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Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik - Wilhelm von Humboldt

Title: Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik - Wilhelm von Humboldt

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andreas Unger (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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In der heutigen Zeit, in der teilweise Orientierungslosigkeit in Bezug auf die Zukunft des deutschen Bildungssystems vorherrscht, wird bei der Suche nach Antworten auch gerne auf die Vergangenheit zurückgegriffen, sei es im positiven als auch im negativen Sinne.

So erlebt auch die Bearbeitung der Humboldtschen Bildungstheorie eine Renaissance, auch in Bezug auf den Bereich der Berufsbildung. Verwunderlich ist dies insofern, da Humboldt nie Berufspädagoge war. Vielmehr ordnen ihn die Geschichtsbücher als Staatsmann, Diplomat und Sprachforscher ein. Dennoch wäre, trotz dieser Einordnung, das heutige Bildungssystem in Deutschland ohne die Humboldtschen Theorien und Reformen undenkbar. Die Existenz eins für alle verbindlichen und allgemeinen Schulreglement ist sein Werk. Auch die Dualität von allgemeiner Schulbildung auf der einen und Berufsbildung auf der anderen Seite lässt sich auf ihn zurückführen.

Diese Arbeit beantwortet folgende Fragen:

Wer war Wilhelm von Humboldt? Was versteht man unter dem humboldtschen Bildungsbegriff? Welche seiner Reformen im Bildungsbereich prägen unsere Gesellschaft noch heute? Kann man Humboldt als Begründer der Berufspädagogik bezeichnen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Leben Wilhelm von Humboldts

III. Humboldts Bildungsverständnis

IV. Die Reformen Humboldts im preußischen Bildungssystem

V. Humboldt – Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik?

VI. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung von Wilhelm von Humboldt für das deutsche Bildungswesen und analysiert kritisch, ob und warum er zu Recht als Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik betrachtet wird, obwohl er selbst nie als Berufspädagoge tätig war.

  • Biographische Einordnung Wilhelm von Humboldts
  • Analyse des Humboldtschen Bildungsverständnisses
  • Untersuchung der preußischen Bildungsreformen
  • Theoretische Abgrenzung von allgemeiner und spezieller Bildung
  • Diskussion der Bedeutung Humboldts für die moderne Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Auszug aus dem Buch

b) Humboldts Trennung von allgemeiner und spezieller Bildung

Neben Humboldts im vorherigen Kapitel dargestellten allgemeinen Bildungsverständnis zeichnet er sich auch für eine bedeutsame Unterteilung eben jenes Begriffes aus. Nämlich jene in allgemeine und spezielle Bildung. Dabei lässt sich Humboldt vom Grundsatz der „Ablehnung aller spezialistischen Einseitigkeit“ leiten. Man muss dazu wissen das viele Schulen beruflich und ständisch gegliedert waren, die Schüler hier also einen auf Beruf oder Stand zugeschnittenen „spezialisierten“ Unterrichtsstoff vermittelt bekamen. Humboldt forderte jedoch in seinem „Littauischen Schulplan“: „Alle Schulen aber, deren sich nicht ein einzelner Stand, sondern die ganze Nation, oder der Staat für diese annimmt, müssen nur allgemeine Menschenbildung bezwecken. – Was das Bedürfnis des Lebens oder eines einzelnen seiner Gewerbe erheischt, muss abgesondert, und nach vollendetem allgemeinen Unterricht erworben werden.“ Er wollte dementsprechend erreichen, dass jedem unabhängig vom gesellschaftlichen Stand oder finanziellen Möglichkeiten eine allgemeine Bildung zuteil wird. Humboldt versteht unter dieser allgemeinen Bildung also eine „vollständige Menschenbildung, die auch der Ärmste erhalten soll.“ Durch die allgemeine Bildung „sollen die Kräfte, d.h. der Mensch selbst gestärkt, geläutert und geregelt werden.“ Diese Bildung soll also den Menschen in die Lage versetzen, selbstständig zu lernen und forschen zu können, nach dem Erwerb dieser allgemeinen Bildung müssen nach Humboldt nur noch die für den speziellen Beruf notwendigen Fertigkeiten erlernt werden, eben die spezielle Bildung. Im Vergleich zur heutigen Debatte drängt sich dabei unweigerlich der Begriff der Schlüsselqualifikationen auf. Auf der einen Seite die allgemeine Bildung welche die Soft-Skills vermittelt, auf der anderen Seite die spezielle Bildung durch welche die direkt für den Beruf nötigen Hard-Skills erlernt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Aktualität von Humboldts Theorien und definiert das Ziel der Arbeit, seine Rolle in der Berufspädagogik zu hinterfragen.

II. Das Leben Wilhelm von Humboldts: Dieses Kapitel gibt einen biographischen Abriss von Humboldts Lebensweg, seiner Ausbildung und seinem Wirken als Diplomat und Reformer.

III. Humboldts Bildungsverständnis: Hier werden die philosophischen Grundlagen und der neuhumanistische Kern von Humboldts Bildungskonzept sowie seine Unterscheidung von allgemeiner und spezieller Bildung erläutert.

IV. Die Reformen Humboldts im preußischen Bildungssystem: Das Kapitel behandelt die praktische Umsetzung der Bildungsreformen, insbesondere die Strukturierung des Unterrichts in Elementar-, Schul- und Universitätsstufen.

V. Humboldt – Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik?: Dieser Abschnitt analysiert die Schnittstellen zwischen Humboldts Wirken und dem modernen Verständnis beruflicher Bildung, um seine Rolle als Begründer dieser Disziplin zu begründen.

VI. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse und betont die bleibende Relevanz von Humboldts Ideen für zeitgenössische Bildungsfragen.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Bildungsideal, Bildungsreformen, allgemeine Bildung, spezielle Bildung, Berufspädagogik, Neuhumanismus, preußisches Bildungssystem, Schlüsselqualifikationen, Menschenbildung, Schulpädagogik, Universitätsreform, Selbstbestimmung, Lehramt, Bildungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle Wilhelm von Humboldts in der Bildungsgeschichte und seiner posthumen Einordnung als Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind Humboldts Bildungsbegriff, seine preußischen Reformen, die Trennung von allgemeiner und beruflicher Bildung sowie seine philosophischen Einflüsse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, historisch fundiert herzuleiten, warum Humboldt heute als Vordenker der Berufs- und Wirtschaftspädagogik gilt, obwohl dies ursprünglich nicht sein primärer Fokus war.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die historische Einordnung zeitgenössischer Dokumente und Schriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biographische Einordnung, die Darlegung der Bildungstheorie, die Analyse der preußischen Reformen sowie die kritische Prüfung der berufspädagogischen Relevanz.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie allgemeine Menschenbildung, Spezialschulen, duales System, neuhumanistisches Bildungsideal und das Verhältnis von Staat und Bildung.

Welche Bedeutung hat die Trennung zwischen allgemeiner und spezieller Bildung bei Humboldt?

Diese Trennung ist zentral, da sie die Grundlage für das heutige Verständnis einer fundierten Allgemeinbildung vor dem Einstieg in berufs- oder spezialisierende Ausbildungsgänge bildet.

Inwieweit kann Humboldt als Vordenker des dualen Systems gesehen werden?

Obwohl es das duale System so zu Humboldts Zeit noch nicht gab, schuf er durch seine Forderungen nach Spezialschulen und die theoretische Trennung von allgemeiner und beruflicher Bildung wesentliche Voraussetzungen dafür.

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Details

Title
Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik - Wilhelm von Humboldt
College
Technical University of Chemnitz
Course
Berufsbildungstheorien - Lektürekurs
Grade
2,0
Author
Andreas Unger (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V110573
ISBN (eBook)
9783640087402
ISBN (Book)
9783640679065
Language
German
Tags
Begründer Berufs- Wirtschaftspädagogik Wilhelm Humboldt Berufsbildungstheorien Lektürekurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Unger (Author), 2004, Begründer der Berufs- und Wirtschaftspädagogik - Wilhelm von Humboldt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110573
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