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Das Ende der Staufer

Title: Das Ende der Staufer

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 29 Pages , Grade: gut

Autor:in: Christian Schamberger (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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"Kein deutsches Herrschergeschlecht nahm ein Ende wie die Staufer, in Armut, in Bedrängnis, in Not, im Kerker, auf dem Schafott, am Galgen und auf dem Scheiterhaufen."

So lautet, kurz gefasst, die Bilanz von Decker-Hauff. In der Tat ist von keinem der Söhne Friedrichs II. das Grab bekannt. Sein Vater, Heinrich VI. starb als 32jähriger an einer Malariainfektion und gleiches widerfuhr seinem Sohn Konrad IV. kurz nachdem er sich nach Italien aufmachte, um das Erbe seines Vaters anzutreten. Der Tod Heinrichs VI. eröffnete den deutschen Thronstreit, und das Ableben Konrads IV. war der Auftakt zu einem päpstlichen Vernichtungskampf gegen die Staufer, der durch die Schlachten bei Benevent und Tagliacozzo entschieden wurde.

Was waren die Gründe für diesen Vernichtungskrieg der Päpste gegen die Staufer? Wie den Ottonen wurde auch den Staufern Italien zum Verhängnis. Friedrich II. hatte Kraft des römisch-deutschen Kaisertums die Ansprüche der Staufer auf Italien hergeleitet. Nach dem Scheitern der Staufer erhob kein römisch-deutscher Herrscher mehr Ansprüche auf Süditalien und Sizilien. Sizilien und Süditalien verabschiedeten sich gleichsam aus der deutschen Geschichte, handelten sich jedoch neue Fremdherrschaften ein, die bis zum Risorgimento reichen sollten. Zwischen Nord- und Süditalien etablierte sich der Riegel des Kirchenstaates, welcher durch entsprechende Garantien und dem unwiderruflichen Verzicht auf die Herrschaftsrechte im Königreich Sizilien Rudolfs von Habsburg unter Papst Gregor X. seine endgültige Gestalt erhielt.

Bald nach dem Tod Friedrichs II. kam die Legende auf, dass er nicht gestorben sei, sondern als Kaiser der Endzeit zurückkehren würde. Dachte man in Sizilien, er sei in den Ätna entrückt, so bildete sich in Deutschland der Glaube, dass der thüringische Kyffhäuser der Ort sei, von dem er wiederkehren würde, um das römische Reich zu erneuern. Erst in späterer Zeit sollte in der Sage Friedrich Barbarossa an seine Stelle treten und sich in die Reihe jener sagenumwobenen Herrschergestalten einfinden, welche das Reich erneuern sollten.
Der Hauptteil hat, beginnend beim Tod Heinrichs VI. und endend beim Tod seines Sohnes Friedrich II., die Politik Friedrichs II. zum Inhalt. Gleichfalls betrachtet werden seine Söhne Heinrich (VII.), Konrad IV. und Enz(i)o.
Den Abschluss bildet das Kapitel über das Schicksal der letzten Staufer, in dem Konradin und Manfred behandelt, sowie Heinrich (Carl-Otto) und Friedrich von Antiochia kurz angerissen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Friedrich II.

3.1 Die Entwicklungen nach dem Tod Heinrichs VI.

3.2 Vom König von Sizilien zum Kaiser

3.3 Konsolidierung des (Staufer-) Reichs und Kaiserkrönung

3.4 Eine tragische Figur: Heinrich (VII.)

3.5 Konrad IV.

3.6 Enz(i)o

3.7 Der „Endkampf“ Friedrichs II. mit dem Papsttum

3.8 Das Konzil von Lyon und der Tod Friedrichs II.

4. Das Schicksal der letzten Staufer

4.1 Konradin und Manfred

4.2 Die „wirklich letzten“ Staufer

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische Wirken von Kaiser Friedrich II. und seinen Söhnen sowie das tragische Ende der Staufer-Dynastie. Ziel ist es, die Gründe für den langjährigen Vernichtungskampf zwischen den Staufern und dem Papsttum sowie die Konsequenzen dieses Konflikts für die deutsche und italienische Geschichte aufzuzeigen.

  • Die politische Entwicklung Friedrichs II. vom König von Sizilien zum römisch-deutschen Kaiser.
  • Die problematischen Beziehungen zwischen dem Kaiser und seinen Söhnen (Heinrich VII., Konrad IV., Enzio).
  • Der ideologische und militärische Endkampf Friedrichs II. gegen das Papsttum.
  • Das Schicksal der letzten Staufer, insbesondere Manfreds und Konradins, und die Auflösung der staufischen Herrschaft.

Auszug aus dem Buch

3.3 Konsolidierung des (Staufer-) Reichs und Kaiserkrönung

In Aachen nahm Kardinalbischof Hugo von Ostia als Kreuzzugslegat das Kreuzzugversprechen Friedrichs II. entgegen. Honorius III., seit 1216 Nachfolger Innozenz III., setzte seinerseits einen vom Laterankonzil beschlossenen Kreuzzug ohne Erwähnung des Kaisers als rein päpstliches Werk fest. Den Beginn seiner eigenen Kreuzfahrt setzte Friedrich II. mit dem Johannestag 1219 fest, verschob jedoch den Antritt auf einen späteren Zeitpunkt und erbat sich für den Aufschub seines Kreuzzuggelübdes von Honorius III. Dispens. Honorius III. seinerseits merkte seit Mitte 1219, dass sein Festhalten an der Stellung Konstanzes und Heinrichs (VII.) in Sizilien nur mehr rein illusorisch war und setzte als endgültigen Termin für den Antritt der Kreuzfahrt den 21. März 1220 fest.

Nachdem Innozenz III. verstorben war, ignorierte Friedrich II. die getroffene Abmachung und ordnete die Übersiedlung seiner Gattin und des Sohnes nach Deutschland an.

„Den räumlichen Schwerpunkt seines Lebens sah er im Süden; angesichts dessen erscheint es wenig hilfreich, darauf aufmerksam zu machen, dass sein Versprechen erst von der Kaiserkrönung an (die er beliebig lange hinausschieben konnte und wollte) und nur, da dessen Nachfolger nicht genannt seien, Innozenz gegenüber gelte.“

In Deutschland selbst übertrug er Heinrich das Schwabenherzogtum und 1218, nach Aussterben der Zähringer, das Rektorat von Burgund, entzog Heinrich und seiner Mutter den Titels eines Königs von Sizilien und ergriff selbst die Machtausübung darüber. Als Ergebnis dieser Wiedervereinigung von Königreich und Kaiserreich war eine riesige Ausdehnung des damit konstituierten Stauferreichs. Es reichte nunmehr von der Nordsee bis nach Sizilien, umfasste Numur und Burgund im Westen, Mähren im Osten und nominell seit 1225 auch das Königreich Jerusalem. Erstmals seit ostgotisch-byzantinischer Zeit waren somit auch Nord- und Süditalien wieder vereint, wenn auch räumlich durch die vom Papst beanspruchten Gebiete getrennt.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bilanz des Untergangs der Staufer und die zentralen Konfliktpunkte zwischen Kaiser und Papsttum in Italien.

3. Friedrich II.: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert den politischen Aufstieg, die Herrschaftsstrukturen, die familiären Konflikte sowie den eskalierenden Machtkampf des Kaisers mit der römischen Kurie.

4. Das Schicksal der letzten Staufer: Das Kapitel behandelt den Versuch der Sicherung des Erbes durch Konrad IV. sowie den letztlich gescheiterten Widerstand von Manfred und Konradin gegen das Haus Anjou.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, wie der Vernichtungskampf der Päpste gegen die Staufer letztlich zur Schwächung beider Mächte und zum Aufstieg anderer Akteure führte.

Schlüsselwörter

Friedrich II., Staufer, Papsttum, Kaiserkrönung, Sizilien, Heinrich (VII.), Konrad IV., Enzio, Konradin, Manfred, Kreuzzug, Kirchenstaat, Machtkampf, Italien, Reichspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit behandelt den politischen Aufstieg und das tragische Ende der staufischen Herrscherdynastie, mit Fokus auf die Regierungszeit von Friedrich II. und die Schicksale seiner Nachkommen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Im Zentrum stehen die Machtansprüche der Staufer auf Italien, die Spannungen mit der römischen Kurie sowie die internen dynastischen Schwierigkeiten innerhalb der Familie Friedrichs II.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Gründe für den totalen Vernichtungskampf des Papsttums gegen die Staufer und arbeitet heraus, wie diese Auseinandersetzung die politische Landkarte Europas langfristig veränderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Arbeit, die auf der Analyse zeitgenössischer Quellen und einschlägiger wissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung Friedrichs II., seine konfliktreiche Regierungsführung durch seine Söhne in Deutschland sowie seinen ideologischen und militärischen Endkampf gegen das Papsttum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Friedrich II., Stauferreich, Papsttum, Sizilien, Konradin, Manfred und der staufische Endkampf.

Welche Bedeutung hatte das Konzil von Lyon für die Staufer?

Das Konzil von 1245 stellte den offiziellen Höhepunkt der päpstlichen Opposition dar, bei dem Friedrich II. von seinen Ämtern und Titeln entsetzt wurde, was die dynastische Lage massiv verschlechterte.

Warum wird die Person Heinrichs (VII.) als tragisch bezeichnet?

Heinrich (VII.) geriet in einen unlösbaren Interessenkonflikt zwischen der staufischen Reichspolitik seines Vaters und den päpstlichen Forderungen, was schließlich zu seinem Entthronungsprozess und seinem frühen Tod führte.

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Details

Title
Das Ende der Staufer
College
University of Salzburg  (Institut für Geschichte)
Grade
gut
Author
Christian Schamberger (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V10857
ISBN (eBook)
9783638171717
ISBN (Book)
9783640385287
Language
German
Tags
Ende Staufer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schamberger (Author), 2002, Das Ende der Staufer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10857
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