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Transatlantische Divergenzen im Fall General Electric/Honeywell

Título: Transatlantische Divergenzen im Fall General Electric/Honeywell

Trabajo de Seminario , 2002 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Hornbach (Autor)

Ingeniería - Ingeniería industrial
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Diese Seminararbeit im Rahmen der Seminarveranstaltung ,,Wettbewerbstheorien" des Lehrstuhls für Zivil- und Wirtschaftsrecht der Universität Kaiserslautern befasst sich mit dem Thema ,,transatlantische Divergenzen im Fall General Electric (GE)/ Honeywell". In der Seminararbeit werden die Gründe dargestellt, warum die Wettbewerbsbehörden in Europa und in den USA zu divergierenden Ergebnissen im Fusionskontrollverfahren des GE/Honeywell-Zusammenschlusses gekommen sind. In Zeiten der Globalisierung mit Absatzmärkten weltweiter Größenordnung, ist eine immer engere Zusammenarbeit von Behörden aus verschiedenen Teilen der Erde erforderlich. Auch bekommt die Rechtsharmonisierung zwischen den einzelnen Staaten eine immer größere Bedeutung. Das vorliegende Thema ist aktuell und relevant, weil GE/Honeywell der erste Fall seit Bestehen der EU-Fusionskontrolle ist, in welchem die Europäische Union den Zusammenschluss zwischen zwei US-amerikanischen Unternehmen verboten hat, obwohl er vorher von den US-amerikanischen Wettbewerbsbehörden freigegeben worden war.
Auf eine Untersuchung der Ergebnisse anderer transatlantischer Wettbewerbsbehörden neben denen der USA, wie z.B. die der Behörden Kanadas oder der Behörden von Staaten des südamerikanischen Kontinents, wird bewusst verzichtet, weil sie weniger relevant sind und weil es den Umfang der Seminararbeit sprengen würde. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Thema der Seminararbeit

1.1 Inhaltlicher Aufbau

2 SACHVERHALT

2.1 Geplante Fusion zwischen GE und Honeywell

2.1.1 Zeitlicher Ablauf der geplanten Fusion

2.1.2 Firmenportrait General Electric

2.1.3 Firmenportrait Honeywell

3 INTERNATIONALE ZUSTÄNDIGKEIT

3.1 Allgemeines

3.2 Auswirkungsprinzip

3.2.1 Auswirkungsprinzip in den USA

3.2.2 Auswirkungsprinzip in Europa

4 BEURTEILUNG DURCH DAS DEPARTMENT OF JUSTICE

4.1 Gesetzeslage

4.1.1 Allgemeines

4.1.2 Sherman Antitrust Act, 15 U.S.C §§ 1-7

4.1.3 Clayton Act, 15 U.S.C. §§ 12-27, 29 U.S.C. §§ 52-53

4.2 Der Fall GE/Honeywell aus Sicht der US-amerikanischen Behörden

4.3 Kritik am europäischen Fusionskontrollverfahren durch GE

5 BEURTEILUNG DURCH DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION

5.1 Gesetzeslage

5.1.1 Wettbewerbsregeln (Artikel 81 - 86 EGV)

5.1.2 Der Artikel 82 EGV

5.1.3 Die Verordnung Nr. 4064/89 (Fusionskontrollverordnung)

5.2 Die relevanten Märkte

5.2.1 Die relevanten Märkte für Flugzeugtriebwerke und verwandte Märkte

5.2.2 Der Markt Triebwerke für große kommerzielle Verkehrsflugzeuge

5.2.3 Der Markt Triebwerke für große Regionalverkehrsflugzeuge

5.2.4 Der Markt Triebwerke für Firmenflugzeuge

5.2.5 Der Markt Avionikbauteile und Flugzeugelektronik

5.2.6 Der Markt Triebwerkstarter

5.2.7 Der Markt kleine Marine Gasturbinen

5.3 Untersagung der Fusion und deren Begründung

5.3.1 Ursachen für die Bedenken der Europäischen Kommission

5.3.2 Gemischte Produktbündelung (Mixed Bundling)

5.3.3 Marktausschluss durch Marktanteilsverschiebung

5.3.4 Mögliche Zusagen von GE

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Gründe für die divergierenden Entscheidungen der US-amerikanischen und europäischen Wettbewerbsbehörden im Fall der geplanten Fusion zwischen General Electric und Honeywell. Ziel ist es, die unterschiedlichen wettbewerbspolitischen Ansätze und rechtlichen Rahmenbedingungen zu beleuchten, die zu diesem historisch bedeutsamen Verbot durch die Europäische Kommission führten.

  • Transatlantische Divergenzen in der Fusionskontrolle
  • Rolle der wettbewerbsrechtlichen Gesetzeslage in den USA und der EU
  • Anwendung des Auswirkungsprinzips bei grenzüberschreitenden Fusionen
  • Wettbewerbstheorien wie "Gemischte Produktbündelung" (Mixed Bundling) und "Marktausschluss"
  • Relevanz der Finanzstärke und vertikalen Integration von General Electric (GECAS)

Auszug aus dem Buch

5.3.2 Gemischte Produktbündelung (Mixed Bundling)

Von einigen geringfügigen Produktbereichen abgesehen, gibt es durch den Zusammenschluss kaum direkte horizontale Überschneidungen der Produktbereiche. Auch liegen wenig direkte vertikale Überschneidungen vor, wieder abgesehen einiger unbedeutender Produktgruppen. Auf den ersten Blick ergänzen sich die beiden Fusionsparteien perfekt. Die hauptsächlichen Wettbewerbsbedenken der Europäischen Kommission bezogen sich somit auf „indirekte Effekte“. Indirekte Effekte sind Effekte, die weder auf einer Verringerung der Anzahl der Wettbewerber, noch auf konventionellem vertikalem Marktausschluss beruhen. Der erste wichtige indirekte Effekt ist der Konglomerateffekt der vor allem durch Produktbündelung entsteht (mixed budling). Gemischte Produktbündelung bedeutet, dass die Produkte sowohl jedes einzeln, als auch als Produktbündel mit einem Preisnachlass angeboten werden. Der Preis des Produktbündels liegt unter der Summe der Einzelpreise. In Hinsicht auf den Fall GE/Honeywell bestehen Bedenken, dass GE/Honeywell den Kunden, die sowohl GE- als auch Honeywellprodukte abnehmen, einen Paketrabatt anbieten könnte. Dieser Paketrabatt wäre durch Effizienzgewinne durch den Zusammenschluss, bei der Preissetzung von Komplementärprodukten möglich und würde schwerwiegende negative Effekte auf die Marktanteile und die Gewinne der Konkurrenzunternehmen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problemstellung des transatlantischen Fusionsfalls und Erläuterung des inhaltlichen Aufbaus der Seminararbeit.

2 SACHVERHALT: Detaillierte Darstellung der geplanten Fusion zwischen GE und Honeywell sowie ein Überblick über die Firmenprofile beider Konzerne.

3 INTERNATIONALE ZUSTÄNDIGKEIT: Erörterung der Frage der Zuständigkeit von Wettbewerbsbehörden im globalen Kontext und Erläuterung des Auswirkungsprinzips.

4 BEURTEILUNG DURCH DAS DEPARTMENT OF JUSTICE: Analyse der US-amerikanischen Gesetzeslage und der Sichtweise des DOJ auf die geplante Fusion.

5 BEURTEILUNG DURCH DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION: Umfassende Untersuchung der europäischen Wettbewerbsregeln, der betroffenen Märkte sowie der Gründe für das Verbot der Fusion.

6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der rechtshistorischen Bedeutung des Falls und der unterschiedlichen Gewichtung von Wettbewerbsgefahren und Effizienzgewinnen.

Schlüsselwörter

Fusionskontrolle, General Electric, Honeywell, Wettbewerbsbehörden, Europäische Kommission, Department of Justice, Kartellrecht, Wettbewerbstheorien, Gemischte Produktbündelung, Marktausschluss, GECAS, transatlantische Divergenzen, Auswirkungsprinzip, marktbeherrschende Stellung, Wettbewerbspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Fall General Electric/Honeywell und den Gründen, warum die US-amerikanischen und europäischen Wettbewerbsbehörden zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich der Zulässigkeit dieser Fusion kamen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die transatlantische Fusionskontrolle, die Anwendung von Kartellrecht bei global agierenden Unternehmen sowie die theoretische Fundierung wettbewerbsrechtlicher Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?

Das Ziel ist es, die transatlantischen Divergenzen in diesem konkreten Fall zu analysieren und zu erklären, wie die verschiedenen Ansätze zur Fusionskontrolle in den USA und der EU funktionieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der offiziellen Entscheidungsbegründungen der beteiligten Wettbewerbsbehörden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die internationale Zuständigkeit, die US-amerikanische Gesetzeslage, die Beurteilung durch die Europäische Kommission inklusive der relevanten Märkte sowie die angewandten Wettbewerbstheorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fusionskontrolle, Kartellrecht, transatlantische Divergenzen, Gemischte Produktbündelung und Marktausschluss charakterisieren.

Warum wurde die Fusion von der Europäischen Kommission untersagt?

Die Kommission befürchtete durch die Bündelung der Produkte von GE und Honeywell und die starke Marktposition von GECAS einen Marktausschluss von Wettbewerbern und eine unzulässige Verstärkung marktbeherrschender Stellungen.

Welche Rolle spielte die Finanzkraft von General Electric?

Die Finanzkraft, insbesondere durch GE Capital und GECAS, ermöglichte es GE, Druck auf Flugzeugbauer und Kunden auszuüben, was von der Europäischen Kommission als Gefahr für den Wettbewerb eingestuft wurde.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Transatlantische Divergenzen im Fall General Electric/Honeywell
Curso
Vertiefungsseminar Wettbewerbsrecht
Calificación
1,3
Autor
Christian Hornbach (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
23
No. de catálogo
V107595
ISBN (Ebook)
9783640058501
ISBN (Libro)
9783656073727
Idioma
Alemán
Etiqueta
Transatlantische Divergenzen Fall GENERAL ELECTRIC/HONEYWELL Vertiefungsseminar Wettbewerbsrecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Hornbach (Autor), 2002, Transatlantische Divergenzen im Fall General Electric/Honeywell, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107595
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