. Die benötigte Anzahl der Lizenzen wird hierbei an der Anzahl der Mitarbeiter, die einen RPA-Bot nutzen sollen, bemessen. Der Umgang damit muss zudem trainiert werden. Ein „Attended RPA-Bot“ bekommt die gleichen System-Berechtigungen wie der jeweilige Mitarbeiter. Das kann zu viel aber auch zu wenig sein. Denn überschreitet der Bot die ihm zugeteilte Aufgabe oder führt er diese fehlerhaft im Namen des Mitarbeiters aus, kann das zu weitreichenden Konsequenzen führen. Andererseits könnten die Berechtigungen eines Mitarbeiters nicht ausreichend sein, um die Prozesse noch effizienter zu gestalten.15

2.2.3.2. Unattended RPA-Bots

Unattended RPA-Bots laufen auf zentral gesteuerten virtuellen Maschinen und werden in der Regel von einem Team entwickelt und gelenkt. Es liegt somit eine Plattform vor, wenn mehrere RPA-Bots von einer RPA-Software aus betrieben werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass RPA-Bots mit anderen RPA-Bots zusammenarbeiten (Orchestral). Wichtig ist, dass das RPA-Team sich eine genaue Beschreibung aus den jeweiligen Fachbereichen für die Prozessgestaltung einholt und festlegt, wie mit möglichen Fehlern umzugehen ist, wenn zum Beispiel nicht lesbare Dateien vorliegen. Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass, anders als beim Attended RPA-Bot, Berechtigungen speziell auf den jeweiligen Fall bezogen erteilt werden.16

2.2.4. Artefakt

Artefakte bilden die Bausteine für einen RPA-Prozess und sind entweder bereits in der Software hinterlegt oder müssen entwickelt werden (Beispielfunktion: Erstellen eines Ordners). Die Artefakte können dann zentral für andere Entwicklungen hinterlegt oder exportiert werden. Es entwickelt sich somit im Laufe der Zeit eine Bibliothek, die modular für weitere Projekte genutzt werden kann, wodurch mögliche Skalierungseffekte innerhalb einer RPA-Plattform erzielbar sind.17

2.2.5. Happy-path

Es wird im RPA-Prozess nur der direkt funktionierende Weg beschrieben, wobei mögliche Abweichungen oder Fehler nicht berücksichtigt werden.18

2.2.6. Exception handling

Mehr oder weniger Intelligenz erhalten die RPA-Bots durch das Hinzufügen von Anweisungen, durch die bestimmt wird, was bei einem Fehler oder bei Anomalien während eines Durchgangs passieren soll. In der Regel soll der Durchgang wiederholt oder an einer anderen Stelle fortgesetzt werden. Bei einem vollständigen Abbruch muss der Administrator automatisiert alarmiert werden.19

2.3. Technische Sicht

Der Anbietermarkt mit seine Softwarelösungen wächst und sowohl kleinere als auch größere Unternehmen beschäftigen sich mit eigenen Entwicklungen im RPA-Bereich. Die SAP AG hat sich zum Beispiel Ende 2018 mit „Contextor“ eine eigene RPA-Lösung für ihre Softwareumgebung eingekauft.20 Branchenpioniere und damit führend sind die drei Unternehmen „UiPath“, „Automation Anywhere“ und die „Blue Prism Group“, die sich zum Teil seit fast zwei Jahrzenten mit der Thematik der Prozessautomatisierung beschäftigen.21

Im Grunde verfolgen alle RPA-Lösungen den gleichen Ansatz. Es soll wenig bis keine Entwicklung stattfinden, die Konfiguration soll möglichst einfach sein und es soll die Möglichkeit der speziellen Anpassung an die Wünsche der Unternehmen (Customizing) geben. Die folgenden fünf Optionen können dafür innerhalb einer RPA-Software bestehen:

1. Codemodul zur Programmierung
2. Grafische Benutzeroberflächen
3. Recorder zur Aufzeichnung von eigenen Tätigkeiten
4. No-Code-Lösungen, bei denen feste Prozesse bereits integriert sind
5. Bots, die eigenständig lernen22

In der Regel setzt man auf eine grafische Benutzeroberflächen, wobei bereits Prozessbausteine existieren, die in einem „Flowchart“ per „Drag-and-Drop“ gemanagt werden können. Vorab hat man die Möglichkeit, einen eventuell integrierten Recorder zu nutzen, der die notwendigen Schritte innerhalb einer Tätigkeit aufnehmen würde. Danach kann, wenn der Bedarf besteht, das Aufgenommene mit einem eigenen Code optimiert oder mit zusätzlichen Schritten erweitert werden.

Grundsätzlich wird von dem Entwickler ein prozessuales Denken erwartet, womit die kleinsten Schritte innerhalb einer manuellen Tätigkeit erfasst und im Programm gespiegelt werden. Der RPA-Bot soll schließlich die gleichen Schritte wie der Mensch vollständig und genau durchführen.23 Als Beispiel kann aufgeführt werden, dass ein Mailprogramm zunächst geöffnet werden muss, bevor überhaupt eine E-Mail gelesen werden kann. Solche Handlungen, die für einen Menschen selbstverständlich sind, müssen berücksichtigt und aufgenommen werden.

Schaut man sich die Entwicklungsumgebungen der jeweiligen Anbieter an, stellt man fest, dass diese sich im Aufbau sehr ähneln. Diese Ähnlichkeit soll anhand der beiden hier beispielhaft verwendeten Abbildungen verdeutlicht werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Blue Prism: Process Studio -

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: UiPath Studio Document Understanding process

Load Queue process24 25

Zumeist gibt es Bereiche mit Funktionsbausteinen und Bereiche mit Prozessdiagrammen, die auch als „Flowcharts“ bezeichnet werden. Die Prozesse werden damit grafisch dargestellt. Im Detail betrachtet erinnern die Diagramme an gängige Geschäftsprozessmodelle/ -notationen wie UML oder BPMN und können daher von Business Analysten relativ schnell verstanden und benutzt werden. In den nun platzierten Bausteinen befindet sich die Logik, die individuell angepasst und erweitert werden kann. Das Testen der Entwicklung kann jederzeit angestoßen werden. So werden die mit Hilfe des Prozessdiagramms dargestellten Schritte immer wieder durchlaufen. Liegt ein Fehler vor, kann festgestellt werden, an welcher Stelle dieser aufgetreten ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Beispielhafte RPA-Architektur in Abhängigkeit der jeweiligen (Ausschnitt)

Wird der getestete Prozess vollständig und korrekt ausgeführt, kann dieser gespeichert und an einen RPA-Bot (Runner) übergeben werden, der zukünftig die entsprechende Aufgabe übernimmt. Wenn mehrere Prozesse entwickelt wurden, die parallel ausgeführt werden sollen, entsteht, wie in der nebenstehenden Abbildung dargestellt, eine sogenannte Produktiv-Architektur. Eine Steuerungseinheit, die in der Regel auch ein RPA-Bot ist, übernimmt dann die Beobachtung und Koordination der Runner. Auf dem RPA-Anwendungsserver befindet sich die RPA-Software, die mit einem Datenbankserver agieren kann.

und Koordination der Runner. Auf dem RPA-Anwendungsserver befindet sich die RPA-Software, die mit einem Datenbankserver agieren kann.26

2.4. Unternehmerische Sicht

Im Rahmen der digitalen Transformation beschäftigen sich Unternehmen aktuell vor allem mit den folgenden Themen: Big Data, Internet of Things (IoT), Cloud Computing, Blockchain, IT-Sicherheit und Automatisierung. RPA wird dabei als Teil der Business Process Automation (BPA) angesehen und ist somit neben VBA-Makros, Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) einzuordnen.27

[...]


1 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung: Demografischer Wandel. Abgerufen am 25.02.2021, von https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und- fakten/globalisierung/52811

2 Vgl. Lacity, Mary, Willcocks, Leslie und Craig, Andrew: Paper 15/02 Robotic Process Automation at Telefonica O2, S. 1.

3 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie - Implementierung - Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 4-5.

4 Vgl. Jenni Thier: Mensch gegen Maschine. Abgerufen am 25.02.2021 von, https://www.faz.net/-gym-8j7j8

5 Vgl. Kuss, Christian, Lagenheim, Niccolo und Rath, Michael: So wird RPA rechtssicher. Abgerufen am 25.02.2021 von, https://www.cowo.de/a/3549436

6 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie - Implementierung - Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 7.

7 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie - Implementierung - Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 8.

8 Vgl. ebd.

9 Typische RPA-Prozessschritte [Bild/Grafik]. Robotic Process Automation -Ein Leitfaden für Führungskräfte zur erfolgreichen Einführung und Betrieb von Software-Robots im Unternehmen, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S.16.

10 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie - Implementierung - Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 8.

11 Vgl. Koch, Christina und Fedtke, Stephen: Robotic Process Automation - Ein Leitfaden für Führungskräfte zur erfolgreichen Einführung und Betrieb von Software-Robots im Unternehmen, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S. 6.

12 Vgl. ebd. S. 6.

13 Vgl. Langmann, Christian und Turi, Daniel: Robotic Process Automation (RPA) - Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen - Voraussetzungen, Funktionsweise und Implementierung am Beispiel des Controllings und Rechnungswesens, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S. 31.

14 Vgl. ebd. S. 5.

15 Vgl. Koch, Christina und Fedtke, Stephen: Robotic Process Automation - Ein Leitfaden für Führungskräfte zur erfolgreichen Einführung und Betrieb von Software-Robots im Unternehmen, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S. 8, 114-115.

16 Vgl. Koch, Christina und Fedtke, Stephen: Robotic Process Automation - Ein Leitfaden für Führungskräfte zur erfolgreichen Einführung und Betrieb von Software-Robots im Unternehmen, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S. 8.

17 Vgl. ebd. S. 6.

18 Vgl. ebd. S. 6.

19 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie - Implementierung - Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 46.

20 Vgl. Kerkmann, Christof: CONTEXTOR-ÜBERNAHME - Softwareroboter für Unternehmen: SAP verstärkt sich bei Künstlicher Intelligenz. Abgerufen am 26.02.2021 von, https://www.handelsblatt.com/23653298.html

21 Vgl. Langmann, Christian und Turi, Daniel: Robotic Process Automation (RPA) - Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen - Voraussetzungen, Funktionsweise und Implementierung am Beispiel des Controllings und Rechnungswesens, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S. 35.

22 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie - Implementierung - Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 16.

23 Vgl. Koch, Christina und Fedtke, Stephen: Robotic Process Automation - Ein Leitfaden für Führungskräfte zur erfolgreichen Einführung und Betrieb von Software-Robots im Unternehmen, Springer Gabler (Wiesbaden 2020), S. 2.

24 Blue Prism: Process Studio - Load Queue process [Bild/Grafik]. Blue Prism - Foundation Training Setup Guide Version LMS-6.2.1, Warrington 2019, S. 5.

25 UiPath Studio Document Understanding process [Bild/Grafik]. Abgerufen am 27.02.2021 von, https://www.uipath.com/blog/introducing-document-understanding-process- documents-intelligently

26 Beispielhafte RPA-Architektur in Abhängigkeit der jeweiligen (Ausschnitt) [Bild/Grafik]. Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie – Implementierung – Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 20.

27 Vgl. Smeets, Mario, Erhard, Ralph und Kaußler, Thomas: Robotic Process Automation (RPA) in der Finanzwirtschaft - Technologie – Implementierung – Erfolgsfaktoren für Entscheider und Anwender, Springer Gabler (Wiesbaden 2019), S. 18-20.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Der Einsatz und die Auswirkung von Robotic Process Automation (RPA) in bestehenden Prozesslandschaften
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Hagen
Note
2,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
48
Katalognummer
V1064441
ISBN (eBook)
9783346474810
ISBN (Buch)
9783346485397
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz, auswirkung, robotic, process, automation, prozesslandschaften
Arbeit zitieren
Moritz Brühl (Autor:in), 2021, Der Einsatz und die Auswirkung von Robotic Process Automation (RPA) in bestehenden Prozesslandschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064441

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