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Sergej Gorschkow und die Begründung einer sowjetischen Marinedoktrin

Title: Sergej Gorschkow und die Begründung einer sowjetischen Marinedoktrin

Seminar Paper , 2002 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dr. Andre Röhl (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Ausgehend von der Frage, welche Rolle Seestreitkräfte im Zeitalter atomarer Konfrontation spielen können, entwickelte Flottenadmiral der Sowjetunion Sergej G. Gorschkow während seiner Zeit als Oberkommandierender der Seekriegsflotte eine Doktrin einer ausgewogenen Marinestruktur, die insbesondere unterhalb der Schwelle des Einsatzes atomarer Waffen die weltweite Projektion von Macht gewährleisten sollte. Die seit dem Ende des Kalten Krieges erfolgte Zunahme von weltweiten Konflikten auf unterschiedlichen Eskalationsstufen führte dazu, dass Gorschkows Überlegungen für eine flexible Anwendung maritimer Machtmittel weiterhin aktuell sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Seekriegstheorien am Ende des 19. Jahrhunderts: klassische und junge Schule

3. /

3.1 Flottenadmiral der Sowjetunion Sergej G. Gorschkow

3.2.1 „Die Seemacht des Staates“

3.2.2 Begründung der Notwendigkeit einer starken sowjetischen Flotte

3.2.3 Die Zeitgemäße Konzeption einer ausgewogenen Flotte

4. Die Entwicklung der sowjetischen Seekriegsflotte

5. Bewertung: „Die Seemacht des Staates“ in Theorie und Praxis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken von Flottenadmiral Sergej Gorschkow und analysiert, inwiefern sein Hauptwerk „Die Seemacht des Staates“ als Grundlage einer sowjetischen Marinedoktrin betrachtet werden kann. Dabei wird der Zusammenhang zwischen seiner Theorie und der tatsächlichen maritimen Rüstung der Sowjetunion kritisch beleuchtet.

  • Analyse der klassischen und jungen Seekriegsschule als theoretisches Fundament.
  • Untersuchung des Lebenswerks von Sergej G. Gorschkow und seines Marinekonzepts.
  • Bewertung der sowjetischen Flottenentwicklung im Kontext des Kalten Krieges.
  • Gegenüberstellung von theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung im sowjetischen Militärwesen.

Auszug aus dem Buch

Die zeitgemäße Konzeption einer ausgewogenen Flotte

Während die im Teil A subsumierten Betrachtungen allgemeine Überlegungen zur Entwicklung von Seemacht und Seekrieg darstellen, bezieht sich Teil B darauf aufbauend auf die Darstellung einer zeitgemäßen Konzeption der sowjetischen Flotte. Ausgangspunkt ist deshalb die Entwicklung der sowjetischen Marine seit der Oktoberrevolution, die insbesondere für den Zeitraum 1941-1945 sehr einseitig und überhöht dargestellt wird. So kommt der sowjetischen Flotte nach Gorschkow ein nicht unwesentlicher Anteil am Sieg der Westalliierten in der Schlacht im Atlantik zu. Von Bedeutung ist jedoch der Verweis Gorschkows auf die doppelte Aufgabenstruktur, die zum einen in der Abwehr und Bekämpfung der deutschen Kriegsmarine, zum anderen in der unmittelbaren Unterstützung der Landstreitkräfte bestand. Die Flotte erwies sich demnach „... als eine aktive und mächtige Kraft, die in der Lage ist, in kurzer Zeit sowohl die Lage auf See als auch im Küstenstreifen der Landstreitkräfte zu verändern.“ Auch am Beispiel der sowjetischen Seekriegsflotte wurde somit deutlich, „... daß die ... Bedeutung des bewaffneten Kampfes zur See unbestreitbar gewachsen ist.“

Die Situation nach dem 2. Weltkrieg ist aus Gorschkows Sicht in erster Linie durch zwei Veränderungen gekennzeichnet: Durch die Konfrontation der Sowjetunion mit einem Bündnis von Seemächten und den Einfluß der Kernwaffen auf die Kriegführung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Lebenswerks von Sergej Gorschkow ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Untersuchung der sowjetischen Marinedoktrin.

2. Seekriegstheorien am Ende des 19. Jahrhunderts: klassische und junge Schule: Der Text stellt die gegensätzlichen Ansätze der klassischen Schule und der „jeune école“ dar und erörtert deren Relevanz für das Verständnis moderner Seekriegführung.

3.1 Flottenadmiral der Sowjetunion Sergej G. Gorschkow: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Gorschkows und seine Rolle als Oberbefehlshaber der sowjetischen Marine unter schwierigen innenpolitischen Bedingungen nach.

3.2.1 „Die Seemacht des Staates“: Hier wird der inhaltliche Aufbau von Gorschkows Hauptwerk analysiert und in seine thematischen Kernbereiche unterteilt.

3.2.2 Begründung der Notwendigkeit einer starken sowjetischen Flotte: Dieser Abschnitt thematisiert Gorschkows Verständnis von Seemacht als ein Zusammenspiel militärischer und nicht-militärischer Komponenten in einer ideologisch geprägten Weltordnung.

3.2.3 Die Zeitgemäße Konzeption einer ausgewogenen Flotte: Der Autor erläutert hier die Anpassung der sowjetischen Flotte an die Herausforderungen der Kernwaffentechnologie und die ozeanische Strategie der USA.

4. Die Entwicklung der sowjetischen Seekriegsflotte: Dieses Kapitel beschreibt die verschiedenen Rüstungsphasen der sowjetischen Marine nach 1945, von der anti-amphibischen bis hin zur offensiv-multiplen Konzeption.

5. Bewertung: „Die Seemacht des Staates“ in Theorie und Praxis: Die abschließende Bewertung reflektiert den Erfolg von Gorschkows Konzeptionen im Lichte des späteren Zerfalls der sowjetischen Seemacht und der veränderten globalen Lage.

Schlüsselwörter

Sergej Gorschkow, Seemacht, sowjetische Marine, Seekriegstheorie, Marinekonzept, Alfred T. Mahan, Kalter Krieg, Seestrategie, Rüstungspolitik, Flottenentwicklung, Seekriegskunst, operative Seeherrschaft, U-Boot-Waffe, Militärstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die militärstrategische Bedeutung des Werkes „Die Seemacht des Staates“ von Sergej Gorschkow im historischen Kontext der sowjetischen Marine.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Evolution von Seekriegstheorien, der Einfluss der Kernwaffentechnologie auf die Flottenrüstung sowie das Spannungsfeld zwischen Seemacht-Theorie und politischer Machtausübung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Gorschkows Schriften als fundierte Marinedoktrin anzusehen sind und wie sein Konzept der „ausgewogenen Flotte“ die sowjetische Marinepolitik prägte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um Gorschkows theoretische Postulate mit der tatsächlichen Entwicklung der sowjetischen Seestreitkräfte und den damaligen Bedrohungsszenarien zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Person Gorschkow, der Analyse seines Hauptwerks, der historischen Entwicklung der sowjetischen Marine und der Bewertung der praktischen Umsetzung seiner Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Seemacht, Sergej Gorschkow, sowjetische Marinepolitik, Seekriegstheorie, Flottenrüstung und der Systemantagonismus im Kalten Krieg.

Warum stand Gorschkows „ausgewogene Flotte“ bei seiner Ablösung unter Druck?

Die kostenintensive Ausrichtung der Marine stieß auf interne Widersprüche zur Reformpolitik Gorbatschows und warf Fragen zur ökonomischen Tragfähigkeit der maritimen Strategie auf.

Wie unterscheidet sich Gorschkows Ansatz von der Lehre Mahans?

Obwohl Gorschkow Mahans Imperialismus-Ansatz kritisch sah, zeigt die Analyse, dass Gorschkow auf ähnlichen Rahmenbedingungen wie geografischer Lage und technologischem Fortschritt aufbaute und sein Werk eher als Weiterentwicklung denn als Bruch mit der klassischen Theorie zu werten ist.

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Details

Title
Sergej Gorschkow und die Begründung einer sowjetischen Marinedoktrin
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Geschichte/ FB Pädagogik)
Course
Militärgeschichte
Grade
1,3
Author
Dr. Andre Röhl (Author)
Publication Year
2002
Pages
32
Catalog Number
V11057
ISBN (eBook)
9783638173230
ISBN (Book)
9783638939096
Language
German
Tags
Sergej Gorschkow Begründung Marinedoktrin Militärgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Andre Röhl (Author), 2002, Sergej Gorschkow und die Begründung einer sowjetischen Marinedoktrin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11057
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