Mobbing an Schulen und Präventionsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit


Hausarbeit, 2020

18 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALT

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1. Mobbing an Schulen
1.1 Mobbing unter Schülern
1.2 Motive
1.3 Typen von Opfer und Täter
1.4 Folgen für Opfer und Täter

2. Schulsozialarbeit

3. Prävention
3.1 Dan Olweus Anti-Mobbing-Programm
3.2 No Blame Approach

Fazit

Literaturverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Verhältnis der Begriffe Aggression, Gewalt und Mobbing

EINLEITUNG

„Zwei Jahre lang war Johnny, ein stiller 13-jähriger Junge, für einige seiner Klassenkameraden ein lebendiges Spielzeug. Die Teenager nahmen Johnny Geld ab, zwangen ihn, Unkraut zu essen und Milch zu trinken, die mit Putzmitteln gemischt war. Sie schlugen ihn in den Toilet­tenräumen zusammen und banden ihm ein Seil um den Hals, um ihn als „Haustier“ herumzu­führen. Als Johnnys Peiniger nach dem Mobbing gefragt wurden, sagten sie, sie hätten ihr Opfer gequält, weil es ihnen Spaß gemacht hätte“ (Olweus, 2009, S. 248).

Zum Einstieg dient der aufgeführte Fallbeispiel, um eine mögliche Mobbing-Situation an der Schule zu illustrieren. Seitens der Lehrkräfte wird die Brutalität nicht in dem Ausmaß wahr­genommen. Sie sind meistens überfordert und haben nicht die benötigten Kenntnisse, um Mobbing an Schulen systematisch zu beseitigen. Da die schulische Laufbahn über die Jugend­jahre hinweg verfolgt, verläuft ein Großteil der Zeit in diesen Institutionen. „Schulen haben eine ganz klare Verantwortung, gegen Mobbing vorzugehen, da durch die allgemeine Schul­pflicht die Opfer dem Mobbing kaum entkommen können“ (Huber, 2015, S. 5). Zudem kön­nen schulische Mobbingerfahrungen Betroffene bis hin zum Erwachsenenalter verfolgen. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Ausarbeitung mit Mobbing im schulischen Kontext und geht der Frage nach, welche Präventionsmöglichkeiten Schulsozialarbeiter für eine erfolgrei­che Anti-Mobbing-Arbeit nutzen können.

Im ersten Kapitel wird das Mobbing-Phänomen in der Schule näher dargestellt. Wie Mobbing in den Institutionen durchgeführt wird und welche Motive vorliegen werden beschrieben. Da­rauf bezogen werden Opfer- und Tätermerkmale dargestellt und im Anschluss die mit den Rollen einhergehenden Folgen beschrieben. Der zweite Teil beschäftigt sich näher mit der Schulsozialarbeit. Nachdem die Grundlagen abgearbeitet wurden, wird im dritten Abschnitt das präventive Vorgehen gegen Mobbing in Betrachtung gezogen. Dafür wurde das Anti-Mob­bing-Programm von Olweus und der No Blame Approach von Robinson und Mains ausge­wählt. Abschließend werden die ausgearbeiteten Ergebnisse im Fazit zusammengefasst. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird eine geschlechtsneutrale Personenbezeichnung verwen­det.

1. MOBBING AN SCHULEN

Das Mobbing an Schulen stattfindet ist kein neues Phänomen. Vielen ist die einhergehende Gefahr nicht bewusst, weshalb erst in den 1970er Jahren das Phänomen wissenschaftlich untersucht wurde. Um im weiteren Verlauf auf Mobbingereignisse an Schulen einzugehen, wird zunächst die Wortbestimmung für Mobbing durchgeführt.

1.1 Mobbing unter Schülern

Das Phänomen Mobbing befasst sich eindeutig mit Aggression und Gewalt (vgl. Alsaker, 2003, S. 17). Aus diesem Grund wird zunächst das Verhältnis der drei Begriffe mit Hilfe der Abbildung 1 dargestellt

Abbildung 1: Verhältnis der Begriffe Aggression, Gewalt und Mobbing

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: (vgl. Henschel, 2009. S. 249)

Aggression ist der Oberbegriff, durch die sich die Unterkategorien Mobbing und Gewalt bil­den. Aggression ist die deutliche Absicht einer anderen Person Schaden zuzufügen (vgl. Alsa- ker, 2003, S. 19). Durch die Schraffung zwischen Mobbing und Gewalt soll die mögliche Überlappung der Verhaltensauffälligkeiten dargestellt werden (vgl. Abbildung 1) Gewalt wird durch psychische Mittel ausgeübt, welche auch bei Mobbingsituationen greifen kann. Deutlich wird jedoch, dass ein Großteil der Mobbingfälle nicht mit Gewaltanwendungen in Zusammen­hang stehen. Somit lässt sich Mobbing noch durch weitere Formen auszeichnen, die im Ver­lauf erwähnt werden.

Der Begriff Mobbing hat seinen Ursprung aus dem englischen „mob“ mit der Bedeutung, dass eine anonyme große Gruppe von Leuten eine andere Person quält. Der schwedische Psycho­loge Dan Olweus definiert Mobbing wie folgt: „Mobbing ist, wenn ein Schüler oder eine Schülein wiederholt und über eine längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehreren anderen Schülern oder Schülerinnen ausgesetzt ist. Negative Handlungen sind insbesondere, wenn jemand absichtlich einen anderen Verletzungen oder Unannehmlichkeiten zufügt“ (Olweus, 2011, S.10). Olweus definiert drei ausschlaggebende Bestimmungsmerkmale von Mobbing. Der Wiederholungsaspekt, die Verletzungsabsicht des Täters und das Mächteun­gleichgewicht von Opfer und Täter . Die asymmetrischen Machtverhältnisse sind zu Gunsten der Täter und umgekehrt zu Lasten der Opfer. Da sich Täter und Opfer häufig kennen, haben Täter bessere Möglichkeiten ihr Wissen über das Opfer in Hinblick auf seine Schwächen und wertvollen Informationen anzuwenden und zu verletzen. Dabei kann der Machtvorteil des Tä­ters auf unterschiedliche Umstände beruhen, welche psychologisch, körperlich oder sozial sein können (vgl. Schubart, 2010, S. 18). Außerdem wir der der Begriff „negative Handlungen“ absichtlich weit gefasst, um zu veranschaulichen, dass Mobbing nicht aufgrund der Anwen­dung bestimmter Typen von aggressiven Handlungen definiert werden kann (vgl. Alsaker, 2003, S. 19). Mobbingsituationen lassen sich in unterschiedlichen Formen von Schädigungen beobachten. Diese können auf der verbalen Eben geschehen, bei denen das Opfer bedroht, gehänselt oder beschimpft wird. Beleidigungen wie „Du stinkst“, „Du bist dumm“, (Alsaker, 2003, S. 71) werden insbesondere genutzt, um die betroffene Person direkt anzugreifen. Bei der Nonverbale Ebene werden Opfer aus Gruppen ausgeschlossen, ignoriert oder Gegenstände werden geschädigt, weggenommen und versteckt (vgl. Schubarth, 2010, S. 18). Auf der Phy­sischen Ebene sind Opfer Handlungen wie schlagen, boxen oder kneifen ausgesetzt (vgl. Wachs, 2016, S. 43). Sowohl Jungen als auch Mädchen können in Mobbing als Opfer oder Täter verwickelt sein. Allerdings wurde bei Jungen häufiger psychisches Mobbing beobachten und bei Mädchen eher Nonverbales Mobbing. Verbales Mobbing ist bei beiden Geschlechtern gleich ausgeprägt (vgl. Henschel, 2009, S. 251). Eine weitere Form von Mobbing ist „Cyber­mobbing“, bei der auf der Medienebene psychisches Schikanierung erfolgt. Diese Form des Mobbings nimmt durch die immer wichtigere Rolle digitaler Medien in der heutigen Zeit zu (vgl. Schubarth, 2010, S. 17).

Des Weiteren lässt sich Mobbing in drei zentralen Phasen unterscheiden, welche für die Prä- ventions- und Interventionsmaßnahmen von Bedeutung sind. In der Explorationsphase greift der Täter unterschiedliche Schüler an und testet dabei aus, wer ein geeignetes Opfer darstellt. Potenzielle Mobbingopfer sind, die sich provozieren lassen, sich nicht wehren können und vor allem von anderen Mitschülern nicht verteidigt werden. In dieser Phase sind präventive Maß­nahmen effektiv und können den Mobbingprozess im Voraus stoppen. Die Konsolidierungs­phase ist gegenzeichnet durch wiederholtes Attackieren der Täter auf ein ausgewähltes Opfer, mit Unterstützung von Mitschülern. Dabei werden soziale Normen der Klasse ausgetestet und negativ zu Lasten des Opfers manipuliert. Zu Beginn dieser Phase kann Prävention den Pro­zess noch beenden, ist jedoch die Phase bereits fortgeschritten, sind intervenierende Maßnah­men notwendig. In der Manifestationsphase ist die Mobbingstruktur- und Beteiligung bereits verfestigt. Dem Täter ist gelungen die soziale Norm der Klasse zu manipulieren, so dass das Attackieren des Opfers als angemessen und gerechtfertigt betrachtet wird und von weiteren Mitschülern unterstützt wird. Nun sind keine Präventionsmaßnahmen mehr greifend und es muss interventiv gehandelt werden (vgl. Wachs, 2016, S,23).

1.2 Motive

Im Laufe der wissenschaftlichen Auseinandersetzung ist es gelungen unterschiedliche Motive, Hintergründe risikoerhöhende Faktoren zu identifizieren und das Auftreten von Mobbing in der Schule zu erklären (vgl. Wachs, 2016, S.48). Motive sind dabei, empfundene Provokation, Statuserhalt-erhöhung in einer Gruppe, Machtgefühl, Langeweile oder einfach nur aus Spaß. Des Weiteren können individuelle Motive auch auschlaggebend sein, wie Beispielsweise Dis­kriminierende Einstellungen und Ideologien. Häufig handelt es sich bei Mobbingfällen um einen Drang, sein eigenes Selbst aufzuwerten. Dies geschieht, indem auf Kosten anderer Macht ausgeübt wird. Der Täter hat die Macht über das Opfer, das sich aus der Situation nicht eigenständig befreien kann und Macht über die schweigende Masse der Mehrheit. Das Zu­rückhalten der Mehrheit liegt oft darin begründet, Angst davor zu haben, das nächste Opfer zu sein (vgl. Rank, 2013, S.147). Ursachen könne sein, dass der Täter machtbetonter Erziehungs­methoden durchlaufen ist. Diese familiäre Unterdrückung versucht der Täter an das Opfer weiterzugeben. Zudem spielen Gewalt zwischen Eltern eine große Rolle. Insbesondere kommt dieser Punkt bei Familien mit Migrationshintergrund häufig vor. Übertolerantes Verhalten, bei dem Eltern gewalttätige Verhaltensmuster der Kinder dulden und mit Worten wie „Jungs müs­sen auch mal austeilen dürfen“ noch bestärken (vgl. Jannan, 2010, S. 35). Nicht jedes Kind, welches die erwähnten Verhaltensmuster und Persönlichkeitsmerkmale vorweisen, entwickelt zwangsläufig gewalttätiges Verhalten. Jedoch besteht ein höheres Risiko (vgl. Jannan, 2010, S.36). „Mobbing an Schulen ist demnach nicht nur eine schulische Aufgabe, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung (Wachs, 2016, S. 58).

1.3 Typen von Opfer und Täter

Die am Mobbing beteiligten lassen sich in verschiedene Rollen einteilen. Olweus unterschei­det zwischen gegensätzlichen Opfertypen , die passiven und provozierenden Opfer. Passive Opfer weisen körperlich schwäche, ängstliche, sensiblere und übervorsichtige Merkmale auf. Sie werden geplagt, plagen jedoch selbst nicht. Die Provozierende Opfer sind anderen gegen­über aggressiv, werden aber auch selbst geplagt. Sie sind im Allgemeinen auffälliger als der Durchschnitt und präsentiert sich als Angriffsfläche für potenzielle Opfer. Typische Verhal­tensauffälligkeiten sind, dass sie ängstlich und aggressiv zu gleich sind. Sie weisen Konzent­rationsprobleme auf und wirken hyperaktiv. Durch ihre leichte Reizbarkeit werden sie oft von einem Großteil der Klasse abgelehnt (vgl. Jannan, 2010, S, 37). Täter fangen mit dem Mob­bing an und spielen eine aktive Rolle. Typische Täterpersönlichkeiten sind, das impulsive, geringe Selbstvertrauen, zu wenig Konfliktlösungsstrategien, wenig Empathie und geringes Selbstwertgefühl. Daraus ergibt sich, dass gewaltpräventiv- und interventive Arbeit an Schu­len besonders auf folgende Punkte achten muss; Hilfe zur besseren Selbstkontrolle und zur Verhaltensänderung, Übung zur Stärkung der Empathie, Aufzeigen alternativer Konfliktlö­sungsstrategien und Steigerung des Selbstwertgefühls durch Erreichen positiver Ziele (vgl. Janan, 2010, S. 34). Des Weiteren gibt es Mitläufe r, die dem Täter aktiv mithelfen und die „Assistentenrolle“ einnehmen. Passive Täter unterstützen die Situation ergreifen jedoch keine Initiative (Vgl. Alsaker, 2003, S. 31). Im Gegensatz dazu gibt es auch Verteidiger des Opfers , welche versuchen den Mobbing-Opfer aktiv zu schützen. Potenzielle Verteidiger lehnen die Mobbingsituation ab, handeln jedoch nicht. Unbeteiligte Zuschauer ergreifen keine von den erwähnten Parteien und fühlen sich nicht verantwortlich für das Geschehen (Vgl. Alsaker, 2003, S. 36). Die Zusammensetzung der Schüler mit ihren unterschiedlichen Rollen hat einen Einfluss auf das Auftreten und die Häufigkeit von Mobbing (vgl. Wachs, 2016, S.65)

1.4 Folgen für Opfer und Täter

Die irische Forscherin Mona O' Moore hat im Jahr 2000 eine Befragung zum Thema Mobbing durchgeführt. Die Standpunkte: „Mobbing richtet keinen schlimmen Schaden an“, „Mobbing gehört zum Erwachsenwerden dazu“, (Wachs, 2016, S. 68) wurden von Lehrkräften und Eltern vertreten. Warum Mobbing nicht verharmlost werden sollte und mit welchen Folgen Opfer und Täter rechnen müssen wird nun dargestellt.

Ein Merkmal von Mobbing ist, dass die Handlungen über einen wiederholten und längeren Zeitraum stattfinden. Aus diesem Grund hat das Opfer keine Möglichkeit zur Erholung oder zum Erwerb von Problemlösekompetenzen. Vor allem im schulischen Kontext sind die Opfer fünf Tage die Woche der Belastung ausgesetzt. In vielen Situationen fühlen sich Betroffene hilflos, welches im Verlauf zur erlernter Hilfslosigkeit führen kann. Dies kann im weiteren Verlauf eine Reihe von psychologischen Folgen einleiten; Verlust an Selbstvertrauen, Selbst­kontrolle und positives Selbstempfinden. Negative Gefühle werden dabei stärker ausgeprägt, Beispiele sind, Trauer, Wut, Stress, oder Einsamkeit. Vereinzelt leiden Betroffene unter wei­teren Psychischen Belastungen wie Essstörungen, depressive Verstimmungen und selbstver­letzendes Verhalten (vgl. Olweus 2009, S. 287). Bei körperlichen Angriffen leiden die Opfer an Verletzungen, die von blauen Flecken bis hin zu Bissverletzungen reichen (vgl. Wachs, 2016, S. 69). 2008 hat die italienische Forscherin Gianluca Gini bei 565 Grundschülern eine Studie über die Psychosomatische Belastung bei betroffenen von Mobbing durchgeführt. Resultat war, dass 80% der Befragten an regelmäßigen Schlafstörungen und Angespanntheit leiden. Hinzu kommen Magenschmerzen mit 40%. Von Kopfschmerzen sind 38% betroffen und 35% haben wiederholte Kreislaufprobleme. Durch die Zurückweisung und Ablehnung gleichaltriger ledien betroffene an sozialen Folgen. Solche sozialen Probleme weisen Lang­zeitfolgen auf, in dem Personen die einen Mobbingopfer ruf haben, seitens der Schüler gemie­den werden. Begründungen sind, dass sie Angst haben, dadurch selbst in die Opferrolle zu fallen (potenzielle Verteidiger, unbeteiligte Zuschauer). Somit leiden ehemaligen Opfer durch ihren Ruf, auch wenn sie nicht mehr aktuell von Mobbing betroffen sind. Ein weiterer Aspekt ist die schulische Leistungsfähigkeit und Schuleinstellung, welche durch Mobbing negative Auswirkungen haben kann. Durch die niedrige Schulzufriedenheit kann es durch unentschul­digten Fehlstunden oder gar Schulabbrüchen zu Lücken in der Schullaufbahn kommen und den weiteren Werdegang gefärden. Durch unzureichende Hilfestellung kann sich dies auch in Hass und Wut ausbreiten, bei denen nicht nur Mitschüler, sondern auch das Schulpersonal betroffen sein können. Daraufhin stellt sich die Frage, ob Opfer auch direkt Schulamok Täter werden. Sommer, Leuschner und Scheithauer führten 2014 diesbezüglich eine Studie durch, welches besagt, dass rund 30% der Amokläufer von Mitschülern gemobbt wurden. Abgesehen davon waren 90% mit weiteren sozialen Konflikten in der Schule verwickelt (vgl. Wachs, 2016, S. 70).

Fest steht, dass Mobbing einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Opfer haben kann. Welche Folgen betreffen Mobbing-Täter? Täter berichten von Körperliche Beschweren die sich durch Magenschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit aufzeigen. Aggressive Verhaltens­muster wirken sich negativ auf das Beziehungsleben mit Freunden, Familien oder Lebenspart­nern aus. Das Erlernen eines positiven Beziehungsleben sowohl der Aufbau sozialer Bindun­gen kann somit behindert werden. Soziale Probleme betreffen somit auch Mobbing-Täter, da sie von gleichaltrigen eher abgelehnt bzw. weniger gemocht werden. Im Erwachsenenalter sind Täter häufiger in kriminellen Handlungen verwickelt, haben eine erhöhte Aggressionsbe­reitschaft, Drogenmissbrauch und Depressionrate. Der Versuch ihr negatives Selbstbild zu kompensieren ist somit erfolgslos und einhergehend mit weiteren Folgen. Eine Langzeitstudie zeigt, dass 60% der Mobbing-Täter bis zum 24. Lebensjahr mindestens einmal strafrechtlich aufgefallen sind. Im Gegensatz dazu waren 10% der Befragten Schüler keine Mobbing-Täter. Des Weiteren zeigt eine weitere Langzeitstudie von Farrington und Ttofi, dass Mobbing Täter im Alter Schwierigkeiten haben, ein erfolgreiches Leben zu führen. Ausdruck sind Arbeitslo­sigkeit, gesundheitliche und soziale Probleme (vgl. Wachs, 2016, S. 74- 75).

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Mobbing an Schulen und Präventionsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Soziale Arbeit und Sozialpolitik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V1066522
ISBN (eBook)
9783346476999
ISBN (Buch)
9783346477002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobbing, Schule, Schulsozialarbeit, No Blame Approach, Dan-Olweus, Anti Mobbing Programm, Opfer, Täter, Prävention
Arbeit zitieren
Rümeysa Köse (Autor:in), 2020, Mobbing an Schulen und Präventionsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066522

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