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Die Pflege-Personalregelung (PPR)

Title: Die Pflege-Personalregelung (PPR)

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Pflegewirtin (FH) Anike Bäslack (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

Erstmals wurden 1969 sogenannte „Anhaltszahlen“ zur Berechnung des Pflegepersonals in den Krankenanstalten von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) publiziert. Die Frage, wie viele Patient(inn)en durch eine Pflegekraft versorgt werden sollten, konnte damit näherungsweise beantwortet werden.

1978 wurde durch die DKG auf den Umstand hingewiesen, dass die zugrundegelegten Kriterien wie z. B. das Patient(inn)enalter und die Art der Erkrankung einem stetigem Wandel unterliegen, sodass o. g. Anhaltszahlen nur als Annäherungswert und Orientierungshilfe anzusehen wären.

Die DKG initiierte deshalb vier Jahre später Neuverhandlungen über die Personalbedarfsmessung an allgemeinen Krankenhäusern; jedoch scheiterten zahlreiche Verhandlungsrunden im Laufe der Jahre.
In den darauf folgenden Jahren kam es auf Grund der Zunahme diagnostischer und therapeutischer Verfahren, sowie des wachsenden Anteils älterer Patient(inn)en, von Multimorbidität und chronischen Erkrankungen zu einer erheblichen Leistungsausweitung in der stationären Krankenpflege, verbunden mit einer höheren Qualifikationsanforderung an die Pflegenden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Entwicklung der PPR

1.1 Geschichtliche Entwicklung

1.2 Grundsätze und Ziele

2 Umsetzung der PPR

2.1 Systematik und Datenerhebung

2.2 Chancen

2.3 Risiken und Probleme

3 Auswirkungen der PPR

3.1 Quantitative Auswirkungen

3.2 Auswirkungen auf die Qualitätssicherung

4 Aufhebung der PPR

4.1 Begründung

4.2 Interne Weiterführung

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung, Anwendung und Aufhebung der Pflege-Personalregelung (PPR) in deutschen Krankenhäusern. Das Ziel ist es, den Einfluss dieses Instruments auf die Personalbemessung, die Qualitätssicherung und die Transparenz pflegerischer Leistungen zu analysieren sowie dessen langfristige Bedeutung in einem sich wandelnden ökonomischen Umfeld kritisch zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung der Personalbemessung in der Pflege
  • Systematik und methodische Grundlagen der PPR
  • Quantitative Effekte auf den Stellenaufbau in Krankenhäusern
  • Bedeutung der PPR für die Qualitätssicherung und Pflegedokumentation
  • Diskussion über die Aufhebung der Regelung und zukünftige Perspektiven

Auszug aus dem Buch

1.1 Geschichtliche Entwicklung

Erstmals wurden 1969 sogenannte „Anhaltszahlen“ zur Berechnung des Pflegepersonals in den Krankenanstalten von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) publiziert. Die Frage, wie viele Patient(inn)en durch eine Pflegekraft versorgt werden sollten, konnte damit näherungsweise beantwortet werden.

1978 wurde durch die DKG auf den Umstand hingewiesen, dass die zugrundegelegten Kriterien wie z. B. das Patient(inn)enalter und die Art der Erkrankung einem stetigem Wandel unterliegen, sodass o. g. Anhaltszahlen nur als Annäherungswert und Orientierungshilfe anzusehen wären. Die DKG initiierte deshalb vier Jahre später Neuverhandlungen über die Personalbedarfsmessung an allgemeinen Krankenhäusern; jedoch scheiterten zahlreiche Verhandlungsrunden im Laufe der Jahre.

In den darauf folgenden Jahren kam es auf Grund der Zunahme diagnostischer und therapeutischer Verfahren, sowie des wachsenden Anteils älterer Patient(inn)en, von Multimorbidität und chronischen Erkrankungen zu einer erheblichen Leistungsausweitung in der stationären Krankenpflege, verbunden mit einer höheren Qualifikationsanforderung an die Pflegenden.

Um diesen veränderten Bedingungen gerecht zu werden, beschloss der Gesetzgeber nach § 19 Absatz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes 1990 die Einberufung einer Expert(inn)engruppe aus Pflegefachleuten, mit dem Ziel der Erarbeitung eines neuen Pflegepersonalbemessungsverfahrens. Basierend auf Erfahrungen aus der Psychiatrie-Personalverordnung sollte sich dieses Verfahren an der Patient(inn)enstruktur und der daraus abgeleiteten pflegerischen Leistung orientieren.

Im April 1991 fanden erste Entwürfe grundsätzliche Zustimmung. Der Artikel 13 des Gesundheitsstrukturgesetzes trat letztendlich nach mehreren Überarbeitungen und Testläufen unter der Bezeichnung Pflege-Personalregelung (PPR) zum 01.01.1993 in Kraft [Zerbe und Heisterkamp 1995].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Entwicklung der PPR: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Personalbedarfsplanung in der Pflege nach und erläutert die gesetzliche Einführung der PPR sowie deren Zielsetzungen.

2 Umsetzung der PPR: Hier wird das System der Pflegestufen und die Datenerhebung zur Personalberechnung detailliert dargestellt, wobei auch Chancen und Herausforderungen in der praktischen Anwendung beleuchtet werden.

3 Auswirkungen der PPR: Dieser Abschnitt bewertet die quantitativen Folgen für den Stellenaufbau und analysiert, wie die PPR als Instrument der Qualitätssicherung die Pflegedokumentation veränderte.

4 Aufhebung der PPR: Das Kapitel erläutert die Hintergründe der gesetzlichen Aufhebung der PPR und beschreibt die Strategien der Kliniken zur internen Weiterführung des Instruments.

5 Diskussion: Abschließend wird eine kritische Einordnung der Ergebnisse vorgenommen und der Stellenwert der PPR in der aktuellen gesundheitsökonomischen Situation sowie im Kontext der DRG-Einführung reflektiert.

Schlüsselwörter

Pflege-Personalregelung, PPR, Personalbemessung, Pflegestandards, Pflegedokumentation, Qualitätssicherung, Krankenpflege, Krankenhausfinanzierung, Patienteneinstufung, Personalbedarf, Gesundheitsstrukturgesetz, DRG, Pflegemanagement, Personalschlüssel, Leistungsnachweis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Pflege-Personalregelung (PPR) als historischem und methodischem Instrument zur Personalbemessung in deutschen Krankenhäusern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Personalbedarfsmessung, die Implementierung der PPR in den Klinikalltag, ihre Auswirkungen auf die Versorgungsqualität und die Gründe für ihre spätere politische Aufhebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Wirksamkeit der PPR als Instrument der Personalplanung und Qualitätssicherung sowie die kritische Reflexion über ihre Bedeutung nach der gesetzlichen Abschaffung.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung vorhandener Studien und Diskussionspapiere zur Personalbedarfsplanung im Pflegedienst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Systematik der PPR, die Untersuchung ihrer quantitativen Auswirkungen auf den Stellenaufbau sowie eine Analyse ihrer Effekte auf die Pflegedokumentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören PPR, Personalbedarfsermittlung, Pflegestandards, Qualitätssicherung und Leistungsnachweis.

Warum wurde die PPR trotz ihrer Vorteile wieder aufgehoben?

Die Aufhebung resultierte primär aus den steigenden Kosten, die die Prognosen überstiegen, sowie aus den Bestrebungen der Politik, auf eine fallpauschalenbasierte Vergütung umzustellen.

Warum setzen manche Krankenhäuser die PPR trotz Aufhebung weiter ein?

Viele Einrichtungen schätzen die PPR weiterhin als wertvolles Instrument zur internen Steuerung, zur Qualitätssicherung und zur objektiven Erfassung des pflegerischen Leistungsaufwandes.

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Details

Title
Die Pflege-Personalregelung (PPR)
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
BWL/Gesundheitsökonomie-Studiengang Pflege/Pflegemanagement
Grade
1,0
Author
Dipl.-Pflegewirtin (FH) Anike Bäslack (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V110265
ISBN (eBook)
9783640084401
ISBN (Book)
9783656138884
Language
German
Tags
Pflege-Personalregelung BWL/Gesundheitsökonomie-Studiengang Pflege/Pflegemanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Pflegewirtin (FH) Anike Bäslack (Author), 2003, Die Pflege-Personalregelung (PPR), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110265
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