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Die Schulung technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht der 6. Klassenstufe

Title: Die Schulung technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht der 6. Klassenstufe

Term Paper , 1975 , 61 Pages , Grade: gut

Autor:in: Rudolf Herzig (Author)

Textile, Print, Crafting
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Aufbau und Inhalt der Arbeit basieren auf der Auseinandersetzung mit der Fachliteratur einerseits und auf der unterrichtlichen Erfahrung andererseits, die ich im Werkunterricht während der 2. Phase der Lehrerausbildung sammeln konnte. In dieser Zeit habe ich in einer achten, fünften und jetzt im laufenden Schuljahr 1971/72 in einer sechsten Hauptschulklasse Werkunterricht erteilt.

Die Schulung des technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht kann sich aber nicht auf die 6. Klassenstufe beschränken. Die Ausbildung eines solchen Denkens stellt einen Prozess dar, der im modernen Sachunterricht der Grundschule seinen Anfang nehmen und im Werkunterricht der Hauptschule in allen Klassenstufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten weitergeführt werden muss.

Verständlicherweise kann durch die Wahl der 6. Klassenstufe nur ein Ausschnitt aus diesem Gesamtprozess der Schulung dargestellt werden. Damit ergibt sich eine erste Abgrenzung.

Eine zweite Abgrenzung resultiert daraus, dass in dieser Arbeit keine unterrichtspraktischen Idealvorstellungen erörtert werden sollen, sondern, dass ein praktisch möglicher Weg einer Schulung technisch-konstruktiven Denkens in einer bestimmten Werkgruppe und unter Berücksichtigung bestimmter äußerer Bedingungen aufgezeigt werden soll.

Aber auch eine solche praxisnahe Behandlung des Themas darf nicht darauf verzichten, Inhalte und Wege einer Schulung technisch-konstruktiven Denkens auf dem Hintergrund der fachwissenschaftlichen Ergebnisse zu betrachten.

Diese Überlegungen bestimmen den Aufbau der vorliegenden Arbeit. Sie gliedert sich aus diesem Grunde in drei große Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird untersucht, welche Deutung von der Fachwissenschaft für die Begriffe „technisches Denken“ und „technisches Verständnis“ gegeben wird. Dieser Abschnitt bildet die theoretische Grundlage für die Praxis.

Ein zweiter Abschnitt befasst sich mit den Faktoren, die die Schulung eines technisch-konstruktiven Denkens in der Praxis beeinflussen. Hier werden auch Schwerpunkte und Grenzen für die Schulung in einer 6. Klassenstufe gesetzt.

In einem dritten, breiter angelegten Abschnitt, werden unterrichtspraktische Möglichkeiten dargestellt, die in der Praxis erprobt worden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

Die Entwicklung zu einem neuen Selbstverständnis des Werkunterrichts

2. TECHNISCHES WERKEN, TECHNISCHES DENKEN, TECHNISCHE BILDUNG: FORDERUNGEN EINES NEUORIENTIERTEN WERKUNTERRICHTS

2.1. Technisches Denken als Grundlage technischer Bildung

2.2. Technisches Denken, technisches Verständnis: Begriffsdeutung der Fachwissenschaft

2.2.1. Merkmale und Strukturen eines technischen Denkens

2.2.2. Ebenen des technischen Denkens

2.2.3. Zusammenfassung

2.3. Methodische Strukturmodelle des technischen Denkens

3. BEEINFLUSSUNGSFAKTOREN, SCHWERPUNKTE UND GRENZEN DER SCHULUNG TECHNISCH-KONSTRUKTIVEN DENKENS IN DER 6. KLASSENSTUFE

3.1. Das technische Interesse der Schüler in der Phase des sogenannten „kritischen Realismus“

3.2. Die originale Werkgruppe

3.3. Sachbereiche, Gegenstandsbereiche und Aufgaben

3.4. Der Werkraum und die äußeren Arbeitsbedingungen

3.5. Der Werklehrer

4. PRAKTISCHE MÖGLICHKEITEN EINER SCHULUNG TECHNISCH-KONSTRUKTIVEN DENKENS IN DER 6.KLASSENSTUFE

4.1. Urkonstruktionen beim Hausbau (Das Flechtwandhaus)

4.1.1. Motivation und Planung

4.1.2. Ausführen, Prüfen, Begutachten

4.2. Kraftmaschinen, Arbeitsmaschinen (Schiffe mit Antrieb)

4.2.1. Motivation und Planung

4.2.2. Ausführen, Prüfen, Begutachten

4.3. Schrauben als Maschinenelemente (Schraubenpresse)

4.4. Vorüberlegungen (Unterrichtsziele, Unterrichtsschritte)

4.4.1. Die Motivation

4.4.2. Stellungnahme und Diskussion der Schüler zum technischen Problem

4.4.3. Gedankliche Lösung des technischen Problems

4.4.4. Das Werkvorhaben (Planen, Ausführen, Prüfen)

4.4.5. Blickwendung zum Großobjekt

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten und Probleme der Schulung technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht einer 6. Klassenstufe. Ziel ist es, einen praxisnahen Weg aufzuzeigen, wie Schüler durch exemplarische Konstruktionsaufgaben zu einem tieferen Verständnis technischer Zusammenhänge gelangen können, wobei der Übergang vom Modell zum technischen Großobjekt eine zentrale Rolle spielt.

  • Grundlagen des technischen Denkens und Verständnisses
  • Einflussfaktoren und pädagogische Grenzen bei Schülern der 6. Klasse
  • Methodik des konstruktiven Lernens in der Werkpraxis
  • Praktische Erprobung an konkreten Werkbeispielen (Flechtwandhaus, Schiffsantriebe, Schraubenpresse)
  • Integration von Theorie, technischem Zeichnen und handwerklicher Ausführung

Auszug aus dem Buch

4.4.3. Gedankliche Lösung des technischen Problems

Mit Hilfe des Versuchsgerätes soll uns durch Beobachtung und Nachdenken die Lösung der Frage „Wie wirken Schrauben?“ gelingen. Die Schüler ziehen zuerst mit einem Finger die Last in der Blechdose senkrecht in die Höhe und wägen damit die Last. Danach schieben sie den Holz- oder Blechstreifen unter den Drahtbügel und finden, dass sich nun die Last mit weniger Kraftaufwand hochdrücken lässt. Biegen wir den Blechstreifen rund zusammen, so erkennen wir das Modell eines Schraubenganges.

Wie die Abbildung 11 zeigt, wird der Versuch zuerst mit einer schwach geneigten Ebene ausgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Darstellung der didaktischen Entwicklung des Werkunterrichts hin zu einer stärkeren Orientierung an technischer Bildung.

2. TECHNISCHES WERKEN, TECHNISCHES DENKEN, TECHNISCHE BILDUNG: FORDERUNGEN EINES NEUORIENTIERTEN WERKUNTERRICHTS: Theoretische Grundlegung durch Diskussion fachwissenschaftlicher Definitionen und Strukturmodelle des technischen Denkens.

3. BEEINFLUSSUNGSFAKTOREN, SCHWERPUNKTE UND GRENZEN DER SCHULUNG TECHNISCH-KONSTRUKTIVEN DENKENS IN DER 6. KLASSENSTUFE: Analyse der entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Schüler, der Bedeutung der räumlichen Ausstattung und der Rolle des Lehrers.

4. PRAKTISCHE MÖGLICHKEITEN EINER SCHULUNG TECHNISCH-KONSTRUKTIVEN DENKENS IN DER 6.KLASSENSTUFE: Konkrete methodische Umsetzung in die Praxis anhand von Projektbeispielen wie dem Flechtwandhaus, Schiffsantrieben und Schraubenpressen.

5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassendes Fazit über die Notwendigkeit, bereits in der Grund- und Hauptschule technische Zusammenhänge durch handlungsorientiertes Werken zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Technisch-konstruktives Denken, Werkunterricht, Technische Bildung, Werkerziehung, Konstruktionsaufgaben, Modellbau, Arbeitslehre, Technisches Verständnis, 6. Klassenstufe, Industrielle Produktion, Didaktik, Handwerkliche Fertigkeiten, Maschinenverständnis, Problemlösungsverhalten, Technikunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Konzeption und der praktischen Umsetzung einer Schulung technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht für Schüler der 6. Klasse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition technischer Bildung, die Analyse psychologischer Voraussetzungen bei 12-jährigen Schülern sowie die methodische Aufbereitung technischer Projekte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Schüler durch praktische Konstruktionsaufgaben ein Verständnis für funktionale und konstruktive Zusammenhänge entwickeln können, ohne durch Überforderung die Freude am Werken zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Fachliteratur sowie auf eigene, langjährige unterrichtspraktische Erfahrungen, die er in einem konkreten pädagogischen Ansatz reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Einflussfaktoren (wie Schülerinteresse und Werkraumausstattung) und die detaillierte Darstellung methodischer Schritte anhand von Praxisbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Technisches Denken, Werkunterricht, Konstruktion, Modellbau und technische Problemlösung.

Warum spielt das Flechtwandhaus eine Rolle?

Das Flechtwandhaus dient als Einstiegsbeispiel, um die Schüler mit Urtechniken des Bauens vertraut zu machen und elementare statische Zusammenhänge in einem für sie nachvollziehbaren historischen Kontext zu vermitteln.

Was ist die Kernbotschaft zum Thema "Schrauben"?

Schrauben werden als "kraft- oder geschwindigkeitssteigernde Maschinen" definiert, deren Verständnis durch den Bau einer Schraubenpresse und die Blickwendung zum industriellen Großobjekt vertieft wird.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Werklehrers?

Der Autor sieht den Werklehrer als entscheidenden Faktor an und fordert eine gründliche Weiterbildung, da die klassische Lehrerausbildung oft zu stark auf musisch-ästhetische Aspekte ausgerichtet war.

Warum ist der "Blickwendung zum Großobjekt" wichtig?

Dieser Schritt ist entscheidend, um den Schülern zu verdeutlichen, dass ihre erlernten Modell-Prinzipien (wie beim Schraubenantrieb) auch die Grundlage für komplexe reale technische Anlagen bilden.

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Details

Title
Die Schulung technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht der 6. Klassenstufe
Course
2. Prüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Rheinland-Pfalz
Grade
gut
Author
Rudolf Herzig (Author)
Publication Year
1975
Pages
61
Catalog Number
V109894
ISBN (eBook)
9783640080724
ISBN (Book)
9783640319992
Language
German
Tags
Schulung Denkens Werkunterricht Klassenstufe Prüfung Lehramt Grund- Hauptschulen Rheinland-Pfalz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rudolf Herzig (Author), 1975, Die Schulung technisch-konstruktiven Denkens im Werkunterricht der 6. Klassenstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109894
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