Dieses Projekt baut auf einer Seminararbeit der Autorin von 1997 im Studienfach Wirtschaftswissenschaften für den Fachbereich Betriebsinformatik auf.
Das Hauptseminar trug den Titel Betriebliche Informationssysteme.
Die Seminararbeit wurde für die jetzige Veröffentlichung überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht.
Informationssysteme werden inzwischen vielfältig eingesetzt. Bei Management und Verwaltung hat beispielsweise eine totale Umstrukturierung der öffentlichen und kommerziellen Dienstleistungen stattgefunden, von der kaum ein Bereich des täglichen Lebens verschon blieb. Ein Nutzungsbeispiel sind die Expertensysteme. Sie stellen im Vergleich z.B. zu Datenbanken, wesentlich komplexere Informationssysteme dar. Sie sind in der Lage „mitzudenken“ und selbständig zu einer Problemlösung zu finden.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem interessierten Leser zu vermitteln, was ein Expertensystem ist, wie es arbeitet und auf welche Weise es in Forschung und Industrie Anwendung gefunden hat.
Die Arbeit orientiert sich in erster Linie an dem Buch „Einführung in Expertensysteme“ von Frank Puppe. Nach dem Literaturstudium von zwölf verschiedenen Einführungsbänden über Expertensysteme hat sich dieses Buch als das verständlichste und am besten strukturierte Werk herausgestellt. Auch andere Autoren greifen gern auf dieses Buch zurück.
Neure Literatur wurde als Ergänzung herangezogen.
Gliederung
1. Vita: Giacomo Meyerbeer
2. Die Librettisten G. Rossi, E. Scribe und E. Deschamps
3. Handlung und Libretto
3.1 Historischer Hintergrund der Handlung
3.2 Handlung der Oper
3.3 Besonderheiten des Librettos
4. Komposition
5. Grand Opéra
6. Rezeption und Rezension Meyerbeers Les Huguenots
7. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert Giacomo Meyerbeers Oper "Les Huguenots" unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte, der librettistischen Gestaltung und der kompositorischen Einbindung historischer sowie religiöser Elemente. Ziel ist es, das Werk als ein durchkomponiertes Gesamtkunstwerk der "Grand Opéra" zu verorten und die vielfältigen Aspekte seiner Rezeption und Kritik im historischen Kontext zu beleuchten.
- Biografische Hintergründe und Werdegang von Giacomo Meyerbeer.
- Die Rolle der Librettisten Scribe, Rossi und Deschamps bei der Werkgenese.
- Dramaturgische Analyse von Handlung und historischem Hintergrund der Bartholomäusnacht.
- Musikalische Analyse, insbesondere die Verwendung des Luther-Chorals als Leitmotiv.
- Einordnung in die Ästhetik der "Grand Opéra" sowie die zeitgenössische und spätere Rezeption.
Auszug aus dem Buch
3.1 Historischer Hintergrund der Handlung
Als historischer Hintergrund für Meyerbeers Oper dient die Bartholomäusnacht 1572, der traurige Höhepunkt der acht französischen Hugenottenkriege, die sich über den Zeitraum von 1562 bis 1598 erstreckten. Unter den französischen Herrschern setzte ab ca. 1520 eine Antihaltung gegen die immer radikaler werdenden Protestanten ein, die durchaus außenpolitisch motiviert war. Als Folge dieses langen Prozesses, den auch die gemäßigte Regentin Katharina de Medici nicht aufhalten konnte, eskalierte in der Bartholomäusnacht der schon seit geraumer Zeit schwelende Glaubenskrieg in einem Massaker an den Hugenotten, den Anhängern Calvins.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vita: Giacomo Meyerbeer: Biografischer Abriss über Meyerbeers Werdegang vom Wunderkind zum gefeierten Komponisten in Paris.
2. Die Librettisten G. Rossi, E. Scribe und E. Deschamps: Vorstellung der kreativen Partner Meyerbeers und deren maßgeblicher Einfluss auf die Textgestaltung der Oper.
3. Handlung und Libretto: Darstellung des historischen Kontextes, der inhaltlichen Struktur und der spezifischen Anpassungen bei der Erstellung des Librettos.
4. Komposition: Analyse der musikalischen Struktur, der Orchesterbesetzung und der leitmotivischen Verwendung des Luther-Chorals.
5. Grand Opéra: Theoretische Einordnung des Werkes in den Gattungsbegriff der französischen Grand Opéra des 19. Jahrhunderts.
6. Rezeption und Rezension Meyerbeers Les Huguenots: Überblick über die zeitgenössische Kritik, die Zensurmaßnahmen und die wechselvolle Aufführungsgeschichte bis in die Moderne.
7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über Meyerbeers Erfolg als Schöpfer eines Gesamtkunstwerkes und Reflexion über den stilistischen Wandel.
Schlüsselwörter
Giacomo Meyerbeer, Les Huguenots, Grand Opéra, Eugène Scribe, Bartholomäusnacht, Luther-Choral, Musikdramaturgie, Operngeschichte, 19. Jahrhundert, Rezeptionsgeschichte, Historischer Stoff, Libretto, Kompositionsstil, Religion, Zensur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Oper "Les Huguenots" von Giacomo Meyerbeer, wobei die Entstehungsgeschichte, die musikalische Struktur und die gesellschaftliche Wirkung des Werkes im Mittelpunkt stehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen die Zusammenarbeit mit den Librettisten, die Einbettung historischer Ereignisse in das Bühnengeschehen sowie die kompositorische Innovation Meyerbeers.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum "Les Huguenots" als ein wegweisendes Beispiel für das Gesamtkunstwerk der Grand Opéra gilt und wie Meyerbeer unterschiedliche europäische Musiktraditionen miteinander verschmolz.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, zeitgenössischen Dokumenten, Korrespondenzen und einschlägiger Sekundärliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure (Komponist und Librettisten), die inhaltliche und historische Analyse des Werkes, die kompositorischen Besonderheiten sowie eine Betrachtung der Rezeptionsgeschichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Grand Opéra, Meyerbeer, Les Huguenots, Musikdramaturgie und Rezeptionsgeschichte charakterisiert.
Welche Rolle spielt der Luther-Choral in der Komposition?
Der Choral dient nicht nur als musikalisches Zitat, sondern fungiert als zentrales Leitmotiv und Cantus Firmus, welches das religiöse und ideelle Fundament der hugenottischen Protagonisten symbolisiert.
Wie reagierte die zeitgenössische Kritik auf das Werk?
Die Reaktionen waren gespalten: Während das Publikum von der spektakulären Ausstattung und dem historischen Stoff angezogen wurde, gab es vonseiten einiger Zeitgenossen, wie etwa Robert Schumann, scharfe Kritik an der Verwendung religiöser Themen auf der Opernbühne.
- Citation du texte
- Mag. Art; Mag. Phil Heike Sauer (Auteur), 2006, Giacomo Meyerbeer: Les Huguenots, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110136