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Wörterbücher und Gesprächsbücher. Geschichtliche Entwicklung und Beschreibung der Textsorten.

Título: Wörterbücher und Gesprächsbücher. Geschichtliche Entwicklung und Beschreibung der Textsorten.

Trabajo , 2000 , 27 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Andrea Wieseke (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Am Anfang meiner Ausarbeitung hinsichtlich von Wörter- und Gesprächsbüchern möchte ich den Oberbegriff dieses Themas, Lexikographie, klären.
Nach dem Lexikon der Sprachwissenschaft ist Lexikographie abgeleitet vom griechischen Begriff ‚lexikographos′ - ein Wörterbuch schreibend. Es bezeichnet den Vorgang, das Ergebnis und die Methode der Anfertigung von Wörterbüchern.
Man unterscheidet verschiedene Darstellungsformen, die davon abhängig sind, ob es sich um ein- oder mehrsprachige Lexika handelt, ob es eine diachrone oder synchrone Bestandsaufnahme eines spezifischen Wortschatzes ist oder ob zum Beispiel deskriptive oder präskriptive Absichten verfolgt werden. Auch die Ordnung innerhalb eines Wörterbuches kann unterschiedlich sein. Neben der häufigsten Form, der alphabethischen Anordnung steht die begriffliche Ordnung, die das Material nach inhaltlichen Kriterien zusammenstellt Es gibt aber auch zum Beispiel rückläufige Wörterbücher, die sich an den Reimwörterbüchern des Mittelalters orientieren. Die alphabetische Reihenfolge geht hierbei von den Endbuchstaben aus; der Nutzen dieses Verfahrens liegt in einer gewissen Durchsichtigkeit von Wortbildungszusammenhängen. Stilwörterbücher hingegen kodifizieren das sprachliche Material nicht nach paradigmatischen, sondern nach syntagmatischen Aspekten. Syntaktisch orientiert sind auch die sogenannten Valenzwörterbücher, die das Inventar der Verben hinsichtlich ihrer Valenz zusammenstellen (Lexikon der Sprachwissenschaft). Hinzuzufügen ist auch, dass Sprachen im allgemeinen und deren Wortschatz im besonderen sozial, regional, zeitlich und funktional differenziert und zudem unterschiedlichen Benutzerinteressen unterworfen sind. Dadurch werden die bereits vorhandenen Typen weiter spezifiziert und differenziert.

Auch wenn das Thema Wörterbücher und Gesprächsbücher lautet, möchte ich meinen Schwerpunkt auf die Wörterbücher legen. In meiner Ausarbeitung werde ich auf die geschichtliche Entwicklung von Wörterbücher eingehen und darauf, warum sie geschrieben wurden. Im weiteren gehe ich dann auf die Makro- und Mikrostruktur ein, werde sie am Beispiel des Teuthonista veranschaulichen und am Anschluss zwei Wörterbuchartikel miteinander vergleichen.
Im zweiten Teil meiner Arbeit befasse ich mich dann mit Gesprächsbüchern und werde eine kurze Einführung hinsichtlich der Entstehungsgründe sowie des Aufbaus geben und dann genauer am Tönnies Fenne erklären [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Lexikographie

3. Wörterbücher

3.1. Makrostruktur von Wörterbüchern

3.2. Mikrostruktur von Wörterbüchern

3.3. Gerhard van der Schueren: Teuthonista

3.4. Wörterbuchartikel imVergleich

3.5. Wörterbücher – eine Auswahl

4. Gesprächsbücher

4.1. Einführung in die Entstehungsgeschichte

4.2. Aufbau von Gesprächsbücher

4.3. Tönnies Fenne – ein Russisch-deutsches Gesprächsbuch

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtliche Entwicklung und die strukturelle Beschaffenheit von Wörterbüchern und Gesprächsbüchern. Dabei steht die Analyse der funktionalen Unterschiede, die sich aus den jeweiligen Entstehungskontexten von der mittelalterlichen Lexikographie bis hin zu praxisorientierten Handelsgesprächsbüchern ergeben, im Zentrum der Forschungsfrage.

  • Lexikographische Grundlagen und Entwicklung der Textsorten
  • Strukturanalyse: Makro- und Mikrostruktur von Wörterbüchern
  • Fallbeispiel Teuthonista von Gerhard van der Schueren
  • Komparative Untersuchung von Wörterbuchartikeln
  • Aufbau und Funktion von Gesprächsbüchern im Fernhandel
  • Das russisch-deutsche Gesprächsbuch von Tönnies Fenne

Auszug aus dem Buch

3.4. Wörterbuchartikel im Vergleich

co t Homo¹ eyn mensche²

- - primo³ sumitur pro Cristo⁴; exemplum⁵ Psalmi (86,5): Homo natus in ea, et ille fundauit eam altissimus, .i. Cristus natus est. 2° est virgo gloriosa; exemplum (Mt 16,13): Quem dicunt homines esse filium hominis ? .i. gloriose virginis. 3° sumitur pro dyabulo ; exemplum ewangelij : Homo iniquus seminauit, .i. dyabulus. 4° est homo iustus; examplum Psalmi (35,7): Homines et iumenta saluabis, domine. 5t° est fragilitas corporis ; exemplum Iob (Iob 7,17) : Quod est homo, quia magnificas eum. 6 ° est peccator ; exemplum Psalmi (143,4) : Homo vanitati similis factus est. 7°° est simplex composicio corporis et anime, exemplum Genesis (1,26) : Faciamus hominem ad similitudinem nostram. Et homo dicitur ab »humus« grece, quod est terra latine Sb3

Wa. fehlt K

S Wa. s4] fehlt Ma1 Ks2

M Wa. fehlt M19 D1

Sb3 Homo (1) V1] homines

P-E - - patet E2

(Vocabularius Ex Quo ca. Anfang des 15. Jhd)

Übersetzung:

Erstens für Christus verwendet; Beispiel aus dem Psalter (86, 5): Der Mensch ist in ihr geboren, und jener, der Höchste, erhält sie, d.h. Christus ist geboren. 2. ist die ruhmvolle Jungfrau; Beispiel (16, 13): Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen sei? d.h. der ruhmvollen Jungfrau. 3. für den Teufel verwendet; Beispiel aus dem Evangelium: Ein ungerechter Mensch säte, d.h. der Teufel. 4. ist ein gerechter Mensch; Beispiel aus dem Psalter (35, 7): Die Menschen und die Tiere wirst Du retten, Herr. 5. ist die Zerbrechlichkeit des Körpers; Beispiel aus Hiob (Iob 7, 17): Was ist der Mensch, dass du ihn erhebst. 6. ist ein Sünder; Beispiel aus dem Psalter (143, 4): Der Mensch ist der Leere gleich geschaffen. 7. ist die ungeteilte Gestaltung des Körpers und der Seele, Beispiel aus Genesis (1, 26): Lasst uns einen Menschen schaffen nach unserem Ebenbild. Und der Mensch heißt so von griechisch »humus«, das ist lateinisch Erde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier werden der Begriff Lexikographie definiert und der Schwerpunkt der Arbeit auf die Wörterbücher sowie deren geschichtliche Entwicklung gelegt.

2. Geschichte der Lexikographie: Dieses Kapitel zeichnet den Ursprung der Wörterbücher aus den alten Glossen bis hin zur systematischen Lexikographie des 19. Jahrhunderts nach.

3. Wörterbücher: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Makro- und Mikrostruktur von Wörterbüchern, ergänzt durch die Analyse des Teuthonista und einen Vergleich von Wörterbuchartikeln.

4. Gesprächsbücher: Der Fokus liegt auf der Entstehung und dem speziellen Aufbau von Gesprächsbüchern, wobei das Werk von Tönnies Fenne als zentrales Beispiel für den Fernhandel dient.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Erkenntnisse über Wörter- und Gesprächsbücher als historische Hilfsmittel zur Sprachvermittlung ab.

Schlüsselwörter

Lexikographie, Wörterbuch, Gesprächsbuch, Teuthonista, Tönnies Fenne, Glossen, Makrostruktur, Mikrostruktur, Sprachgeschichte, Fernhandel, Sprachvermittlung, Latein, Volkssprache, Etymologie, Wortartikel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung, die strukturellen Merkmale und die funktionale Bedeutung von Wörterbüchern und Gesprächsbüchern im Laufe der Jahrhunderte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Lexikographie, die Analyse von Wörterbuchstrukturen (Makro- und Mikrostruktur) sowie die Rolle von Gesprächsbüchern im Fernhandel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Transformation der Textsorten vom gelehrten Hilfsmittel für das Lateinische hin zu praxisorientierten Sprachinstrumenten für den Alltag und den Handel aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-deskriptive Methode, indem sie Quellen analysiert, strukturelle Definitionen der Textlinguistik anwendet und spezifische Fallbeispiele (z.B. den Teuthonista) vergleichend untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wörterbüchern (Strukturen, Geschichte, ausgewählte Werke) und den zweiten Teil zu Gesprächsbüchern (Entstehungsgründe, Aufbau, das Beispiel Tönnies Fenne).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lexikographie, Makrostruktur, Mikrostruktur, Wörterbuch, Gesprächsbuch, Fernhandel sowie die spezifischen Werke Teuthonista und das Buch von Tönnies Fenne.

Wie unterscheidet sich die Mikrostruktur im "Vocabularis Ex quo" von modernen Wörterbüchern?

Die Untersuchung zeigt, dass der "Vocabularis Ex quo" stärker theologische Bezüge und lateinische Quellen zitiert, während moderne Wörterbücher stärker auf Gebrauchssituationen, grammatische Systematik und eine breitere Ausdifferenzierung des Wortschatzes setzen.

Warum war das Gesprächsbuch von Tönnies Fenne so besonders?

Es war ein wegweisendes Dokument für den hansisch-russischen Fernhandel, das nicht nur Wortlisten bot, sondern auch grammatische Informationen, Briefmuster und Alltagssituationen integrierte, um die Kommunikation über den Handel hinaus zu ermöglichen.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Wörterbücher und Gesprächsbücher. Geschichtliche Entwicklung und Beschreibung der Textsorten.
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Deutsche Philologie)
Curso
Wissensvermittlung im Mittealter
Calificación
2,7
Autor
Andrea Wieseke (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
27
No. de catálogo
V10807
ISBN (Ebook)
9783638171397
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wörterbücher Gesprächsbücher Geschichtliche Entwicklung Beschreibung Textsorten Wissensvermittlung Mittealter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andrea Wieseke (Autor), 2000, Wörterbücher und Gesprächsbücher. Geschichtliche Entwicklung und Beschreibung der Textsorten., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10807
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