Sklaverei ist ein Problem, das nur in Entwicklungsländern existiert, dachte ich immer. Doch beim surfen im Internet merkte ich, dass Sklaverei in einem gewissen Maß sogar vor unserer Haustür geschieht.
Diese Sklaven sind Frauen.
Ich spreche hier vom Frauenhandel, der weltweit, bereits seit den 70er Jahren, floriert. Dazu wird Frauen in Entwicklungsländern das Leben in Deutschland schmackhaft gemacht und sie werden mit falschen Versprechungen hierher gebracht. Hier werden sie ohne jedes Risiko, gedemütigt, ausgebeutet und ausgenutzt. Diese Frauen kamen zuerst nur aus Südostasien und Lateinamerika, doch seit der Öffnung der deutschen Grenze kommen auch immer mehr Frauen aus Osteuropa dazu. Der Frauenhandel wird in drei Bereiche aufgeteilt, den Handel in die Prostitution, den Handel in illegale und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und den Heiratshandel. In meiner Hausarbeit werde ich mich mit den Frauen beschäftigen, die vom Heiratshandel betroffen sind.
Dazu werde ich zunächst darauf eingehen, wie diese Frauen nach Deutschland kommen. Dann werde ich die Situation der Frauen hier in Deutschland etwas genauer erläutern und welche Möglichkeiten die Frauen hier haben, Hilfe zu bekommen. Schließlich werde ich noch auf politische Forderungen eingehen, die von vielen Frauengruppen gefordert werden, um das Leben der Heiratsmigrantinnen in Deutschland zu verbessern.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wie kommen Heiratsmigrantinnen nach Deutschland?
- Die Situation der Frauen
- Die Nachfrage der Männer
- Die Situation der Heiratsmigrantinnen in Deutschland
- Möglichkeiten der Frauen in Deutschland
- Das Haus Santisuk, ein Zufluchtsort für thailändische Frauen
- Frauenprojekte in ganz Deutschland
- Forderungen für ein besseres Leben der Heiratsmigrantinnen in Deutschland
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Situation von Heiratsmigrantinnen in Deutschland. Die Arbeit beleuchtet die Hintergründe der Migration, insbesondere die schwierige Situation der Frauen in ihren Herkunftsländern und die Nachfrage der deutschen Männer nach Partnerinnen aus dem Ausland.
- Die Ursachen für die Migration von Frauen nach Deutschland
- Die Rolle von Heiratsvermittlern und Menschenhändlern
- Die Lebensbedingungen der Frauen in Deutschland
- Die Herausforderungen und Möglichkeiten der Frauen in Deutschland
- Forderungen zur Verbesserung der Situation von Heiratsmigrantinnen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor und erläutert die Problematik des Frauenhandels, insbesondere im Kontext des Heiratshandels.
Wie kommen Heiratsmigrantinnen nach Deutschland?
Dieses Kapitel beleuchtet die Situation der Frauen in ihren Herkunftsländern und die Faktoren, die sie zur Migration nach Deutschland bewegen. Dazu gehört auch die Analyse der Nachfrage der deutschen Männer nach Partnerinnen aus dem Ausland und die Rolle der Heiratsvermittler.
Die Situation der Heiratsmigrantinnen in Deutschland
Dieser Abschnitt befasst sich mit den spezifischen Herausforderungen, mit denen die Frauen in Deutschland konfrontiert sind. Dazu gehören die Abhängigkeit vom Ehemann, die Gefahr der Ausbeutung und die Schwierigkeiten, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
Möglichkeiten der Frauen in Deutschland
Das Kapitel beschreibt verschiedene Möglichkeiten für die Frauen, Hilfe und Unterstützung zu erhalten. Dazu gehören die Arbeit von Frauenprojekten und die Angebote von Zufluchtsorten wie dem Haus Santisuk für thailändische Frauen.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit den Themen Heiratsmigration, Frauenhandel, Ausbeutung, Interkulturelle Kommunikation, Integration, Menschenrechte und die Situation von Frauen in Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Was ist unter "Heiratshandel" zu verstehen?
Heiratshandel ist ein Teilbereich des Frauenhandels, bei dem Frauen aus Entwicklungsländern mit falschen Versprechungen nach Deutschland gebracht werden, um hier durch Heirat ausgebeutet oder gedemütigt zu werden.
Aus welchen Regionen kommen die betroffenen Frauen?
Ursprünglich stammten die Frauen meist aus Südostasien und Lateinamerika; seit der Grenzöffnung kommen jedoch verstärkt Frauen aus Osteuropa hinzu.
Warum entscheiden sich Frauen für diesen Weg?
Oftmals motiviert die schwierige wirtschaftliche und soziale Situation in den Herkunftsländern die Frauen dazu, auf Versprechungen von Heiratsvermittlern einzugehen, die ein besseres Leben in Deutschland vorgaukeln.
Welchen Gefahren sind die Frauen in Deutschland ausgesetzt?
Frauen sind oft extrem abhängig von ihrem Ehemann, was zu Ausbeutung, Isolation und der Gefahr von Gewalt führt, da ihr Aufenthaltsstatus häufig an die Ehe geknüpft ist.
Wo finden betroffene Frauen Hilfe?
Es gibt spezielle Frauenprojekte und Zufluchtsorte wie das "Haus Santisuk" (speziell für thailändische Frauen), die Beratung und Schutz bieten.
Was sind die politischen Forderungen zur Verbesserung der Lage?
Frauengruppen fordern unter anderem ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen, um die rechtliche Abhängigkeit vom Ehemann zu beenden und den Schutz vor Ausbeutung zu erhöhen.
- Quote paper
- Martina Meyer (Author), 2002, Heiratsmigrantinnen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10959