Dieses Portfolio enthält Erörterungen zu allen acht Modulen der ZQ BSK. Darüber hinaus gibt es eine Textanalyse, einen Unterrichtsentwurf als Lehrskizze zum Training von Schreibstrategien, die Erstellung einer Prüfungsaufgabe im Sinne von Constructive Alignment, Übungssequenzen u. v. m.
2017 wurden händeringend DaF/DaZ-Lehrkräfte gesucht. So begann ich in der Alpha Sprachschule Halle zu hospitieren und zu unterrichten. In diesem Jahr nahm ich auch an der ZQ für Lehrkräfte in Integrationskursen am IIK Berlin teil und absolvierte diese sehr erfolgreich. Es folgten Dozentinnentätigkeiten beim Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH (BBI) und an den Euro-Schulen in Halle Saale. 2018 absolvierte ich die ZQ für Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen am IIK Jena, es folgten 2019 die ZQ für Lehrkräfte: Lernschwierigkeiten im Unterricht mit Schwerpunkt Trauma und 2020 die ZQ für Lehrkräfte in Orientierungskursen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1.1 Erfahrungen und Kompetenzen, über die ich vor der Absolvierung der ZQ BSK verfügte
1.2 Ziel meiner Teilnahme an der ZQ BSK
1.3 In welchen Bereichen lagen bislang eigene Schwächen und Stärken?
1.4 Nachweis bereits umfassender Erfahrungen und Kenntnisse
1.5 Welche Module versprechen den größten Wissens- und Kompetenzzuwachs für mich?
1.6 Empfehlungen zur Auffrischung und Vertiefung von bestimmten Fachkenntnissen
1.7 Welche Schlüsse ziehe ich aus dem Ergebnis?
1.8 Begründung zu meiner Beschäftigung mit dem Beruf: Pflegefachfrau/-mann
1. Grundlagen der Berufspädagogik
2. Berufsbezogene linguistische Kompetenz
2.1 Schlussfolgerung der Ergebnisse meiner Textanalyse
2.2 Textanalyse
3. Sprachenlernen und Schlüsselkompetenzen im Erwachsenenalter
4. Didaktik und Methoden im berufsbezogenen Deutschunterricht
4.1 Dokumentation einer Unterrichtsplanung: Förderung der Schreibstrategien von KNT
5. Evaluieren, Prüfen, Testen
5.1 Wie kann ich diese Prüfungsaufgabe im Sinne von Constructive Alignment vorbereiten?
5.2 Welche Rückwirkungen hat es auf den Unterricht? Wie oft wird diese Aufgabe geübt?
6. Digitale Kompetenz
6.1 Reflexion der Durchführung
7. Aufgaben, Rollen und professionelles Handeln der LK in BSK
8. Interkulturalität und Integration in den Arbeitsmarkt
Abschlussreflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Erfahrungen und Reflexionen der Autorin während ihrer Teilnahme an der additiven Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen am IIK-Standort Jena. Ziel der Arbeit ist es, die erworbenen methodisch-didaktischen Kenntnisse sowie die erweiterte Medienkompetenz kritisch zu analysieren, um den eigenen Unterricht praxisorientiert weiterzuentwickeln, die Lernenden gezielter zur Bewältigung berufsalltäglicher Anforderungen zu befähigen und dabei insbesondere auf die Integration in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.
- Reflexion der pädagogischen Lehrkompetenzen und deren Weiterentwicklung im Kontext von Berufssprachkursen.
- Einsatz digitaler Tools und Anwendungen zur Förderung von Lernstrategien und Binnendifferenzierung.
- Didaktik und methodische Gestaltung des berufsbezogenen Deutschunterrichts unter Berücksichtigung des Constructive Alignment.
- Interkulturelle Aspekte und deren Einfluss auf die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt sowie die Bewältigung von "Critical Incidents".
Auszug aus dem Buch
Konsequenterweise leite ich für den BSK daraus ab, dass man sich bewegen muss, wenn es weiter gehen soll.
Ein probates Mittel für die Verständigung, für das Verstehen und das Reden über bestimmte Sachverhalte, aber auch Gefühle oder Verhaltensweisen, ist die Sprache. In unserem speziellen Fall ist es die deutsche Sprache. In Deutschland ist sie die Umgangs- und auch Berufssprache. Also eine Sprache, die in einzelnen Fachgebieten, wie im Handel → „zweitwichtigste Handelssprache in Europa“ (Sochorek, 2007), in der Diplomatie, in der Verwaltung und sogar in der Wissenschaft, Menschen verschiedener Sprachgemeinschaften den kommunikativen Austausch ermöglicht.
Nun komme ich noch einmal zurück zu der zitierten Zeile „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.“, die mich nachdenklich gemacht hat. Einerseits trifft das zu, andererseits nicht ganz. Es geht um Stillstand und es geht darum, sich neue Ziele zu setzen. Man kann schon „etwas sein“ und trotzdem noch „etwas werden“. Aus meiner Sicht hat man in jedem Abschnitt seines Lebens schon Ziele erreicht (auch Migrant*innen, Flüchtlinge …), dennoch kann man sich neue Ziele setzen und sich damit neuen Herausforderungen stellen. Wir lernen jeden Tag etwas dazu. Die Sprichwörter: „Sich regen, bringt Segen.“, „Ohne Fleiß, keinen Preis.“ oder „Wer rastet, der rostet.“ bringen es ebenfalls zum Ausdruck und unsere KTN kennen bestimmt auch in ihrer Mutter- oder Ursprungssprache ein ähnliches Sprichwort, das uns allen zeigt, dass „es den Menschen wie den Leuten geht“.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin reflektiert ihre beruflichen Vorerfahrungen sowie ihre Beweggründe und Erwartungen an die Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen.
Grundlagen der Berufspädagogik: Dieses Kapitel dokumentiert ein Gruppengespräch mit Vertretern des Jobcenters zur Veranschaulichung der institutionellen Anforderungen und Herausforderungen für Lernende.
Berufsbezogene linguistische Kompetenz: Anhand einer Textanalyse zum Thema Mitbestimmungsrechte wird die Bedeutung berufsbezogener Sprache für die Integration erarbeitet.
Sprachenlernen und Schlüsselkompetenzen im Erwachsenenalter: Die Autorin erläutert die Entwicklung einer Unterrichtssequenz zur Vermittlung von Lernstrategien und deren didaktische Begründung.
Didaktik und Methoden im berufsbezogenen Deutschunterricht: Fokus liegt hier auf der praktischen Umsetzung und Dokumentation einer Unterrichtsplanung zur Förderung von Schreibstrategien.
Evaluieren, Prüfen, Testen: Dieses Kapitel behandelt die Vorbereitung von Prüfungsaufgaben im Sinne des Constructive Alignment und deren Rückwirkungen auf den Unterricht.
Digitale Kompetenz: Eine Reflexion über den Einsatz digitaler Tools zur spielerischen Vermittlung von Nomen-Verb-Verbindungen im Online-Unterricht.
Aufgaben, Rollen und professionelles Handeln der LK in BSK: Die Autorin analysiert ihr eigenes Lehrerverhalten sowie das von Kollegen während einer Unterrichtssequenz zur Planung eines Betriebsausflugs.
Interkulturalität und Integration in den Arbeitsmarkt: Das Kapitel befasst sich mit der Bedeutung interkultureller Kompetenz, dem Umgang mit Critical Incidents und der Sensibilisierung der Lernenden für unterschiedliche kulturelle Verhaltensmuster.
Schlüsselwörter
Zusatzqualifizierung, Berufssprachkurs, Deutsch als Fremdsprache, Didaktik, Methodik, Medienkompetenz, Binnendifferenzierung, Interkulturalität, Integration, Constructive Alignment, Lernstrategien, Berufsbezogene Sprache, Pflegefachkraft, Online-Unterricht, Critical Incidents.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Reflexionen einer Lehrkraft über ihre Teilnahme an der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen und deren Anwendung auf die Unterrichtspraxis.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Didaktik des berufsbezogenen Deutschunterrichts, den Einsatz digitaler Medien, interkulturelles Lernen sowie die praktische Vorbereitung von Lernenden auf berufliche Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit erworbenen Kompetenzen, um den eigenen Unterricht zu reflektieren und die methodische Qualität im Kontext von Berufssprachkursen zu steigern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Methoden der Selbstreflexion, Textanalyse, didaktische Kommentierung von Unterrichtsentwürfen sowie die Auswertung von Beobachtungsprotokollen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Module der Zusatzqualifizierung, von den Grundlagen der Berufspädagogik über linguistische und digitale Kompetenzen bis hin zur Prüfungsvorbereitung und Interkulturalität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Zusatzqualifizierung, Berufssprachkurs, Didaktik, Medienkompetenz, interkulturelle Kompetenz und arbeitsmarktrelevante Schlüsselkompetenzen.
Wie integriert die Autorin das Thema "Smalltalk" in den Berufssprachkurs?
Die Autorin analysiert Lehrwerke und schlägt vor, Smalltalk nicht nur als kommunikative Form, sondern als strategisches Mittel in Verhandlungen zu behandeln und durch gezielte Übungen interkulturell zu reflektieren.
Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Lehrkraft ein?
Die Lehrkraft nimmt eine aktive, unterstützende Rolle ein ("Freund-Funktion"), die durch eine offene Körperhaltung, gezieltes Zeitmanagement und eine emotionale Ansprache der Lernenden geprägt ist.
Welche Rolle spielt der Pflegeberuf in der Arbeit?
Der Beruf der Pflegefachkraft dient als fachlicher Kontext für Unterrichtsmaterialien, um realitätsnahes Wissen zu vermitteln und die Anforderungen dieses Berufsfeldes mit sprachlichen Übungen zu verknüpfen.
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- Beate Pfeiffer (Author), 2021, Deutsch als Fremdsprache unterrichten. Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1112197