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Wilhelm von Rubruks "Reise zu den Mongolen – Von Konstantinopel nach Karakorum"

Titre: Wilhelm von Rubruks "Reise zu den Mongolen – Von Konstantinopel nach Karakorum"

Dossier / Travail , 2020 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Einen mittelalterlichen Reisebericht verfasste Wilhelm von Rubruk über seine mehrjährige Reise in das Reich der Mongolen. Erst wenige Jahrzehnte zuvor, durch den mongolischen Persienfeldzuges 1219-1221, war deren Existenz in das Augenmerk des westlichen Christentums gerückt und sie waren anfänglich stark als Bedrohung wahrgenommen worden. Im Laufe der Zeit erkannten die Herrscher Europas jedoch das Potential einer möglichen Zusammenarbeit und es wurden Gesandtschaften zu den Khans geschickt. Ausgesandt von König Ludwig IX. war Wilhelm einer der ersten europäischen Gesandten – nach namenhaften Vorgängern wie Johannes de Plano Carpini und André de Longjumeau – in der Mongolei und berichtete detailliert von seinen Erlebnissen. Sein Itinerarium Willelmi de Rubruc gilt der Forschung als „sachliche und exakte Quelle für die Kenntnisse innerasiatischer Verhältnisse seiner Zeit“. Aus dieser Bewertung heraus erklärt sich auch, dass Wilhelms Reisebericht auf verschiedene Aspekte hin von der Geschichtsforschung untersucht wurde.

Die vorliegende Arbeit soll sich nach einem Ausblick in die vorangegangene Forschung und einer Quellenkritik kritisch mit den genutzten Wissensbeständen auseinandersetzen, die Wilhelm in seinem Reisebericht aufruft. Neben der Frage, welche Informationen als Produkt eigener Erfahrungen und welche das Resultat topos-artiger Erzählungen waren, ist von besonderem Interesse, welches neues Wissen im Reisebericht vermittelt wird – und ob oder wie dieses gekennzeichnet ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritische Einordnung des Reiseberichtes des Wilhelm von Rubruk

2.1. Aktuelle Forschungslage

2.2. Quellenkritik

2.2.1. Äußere Kritik

2.2.2. Innere Kritik

3. Weltwissen im Reisebericht

3.1. Toposwissen und Erfahrungswissen im Reisebericht

3.2. Neues Wissen durch Wilhelm von Rubruk

3.3. Rezeption im Mittelalter

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Reisebericht des Wilhelm von Rubruk kritisch hinsichtlich seines Informationsgehalts, wobei insbesondere die Differenzierung zwischen authentischem Erfahrungswissen und tradierten, teils topos-artigen Wissensbeständen des Mittelalters analysiert wird.

  • Kritische Quellenanalyse (äußere und innere Kritik)
  • Unterscheidung von Toposwissen und empirischem Erfahrungswissen
  • Dokumentation der geographischen und ethnographischen Wissensneuerungen
  • Analyse der Rezeptionsgeschichte des Berichts im Mittelalter
  • Interkulturelle Wahrnehmung und Fremdheitserfahrung

Auszug aus dem Buch

3.1. Toposwissen und Erfahrungswissen im Reisebericht

Wilhelm intendierte Informationen zusammenzutragen und nur tatsächlich von ihm erfahrenes Wissen weiterzugeben. Wilhelm selbst betonte, als man ihn von der Konversion des Mangu Khan überzeugen wollte, „dass ich niemals glauben noch anderen berichten würde, nachdem ich es nicht selbst gesehen hätte.“ Doch anstatt selbst erfahrenes Wissen lediglich zu sammeln, ging Wilhelm sogar noch weiter, indem er ihm bekannte, bestehende Wissensbestände an mehreren Stellen kritisiert und korrigiert.

Eine ganze Episode widmete Wilhelm zum Beispiel der Entmythologisierung des Priesterkönigs Johannes, welcher in Asien vermutet wurde. Der Reisebericht hält fest, dass „kein Mensch etwas über ihn [wusste], abgesehen von den wenigen Nestorianern.“ Diesen Nestorianern hält Wilhelm vor, sie würden ihres Rufes willen maßlos übertreiben, und lehnt daher den Mythos ab. Ähnlich verhält er sich, als ihm die Legende eines Landes jenseits von Cathai (China) zugetragen wird, in dem man für immer jung bleiben könne. Wilhelm erkundigte sich auch über Fabelwesen in China, die ihm aus Isidor von Sevillas und Solins Enzyklopädien bekannt waren: Kynokephalen, Skiapoden, Zyklopeden. Da niemand ihm diese Geschichten bestätigen konnte, zweifelte er sie an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des mittelalterlichen Reiseberichts als Kulturdokument und Vorstellung der Person Wilhelm von Rubruk sowie seiner Mongolenreise.

2. Kritische Einordnung des Reiseberichtes des Wilhelm von Rubruk: Analyse der Forschungslage sowie Durchführung einer äußeren und inneren Quellenkritik zur Bestimmung des Wahrheitsgehalts.

3. Weltwissen im Reisebericht: Untersuchung der Wissensstrukturen durch Abgrenzung von tradiertem Toposwissen und selbst erfahrenem Wissen sowie Darstellung der Wissenszuwächse.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der wissenschaftlichen Relevanz des Berichts und Einordnung in das mittelalterliche Weltbild.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Rubruk, Reisebericht, Mongolenreich, Quellenkritik, Mittelalter, Toposwissen, Erfahrungswissen, Reiseliteratur, Missionsreise, Interkultureller Austausch, Wissensgeschichte, ethnographische Beobachtung, Nestorianer, Rezeptionsgeschichte, Weltbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den mittelalterlichen Reisebericht von Wilhelm von Rubruk aus dem 13. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Quellenkritik, die Analyse von Wissensbeständen (Topos vs. Erfahrung) und die historische Wahrnehmung der Mongolen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit Wilhelm von Rubruk reale Beobachtungen in seinen Bericht einfließen ließ und wo er sich von tradierten Mythen oder Vorurteilen leiten ließ.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse angewandt, die den Reisebericht mit zeitgenössischer Sekundärliteratur und anderen Augenzeugenberichten vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Einordnung des Autors, eine systematische Untersuchung des Weltwissens und eine Betrachtung der Rezeption im Mittelalter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wilhelm von Rubruk, Quellenkritik, Toposwissen, Erfahrungswissen und interkulturelle Fremdheitserfahrung.

Wie bewertet Wilhelm von Rubruk die nestorianischen Christen?

Er beschreibt sie kritisch, teils abfällig, und wirft ihnen Unwissenheit sowie eine Verfälschung des christlichen Glaubens vor, was er teilweise als Reflexion eigener kirchlicher Missstände nutzt.

Warum fand der Reisebericht im Mittelalter nur geringe Verbreitung?

Die Arbeit führt dies auf die Aufbewahrung in Klöstern, das Fehlen einer Übersetzung in die Volkssprache und die Konkurrenz durch populärere Autoren wie Marco Polo zurück.

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Résumé des informations

Titre
Wilhelm von Rubruks "Reise zu den Mongolen – Von Konstantinopel nach Karakorum"
Université
University of Bayreuth  (Lehrstuhl Mittelalterliche Geschichte)
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
14
N° de catalogue
V1066480
ISBN (ebook)
9783346477484
ISBN (Livre)
9783346477491
Langue
allemand
mots-clé
Reisebericht Mongolei
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Wilhelm von Rubruks "Reise zu den Mongolen – Von Konstantinopel nach Karakorum", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066480
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Extrait de  14  pages
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