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Vertragsrecht. Unterrichtsentwurf für Auszubildende an der Berufsschule

Titel: Vertragsrecht. Unterrichtsentwurf für Auszubildende an der Berufsschule

Unterrichtsentwurf , 2021 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dr. Christian Schwießelmann (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der geplanten Unterrichtseinheit geht es vor allem um die Vermittlung der verschiedenen BGB-Vertragstypen. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei lernen, dass Handel und Wohlstand auf freiwilligen Tauschverhältnissen zwischen Marktteilnehmern basieren und Verträge einzuhalten sind.

Das Privatrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) aus dem Jahr 1900 ist ursprünglich von den Ansichten der liberalen Klassik geprägt: es gewährt Privatautonomie, Vertrags- und Formfreiheit; Bürger sollen untereinander ihre eigenen Angelegenheiten unabhängig vom Staat regeln und Verträge abschließen, mit wem sie wollen und wie sie wollen. Die Entstehung des Sozialstaats im Nachkriegseuropa hat das Prinzip der Privatautonomie allerdings unterhöhlt; der Sozialstaat soll Schwächere vor Übervorteilung durch wirtschaftliche Stärkere schützen (Verbraucherschutz); Minderheiten vor Diskriminierung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz); im Bereich öffentlicher Unternehmungen (Wasser, Strom, Rundfunk usw.) herrscht Kontrahierungszwang. In der Privatwirtschaft haben Typenverträge durchgesetzt, die durch Allgemeine Geschäftsbedingungen fixiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Thema: Vertragstypen

2. Lernziele

3. Verlaufsplan

4. Materialanhang

Zielsetzung und Themen der Unterrichtseinheit

Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Vermittlung der verschiedenen BGB-Vertragstypen, um den Schülerinnen und Schülern das Verständnis für freiwillige Tauschverhältnisse und die verbindliche Natur von Verträgen im Wirtschaftsleben näherzubringen. Die Lernenden sollen befähigt werden, IT-spezifische Vertragskonstruktionen rechtlich einzuordnen.

  • Systematik der BGB-Vertragstypen (z. B. Kauf-, Miet-, Dienst- und Werkverträge)
  • Abgrenzung von Vertragstypen anhand von Partnern, Pflichten und Funktionen
  • Anwendung juristischer Grundlagen auf IT-spezifische Vertragssituationen
  • Methoden der Internet- und Lehrbuchrecherche zur juristischen Ergebnissicherung

Auszug aus dem Buch

1. Thema: Vertragstypen

Das Privatrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) aus dem Jahr 1900 ist ursprünglich von den Ansichten der liberalen Klassik geprägt: es gewährt Privatautonomie, Vertrags- und Formfreiheit; Bürger sollen untereinander ihre eigenen Angelegenheiten unabhängig vom Staat regeln und Verträge abschließen, mit wem sie wollen und wie sie wollen. Die Entstehung des Sozialstaats im Nachkriegseuropa hat das Prinzip der Privatautonomie allerdings unterhöhlt; der Sozialstaat soll Schwächere vor Übervorteilung durch wirtschaftliche Stärkere schützen (Verbraucherschutz); Minderheiten vor Diskriminierung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz); im Bereich öffentlicher Unternehmungen (Wasser, Strom, Rundfunk usw.) herrscht Kontrahierungszwang. In der Privatwirtschaft haben Typenverträge durchgesetzt, die durch Allgemeine Geschäftsbedingungen fixiert werden.

In der geplanten Unterrichtseinheit geht es vor allem um die Vermittlung der verschiedenen BGB-Vertragstypen. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei lernen, dass Handel und Wohlstand auf freiwilligen Tauschverhältnissen zwischen Marktteilnehmern basieren und Verträge einzuhalten sind. Die Schule verwendete Wiso-Lehrbuch beschränkt sich vor allem auf Übereignungs- und Überlassungsverträge wie zum Beispiel Kauf-, Miet-, Leih-, Darlehens-, Pacht-, Dienst- und Werkverträge, hält aber im zugehörigen Arbeitsheft keine Ergebnissicherung bereit. Für die Fachinformatiker soll dieses Spektrum um weitere Verträge wie den Reise- und Schenkungsvertrag erweitert werden. Das Thema ist sowohl im Schulinternen Curriculum als auch im Rahmenlehrplan Wiso für berufliche Bildungsgänge vorgesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema: Vertragstypen: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung und die rechtliche Bedeutung von Privatautonomie sowie Typenverträgen im BGB ein und skizziert die Ziele der Unterrichtseinheit.

2. Lernziele: Hier werden die kognitiven und methodischen Kompetenzen definiert, welche die Schülerinnen und Schüler durch die Erarbeitung der Vertragstypen im Unterricht erwerben sollen.

3. Verlaufsplan: Dieses Kapitel stellt die didaktische Struktur der Unterrichtseinheit dar, inklusive Zeitplanung, Impulssetzung, Einzel- und Gruppenarbeitsphasen sowie Phasen der Ergebnissicherung.

4. Materialanhang: Dieser Abschnitt enthält die Tabellenstrukturen zur Einordnung der BGB-Vertragstypen sowie zahlreiche konkrete Vertragsmuster, die als Fallbeispiele für die Analyse der Lernenden dienen.

Schlüsselwörter

BGB, Privatrecht, Vertragstypen, Kaufvertrag, Mietvertrag, Werkvertrag, Dienstvertrag, IT-Verträge, Privatautonomie, Vertragsfreiheit, Wirtschaftslehre, Rechtssicherheit, Verbraucherschutz, Leihvertrag, Pachtvertrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Die Arbeit bietet ein strukturiertes Konzept für eine Unterrichtseinheit zur Vermittlung verschiedener BGB-Vertragstypen, insbesondere für IT-Berufe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Systematik des Privatrechts, die Einordnung von Alltagsverträgen in das BGB und die Übertragung dieser Grundkenntnisse auf spezialisierte IT-Verträge.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler die BGB-Grundtypen verstehen, abgrenzen und die erworbenen Kenntnisse auf reale oder IT-relevante Vertragsszenarien anwenden können.

Welche wissenschaftliche bzw. didaktische Methode wird verwendet?

Es wird ein schülerzentrierter Ansatz gewählt, der durch Impulse, Einzelrecherche im Lehrbuch und Internet, Partnerarbeit sowie Plenumsdiskussionen zur Ergebnissicherung geprägt ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen detaillierten Verlaufsplan und einen umfangreichen Materialanhang, der zahlreiche Vertragsmuster für die praktische Übung bereitstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie BGB-Vertragstypen, IT-Vertragsrecht, Privatautonomie und berufliche Bildung aus.

Warum ist das Thema für Fachinformatiker besonders relevant?

Da der IT-Bereich oft komplexe Mischverträge beinhaltet, hilft die Einordnung in die BGB-Grundtypen den Lernenden, die rechtlichen Risiken und Pflichten ihrer Verträge besser einzuschätzen.

Wie werden die Ergebnisse im Unterricht gesichert?

Die Ergebnissicherung erfolgt durch den Vergleich der Vertragstypen in einer Tabelle, bei der Gemeinsamkeiten und Unterschiede markiert werden, sowie durch eine didaktische Reserve in Form eines Quiz.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vertragsrecht. Unterrichtsentwurf für Auszubildende an der Berufsschule
Note
2,0
Autor
Dr. Christian Schwießelmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1112784
ISBN (eBook)
9783346495068
ISBN (Buch)
9783346495075
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vertragsrecht unterrichtsentwurf auszubildende berufsschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Christian Schwießelmann (Autor:in), 2021, Vertragsrecht. Unterrichtsentwurf für Auszubildende an der Berufsschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1112784
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Leseprobe aus  28  Seiten
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