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Lehrwerkanalyse und Begutachtung

Mannheimer Kriterienkatalog

Titel: Lehrwerkanalyse und Begutachtung

Hausarbeit , 2007 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jan Fendler (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lehrwerkauswahl und Bewertung sind Entscheidungen der unterrichtlichen Organisation, die jeder Lehrer am Beginn eines Schuljahres trifft. Hingegen dient die qualifizierte Überprüfung und Verbesserung von Lehrwerken und Lehrmaterialien einer qualitativ höherwertigen Didaktik und Methodik im Deutsch als Fremdspracheunterricht. Dabei zielt Lehrwerkkritik nicht allein auf die Auswahl geeigneter Unterrichtsmaterialien ab, sondern versucht durch Verbesserungsvorschläge die Qualität eines Lehrwerkes zu erhöhen. „Lehrwerkkritik versucht, vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse, unterrichtliche Erfahrungen und didaktische Zielvorstellungen in einer hermeneutischen Lehrwerksanalyse zu bündeln. Sowohl die Auswahl der zu Grunde gelegten Kriterien als auch deren Anwendung auf konkrete Materialien stellen, selbst wenn die Lehrwerkkritik als interdisziplinäre Teamarbeit angelegt ist, Formen einer subjektiven Interpretation dar.“ (vgl. Krumm S.1034)
Unterrichtliche Erfahrungsschätze mit Lehrwerken gibt es seit Nutzung von Materialien in der Lehre; zumeist sind diese jedoch eher privater Natur und nicht von wissenschaftlichen Vorgehen geprägt. Professionalisierte Lehrwerksanalyse konnte erst mit Einführung ganzheitlicher staatlicher Schulen geschehen, da die Vergleichbarkeit von Lernprozessen und die Vorgaben von Lernzielen die Qualität der Ausbildung erhöhen sollten. So gab es schon frühzeitig Qualitätspunkte für Schulliteratur und die Auswahl geeigneter Unterrichtsmaterialien. Im Deutsch als Fremdspracheunterricht konnte sich Lehrwerksbegutachtung und Lehrwerkkritik erst ab 1974 durchsetzten (das auswärtige Amt forderte Prüfungen von Lehrwerken unter Beachtung von Fremdsprachdidaktik, Linguistik und Themenplanung) – das Mannheimer Gutachten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Lehrmethoden im DaF-Unterrichts

Die Grammatik-Übersetzungs-Methode

Die direkte Methode – reformpädagogischer Ansatz

Audiolinguale / audiovisuelle Methode

Kommunikativ-pragmatischer Ansatz

Interkultureller Ansatz

Funktionen und Arten von Lehrwerken im Unterricht

Lehrwerke und Lehrinhalte

Zusammenhang von Lehrmethode und Lehrwerk

Mannheimer Gutachten

Defizite und Tendenzen in den beurteilten Lehrwerken des Mannheimer Gutachtens

Stockholmer Kriterienkatalog

Aktuelle Lehrwerkanalysen und Kritiken nach C. Nodari

Zusammenfassung

Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen sowie historische und aktuelle Instrumente der Lehrwerkanalyse und -begutachtung im Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF), mit dem Ziel, ein Verständnis für die qualitative Bewertung von Unterrichtsmaterialien zu schaffen.

  • Grundlagen der verschiedenen Lehrmethoden im DaF-Unterricht.
  • Funktionen und Anforderungen an moderne Lehrwerke.
  • Historische Analyse des Mannheimer Gutachtens (1974).
  • Kriterienkataloge wie der Stockholmer Kriterienkatalog.
  • Aktuelle Ansätze der Lehrwerkkritik nach Claudio Nodari zur Förderung von Autonomie.

Auszug aus dem Buch

Die Grammatik-Übersetzungs-Methode

Die GÜM gilt als eine der ersten Methoden im Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts, sie ähnelt dem schulischen Unterricht und liefert einen Zugang zur literarischen Hochkultur. Vorraussetzung hierfür ist eine homogene Schülerschaft, die wie im schulischen Unterricht einen gleichen Kompetenzstand besitzt. Vor allem orientiert sich ihr Vorgehen an der geschichtlichen Perspektive der „alten Sprachen“ und deren Denkschulungen. Ziel ist nicht der „Spracherwerb“, bzw. die pragmatische Sprache, sondern die Übersetzungsfähigkeit der geschriebenen Sprache. Das kognitive Lernkonzept ist die Sprachbeherrschung durch explizites Sprachwissen. Dabei erscheint der Spracherwerb als Regel und Vokabellernen (vgl. Neuner, 1999). Zentrale Unterrichtssprache ist die Muttersprache (L1) in der Vokabeln und Regeln erklärt werden. Durch den Unterricht zeigen sich zugleich auch die Probleme, die mit dieser Methode einhergehen. Eine homogene Schülerschaft ist vor allem im DaF-Unterricht nicht zu erwarten, auch sind die Vorgaben nicht auf die Übersetzung einer schriftlichen Sprache bezogen, sondern verlangen vom Lerner die Handlungsfähigkeit in der zu erwerbenden Sprache (vgl. GeRR).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung definiert die Notwendigkeit der Lehrwerkkritik zur Qualitätssicherung und blickt auf die historische Entwicklung der Lehrwerksanalyse zurück.

Lehrmethoden im DaF-Unterrichts: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene didaktische Ansätze von der Grammatik-Übersetzungs-Methode bis zum interkulturellen Ansatz.

Funktionen und Arten von Lehrwerken im Unterricht: Der Abschnitt erläutert die Rolle von Lehrwerken als Steuerungsinstrumente des Unterrichts und deren Abgrenzung zu einfachen Lehrmaterialien.

Lehrwerke und Lehrinhalte: Hier wird die Bedeutung von authentischen Texten und deren Wandel über die Jahrzehnte hinweg betrachtet.

Zusammenhang von Lehrmethode und Lehrwerk: Das Kapitel analysiert, wie didaktische Ziele und Lehrmethoden in der Struktur eines Lehrwerks konkret umgesetzt werden.

Mannheimer Gutachten: Es wird die Pionierarbeit des Mannheimer Gutachtens von 1974 als erste große öffentliche Lehrwerkskritik vorgestellt.

Defizite und Tendenzen in den beurteilten Lehrwerken des Mannheimer Gutachtens: Eine kritische Bestandsaufnahme der Schwachstellen, die durch das Mannheimer Gutachten in damaligen Lehrwerken aufgedeckt wurden.

Stockholmer Kriterienkatalog: Dieses Kapitel stellt einen weiteren maßgeblichen Kriterienkatalog vor, der insbesondere die Selbstlernerfähigkeit betont.

Aktuelle Lehrwerkanalysen und Kritiken nach C. Nodari: Der Fokus liegt auf der modernen Forderung nach autonomiefördernden Lehrwerken.

Zusammenfassung: Ein resümierender Blick auf die Bedeutung der Lehrwerksforschung für die Praxis.

Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Lehrwerkanalyse, DaF, Lehrwerkkritik, Fremdsprachendidaktik, Lehrmethoden, Grammatik-Übersetzungs-Methode, Mannheimer Gutachten, Stockholmer Kriterienkatalog, Autonomes Lernen, Sprachhandlungstheorie, Unterrichtsqualität, Progression, Landeskunde, Sprachvermittlung, Curricula

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen und inhaltlichen Analyse von Lehrwerken für den DaF-Unterricht und untersucht die Standards, nach denen diese bewertet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Lehrwerksbegutachtung, die verschiedenen Lehrmethoden sowie die Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Lehrmaterialien.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Anforderungen an moderne Lehrwerke zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese mit Hilfe wissenschaftlicher Kriterien bewertet werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die deskriptive und analytische Literaturrecherche, um verschiedene historische Gutachten und theoretische Ansätze der Lehrwerkkritik zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Lehrmethoden, die Analyse bedeutender Gutachten und die Diskussion aktueller Konzepte zur Autonomieförderung.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Lehrwerkanalyse, DaF, Methodik, Lehrwerkkritik, Autonomie im Lernen und Didaktik sind die zentralen Begriffe.

Welche Bedeutung hat das Mannheimer Gutachten heute noch?

Es dient als historischer Meilenstein, der erstmals systematisch Kriterien für die Lehrwerksprüfung formulierte und somit die Grundlage für spätere Kataloge legte.

Was versteht man unter dem autonomiefördernden Lehrwerk nach Nodari?

Ein Lehrwerk, das den Lerner nicht nur passiv steuert, sondern ihn durch gezielte Aufgabenstellungen und Struktur zur eigenständigen Wissensaneignung und zum autonomen Handeln befähigt.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lehrwerkanalyse und Begutachtung
Untertitel
Mannheimer Kriterienkatalog
Hochschule
Universität des Saarlandes  (DaF)
Veranstaltung
Lehrwerkanalyse
Note
1,7
Autor
Jan Fendler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V111736
ISBN (eBook)
9783640158201
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrwerkanalyse Begutachtung Lehrwerkanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Fendler (Autor:in), 2007, Lehrwerkanalyse und Begutachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111736
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Leseprobe aus  25  Seiten
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