Die Bachelorarbeit untersucht die Einflüsse der Digitalisierung auf das Kaufverhalten der Konsumenten aus dem Blickwinkel des stationären Handels. Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, mithilfe einer empirischen Untersuchung Handlungsempfehlungen für den stationären Handel abzuleiten. Es wird veranschaulicht, wie die Implementierung digitaler Technologien unterschiedliche Aspekte beeinflusst und welche Wechselwirkungen dadurch verursacht werden.
So wird ebenfalls basierend auf der Literaturrecherche belegt, unter welchen Bedingungen ein Kauf für den Konsumenten infrage kommt und welche Einflüsse ihn bei einem Kauf im stationären Handel beeinflussen. Die Digitalisierung verändert in diesem Zusammenhang auch das Kaufverhalten von Konsumenten. Auch die aktuelle Corona-Pandemie beeinflusst das Kaufverhalten.
Digitale Technologien in Bezug auf den Onlinehandel wie Omni-Channel-Systeme ermöglichen es dem stationären Händler, kanalübergreifende Aktionen durchzuführen, wodurch beispielsweise Produktinformationen und Preisvergleiche vor Ort über das Internet bestimmt werden können. Dabei ist nicht für jeden Händler geklärt, welche Form des Omni-Channels er verwenden soll.
Die empirische Untersuchung umfasst eine Umfrage, in der das Konsumverhalten der Teilnehmer abgefragt wird. Hier zeigt sich deutlich welche der Einkaufsquellen der Konsument bevorzugt, aber auch zukünftige Trends und Ansprüche der Befragten an den stationären Handel.
Die anschließenden Handlungsempfehlungen verdeutlichen, dass der stationäre Handel die Digitalisierung stärker mit einbeziehen muss, um weiterhin marktfähig zu bleiben und Optimierungsprozesse zu gestalten.
Damit wird eine Grundlage für eine differenzierte und ganzheitliche Betrachtung des Kaufverhaltens im Kontext der Digitalisierung und des stationären Handels geschaffen. Somit ist die wissenschaftliche Arbeit adressiert an Leser aus dem Bereich der Wirtschaft und Forschung.
In der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit wurde zur Vereinfachung und besseren Lesbarkeit die weibliche Form und die männliche Form gleichrangig behandelt. Die gewählte männliche Form wird im Verlauf der vorliegenden Arbeit verwendet und soll keine Diskriminierung oder Verletzung des Geschlechtergrundsatzes darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition der Digitalisierung
2.2 Digitalisierung im stationären Handel
2.2.1 Begriffsabgrenzung Einzelhandel und stationärer Handel
2.2.2 Begriffsdefinition und Erscheinungsformen im E-Commerce
2.2.3 Begriffsabgrenzung Multi-, Cross-, Omni-Channel- und No-Line-Handel
2.3 Auswirkungen des E-Commerce auf den stationären Handel in Zahlen
3. Analyse des Kaufverhaltens
3.1 Definition Kaufverhalten
3.2 Arten von Kaufentscheidungen
3.2.1 Individuelle Kaufentscheidung
3.2.2 Ausprägung von Kaufentscheidungen anhand der kognitiven Steuerung
3.2.3 Der Kaufentscheidungsprozesses
3.3 Veränderung des Kaufprozesses durch E-Commerce
3.4 Veränderungen des Kaufverhaltens von Konsumenten und dessen Auswirkung auf den stationären Einzelhandel
4. Untersuchung des gegenwärtigen Kaufverhaltens von Endverbrauchern und Ableitung von Handlungsempfehlungen für den stationären Einzelhandel
4.1 Onlineumfrage zum gegenwärtigen Kaufverhalten
4.1.1 Forschungsmethodik: Onlinebefragung
4.1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung der Untersuchung
4.1.3 Auswertung der Untersuchungsergebnisse
4.2 Handlungsempfehlungen für den stationären Handel
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf das Kaufverhalten von Konsumenten und die daraus resultierenden Herausforderungen für den stationären Handel. Ziel ist es, durch eine empirische Analyse Handlungsempfehlungen für den stationären Einzelhandel abzuleiten, um dessen Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität in einem digitalen Marktumfeld zu sichern.
- Wandel des Kaufverhaltens durch digitale Technologien
- Herausforderungen für den stationären Einzelhandel durch E-Commerce
- Empirische Untersuchung mittels Onlinebefragung
- Strategien wie Omni-Channel und No-Line-Handel zur Kundenbindung
Auszug aus dem Buch
Omni-Channel-Handel
Da es sich um eine komplette Integration und das Zusammenspiel von Prozessen und Entscheidungen in allen Prozessschritten der Kundeninteraktion handelt, nimmt das Omni-Channel-Management im Vergleich zum Multi-Channel-Management eine breitere Perspektive ein. Der Unterschied zwischen Multi-Channel- Handel und Omni-Channel-Handel liegt in der Anzahl genutzter Kanäle. Während beim Multi-Channel auf die Kombination stationärer Formate mit einem zusätzlichen Online-Shop unter gleichem Markennamen handelt, nimmt der Omni-Channel eine breitere Perspektive ein, da es sich hierbei um die vollständige Integration und das Zusammenspiel von Prozessen und Entscheidungen in allen Prozessschnittstellen der Kundeninteraktion handelt. Kunden können durch das Verschwimmen der Grenzen zwischen der virtuellen und der physischen Welt während des Kaufprozesses beliebig oft zwischen den Online- und Offlinevertriebskanälen wechseln. Sie partizipieren dadurch an mehreren Kanälen gleichzeitig, was zu einer starken Interaktion zwischen Händler und Kunden führt.
Omni-Channel umfasst den Onlinehandel sowie den stationären Handel. Ein Einzelhändler kann gleichzeitig einen stationären Handel führen und einen Onlineshop betreiben und damit beide Vertriebskanäle kombinieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Digitalisierung für den stationären Handel und definiert das Ziel, durch eine Untersuchung Handlungsempfehlungen für die Praxis zu gewinnen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Digitalisierung und grenzt verschiedene Handelsformen wie Multi-, Cross- und Omni-Channel voneinander ab, wobei auch die Auswirkungen des E-Commerce in Zahlen betrachtet werden.
3. Analyse des Kaufverhaltens: Hier werden Definitionen des Kaufverhaltens erläutert, verschiedene Arten von Kaufentscheidungen analysiert und die Veränderungen des Kaufprozesses durch das Internet sowie die Auswirkungen auf den stationären Handel dargelegt.
4. Untersuchung des gegenwärtigen Kaufverhaltens von Endverbrauchern und Ableitung von Handlungsempfehlungen für den stationären Einzelhandel: Das Kapitel beschreibt die Methodik und Auswertung einer Onlinebefragung und leitet basierend auf den Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für Händler ab.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit der Integration von Online- und Offline-Kanälen für das Überleben des stationären Handels.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, stationärer Handel, E-Commerce, Kaufverhalten, Konsumenten, Omni-Channel, No-Line-Handel, Onlinebefragung, Kundenbindung, Kaufentscheidung, Strukturwandel, Corona-Pandemie, Click & Collect, Einzelhandel, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Kaufverhalten von Kunden und analysiert, wie sich der stationäre Einzelhandel unter diesem Einfluss verändern und anpassen muss.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Digitalisierung im Handel, die Analyse von Kaufentscheidungsprozessen und die empirische Erhebung des aktuellen Konsumverhaltens.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, das aktuelle Kaufverhalten zu erforschen und daraus fundierte Handlungsempfehlungen für den stationären Handel zu generieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quantitative Forschungsmethode in Form einer Onlinebefragung unter 390 Teilnehmern verwendet, um ein repräsentatives Stimmungsbild zu erhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Handelskonzepten, eine tiefgehende Analyse von Kaufprozessen sowie die detaillierte Auswertung der Onlineumfrage.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Omni-Channel, stationärer Handel, Kaufentscheidung und E-Commerce.
Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie in dieser Untersuchung?
Die Pandemie fungiert als Beschleuniger für den digitalen Wandel und wird in der Umfrage explizit als Faktor für verändertes Einkaufsverhalten und die Nutzung digitaler Services abgefragt.
Was bedeutet "No-Line-Handel" in diesem Kontext?
Es bezeichnet die höchste Evolutionsstufe des Handels, bei der die Grenzen zwischen Online- und Offline-Kanälen vollständig verschwimmen und eine nahtlose Integration in der Wertschöpfungskette erfolgt.
- Arbeit zitieren
- Jean-Pierre Rasch (Autor:in), 2021, Auswirkung der Digitalisierung auf die Veränderung des Kaufverhaltens mit Blick auf den stationären Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064791