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Die Grundsicherung in Deutschland - Status quo und aktuelle Reformvorschläge

Titre: Die Grundsicherung in Deutschland - Status quo und aktuelle Reformvorschläge

Mémoire (de fin d'études) , 2007 , 79 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Economie politique - Finances
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eine zunehmend global operierende Wirtschaft, technologischer Fortschritt und eine verstärkte Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften führen im Sozialstaat Deutschland, wie auch in anderen Industrienationen, dazu, dass sich immer mehr Menschen gesellschaftlich marginalisiert fühlen. Hiervon sind nicht nur ein Großteil der Millionen Arbeitslosen, sondern auch eine steigende Zahl im Niedriglohnsektor angesiedelter, geringqualifizierter Arbeiter und Teilzeitbeschäftigter, sowie Langzeitarbeitslose betroffen. Soweit sie einem Erwerb nachgehen, stellt sich auch für sie die Frage, wann ihre Arbeit in ein Niedriglohnland abwandert, oder ihre Stellen wegrationalisiert werden.

In diesem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld wird seit einigen Jahren die Zukunft der sozialen Sicherung, und in diesem Zusammenhang auch die Forderung nach einem Grundeinkommen, diskutiert und in die Reformvorschläge eingebracht. Unter diesen Vorschlägen werden auch staatliche Transferleistungen für Bedürftige gefordert, die zwar arbeitsfähig sind, aber wenig Anstrengung zeigen, ihr Los durch eine Vollzeittätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern. Insgesamt ist aber die gesellschaftliche Einstellung, und damit auch der Ansatz zu Reformen arbeitszentriert. Die Experten und Politiker sehen die Probleme bei der Arbeit, und speziell für den Niedriglohnsektor beim Arbeitsangebot, insbesondere bei den vermeintlich falschen Anreizen zur Arbeitsaufnahme.

Im Rahmen der derzeitigen Grundsicherung in Deutschland, die sich in ihrer Höhe am soziokulturellen Existenzminimum für Hilfebedürftige orientiert, hat sich eine zu große Zahl der Betroffenen gegen eine Arbeitssuche oder Volltätigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt entschieden, was zu einer drastischen Steigerung arbeitsloser oder teilzeitbeschäftigter Geringqualifizierter und Langzeitarbeitsloser führte, die allgemein als die beiden Kernproblemgruppen für die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik gesehen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Problemdarstellung

1.1. Einführung

1.2. Vorgehen

2. Der Rahmen der Grundsicherung in Deutschland

3. Der Status quo: Hartz IV

3.1. Eine Übersicht der Hartz-Reform-Schwerpunkte für Grundsicherung-Empfänger und eine erste Evaluationsbilanz

3.2. Daten und Fakten zum Niedriglohnsektor und den Kernproblemgruppen

3.3. Zeichen eines Reformbedarfs

4. Aktuelle Reformvorschläge

4.1. Das Kombilohn-Modell: Der Vorschlag des Sachverständigenrats

4.1.1. Einführung und Begriffserklärung

4.1.2. Das Maßnahmenpaket des Sachverständigenrats

4.1.3. Die Angebots- und Beschäftigungseffekte der Kern Problemgruppen

4.1.4. Kritik und Aussichten zum Maßnahmenpaket

4.2. Workfare: Der Vorschlag des IZA

4.2.1. Einführung und Konzepterklärung

4.2.2. Das Workfare-Modell des IZA

4.2.3. Aussichten und Chancen für die Kernproblemgruppen

4.3. Kombilohn oder Workfare?

4.4 Zwischenfazit

5. Das Bürgergeld nach Götz Werner – eine Alternative

5.1. Bürgergeld: Alte Idee als Lösung für die Zukunft?

5.1.1. Einführung und Konzepterklärung

5.1.2. Friedmans negative Einkommensteuer (nEst)

5.1.3. Bedingungsloses vs. bedingtes Bürgergeld

5.2. Unternimm die Zukunft – Das Bürgergeld nach Götz Werner

5.2.1. Analyse der Initiative

5.2.2. Akzeptanz als größtes Hindernis?

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die aktuelle Situation der Grundsicherung in Deutschland unter Berücksichtigung der Hartz-Reformen. Ziel ist es, den Reformbedarf im Niedriglohnsektor aufzuzeigen und alternative Reformmodelle – speziell das Kombilohn-Modell des Sachverständigenrats, das Workfare-Modell des IZA und das Bürgergeld nach Götz Werner – kritisch auf ihre Effektivität und Realisierungschancen zu analysieren.

  • Struktur und Funktionsweise der aktuellen deutschen Grundsicherung (Hartz IV).
  • Analyse des Niedriglohnsektors und der Kernproblemgruppen am Arbeitsmarkt.
  • Detaillierte Prüfung der Reformvorschläge Kombilohn und Workfare hinsichtlich ihrer Arbeitsmarktwirkungen.
  • Bewertung des Bürgergeld-Konzepts von Götz Werner als gesellschaftspolitische Alternative.
  • Diskussion der politischen und fiskalischen Umsetzbarkeit verschiedener Reformpfade.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Einführung und Begriffserklärung

Die Idee eines Kombilohns besteht darin, Arbeitslose durch einen monetären Anreiz wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Nach Kaltenborn (2002) „sollen sie (Kombilöhne) speziell Personen mit geringem Verdienstpotential zur Aufnahme oder Ausübung einer Beschäftigung motivieren.“ Arbeitslosen mit einer für Arbeitgeber zu niedrigen Produktivität soll mit Hilfe staatlicher Unterstützung die Arbeitsuche und -aufnahme wieder attraktiv erscheinen. Dieser Anreiz wird durch verschiedene staatliche Transfers geschaffen. Statt eines direkten Transfers in Form einer direkten Zahlung kann die Subvention des Staates jedoch auch bspw. durch Abgabenkürzungen des Einkommens für Arbeitnehmer geschehen, einen indirekten Transfer.

Bei der Einführung eines Kombilohns wird davon ausgegangen, dass Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor, aufgrund niedriger Bezahlung nicht besetzt werden können, und vom Arbeitgeber daher auch nicht angeboten werden. Potentielle Arbeitnehmer müssen daher mit einem vom Staat geleisteten Kombilohn motiviert werden, schlecht bezahlte Beschäftigungen anzunehmen.

Ohne Kombilohn kann nach Knecht (2002) im Niedriglohnbereich nämlich die „unsichtbare Hand (…)(sonst) nicht wirken“ da ein potentieller Arbeitnehmer „eine zu geringe Produktivität hat, (und er) seine Arbeitskraft nicht zu einem angemessenen Preis verkaufen darf. Zu einem niedrigeren Stundensatz könnte (er) eventuell einen Arbeitsplatz finden.“ Durch Subventionen sollen Arbeitslose in die Lage versetzt werden, schlecht bezahlte Tätigkeiten anzunehmen und dadurch den ersten Schritt aus der Arbeitslosigkeit in Richtung Festanstellung zu machen. Knecht (2002) unterscheidet bei Kombilöhnen zwischen Einkommenssubventionsmodellen und Lohnsubventionsmodellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Problemdarstellung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des Arbeitsmarktes durch Globalisierung und Strukturwandel sowie die Problematik des Niedriglohnsektors und der Grundsicherung.

2. Der Rahmen der Grundsicherung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert das System der sozialen Sicherung in Deutschland und die Rolle der Grundsicherung als Auffangnetz.

3. Der Status quo: Hartz IV: Eine detaillierte Betrachtung der Hartz-Gesetze, ihrer Instrumente sowie der speziellen Situation der Kernproblemgruppen und des Reformbedarfs.

4. Aktuelle Reformvorschläge: Vorstellung und kritische Analyse des Kombilohn-Modells des Sachverständigenrats und des Workfare-Modells des IZA als Ansätze zur Arbeitsmarktaktivierung.

5. Das Bürgergeld nach Götz Werner – eine Alternative: Analyse des Konzepts eines bedingungslosen Grundeinkommens, seiner Finanzierung durch Konsumsteuern und der gesellschaftspolitischen Implikationen.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion möglicher Kompromisslinien für künftige Reformen der deutschen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.

Schlüsselwörter

Grundsicherung, Hartz IV, Arbeitsmarkt, Kombilohn, Workfare, Bürgergeld, Niedriglohnsektor, Langzeitarbeitslosigkeit, Transferentzugsraten, Arbeitsgelegenheiten, Sozialstaat, Beschäftigungseffekte, Beschäftigungsfähigkeit, Geringqualifizierte, Reformvorschläge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage der Grundsicherung in Deutschland und prüft verschiedene Reformvorschläge, um die Arbeitsmarktintegration insbesondere von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen zu verbessern.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Evaluierung des Hartz-IV-Systems, der Funktionsweise von Kombilohn- und Workfare-Modellen sowie der Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Bestandsaufnahme des deutschen Sozialstaats zu klären, welche Reformansätze die Fehlsteuerungen bei der Grundsicherung beheben und die Erwerbsanreize wirksam erhöhen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse und stützt sich auf vorliegende empirische Studien, Simulationsrechnungen verschiedener Forschungsinstitute sowie Expertenexpertisen zur Wirkungsweise arbeitsmarktpolitischer Instrumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Hartz-IV-Systems, eine tiefergehende Analyse von Kombilohn- und Workfare-Reformmodellen sowie eine kritische Untersuchung des Bürgergeld-Konzepts nach Götz Werner.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Grundsicherung, Kombilohn, Workfare, Bürgergeld, Arbeitsmarktintegration, Niedriglohnsektor und Fördern und Fordern.

Warum wird das Modell von Götz Werner als "radikal" eingestuft?

Das Modell wird als radikal bezeichnet, weil es das bestehende Sozialsystem grundlegend umkrempelt: Es ersetzt das bestehende Steuer- und Transfersystem durch eine vollständige Entkoppelung von Arbeit und Einkommen, finanziert über eine extrem hohe Konsumsteuer.

Welche Rolle spielen Arbeitsgelegenheiten in den diskutierten Modellen?

Arbeitsgelegenheiten dienen in den untersuchten Modellen primär als Prüfinstrument für die Arbeitsbereitschaft der Betroffenen und sollen Anreize schaffen, reguläre Beschäftigungsverhältnisse auf dem ersten Arbeitsmarkt anzustreben.

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Résumé des informations

Titre
Die Grundsicherung in Deutschland - Status quo und aktuelle Reformvorschläge
Université
University of Freiburg
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
79
N° de catalogue
V111080
ISBN (ebook)
9783640091812
Langue
allemand
mots-clé
Grundsicherung Deutschland Status Reformvorschläge
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2007, Die Grundsicherung in Deutschland - Status quo und aktuelle Reformvorschläge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111080
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