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Textverstehen als Aufbau Mentaler Modelle

Title: Textverstehen als Aufbau Mentaler Modelle

Research Paper (undergraduate) , 1999 , 11 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Dipl. Psychologe Jörg Hartig (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Textverstehen als mentale Modellbildung zu verstehen ist ein relativ neues Konzept, dessen Bezüge zu anderen kognitionspsychologischen Konstrukten erst ansatzweise analysiert sind. Doch regt die Thematik an sich mehr mit den Prozessen des Sprachverständnisses auseinanderzusetzen.
Die vorliegende Arbeit bietet einen Einstieg in die Thematik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. ADDITIV-ELEMENTARISTISCHE AUFFASUNG DES TEXTVERSTEHENS

2. HOLISTISCHE AUFFASSUNG DES TEXTVERSTEHENS

DIGITALE REPRÄSENTATIONDURCH PROPOSITIONEN VERSUS ANALOGE REPRÄSENTATION DURCH MENTALE MODELLE

MENTALE MODELLE

TEXTVERSTEHEN – INTEGRATIONSANSATZ

TEXTAUFBAU UND MENTALE MODELLBILDUNG

Topik - spezifische Teilmodelle

Sequenzierungseffekte

AUSBLIK

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den psychologischen Prozess des Textverstehens und analysiert, wie Menschen Informationen verarbeiten, um mentale Repräsentationen aufzubauen. Dabei steht die Gegenüberstellung von propositionalen Modellen und ganzheitlichen, mentalen Modellen im Fokus, um die Effizienz der Wissenskonstruktion beim Lesen zu ergründen.

  • Differenzierung zwischen additiv-elementaristischen und holistischen Ansätzen des Textverstehens.
  • Untersuchung der Rolle von mentalen Modellen und Szenarien bei der Texterschließung.
  • Analyse des Einflusses von Kohärenz und Sequenzierung auf die Erinnerungsleistung.
  • Gegenüberstellung von digitaler (propositionaler) und analoger Repräsentation.
  • Erörterung von Topik-spezifischen Teilmodellen für die kognitive Verarbeitung.

Auszug aus dem Buch

Zentrale Annahme: Komplexität und Integriertheit der mentalen Repräsentation sind keine Eigenschaften, die allmählich durch Aufsummierung von semantischen Einheiten entstehen, sondern beim Textverstehen von Anbeginn gegeben sind.

Beim Lesen eines Satzes stellt sich der Leser eine Situation vor, die auf den Satz zutreffen könnte. Der Leser konstruiert eine mentale Repräsentation eines komplexen Sachverhaltes mit ganzheitlichen Charakter. Daher holistisch.

Dabei werden Szenarien aktiviert, die denen der frames und scripts des prozeduralen Gedächtnisses ähneln.

Textverstehen wird als ein Prozeß der Aktivierung und der Elaboration von Szenarien angesehen. Durch die Schaffung von Szenarien geht die mentale Repräsentation über das, was der Text eigentlich bietet, weit hinaus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. ADDITIV-ELEMENTARISTISCHE AUFFASUNG DES TEXTVERSTEHENS: Dieses Kapitel erläutert die Zerlegung von Texten in Propositionen als kleinste Informationseinheiten und beschreibt Verfahren zur strukturellen Analyse durch Kohärenzgraphen.

2. HOLISTISCHE AUFFASSUNG DES TEXTVERSTEHENS: Hier wird das Konzept vorgestellt, dass Leser beim Textverstehen von Anfang an ganzheitliche Szenarien und mentale Repräsentationen bilden, statt nur Einheiten zu addieren.

DIGITALE REPRÄSENTATIONDURCH PROPOSITIONEN VERSUS ANALOGE REPRÄSENTATION DURCH MENTALE MODELLE: Die Gegenüberstellung verdeutlicht die Unterschiede zwischen abstrakten, regelbasierten propositionalen Systemen und analogen, strukturgetreuen mentalen Modellen.

MENTALE MODELLE: Dieses Kapitel fasst die Eigenschaften mentaler Modelle zusammen, die als Synonyme für Szenarien oder Situationsmodelle dienen und eine anschauliche Simulation ermöglichen.

TEXTVERSTEHEN – INTEGRATIONSANSATZ: Dieser Abschnitt beschreibt ein Modell, das propositionale Textbasen und mentale Situationsmodelle integriert, um die drei Ebenen der mentalen Repräsentation zu erklären.

TEXTAUFBAU UND MENTALE MODELLBILDUNG: Hier wird erläutert, wie durch die begrenzte kognitive Kapazität mentale Teilmodelle gebildet werden, die im Laufe des Leseprozesses den Sinnfluss stützen.

Sequenzierungseffekte: Die Untersuchung zeigt, dass thematische Kontinuität entscheidend für das Textverständnis ist, da Diskontinuität den Aufbau mentaler Modelle erschwert.

AUSBLIK: Das abschließende Kapitel gibt einen Ausblick auf die kognitionspsychologische Forschung und die praktische Relevanz für die Gestaltung aufnahmefreundlicher Texte.

Schlüsselwörter

Textverstehen, Mentale Modelle, Propositionen, Kohärenz, Szenario-Theorie, Situationsmodell, Kognition, Wissenskonstruktion, Wissensstruktur, Inferenz, Sinnfluss, Repräsentation, Textanalyse, Lerntext, Schemata

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Prozesse, die ablaufen, wenn Menschen Texte lesen und verstehen, insbesondere den Aufbau interner mentaler Abbilder des gelesenen Inhalts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die propositionale Analyse von Texten, die holistische Bildung mentaler Modelle sowie die Bedeutung von Vorwissen und Kohärenz für den Lernerfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kognitive Konstruktionsprozesse vom einfachen Verständnis der Textoberfläche hin zur Bildung komplexer mentaler Modelle führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf kognitionspsychologischen Modellen, linguistischen Ansätzen zur Textanalyse und psychologischen Untersuchungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil differenziert zwischen elementaristischen Ansätzen und holistischen Modellen, vergleicht propositionale mit analogen Repräsentationen und analysiert Sequenzierungseffekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mentale Modelle, Propositionen, Kohärenz, Szenario-Theorie und kognitive Repräsentation definiert.

Wie unterscheidet sich ein mentales Modell von einer Proposition?

Ein mentales Modell ist eine analoge Repräsentation, die anschaulicher ist und Prozeßabläufe abbildet, während Propositionen eher abstrakte, logische Informationseinheiten sind.

Welche Rolle spielt das Vorwissen des Lesers?

Vorwissen ist entscheidend für den Aufbau mentaler Modelle, da es erlaubt, durch Inferenzen Lücken im Text zu schließen und ein stimmiges Situationsmodell zu bilden.

Warum erschwert diskontinuierlicher Text das Verständnis?

Häufige Topicwechsel unterbrechen den Sinnfluss und zwingen den Leser, ständig neue Teilmodelle zu generieren, was die kognitive Kapazität belastet und die Erinnerung erschwert.

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Details

Title
Textverstehen als Aufbau Mentaler Modelle
College
University of Leipzig
Course
Oberseminar Pädagogische Psychologie
Grade
1,5
Author
Dipl. Psychologe Jörg Hartig (Author)
Publication Year
1999
Pages
11
Catalog Number
V108855
ISBN (eBook)
9783640070466
ISBN (Book)
9783640544219
Language
German
Tags
Textverstehen Aufbau Mentaler Modelle Oberseminar Pädagogische Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Psychologe Jörg Hartig (Author), 1999, Textverstehen als Aufbau Mentaler Modelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108855
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