Andere Länder andere Sitten, so besagt es ein altes Sprichwort. Man hat es schon oft gehört und darüber geschmunzelt, aber die wenigsten haben sich wohl je wirklich Gedanken darüber gemacht. Schon oft sind Deutsche, mit ihrem auch so guten Benehmen, unbewusst ins Fettnäpfchen getreten. Im Urlaub und privaten Bereich mag das verkraftbar sein, nicht aber im Berufsleben. Hier kann Unwissen und falsches Verhalten die mühsam aufgebauten Geschäftsbeziehungen leicht zunichte machen.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
1 POLITISCH-ÖKONOMISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
1.1 Basisindikatoren im Vergleich
1.2 Politisch-ökonomische Struktur Norwegens
2 SOZIO-KULTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1 Religionen
2.2 Monarchie und Nationalstolz
2.3 Family and women
2.4 Norwegische und deutsche Kulturelemente im Vergleich
2.4.1 Machtdistanz
2.4.2 Individualismus versus Kollektivismus
2.4.3 Maskulinität versus Feminität
2.4.4 Unsicherheitsvermeidung
3 VERBALE UND NON-VERBALE KOMMUNIKATION
3.1 Begrüßung
3.2 Negotiation process
3.3 Smalltalk
3.4 Gastgeschenke
3.5 Geschäftsessen
3.6 Zeitfaktor
3.7 Kleidung
3.8 Paraverbale Kommunikation
3.9 Non-verbale Kommunikation
4 FÜHRUNGS- UND ENTSCHEIDUNGSVERHALTEN
5 SUMMARY
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die kulturellen Unterschiede zwischen Norwegen und Deutschland im geschäftlichen Kontext. Das Ziel ist es, Managern durch ein fundiertes Verständnis der spezifischen norwegischen Rahmenbedingungen, Kommunikationsstile und Führungskulturen zu helfen, Missverständnisse zu vermeiden und den Geschäftserfolg in einer interkulturell geprägten Umgebung zu sichern.
- Analyse der politisch-ökonomischen und sozio-kulturellen Rahmenbedingungen Norwegens.
- Vergleich der Kulturelemente beider Länder anhand des 5-D-Modells von Hofstede.
- Untersuchung von Besonderheiten in der verbalen und non-verbalen Geschäftskommunikation.
- Darstellung des norwegischen Führungs- und Entscheidungsverhaltens im Kontrast zu deutschen Normen.
Auszug aus dem Buch
3.2 Negotiation process
„Norwegians believe in the distinct separation of work and play. When you do business, you talk business. You do not indulge in personal queries about family or other matters. The usual negotiating structure that begins with exploration, leading up to bidding and bargaining, and culminating in settling and ratifying is usually not followed by Norwegians in business.” (Su-Dale, 1995, S.191)
The Norwegian business environment reflects the character of its citizens - reserved and relaxed. Although most nations are used to use references and introductions to make the first foreign contact, you can also contact Norwegian companies directly to make an appointment. There is no need of intermediaries. If you decide to write a letter of self-introduction to start a new business, be aware to provide plenty of background information regarding your firm, and clearly state your purpose and intentions. (Wadén, 2001, p. 60)
Norwegians are quite trustworthy, but they hardly trust others (especially strangers). They expect that the counterpart wants to come straight to business too. On the other hand, Norwegians are vulnerable to see things only from one perspective. They are not used to look for certain possibilities in hedging or sidestepping. The Norwegians are also said to be pretty direct and their directness while doing business is said to be a trait of their ancestry. There are also people that claim that Norwegians are still traders, rather than marketers. If you do business with Norwegian partners and come straight to the point you will receive the sympathy of your counterpart. (Su-Dale, 1995, p. 191)
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz im Berufsleben, da vermeintlich kleine kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Norwegen Geschäftsbeziehungen gefährden können.
1 POLITISCH-ÖKONOMISCHE RAHMENBEDINGUNGEN: Dieses Kapitel vergleicht Basisindikatoren wie BIP und Arbeitslosenquote und analysiert die politische Haltung Norwegens zur EU sowie dessen wirtschaftliche Autonomie.
2 SOZIO-KULTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN: Hier werden soziale Strukturen wie Religion, die Rolle der Monarchie und die Frauenemanzipation in Norwegen untersucht, ergänzt durch einen Vergleich der Kulturdimensionen nach Hofstede.
3 VERBALE UND NON-VERBALE KOMMUNIKATION: Das Kapitel bietet einen Leitfaden für korrektes Verhalten bei Begrüßungen, Verhandlungen, Smalltalk und Geschäftsessen, wobei der Fokus auf der norwegischen Zurückhaltung liegt.
4 FÜHRUNGS- UND ENTSCHEIDUNGSVERHALTEN: Hier wird der flache, teamorientierte und wenig autoritäre norwegische Führungsstil dem deutschen, oft hierarchischeren Modell gegenübergestellt.
5 SUMMARY: Das abschließende Summary fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die soziokulturellen und geschäftlichen Eigenheiten Norwegens in englischer Sprache zusammen.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Norwegen, Deutschland, Hofstede-Modell, Geschäftsbeziehungen, Kommunikation, Verhandlungsstil, Führungsverhalten, Unternehmenskultur, Machtdistanz, Individualismus, Feminität, Unsicherheitsvermeidung, Arbeitsmarkt, Etikette.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Besonderheiten des interkulturellen Managements in Norwegen und stellt diese den deutschen Gepflogenheiten gegenüber, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Geschäftspartnern beider Länder zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, soziokulturelle Aspekte wie Gesellschaft und Werte, kommunikative Verhaltensregeln sowie spezifische Ansätze zur Unternehmensführung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Analyse kultureller Eigenheiten (nach Hofstede) und Verhaltensnormen aufzuzeigen, wie deutsche Geschäftsleute in Norwegen professionell und respektvoll agieren, um eine harmonische Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die vergleichende Kulturanalyse, insbesondere das 5-D-Modell nach Geert Hofstede, um objektive Unterschiede zwischen Norwegen und Deutschland zu identifizieren und zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert sozio-kulturelle Faktoren, Kommunikationsstile von der Begrüßung bis zum Geschäftsessen sowie Unterschiede im Führungs- und Entscheidungsverhalten in Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interkulturelles Management, kulturelle Dimensionen, skandinavische Geschäftsetikette, Verhandlungskultur und kooperatives Führungswesen charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die norwegische Unternehmenskultur von der deutschen?
Norwegische Unternehmen sind flacher strukturiert, legen mehr Wert auf Gleichberechtigung und Teamarbeit und sind weniger autoritär geprägt als deutsche Unternehmen.
Warum spielt der Zeitfaktor bei Geschäften in Norwegen eine wichtige Rolle?
Pünktlichkeit ist in Norwegen ein Zeichen von Respekt. Zudem erfordern Geschäftsbeziehungen in Norwegen oft eine langfristige Pflege, da eine Etablierung meist erst nach mehreren Jahren erreicht wird.
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- Simone Weinert (Autor), 2002, Interkulturelles Management in Norwegen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108527