Die Wirtschaftsverflechtungen des deutschen Kaiserreiches von der Reichsgründung bis zum Beginn der Kolonialpolitik


Hausarbeit, 2004
21 Seiten, Note: 1,3 ECTS

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Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung und Definitionen
Der deutsche Zollverein als Vorläufer der Zollpolitik

2. Konjunkturen, Zusammenhänge, Institutionen, Koopera­tionen
Außenhandel:
Internationale Konjunktur
Die Handelspolitik
Einfluß internationaler Standardisierungen
Grenzübergreifende Beziehungen deutscher Industrie
Goldstandard
Konjunktur und anschließende Re­zession

3. Dienstleistungen, Kapital und Finanzen
Innerdeutsche Bündelung zur internationalen Durchsetzungskraft

4. Der Warenaustausch
Der Außenhandel im europäischen Zusammenhang
Eisen und Eisenbahnmaterial
Agrarerzeugnisse Zölle und das Einnahmeninteresse des Reiches

5. Grenzüberschreitender Verkehr und Kommunikation

4. Fazit und Wertung

Anhänge:

Literaturverzeichnis

Versicherung

1. Abgrenzung und Definitionen

Diese Hausarbeit beleuchtet Verflechtungen der deutschen Wirtschaft mit denen des Auslandes. Bereits vor der Reichsgründung hatte sich ein innerdeut­scher Binnenmarkt entwickelt, gefördert durch den Zollverein und den Nord­deutschen Bund. Ab 1871 waren die Aktivitäten mit dem Aus­land nicht mehr primär „preußisch“ oder „bayerisch“, sondern wurden „deutsch“: Mit der Grün­dung des einheitlichen Hoheitsgebietes bekamen die bisherigen außenwirts­chaftlichen Aktivitäten der Einzel-Länder eine neue Kraft und Bedeu­tung. „The German territories had long maintained close and complex trading links with the rest of the world.“.[1] Fischer definiert bereits ab 1850 das Deutsche Reich im wirtschaftlichen Sinne durch den Zollverein zzgl. Schleswig Holstein und Han­se­städte, aber schon ohne Österreich.[2]

Mit dem Eintritt des Kaiserreiches in die europäische Gruppe der Kolonialstaa­ten Ende der 1880er Jahre erhielten die internationalen Wirtschaftsverflech­tungen wiederum eine andere Qualität, weshalb sich eine Zäsur hier anbietet. Fischer[3] sieht den Beginn einer aktiven Kolonialpolitik schon mit der wirt­schaftspolitischen Wende Bismarcks Mitte der 1880er Jahre. Seitdem werden wirt­schaftliche Interessen im Ausland zunächst nur geschützt, später auch aktiv gefördert.

Untersucht werden sollen die Verflechtungen in Form von Ex- und Importen von Waren, Dienstleistungen und Kapital, auch die Institutionen, von denen die Außenwirtschaft betroffen war. Die Leitfrage geht immer über die Zusammen­hänge zwischen den außenwirtschaftlichen Aktivitäten und der deut­schen Wirt­schaft. Die industrielle Revolution in Deutschland mit ihrer Aus­weitung an Pro­duktionskapazitäten und Rohstoff­bedürfnissen und der tech­nolo­gische Wandel in Verkehr und Kommunikation bargen Wechselseitigkeiten, die viele Entwick­lungen z.B. im Finanzwesen erst ermöglichten. All diese Zusammen­hänge, Ursachen und Wirkungen sind keines­falls monokausal zu er­klären, sondern stehen in engen Zusammenhängen. Lohnende separate Themen sind die Migrationen und die sozialen Aus­wirkungen der außenwirt­schaftlichen Verflech­tungen, die hier beide nicht ange­sprochen werden können.

Das Material aus dem 19. Jahrhundert ist bereits mehrfach analysiert worden, sodass hier keine primäre Datenerhebung sinnvoll ist. Besonders schwierig ist die Einschätzung der Wirtschaftszahlen, da ein zentrale statistische Erfassung z.B. des Außenhandels erst ab ca 1883 begann. Die Aufbereitungen von Zorn und Fischer dienen hier als anerkannte Grundlage.[4],[5]

Die Arbeit ist nicht personal- oder intentionalorientiert, sondern schaut überindi­vidualistisch auf Prozesse und vor allem Strukturen. Der Versuchung, de­terministische Schlüsse und Wertungen zu ziehen, darf in dem hier gegebenen Umfang nicht nachgegeben werden.

Der deutsche Zollverein als Vorläufer der Zollpolitik

Als wirtschaftlicher Vorläufer des Zollgebietes des Deutschen Kaiserreiches ist der Deutsche Zollverein wesentlich, weil durch ihn seit 1833 innerpreußische und später innerdeutsche Handelshemmnisse abgebaut wurden und auf die (klein-)deutsche Einheit hingewirkt wurde. Nach innen wurden Zölle, Tarife und nicht-tarifäre Hindernisse abgebaut, nach außen die Einfuhrzölle vereinheit­licht. In den 1860er Jahren schloß der Zollverein 21 Handelsverträge mit Meistbe­günstigungsklauseln, seit 1865 wurden kei­ne Getreidezölle mehr erhoben.[6]

2. Konjunkturen, Zusammenhänge, Institutionen, Koopera­tionen

In den 1850er Jahren erlebte der innereuropäische Handel einen starken Auf­schwung. Die Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen in den Indus­trieländern, auch in den Folgejahrzehnten, zusammen mit dem Ausbau der Eisenbahnverbindungen auf dem Kontinent führten zu einer Verbilligung der Produkte und ihrer Transporte.

Durch die Lage Deutschlands im Zentrum Europas mit den vielen Außengren­zen war Außenhandel selbstverständlich: Viele Absatz- und Roh­stoffmärkte lagen in ethnischer und geographischer Nähe eher im angrenzenden Ausland statt in den fernen Teilen Deutschlands. Die Steigerungen in Bevölkerungszahl und Lebenstandard machten zudem den Import von Rohstoffen und Halbfertig­produkten erforderlich, die letztlich nur von Exporterlösen bezahlt werden konn­ten. Der Anteil des deutschen Reiches an der Weltindustrieproduktion betrug 1880 13% und stieg später signifikant an.[7]

Außenhandel:

Die Struktur des Außenhandels änderte sich in jenen Jahren signifikant von der eines typischen Agrarlandes zu der einer Industrienation. Der Anteil der Nah­rungsmittel und Rohstoffe am Export ging stetig zurück, selbst innerhalb der Nahrungsmittel verdrängte das Verarbeitungsprodukt Zucker später das Ge­treide. Bei den Rohstoffen tritt die Kohle an die Spitze. Der Anteil der Halbfertigw­aren stieg von 6-7% auf über 30% erheblich, der der Fertigwaren stagnierte bei knapp über 50%, es waren vor allem Apparate und Maschinen.[8]

Internationale Konjunktur

Der Einfluß der internationalen Konjunkturbewegungen auf die Deutsche Wirt­schaft wuchs im Betrachtungszeitraum. Der Deutsch-Französische Krieg un­terbrach das stürmische Wachstum in Deutschland nur kurz, mit den an­schließend sehr schnell fliessenden Reparationszahlungen wurde die deutsche Wirtschaft über die stark gestiegene Geldmenge regelrecht befeuert. Die Gründerzeit ab 1871 fiel in die internationale Boom-Konjunktur und förderte den Export für Pro­duktion, Handel und Finanzen[9]. Durch die neuen Abhängigkeiten der z.T. wirt­schaftlich irrationalen Gründungen und Verbindungen wurde die Weltwirt­schaftskrise, die Mai 1873 durch eine platzende Börsenblase in Wien begann und sich über die Börsen New Yorks im Winter 1873 nach Deutschland ausbrei­tete[10], auch nach Deutschland importiert. Obwohl die Hauptabsatz­märkte der deutschen Exportmärkte sich bald wieder stabilisierten, konnte der deutsche Außenhandel die wegbrechende Konjunktur des Inlands und die an­schließende Rezession nicht aufhalten.[11] Die Preissenkungen im Ausland wurden zum größ­ten Teil in Deutschland nachvollzogen, was zwar eine geringe Inflation, aber auch wertmäßig geringere Wirtschaftstätigkeit nach sich zog. Mengenmäßig hin­gegen produzierte die deutsche Wirtschaft in den Jahren 1871 bis 1885 ste­tig mehr.

Die Krise führte bei der deutschen Industrie zu Modernisierungen und Ratio­nalisierungen, an den Märkten zum Preisverfall bei Rohwaren und Fertigpro­dukten. Die Weltmarktkonkurrenzfähigkeit wurde durch gezielten Verstoß gegen Urheberrechte und Patentrechte sowie mit Dumping­preisen hergestellt.[12]

Die 1875 einsetzende Agrarkrise verstärkte die Krise der Industrie noch. Ame­rikanisches Getreide drang auf den europäischen Markt (das Hauptexport­ziel der deutschen Land­wirtschaft) und die Getreidepreise sanken 1875 bis in die 90er Jahre. Besonders preußische Erzeugnisse wurden teurer produziert als die Importware.[13]

Die Handelspolitik

Die Handelspolitik bestand über die Zollpolitik hinaus in Verträgen zur Harmonisierung und Standardisierung technischer Spezifikationen, dem ge­zielten Abbau oder Aufbau von nicht-tarifären Handelshindernissen. Gerade auch im beginnenden Kaiserreich war Handelspolitik jedoch kein wirkliches Hauptthema, schon gar nicht des Kanzlers[14], sondern immer im Dienste der in­ternationalen Politik, später der Großmachtpolitik Deutschlands. “Eine gesamt­wirtschaftliche Konjunktur-, Wachstums-, Struktur- oder Ordnungspo­litik im modernen Sinne konnte es in Deutschland ... nur sehr ru­dimentär geben, weil weder das Denken in gesamtwirtschaftlichen Kategorien noch die wirtschaftspo­litischen Instrumente zur Steuerung der Volkswirtschaft ausgebildet waren.“[15]

Einfluß internationaler Standardisierungen

Gleichwohl beteiligte sich Deutschland an zahlreichen internationalen Vereinba­rungen, die den grenzüberschreitenden Verkehr von Post, Eisenbahn und Schiffahrt erleichterten bzw. erst ermöglichten. Die Abkommen zum Nie­derlassungsrecht, zum Schutz von Marken und Patenten gaben deutschen Ex­porteuren Rechtsschutz und Rechtssicherheit, und schützte die Konkurrenz vor deutschenPlagiaten.[16],[17]

Ähnlich der Normierung der Währung in Deutschland war auch 1875 die in­ternationale Normierung des Meters und Kilogramms ein Schritt zur Ratio­nalisierung der grenzüberschreitenden Wirtschaft. Der Weltpostverein verein­heitlichte ab 1874 den internationalen Postverkehr und sorgte so für mehr Prä­zision und Geschwindigkeit.[18],[19]

Bereits in 1865 wurde der Telegraphenverkehr international geregelt, was zu­sammen mit den Überseekabeln (seit 1866) die für den Ausbau des Kapitalver­kehrs entscheidendend wichtige schnelle und preiswerte Kommunikation ermöglichte. Auch ermöglichte erst 1873 ein bilateraler Vertrag mit England, daß die unter beiderseitiger Gerichtsbarkeit stehenden juristischen Personen im Inland akzep­tiert wurden.[20]

Diese und andere Standardisierungen reduzierten die Transport- und Transfer­kosten für Waren und Finanzen im europäischen und auch internationalen Feld signifikant und förderten so den Handel.

Grenzübergreifende Beziehungen deutscher Industrie

Aus der Enge der heimischen Märkte heraus ergab sich für einige Industrie­unternehmen die Notwendigkeit der grenzüberschreitenden Expansion. Wegen der Zoll- und rechtlichen Bestimmungen[21] wurden Zweigwerke oder Koopera­tionen gegründet, so z.B. aus der Schweiz in Deutschland Maggi und Nestle. Deut­sche Banken gründe­ten Tochterinstitute in anderen europäischen Ländern[22]. Durch die Regelungen u.a. des Patentrechtsschutzes konnten deutsche Li­zenzproduktionen in anderen Ländern gegründet werden, durch die weitere Märkte erschlossen werden konnten[23]. Krauss & Cie gründete Lokomotiven-Zweigwerke im Ausland[24]. Siemens als sehr früher internationaler Konzern verfeinerte sein Netz Auslandsnie­derlassungen und Tochtergesellschaften durch um Um- und Neugründungen.[25] Die grenzüberschreitenden Lizenzierung wurde stark von der Chemiebranche und auch von der Stahlindustrie für die Fertigungen von Stahl, später zusätzlich Aluminium, genutzt.

Internationale Preiskartelle boten sich für homogene Güter an, die im Wettbe­werb zwischen den Anbietern verschiedener Länder zum Preiskampf geführt hätten. Aber das einzig wesentliche grenzüberschreitende Kartell (Eisenbahn­schienenkartell zwischen Belgien, Deutschland und Großbritannien) brach 1886 wieder auseinander. Der Versuch eines Kartells zwischen deutschen und bri­tischen Reedereien zur Regelung der Übersee-Schiffahrt mißlang Anfang der 80er Jahre.

Goldstandard

Inund 1873 traten das neue Münzgesetz in Kraft, ein Bankgesetz von 1875 baute die 7 ver­schiedenen Währungsgebiete und 33 Notenbanken ab, und ersetzte sie durch die Preußische Bank, die 1875 in Reichsbank umbe­nannt wurde. Die Mark wurde in ganz Deutschland gesetzli­ches Zahlungsmittel und ihr Wert wurde, analog der englischen Konstruktion, an eine Golddeckung ge­bunden. Dadurch konnte de jure jeder Ausländer oder Inländer eine Mark-Banknote je­derzeit bei der Reichsbank gegen eine festgelegte Menge Goldes umtauschen: Eine wesentliche, wenngleich auch praktisch nie benutzte Si­cherheit im Außen­handel zur Akzeptanz deutscher Rechnungen und Zah­lungen. Die weitestge­hende Schwankungsfreiheit der relevanten Währungs­kurse ließ Im- und Ex­porteure sowie Finanzinvestoren auf sicheren Werten kal­kulieren. Inflation war wegen des Preisdrucks durch Importe (vor allem die Importpreise der Rohstoffe und Agrarprodukte sanken stetig) kein Thema, denn dieser verhinderte wirksam Preissteigerungen im Inland, zusätzlich zu den anderen Senkungsfaktoren der Preislandschaft.[26],[27] Die Einführung des Gold­standards war auch durch die franzö­sischen Goldre­parationen erleichtert worden, weil diese unter anderem in Gold geleistet wurden.

Konjunktur und anschließende Re­zession

Die 5 Mrd Goldfranken Reparationen aus Frankreich wurden zur Hälfte (2,2Mrd Mark) für Modernisierung von Heer und Kriegs­marine und Festungen ausgege­ben. Davon profitierte primär die Rüstungsindustrie: Stahl, Telegraphie und Bauindustrie durch direkte Aufträge des Reiches, mithin konsumptiv. Mit der anderen Hälfte wurden via Reichsfonds industrielle Investitionen finanziert und Staatsschulden getilgt. Die Ablösung von Staatsschulden ermöglichte widerum Banken und anderen Finan­ciers, das frei gewordene Geld in die In­dustrie (und andere Geldanlagen) zu in­vestieren. Der starke Anstieg der Geldmenge (ca 40%) ohne dagegen­stehende Wirt­schaftsleistung hätte nach heutiger Lesart zu einer exorbitanten Inflation ge­führt. Trotzdem erlebten große Teile der Industrie (vor allem der Rüstungs- und Infrastrukturindustrie) eine starke Nachfragesteigerung der staatli­chen Hand, ohne daß die Preise wesent­lich stiegen[28]. Das lag vor allem an der infrastruk­turellen Natur der zusätzlichen Staatsausgabe, die keine Konsum- Produkte be­trafen und auch nicht die Personalausgaben der Verwaltung steigerten. Dies in Kombination mit der geänderten Ausßenhandelsstruktur ermöglichte Invest­ments in moderne Tech­nologien, Rationalisierungen und Kostendegression durch Mengensteigerung. Die boomende Konjunktur steuerte (erst aus heutiger Sicht voll­kommen absehbar) in eine Überhitzungsphase mit anschließender Rezessi­on bzw andauernden Baisse. Die Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft in jener Zeit betrug aber immerhin durch­schnittlich 2,6%, mehr als in den anderen europäischen Ländern.[29]

3. Dienstleistungen, Kapital und Finanzen

Durch die Faktoren Geld, Kommunikation und Gesetze konnte sich die Finanz­wirtschaft als Teil der Gesamtwirtschaft etablieren und ausbauen. Diese Libe­ralisierung parallel zum Wegfall der Konzessionierungspflicht für Aktiengesell­schaften (in Preußen 1870, später so ins Reich übernommen) ermöglichte auch Ausländern, deutsche Aktien zu halten.

Das stürmische Wachstum im Handelsgeschäft mit Aktien, Anleihen und Wäh­rungen wurde erst möglich durch die Entwicklungen und breite Einführung der Telegraphie und der Schnellig­keit des Postwesens.[30] Das gesamte Auslands­geschäft der Banken (Akkreditive, Zah­lungen, Wechsel etc) war auf die Zu­verlässigkeit und Pünktlichkeit des Posttransportes angewiesen.[31]

Die Einführung des Inskriptionssystems für Staatsschulden in Deutschland führte zu einer Vereinfa­chung des Handels mit Staatsschuldtiteln[32] auch für Ausländer, mithin zu einem stärkeren Umsatz dieser Papiere an Börse und Freihandel. Seit Mitte der 1860er Jahre über­nahmen die anderen euro­päischen Finanzzentren die Technik der Verbriefung von nichtstaatlichen Schulden in Form von Inhaber­papieren[33]. Der Schwerpunkt des deutschen Handels verlagerte sich mit Reichsgründung von Frankfurt nach Berlin, wo die neuen D-Banken[34] unter Beteiligung der „alten“ Frankfurter Banken den Emissionsmarkt dominierten. Ein großer Teil der Expansion des deutschen Ka­pitalmarktes fand in Auslandstiteln statt, denn die hohe Liquidität der deutschen (Finanz-)Wirtschaft[35] ließ viele Anleger auch exo­tische oder auch riskante Pa­piere kaufen.[36],[37]

Pohl faßt die Entwicklungen griffig zusammen, daß „... bis zum Jahre 1880 bzw 1885 die Börsen in Lon­don, Paris, Amsterdam, Wien und Frankfurt am Main führend waren, während nach 1870 die Berliner Börse immer stärker in den Vordergrund trat und nach 1885 hinter London und Paris die dritte Stelle einnehmen konnte.“[38]

Ein Indiz auf den internationalen Einfluß der Finanzmärkte ist die Wirkung des vor allem deutschen Protestes in 1885 gegen die Einführung einer 5% Kupon­steuer auf alle russischen Kapitalmarktpapiere, die daraufhin für Ausländer nur bedingt galt.[39]

Innerdeutsche Bündelung zur internationalen Durchsetzungskraft

Die personelle Verflechtung zwischen Finanzwelt, der Industrie und der Po­litik wird deutlich an Georg Siemens. 1874 ließ sich Siemens, damals die treibende Kraft (Direktor) der Deutschen Bank, als nationalliberaler Abge­ordneter in den Reichstag wählen und stand für die Verbindung zwi­schen Ban­ken, Wirtschaft und Politik.[40]

Exemplarisch für das Finanzwesen ist die Geschichte der Deutschen Bank, die definitiv als Bank des Außenhandels gegründet worden war und sich exponiert als solche verwirklichte.[41] 1871 gründete sie die German Bank London Ltd[42], um die rasche Ausdehnung des Geschäftes zu begleiten und auch, um die Do­minanz des britischen Finanzwesens anzugreifen. Das Übersee-Ge­schäft ver­anlaßte sie noch 1871 zu Filialgründungen in Bremen und Ham­burg, auch wegen der unterschiedlichen Währungen, mit denen beide Hafenstädte national und international arbeiteten. Filialen in Shanghai und Yo­kohama folg­ten. In 1872 kaufte sie etliche Beteiligungen an Banken, die je ein spe­zielles Überseeg­eschäft finanzierten, z.B. die La Plata-Bank (für Uruguay und Süd­amerika), Deutsche Uebersee-Bank, Indo-Egyptische Bank in Wien, Austro-Tür­kische Kredit-Anstalt.

Ihre Industrie-Beteiligungen im Im- und Export waren u.a. die Rotter­damsche Handelsvereinigung und die Internationale Bau- und Eisenbahn-Gesellschaft, sie dienten zur schnelleren und kostengünstigeren Abwicklung des deutschen Außenhandels bzw zur Akquisition direkten Industriegeschäftes, das dann (na­türlich) über die Konsortialbanken finanziert und abgewickelt wurde.

Im Inland gründete die Deutsche Bank die „Deutsche Jute-Spinnerei und Webe­rei Aktien-Gesellschaft in Meißen. „Siemens erkannte bereits 1882, daß nur eine planmäßige Finanzie­rung der Verarbeitung der Rohstoffe in Deutschland und industriellen Exports die deutsche Wirtschaft vorantreiben könne.“[43] Die Deutsche Bank betrieb angabegemäß das Gründen lediglich als Nebenzweig zur Erfül­lung der im Statut gesteckten Ziele im überseeischen Ge­schäft.[44]

Bei den Liquidationen deutscher Banken Mitte der 1870er Jahre pickte sie ge­zielt die zu ihrer Ge­schäftspolitik passenden außen­handelsbetonten Kunden­verbindungen aus den Liquidationsmassen heraus. „Die Idee der Liquidation der Deutschen Union-Bank und des Berliner Bankvereins unter Übernahme von deren Geschäftsver­bindungen... war um so willkommener erschienen, als die Entwicklung dieses Geschäfts sich wieder befruchtend und fes­tigend auf das überseeische Ge­schäft auswirken konnte.“[45] Allerdings blieb auch die Deutsche Bank nicht vor der Weltkonjunkturkrise verschont: Sie mußte z.B. wegen des Verfalls der Silber-Märkte ihre Filialen in Shanghai und Yokohama in 1876 wieder schließen.

Auch die anderen deutschen Banken beteiligten sich selbst und ihre Kunden durch Emissionen an etlichen Eisenbahn-Finanzierungen in den USA. Auch eigene Filial- oder Joint-Venture-Gründungen in den USA halfen, das Geschäft anzu­kurbeln.

Bei aller Internationalität der deutschen Finanzwelt war doch Großbritannien Hauptin­vestor auf der internationalen Bühne geblieben und London das Finanz­zentrum der Welt. Allerdings investierten Briten mehr in Übersee (britische Ko­lonien) als in Europa. Ähnlich verhielten sich auch die belgischen, portu­giesischen und nie­derländischen Investoren. Frankreich und Deutschland kon­zentrierten ihre In­vestitionen mehr auf Europa: ca 70% der deutschen Ausland­sinvestitionen blieben in Europa.[46]

Die Internationalisierung des Finanzgeschäftes brachte aber auch Probleme zu­rück. Die große Krise 1873 begann in Wien, hinzu kamen schlechte Nachrrich­ten aus Nord­amerika, wo deutsches Kapital stark an Eisenbahngesellschaften beteiligt war. Die Probleme der deut­schen Kapitalmärkte waren durch Vorfälle im Ausland verstärkt worden, wenn nicht durch das Auslandsgeschäft erst möglich geworden. Die internationale Krisen konnte daher sich direkt auch im deut­schen Kapitalmarkt auswirken.[47],[48]

4. Der Warenaustausch

Der Außenhandel im europäischen Zusammenhang

Die Struktur des deutschen Außenhandel änderte sich nach der Reichs­gründung signifikant. Vorher hatten Getreide und andere Nahrungsmittel sowie Roh­stoffe noch mehr als die Hälfte der deutschen Ausfuhren gebildet. Die steigende Industrieproduktion suchte ih­ren Absatz auch im Ausland und ver­ringerte den Nahrungsmittelexportanteil relativ zu den Halbfertig- und Fertig­waren.[49] Der Anteil der Halb­fertigwaren steigt von 6-7% noch 1870 auf über 30% in 1880 erheblich, der der Fertigwaren zwar insgesamt nicht weit über 50%, jedoch treten an die Stelle der Textilien nun vor allem Apparate und Ma­schinen. Diese Entwicklung des Exportes ist Folge der starken industriellen Entwicklung in Deutsch­land. Die chemische Indstrie mit Bayer, Hoechst (urspr. Lucius&Meister), BASF wurden gegründet . „Here again the groundwork was complete before the foundation of the German Empire, allthough ... later... German and Swiss firms together controlled about 90% of the world market.“[50]

Herkunft der Importe Europas / Verteilung der europ. Exporte 1880: in % (3-Jahres­durchschnitte) [51]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eisen und Eisenbahnmaterial

„Zu den deutschen Lieferungen an Eisenbahnmaterial trat ein nennenswerter Export an Roheisen, obwohl die deutsche Roheisenbilanz, ..., grundsätzlich passiv war.“[52] Vor allem in Spezialstählen (Spiegelstahl) hatte die deutsche In­dustrie eine internationale Marktdominanz, sie wurde in den 70er Jahren von England nur mühsam gebrochen. Die deutsche Spezialstahlindustrie war auf den Import phosphorarmer Erze angewiesen, z.B. aus Spanien. Andererseits wurden Stähle geringerer Qualität auch aus England bezogen.

s. 22: Tabelle in 1000 t Außenhandel in Eisen 1872[53]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das zeigt, daß zwar Roheisen als Halbfabrikat importiert wurde, jedoch die technologisch veredelten Produkte exportiert wurden.

„In den Jahren nach der Krise war nun festzustellen, daß die Einfuhr von Roh­eisen von ihrem Höhepunkt im Jahre 1873 (rd. 0,7 Mill t) ziemlich kontinuierlich bis 1879 (0,37 Mill t) zurückging. Andererseits stieg die deutsche Ausfuhr an Roheisen ebenso kuntinuierlich von 0,14 Mill t (1873) auf 0,4 Mill t (1879); erst­malig 1879 ergab sich somit ein Roheisen-Ausfuhrüberschuß für Deutsch­land.“[54] Ab 1879 substituierte Deutschland den Import von Halbfabrikat-Roh­eisen mit eigenem Roheisen, das aufgrund der hohen Qualität des Ruhrkokses und den technologisch und wirtschaftlich vorteilhafteren Verfahren günstiger war.

Agrarerzeugnisse

Da die englische Volks­wirtschaft die Industrielle Revolution unter Reduktion ih­rer Agrarproduktion for­ciert hatte, importierte sie seit Mitte des 18. Jahrhunderts Getreide- und Nah­rungsmittel. Bis zur Konkurrenz durch amerikanischen Wei­zen ab Mitte 1860er Jahre bediente diesen Bedarf vor allem preußischer, später reichsdeutscher Weizen[55]

Die deutsche Re­gierung war darauf bedacht, die Agrar- und Schwerindustrie wirksam gegen Benachteili­gungen zu schützen, die ihr durch die Zoll- und handelspolitischen Maßnahmen anderer Länder bereitet wurden. Der Wider­spruch zwischen Interessen der Land­wirtschaft, die bislang aus Sorge vor Vergeltung gegen Importzölle war, und denen der Industrie war allerdings nach der starken Agrarkrise Mitte der 1870er Jahre aufgelöst: Der Preisdruck von den russischen Ge­treidelieferungen, obwohl sie von schlechter Qualität waren, und den ame­rikanischen Importen brachte auch die Inlandspreise unter ein für die Getreide­produzenten rentables Niveau. Der Export, der ja gegen dieselben Preise im europäischen Ausland ankämpfen mußte, konnte diese Um­satzrückgänge nicht auffangen. So nahm denn auch die Bedeutung anderer Agrarex­porte stetig zu, vor allem des Zuckers als Rohstoff oder als Halbfertigprodukt. „In 1880 the value of sugar exports exceeded that of exports of machinery or of chemical products.“[56]

Zölle und das Einnahmeninteresse des Reiches

Die Exportinteressen der Landwirtschaft hatten eine gute Lobby im Reichskanz­ler, der die Vorteile des Freihandels für Landwirtschaft und Industrie sah. Auch wurde die Lage der preu­ßischen Landwirtschaft von Regierungssei­te wesentlich schlimmer dargestellt als sie faktisch war. Die Landwirt­schaft selbst war gespal­ten: die ostdeut­schen Großgrundbesitzer und Junker mit ihrem aus­geprägten Exportinteresse waren lange Zeit Verfechter der freihändlerischen Idee, bis hin zu 1876.[57] Aber sie profitierten letztlich aufgrund ihrer großen Verkaufsmengen von den Ge­treidezöllen und einer generellen Verteuerung des Getreides,[58] und änderten deshalb ihren Standpunkt, mit ihnen die Regierung. Auch die Ein­nahmemöglichkeit durch Importzölle stimmte Bismarck zur Kehrtwende um. Den Nachteil der fehlenden Kaufkraft hatte die deutsche Bevölkerung, die höhe­re Preise als nötig zu zahlen hatte, ohne daß sich ihr die Vorteile erhaltener Arbeitsplätze geboten hätten. Andererseits gab es auch keine rele­vanten Preiss­teigerungen.

„Der eigentliche Ausgangspunkt für den Übergang Deutschlands zur Schutzzoll­politik im Jahre 1879 war der Übergang Deutschlands vom Agrar- zum Indus­triestaat und der damit einhergehende Bedeutungsverlust der heimischen Land­wirtschaft.“[59]

Durch das Matrikularsystem erhielt das Reich nur relativ wenige Steuern von den Ländern. Importzölle, ebenso wie andere indirekte Steuern, damals traditionell niedrig oder nicht existierend, waren die wenigen eigenen Steuerein­nahmen des Reiches. Zur Deckung des Reichshaushaltes und Stärkung der Unabhängigkeit von den Ländern war also die Steige­rung dieser Einnahmen naheliegend. Die äußere Verbrämung zum Schutz der nationalen Arbeit war ein nationalistisches, eher neues Argument. Neben der angeblich zu erhal­tenden Wirtschaftskraft der deutschen Landwirtschaft wurde auf die drohende Abhän­gigkeit der Nahrungsmittelversorgung vom Ausland hingewiesen.[60]

1884 brachten die Getreidezölle den gewünschten Erfolg mit rd 24 mio Mark, 1888 schon 58,7mio Mark, bei einem Gesamtaufkommen indirekter Steuern für das Reich von 165,5 m Mark.[61]

Die Importzölle anderer Staaten hingegen trafen nicht voll auf die deutschen Exporteure. „Der 1879 vollzogene, bedeutsame Wandel in der Handelspolitik kann durch die Kündigung bestehender sowie die Nichterneue­rung ablaufender Handelsverträge charakterisiert werden, was Deutschlands Übergang zu einer autonomen Handelspolitik bedeutete, d.h., man legt die eigenen Tarife dem Ausland gegenüber nicht fest. Stattdessen beschränkte man sich weitgehend auf die reine Gewährung der Meistbegünstigung.“[62] Dadurch und durch die Nutzung der unkündbaren Meistbegünstigungsklausel mit Frankreich konnte Deutschland alle Vorteile nutzen.[63]

Etliche deutsche Industrieunternehmen umgingen die prompt eingeführten Zoll­grenzen anderer Länder durch Lizenzfertigungen oder Zweigwerke im Ausland. Der Schutz der nationalen Arbeit hatte also auch eine Kapital­flucht und Arbeitsplatzabbau in Deutschland zur Folge gehabt, das relative Ausmaß war allerdings eher gering.

Doch auch nichttarifäre Importhindernisse wurden aufgebaut, z.B. durch Veteri­närmaßregeln gegen importiertes Fleisch oder durch die Frachtentarifpolitik, de­ren Regelungshoheit bei der Reichsregierung lag.[64]

5. Grenzüberschreitender Verkehr und Kommunikation

Verkehr

Der Ausbau des Eisenbahnnetzes in Europa hat trotz militärtechnisch be­gründeter Hemmschuhe ganz entscheidend zum internationalen Handel mit Ge­treide vor allem in Europa geführt. Der Verkehr war ursprünglich mit Binnen­schiffen und Pferdefuhrwerken bewerkstelligt worden, mit dem Bau verschie­dener Bahnlinien und der damit verbundenen Kostendegression nahm er je­doch fulminant zu. Auch der Straßenbau profitierte vom Eisenbahnbau, da die Straßen für den Pferde-Nahtransport zu und von den Bahnhöfen ausgebaut werden mussten. Die Binnenschifffahrt war der härteste Konkurrent der Eisen­bahnen, da sie das billigste Transportmittel mit der zehnfachen Trans­port­leistung der Eisenbahn war. Durch die technischen Fortschritte im Bereich des Schiffbaus und der Hafen­anlagen und durch den Bau zahlreicher Kanäle blieb der Schiffs­transport durchaus kon­kurrenzfähig mit der Eisenbahn. Wegen der relativ anspruchslosen technischen Spezifikationen der Binnenschif­fe trotz ihrer zunehmenden Ausstattung mit Dampfantrieb konnten sie leichter als viele Eisenbahnen Grenzen überschrei­ten.

Auch die deutsche Seeschifffahrt expandierte und die Handelsflotte wurde von der fünft – zur zweitgrößten der Welt (den ersten Rang behielt stets Groß­britannien) mit einem Anstieg von 988.000 Bruttoregistertonnen (1871) auf 5.400.000 BRT (1913). Möglich wurde das widerum nur durch die gezielte Ein­fuhr der notwendigen Stähle bzw. Eisen-Halbfertigprodukte.

Kommunikation

Der grenzüberschreitende Verkehr der Informationen und Meinungen in Deutschland war relativ freizügig, aufgrund einer die bürgerlichen Rechte weit­gehend respektierenden Reichsverfassung und der Lite­ralisierung der Bevöl­kerung. Es war weniger das pure Vorhandensein der Technik wie z.B. Tele­graphie, son­dern vor allem die fortwährende Kos­tensenkung ihrer Nutzung, was die exorbitante Nutzungssteigerung verursach­te. Die Geschwindigkeitsstei­ge­rung des interna­tionalen Posttransportes förderte den Import aus­ländischer Medien, gleichzeitig stieg durch die zunehmende Verflechtung der Wirtschaft mit dem Ausland und den Migranten auch der kom­merzielle und private Brief- und Telegrammverk­ehr.[65] Die Innovationen, Leis­tungen, Umsätze und Verbin­dun­gen an Finanz- und Kapitalmärkten waren ohne die Telegrafen- und Tele­fondienste un­denkbar. Auch war die funktionie­rende internationale Kommuni­kation eine con­ditio-sine-qua-non für den steigen­den grenzüberschreitenden Warenhandel.

4. Fazit und Wertung

Das Deutsche Kaiserreich zeichnet sich durch widersprüchliche und doch plausible Entwicklungen aus. Die im Vergleich zu anderen europäischen Mit­tel- oder Großmächten späte Einigung der Nation zu einem Staat hatte den frühe­ren Verkehr zwischen den Ländern zu grenzüberschreitendem, fast in­ternatio­nalem Verkehr werden lassen. Die Reichseinigung einte diese ver­schie­denen Wirtschaftszentren und gab damit Raum für Ideen, Forschung und Technik. Die Industrialisierung Deutschlands und die technische Innova­tions­kraft führte zu wesentlichen internationalen Spitzenstel­lungen, technologisch, wirtschaftlich, händlerisch. Das wurde durch die Nutzung der modernen Transport- und Kom­munikationstechniken gefördert.

Die Verflechtungen der deutschen Wirtschaft mit dem Ausland und ihre Un­abhängigkeit von der Politik bis zum Beginn der Kolonialpolitik werden oft als eine frühe Form der Globalisierung der deutschen Wirtschaft interpretiert[66]. Das Finanzwesen hatte sich immerhin zu einem der weltweit führenden entwickelt, die Investitionsinteressen Deutschlands gerade in Europa waren größer als die anderer Länder. „Globalisierung“ erscheint übertrieben, wenn man außer acht läßt, daß im Kaiserreich der Außenwirtschaftsanteil des Nationaleinkommens wesentlich über dem anderer Länder lag und dem heute üblichen recht nahe kommt.[67]

Der vielschichtige Erfolg der deutschen Wirtschaft im Ausland, vor allem in Europa, wurde allerdings kaum politisch begleitet oder gar genutzt. Die Gründe und Auswirkungen für diesen Widerspruch sind vielfältig und ein lohnendes wei­teres Thema.

Desgleichen wäre eine interessante weiterführende Frage der (scheinbare?) Widerspruch zwischen wirtschaftlicher Außenorientierung und gesellschaftli­chem Nationalismus.

Literatur- und Quellenverzeichnis

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Pohl, Manfred: Die Deutsche Bank in der Gründerkrise (1873-1876) Aus: Deutsche Bank AG (Hrsg.): Beiträge zur Wirtschafts- und Währungsfragen und zur Bankgeschichte Nr. 1 – 20, Frankfurt am Main (Hase & Köhler Verlag) 1984. S. 291-308.

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Reisinger, Nikolaus: Das Zeitalter des Hochimperialismus - Europas Aufbruch zur Weltwirtschaft Aus: Edelmayer / Landsteiner / Pieper(Hrsg): Die Geschichte des Europäischen Welthandels und der wirtschaftliche Globalisierungsprozeß, Wien (Oldenbourg) 2001. S. 207-218.

Steinkühler, Martin: Agrar- oder Industriestaat: Die Auseinandersetzungen um die Getreidehandels- und Zollpolitik des Deutschen Reiches 1879-1914, Frankfurt am Main (Lang) 1992.

Winkler, Heinrich August: Der lange Weg nach Westen: deutsche Geschichte 1806-1933, München (C.H. Beck) 2000.

Zorn, Wolfgang (Hrsg.): Das 19. und 20. Jahrhundert Stuttgart (Ernst Klett) 1976. (= Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte)

Internet-Quellen:

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International Statistical Institute, Voorburg, Quelle: http://www.cbs.nl/isi/nutshell.htm am 4.7.04

Siemens AG, München, http://w4.siemens.de/archiv/de/laender/index.html am 26.6.04

Krauss Maffai, München. Quelle: http://www.werkbahn.de/eisenbahn/lokbau/km.htm am 6.7.04

[...]


[1] vgl. Fischer Wolfram: Germany in the World Economy during the Nineteenth Century, The 1983 Annual Lecture, German Historical Institute, London, 1983; S. 4ff

[2] Fischer, Wolfram; Wirtschaft und Gesellschaft Europas 1850-1914, in: Europäische Wirt­schafts- und Sozialgeschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg; (Band 5 von: Wolfram Fischer (Hrsg).: Handbuch der europäischen Wirtschafts- und Sozi­algeschichte, Stuttgart 1985), S. 361

[3] ebd, S. 361ff

[4] Fischer 1985

[5] Zorn, Wolfgang; (Hrsg.); Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Bd. 2: Das 19. und 20. Jahrhundert; Ludwigsburg 1976

[6] vgl. Fischer, 1985, S. 432

[7] vgl. Engelberg, Ernst; Das Reich in der Mitte Europas, Berlin 1990, S. 610 f

[8] vgl. Fischer, 1985, S. 410

[9] Siehe auch Kapitel 3. Dienstleistungen, Kapital, Finanzen

[10] Start war in Wien, Italien, Russland. Im September brach ein US-amerikanisches Bankhaus (Jay Cook & Co) zusammen. Im Ok­tober 1873 brach die Berliner Quistorpsche Vereinsbank zusammen, weil ihre Bodenspeku­lationen in Berlin platzten, die einen weiteren Boom vor­ausgesetzt hatten. Ein Domino-Effekt ließ auch andere Unternehmen und Banken illiquide werden.

[11] „Da der Binnenmarkt nur noch ungenügend auf­nahmefähig war, musste der Außenhandel mit schwerindustriellen Produkten forciert werden: Bei Roh­eisen stieg die Ausfuhr von 1872 bis 1878 von 151.000 auf 419.000 Tonnen, bei Schienen von 70.700 auf 207.000 Tonnen und bei Ma­schinen von 37.300 auf 72.300 Tonnen.“ Wehler: Bismarck und der Imperialis­mus, zitiert nach: Engelberg, 1990, S. 157. Engelberg unterstellt eine Intention(„mußte for­ciert werden“), ohne sie zu spezifizieren.

[12] vgl. Engelberg 1990, S. 157f

[13] vgl. Engelberg 1990, S. 160

[14] „Johannes Conrad bemängelte, 'daß (Bismarcks) volkswirtschaftlichen Anschauungen keine klaren, keine befestigten und vielfach keine richtigen sind, weil nur auf individueller Beobach­tung und einseitiger Abstraktion beruhend.'“, zitiert nach:Steinkühler, Martin: Agrar- oder In­dustriestaat: Die Auseinandersetzungen um die Getreidehandels- und Zollpolitik des Deut­schen Reiches 1879-1914 Frankfurt am Main, 1992, S. 125

[15] Fischer 1985, S. 431

[16] vgl. Fischer 1985, S. 433

[17] Das Urheberrecht wurde erst 1886 international geregelt, paßt aber hier ins Bild.

[18] Aufgabe des Weltpostvereins ist die Sicherstellung des weltweiten Postdienstes zu weitge­hend einheitlichen Bedingungen. Quelle: http://www.upu.int/ am 4.7.04

[19] Das International Statistical Institute, Voorburg, Niederlande, wurde seit 1865 verhandelt und 1885 gegründet. Quelle: http://www.cbs.nl/isi/nutshell.htm am 4.7.04

[20] vgl. Achterberg, Erich: Georg von Siemens und die Banken; Aus: Deutsche Bank AG (Hrsg.): Beiträge zur Wirtschafts- und Währungsfragen und zur Bankgeschichte Nr. 1 - 20 Frankfurt am Main,1984., S. 327

[21] z.B. Konzessionierung ausländischer Firmen in Deutschland bzw deutscher Firmen im Aus­land

[22] siehe auch Kapitel 3. Dienstleistungen, Kapital und Finanzen

[23] Dies geschah zur Erzielung von Kostenvorteilen, sei es durch niedrigere Löhne im Zielland, durch dort nicht anfallende oder niedrigere Rohstoffimportzölle, sei es durch die Einsparung von Transportkosten.

[24] spätere Krauss Maffai, München. Zweigwerk in Linz wurde 1880 gegründet, um die österrei­chischen Zölle zu ungehen. Quelle: http://www.werkbahn.de/eisenbahn/lokbau/km.htm am 6.7.04

[25] Gerade für Siemens als Technologieunternehmen der Elektrobranche mit sehr vielen Pro­duktinnovationen war der internationale Patentschutz und die Umge­hung nicht-tarifärer Handelshemmnisse ein starker Grund, frühzeitig sich in anderen Ländern (=Märkten) mit Tochtergesellschaften niederzulassen. Quelle: Firmenarchiv, http://w4.siemens.de/archiv/de/laender/index.html am 26.6.04

[26] Technischer Fortschritt und Rationalisierungen führten zu Produktivitätssteigerungen in allen Sektoren der Wirtschaft, wodurch Preise für viele Güter und (Verkehrs- und Kommunika­tions-) Dienstleistungen rapide sanken.

[27] „Die äußere Stabilisierung der Währung ist also im 19.JH im Unterschied zur Zwi­schenkriegszeit kein schwerwiegendes, vor allem kein dauerhaftes Problem für die Reichs­bank ge­wesen.“ Fischer 1985, S. 429

[28] Die Preisentwicklung nach Lebenshaltungs-, Erzeuger-, Großhandels- oder Exportpreisen zu differenzieren, war damals nicht üblich, mithin kann hier nur retrograd geschlossen werden: Es gab keine wesentliche allgemeine (Verbraucherpreis- ) Inflation, deshalb auch keine sol­che der Erzeuger­preise.

[29] vgl Fischer, 1985 S. 391f

[30] vgl Borchardt, Knut; Globalisierung in historischer Perspektive; München, 2001, S. 8: Durch die Verbilligung der Kommunikation (Tele­graphie und später Telephon) wurde erst der in­ternationale Finanzmarkt in dem Umfange der 1870er Jahre ermöglicht.

[31] Durch die Umstellung der Post auf Dampfschiffe bzw die Nutzung der Eisenbahn konnten Fahrpläne und Postlaufzeiten kalkulierbar und zuverlässig gestaltet werden.

[32] Die Staatsschulden werden seitdem in ein Schuldbuch eingetragen (inskribere, lat. ein­schreiben), wodurch der Öffentlichkeitscharakter hergestellt, die Eigentümerschaft und Abtretbarkeit von Staatspapieren nachgewiesen wird und damit der Handel erleichtert. Noch heute gibt es das Bundesschuldenbuch.

[33] Inhaberpapiere werden an den Inhaber zurückgezahlt, ohne daß der Emittent vorher von diesem Inhaber (=Gläubiger) Kenntnins gehabt haben mußte. Das erleichtert ihre Handelbarkeit während der Laufzeit. Dasselbe gilt für die dazugehörigen Zinsscheine. Da­durch konnte mit wesentlich weniger Aufwand auch international mit den Papieren gehandelt werden, weil die Forderungen der Gläubiger nicht mehr mühsam beim Emittenten von einem Konto auf das andere übertragen werden mußten, sondern allein auf Vorlage des Inhaberpa­pieres hin ausgezahlt wurden.

[34] Darmstädter Bank, Deutsche Bank, Disconto-Gesellschaft, Dresdner Bank

[35] siehe auch Kapitel 2, Abs. Konjunkturrausch durch Geldmengenwachstum

[36] „Der 'Cours-Zettel der neuen Börsenzeitung' vom 28. Mai 1875 notierte 90 ausländische Prioritätsobligationen, 5 ausländische Hypotheken-Certifikate, 75 ausländische Fonds und 31 ausländische Eisenbahn-Stamm- und Prioritätsaktien. Unter den ausländischen Fonds waren die österreichischen, russischen, polnischen und amerikanischen dominierend. [zitiert nach: Historisches Archiv der Deutschen Bank, Kurszettel]. ... Der Russisch-Türkische Krieg von 1877 brachte eine Reihe von neuen Anleihen auf den deutschen Markt, so die 5%ige Orient-Anleihe und die 5%ige Auslandsanleihe, die jedoch zunächst große Mißerfolge brachten.“ Pohl, Manfred; Deutscher Kapitalexport im 19. JH, 1977, S. 53

[37] Vgl. Fischer 1983, S. 23ff

[38] Pohl 1977, S. 54

[39] Das führte 1885 zu der Regelung, daß russische Auslandsanleihen zwar ohne Kuponsteuer behandelt wurden, Ausländer, die russische Inlandsanleihen gekauft hatten, aber die Kupon­steuer zahlen mußten.

[40] Achterberg, 1974, S. 327f: Auch das politische Lobbying zur Erlangung der Konzession zur Gründung einer Aktienbank betonte Siemens in einem Brief an Birsmarck: „Der deut­sche Kaufmann bedarf eines zweifachen Vermittlers, wo der englische oder französische auf di­rektem Wege mit einem Bankhause seines Landes in Verbindung tritt.“ ... „Das Ziel der Deut­schen Bank war von Anfang an, eine Gleichberechtigung der deutschen Banken gegen­über den privilegierten englischen Banken im Welthandel zu erreichen.“

[41] Pohl 1977, S. 54

[42] in 1873 ergänzt mit einer Filiale

[43] zitiert nach: Pohl, Manfred; Die Deutsche Bank in der Gründerkrise (1873-1876); 1973; Aus: Deutsche Bank AG (Hrsg.): Beiträge zur Wirtschafts- und Währungsfragen und zur Bankge­schichte Nr. 1 - 20 Frankfurt am Main, 1984. S. 298

[44] Achternberg, 1973, S. 327: „Laut Satzung war der leitende Gedanke bei der Gründung der Deutschen Bank die 'Förderung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, den übrigen europäischen Ländern und überseeischen Märkten'.“

[45] zitiert nach Pohl, 1973, S. 303ff

[46] vgl Fischer 1985 S 106, zitiert nach: Reisinger 2001, S 211

[47] Anfang 1874 liquidierten in Deutschland 61 Banken, 116 Indus­triegesellschaften und 4 Eisenbahn-Gesellschaften. vgl. Pohl 1973, S. 303f

[48] 1875 mußte die Northern Pacific Railroad Company saniert werden, was zu Lasten auch deut­scher Banken (Deutsche Bank) und deutscher Investoren ging (durch die Anlei­hen).

[49] Auch innerhalb der Warengruppe der Nahrungsmittel tritt in den 1880er Jahren an die Stelle des Rohstoffes Getreide (großenteils aus dem preußischen Ostelbien) der bereits verarbeite­te und schon deshalb höherwertige Rübenzucker als Hauptausfuhrprodukt der deut­schen Landwirtschaft (dessen Hauptanbaugebiete eher in West- und Süd­deutschland liegen).

[50] vgl. Fischer, Wolfram: Germany in the World Economy during the Nineteenth Century, Lon­don 1983., S 13ff

[51] vgl. Reisinger, 1970,S. 214, nach Fischer, 1985, S. 170

[52] Hardach, Karl Willy: Die Bedeutung wirtschaftlicher Faktoren bei der Wiedereinführung der Eisen- und Getreidezölle in Deutschland 1879, Frankfurt, 1967, Dissertation, S. 19

[53] Hardach 1967 S. 22

[54] Hardach 1967, S. 37

[55] vgl. Steinkühler, Martin: Agrar- oder Industriestaat: Die Auseinandersetzungen um die Ge­treidehandels- und Zollpolitik des Deutschen Reiches 1879-1914; Frankfurt am Main 1992., S.77: „Rußland und Nordamerika lieferten im Durchschnitt der Jahre 1874-1876 ca. 33,6m Zentner Weizen im Vergleich zu 4,7m Zentnern Weizen, die das Insel­reich aus Deutschland bezog.“

[56] Fischer 1983, S. 7

[57] vgl Steinkühler 1992, S 126

[58] vgl Steinkühler 1992, S. 140

[59] vgl Steinkühler 1992 S. 116

[60] Ein schwaches Argument, wie die stets ausreichende Versorgung der britischen Bevölkerung zeigte, dern Getreideversorgung wesentlich auslandsabhängiger war.

[61] vgl Steinkühler 1992, S. 137

[62] Steinkühler 1992, S. 195

[63] vgl. Steinkühler 1992 S. 195ff

[64] Koloniale Expansion war im Deutschland der 1870er kein wesentliches Thema, vor allem die Deutschnationalen, freihändlerisch eingestellten Politiker waren antikolonialistisch. Erst der wirtschaftspolitische Kurswechsel vom Freihandel zum Schutzzoll leitete 1879 eine koloniale Bewegung ein. Zusammen mit dem Abblocken von Importen, der Verbreite­rung der Reichs­einnahmen durch Zölle wurde hier der Export als Ausweichmarkt für die schwindende Binnennachfrage gesehen. vgl.Hildebrand, Klaus; Das vergangene Reich : deutsche Aussen­politik von Bismarck bis Hitler 1871 – 1945; StuttgRT 1996; S. 364ff

[65] Fischer 1985, S. 416: „Revolutionär aber war die Übertragung von Mitteilungen durch Tele­graph, auch in Verbindung mit Überseekabeln, das Telephon ... : 40.000 Telegrammen im Jahr 1850 standen 522,3 Mio 1913 gegenüber. 1883 wurden 8 Mio Telephongespräche ge­führt.“

[66] vgl. Osterhammel 2003, Hobsbawm 1999, Borchardt 2001, Fischer 1984, Woyke (2000

[67] vgl Fischer 1983, S. 21f: Fischer bezieht sich auf das Nationale Einkommen: „... The share of foreign trade in the German economy... in the 1870ies ... was about 35% of national income. During the Great Depression the share of foreign trade in the German economy fell.“

21 von 21 Seiten

Details

Titel
Die Wirtschaftsverflechtungen des deutschen Kaiserreiches von der Reichsgründung bis zum Beginn der Kolonialpolitik
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Geschichte von Herrschaft, Staat und Politik
Note
1,3 ECTS
Autor
Jahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V108997
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Fragestellung war, die damaligen Außenwirtschaftsbeziehungen darzustellen, unter dem Gesichtspunkt, ob es sich damals schon um eine Globalisierung gehandelt hat. Gleichwohl liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf Historie und nur sekundär auf politikwissenschaftlicher Sicht.
Schlagworte
Wirtschaftsverflechtungen, Kaiserreiches, Reichsgründung, Beginn, Kolonialpolitik, Geschichte, Herrschaft, Staat, Politik
Arbeit zitieren
Andreas Kaup (Autor), 2004, Die Wirtschaftsverflechtungen des deutschen Kaiserreiches von der Reichsgründung bis zum Beginn der Kolonialpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108997

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